IDC: Smartphone-Wachstum stagniert, OPPO und vivo in den Top 5 der Hersteller

artikel_idcDas erste Quartal auf dem Smartphone-Markt, für die wenigsten Hersteller war es ein Grund zur Freude. Zwar können die beiden größten Hersteller – Samsung und Apple – ihre Positionen behaupten, müssen aber ein verringertes Wachstum und auch Marktanteilsverluste in Kauf nehmen. Bei Samsung wirkt sich das nicht so drastisch aus, von einem Marktanteil von 24,6 Prozent geht es auf 24,5 Prozent. Drastischer sind da schon Apples Verluste. Konnte Apple im ersten Quartal 2015 noch auf 18,3 Prozent Marktanteil blicken, sind es im ersten Quartal 2016 nur noch 15,3 Prozent. Zwei Überraschungen gibt es in den Top 5 der Hersteller außerdem, neu dabei sind nämlich OPPO und vivo, die mit dreistelligen Wachstumsraten Lenovo und Xiaomi überholt und somit aus den Top 5 geschmissen haben.

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Den dritten Platz kann Huawei behaupten. Mit 58,4 Prozent mehr abgesetzten Geräten als im ersten Quartal 2015 verringert Huawei den Abstand nach vorne mit einem großen Sprung. Für mich etwas überraschend ist OPPO. 18,5 Millionen Smartphones konnte das Unternehmen im ersten Quartal absetzen, 153,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Ähnlich stark zeigt sich vivo, 14,3 Millionen ausgelieferte Geräte bedeuten ein Plus von 123,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Blick auf die Kategorie „Others“, die immerhin 42,3 Prozent des Marktes ausmacht, gibt einen recht guten Gesamteindruck des Marktes. Das Wachstum geht zurück, die Märkte zeigen Sättigungserscheinungen und es gibt keine großen technischen Sprünge, die einen schnellen Neukauf von Smartphones erfordern würden. So sind es vor allem die Hersteller von Smartphones im niedrigen Preisbereich, die sich über Zuwächse freuen können. Huawei scheint hier einen sehr guten Mix gefunden zu haben, wobei es auch Samsung immerhin schafft, nur 0,5 Millionen weniger Geräte zu verkaufen. Bei einem Volumen von 81,9 Millionen Geräten kann man also kaum von großen Verlusten im Jahresvergleich reden.

Sollte Huawei aber weiter mit dieser Geschwindigkeit wachsen, könnte es langsam eng für Apples zweiten Platz werden. Interessant wären in diesem Zusammenhang sicher auch die Top 10 oder gar Top 20 der Hersteller, da sich die kleinen Verschiebungen außerhalb der Top 5 abspielen. Der Markt ist nach wie vor sehr dynamisch, kein Hersteller kann sich auf seinen Leistungen ausruhen, wenn er im Smartphone-Geschäft erfolgreich sein möchte.

(Quelle: IDC)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Ich könnte jetzt schreiben:

    – Na, hab ich es dir nicht gesagt, Kalle.

    – Apple wird wohl noch schneller unter die 10% Grenze fallen, als ich es vorhergesagt habe.

    – Huawei wird wohl noch schneller Apple überholen, als ich es vorhergesagt habe.

    Aber all das werde ich nicht schreiben und zwar aus Respekt vor meinem guten Freund Kalle, der wohl momentan eine schwierige Zeit durchmacht, und den ich durch zahlreiche harte, aber immer faire Diskussionen zu schätzen gelernt habe.

    Ich könnte dir jetzt sagen, dass die nächsten Quartale besser werden würden, aber dass kann ich leider nicht, weil es wohl noch schlimmer kommen wird.

    Alles was ich sagen kann, ist: „Bleib stark, Kumpel“ und im Sinne von Caschys BVB „You’ll never walk alone“.

  2. Das klingt schon super pathologisch. Rede mal mit nem Kumpel drüber.

  3. Pathologisch?
    Also so streng solltest du mit dir nicht ins Gericht gehen.

    Dein Zustand ist ernst, da hast du recht, aber doch mit etwas gutem Willen behebbar.

    Als allererstes solltest du einmal dein Wollschaf-Kostüm abstreifen und wieder anfangen eigenständig zu denken, ganz ohne rosarote Brille aus Cupertino.

    Der erste Schritt zur Heilung ist allerdings die Akzeptanz und Selbsterkenntnis, dass all dein Gerede der letzen Zeit nichts anderes war als Buzzword-Gläubigkeit, Realitätsverweigerung und Schönreden.

    Solltes du das schaffen, kann dein Heilungsprozess beginnen.

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