IDC: In Europa werden inzwischen mehr Ohrhörer als Smartwatches und smarte Armbänder verkauft

Die Analysten von IDC haben sicher wieder einmal der aktuellen Verkaufszahlen von Wearables in Europa angenommen und ihre Auswertungen mit uns geteilt. Aus de bisherigen Daten sei gut zu erkennen, wie in Europa die Earables (also Ohrhörer wie Apples AirPods) mittlerweile die Smartwatches in Sachen Absatzzahlen überholen konnten.

Im Vergleich zum Vorjahr seien die Lieferungen von Wearables in Europa im ersten Quartal dieses Jahres um 118,5 Prozent auf insgesamt 10 Millionen Einheiten gestiegen. Dabei machten die eingangs erwähnten Earables nun 40,1 Prozent dieser Lieferungen aus, bei Smartwatches waren es 36,6 Prozent, bei den Armbändern (Fitnesstracker und dergleichen) dann noch 22,9 Prozent.

Westeuropa machte 82 Prozent des europäischen Wearables-Marktes aus und verzeichnete weiterhin einen höheren Mix an Smartwatches als es in Mittel- und Osteuropa der Fall ist. Dort konnte man jedoch ein jährliches Smartwatch-Wachstum von 140 Prozent verzeichnen, was zeigt, dass die dortige Nachfrage nach Geräten mit höherer Funktionalität zunimmt und die Verbraucher in Mittel- und Osteuropa bereit sind, mehr für ein Wearable auszugeben.

Apple’s entry into the earwear category in 2017 was a milestone for the wearables market, changing consumers‘ perception of wireless headphones, which led other companies to follow suit. That explains why Airpods and Beats account for more than 50% of the earwear category in Europe. – Francisco Almeida, Senior Research Analyst für Wearables bei IDC

298 Prozent jährliches Wachstum konnten die Earables für sich verzeichnen, während Apple daran wohl einen großen Teil der „Schuld“ trägt, so IDC. Doch auch die anderen Entwickler wie JBL, Jabra oder auch Bose sorgen mit ihren steten Weiterentwicklungen in der Kategorie dazu bei, dass der Sektor immer beliebter werde.

Der Umsatz an Smartwatches wuchs in Europa um 41 Prozent gegenüber 2018. Apple und Samsung hielten demnach  an ihrer Dynamik fest und Unternehmen wie Fitbit und Garmin bauen ihr Portfolio weiter um Geräte mit höherer Funktionalität aus.

Dank Xiaomi, Fitbit und Huawei konnten außerdem die smarten Armbänder weiterhin ein gutes Wachstum verzeichnen. Xiaomi expandiert immer weiter innerhalb von Europa und hat unter anderem mit dem neuen Mi Band 4 wieder ein Gerät am Start, das nicht nur günstig sondern auch beliebt ist. Fitbit wiederum hatte seine neue Inspire-Serie vorgestellt, das Inspire HR hatte ich mir beispielsweise vor einer Weile ausführlicher anschauen dürfen. Diese Umstände sorgten dann am Ende auch dafür, dass der Umsatz an jenen Armbändern um 149 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist.

Laut dem IDC wird erwartet, dass der europäische Wearables-Markt 2019 einen Absatz von 45,6 Millionen Einheiten erreichen könnte, wobei die Smartwatches wieder den Löwenanteil des Marktes einnehmen sollen (43 Prozent), gefolgt von den Earables (37 Prozent).

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Knud Aagaard says:

    Vorsicht. Gleich um die Ecke wartet Tinnitus.

  2. Ab wann ist ein Kopfhörer bitte ein „Earable“?

  3. Es werden sogar mehr Tomaten als Gurken oder Bananen verkauft (habe ich mir gerade so ausgedacht, ich fand das passte in den Äpfel mit Birnen Vergleich). Facepalm!

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