IBM will Red Hat kaufen

Sollte das Geschäft von den Behörden durchgewunken werden, dann steht quasi die nächste große Hochzeit ins Haus. IBM und Red Hat, mittlerweile großer Anbieter von Open-Source-Cloud-Software, gaben heute bekannt, dass die Unternehmen eine endgültige Vereinbarung getroffen haben, wonach IBM alle ausgegebenen und ausstehenden Stammaktien von Red Hat für 190 US-Dollar pro Aktie in bar erwerben wird, was einem Gesamtunternehmenswert von rund 34 Milliarden US-Dollar entspricht.

„Die Übernahme von Red Hat ist ein Wendepunkt. Es verändert alles am Cloud-Markt“, sagte Ginni Rometty, IBM Chairman, President und Chief Executive Officer. „IBM wird der weltweit führende Hybrid-Cloud-Anbieter werden und Unternehmen die einzige offene Cloud-Lösung anbieten, die den vollen Wert der Cloud für ihre Unternehmen erschließt.

„Die meisten Unternehmen sind heute nur noch zu 20 Prozent auf ihrer Cloud-Reise und mieten Rechenleistung, um Kosten zu sparen“, sagte sie. „Bei den nächsten 80 Prozent geht es darum, den realen Geschäftswert zu steigern und das Wachstum voranzutreiben. Dies ist das nächste Kapitel der Cloud. Es erfordert die Umstellung von Geschäftsanwendungen auf eine hybride Cloud, die Extraktion von mehr Daten und die Optimierung aller Bereiche des Unternehmens, von der Lieferkette bis zum Vertrieb.“

Die Partnerschaft zwischen IBM und Red Hat erstreckt sich mittlerweile über 20 Jahre, wobei IBM als früher Unterstützer von Linux fungierte und mit Red Hat zusammenarbeitete, um die Entwicklung und den Ausbau von Linux der Enterprise-Klasse zu unterstützen.

Nach Abschluss der Übernahme wird Red Hat als eigenständige Einheit in das Hybrid Cloud-Team von IBM eintreten und die Unabhängigkeit und Neutralität des Open-Source-Entwicklungserbes und -engagements von Red Hat, des aktuellen Produktportfolios und der Markteinführungsstrategie sowie der einzigartigen Entwicklungskultur wahren, so beide Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung.

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caschy

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12 Kommentare

  1. Wolfgang D. says:

    Ist IBM nicht der Verein, der großflächig auf Apple-Sachen wechseln wollte? Was wollen die mit einem offenen System, außer zugrunde richten? Schönen Restwahlsonntag!

    • Die haben gewechselt.

    • Das Geschäft von Red Hat ist der Verkauf von Beratungsleistungen an Unternehmen rund um ihre Linux Produkte. Die Redt Hat Kunden zahlen halt für die Wartung des Red Hat Linux Systems oder Firmen eigene Anpassungen von Software. Kunden sind meist große Firmen, wo es laufen muss und wo es nicht so auf die Kosten ankommt.

    • Und was haben lokale System mit Cloud-Plattformen zu tun ?
      Das lokale OS/die lokale Plattform ist für Cloud-Anwendungen völlig bedeutungslos.

      Davon ab…die großen Cloud-Plattformen laufen alle unter UNIXOIDEN.MacOS/Windows-Software gibt es
      da so gut wie keine….bzw. nur in Randbereichen

      Davon ab….
      Die allermeisten LINUX-Desktop-Distros gäb es überhaupt nicht, wenn nicht große IT-Firmen wie
      IBM, MS,Google etc. teilweise Millionen dafür ausgegeben hätten(und das immer noch tun), um
      Dienste, API’s Frameworks, Treiber zu entwickeln..bzw. deren Entwicklung finanziert hätten. Oder
      diese Dinge aus ihrem eigenen Bestand als OSS freigegeben hätten.
      d.h.
      Frameworks wie QT oder Gtk u.s.w. hätte es ohne die technische und finanzielle Unterstützung
      großer IT-Konzerne nie gegeben.
      Das LINUX-Desktop-Distros nur von selbstlosen HobbyCodern entwickelt wurde……nettes Märchen

  2. Geht das nächste große RHL-Release dann unter dem Namen OS/2 an den Start?

  3. Der Großteil der Produkte hat IBM nie selbst entwickelt sondern zugekauft und umgebranded. Sehr viel, was IBM anfasst wird kaputt gemacht. Echt schlechte News, wie ich finde, auch wenn man schreibt, alles würde so bleiben. RedHat reiht sich ein in bla bla.

    • Könnte im Jahresrückblick durchaus als dümmster Kommentar durchgehen.

      • Er nutzt vermuitlich nur ein Troll-Template und schreibt den Kommentar zu jeder Übernahme-Geschichte: „Der Großteil der Produkte hat [FirmaA] nie selbst entwickelt…[…]“ etc.

    • Ohne Beispiele sinnloses Geschwätz. Und beim „Großteil der Produkte“ sollten sich sehr sehr viele Beispiele finden lassen. 🙂

      • Ohne dem Originalposter jetzt komplett zuzustimmen, aber die ganzen Rational-Produkte hat IBM ziemlich gründlich gegen die Wand gefahren und keinerlei ernsthafte Weiterentwicklung betrieben (meine persönliche Meinung).

  4. Inge B. Mauser will roten Hut kaufen says:

    und wer kauft jetzt Debian? Die Deutsche Bahn sollte sofort zuschlagen.

  5. IBM, Linux, da war doch was…? Ach ja!
    https://www.youtube.com/watch?v=9o0db28NQw4
    Hat mir ausnehmend gut gefallen, damals wie heute. 😀

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