Humble Bundle: Neuerungen bei der Verteilung der Einnahmen

Humble Bundle: Auf der Plattform werden Spiele- und Softwarepakete sowie ab und an auch digitale Comics und E-Books zu sehr günstigen Preisen angeboten. Bisher hattet ihr immer die Möglichkeit, über Schieberegler selbst zu wählen, wem ihr vorwiegend eure Taler zuschanzen wollt. Beispielsweise konntet ihr die Entwickler, wohltätige Organisationen oder auch die Plattform Humble Bundle unterstützen. Das wollte man jedoch ändern und den wohltätigten Organisationen 5 % der Einnahmen als Standard zukommen lassen. Humble Bundle selbst wollte wiederum als Standard 10 % kassieren, während 85 % an die Entwickler / Verlage gehen sollten. Das sorgte für einen Shitstorm und wird daher nun doch wieder revidiert.

Es sollte nach den Plänen immerhin noch eine Box geben, über die dann maximal 15 % an die wohltätigen Organisationen gehen könnten. Bei dieser Verteilung würden die Entwickler dann nur noch 80 % erhalten, während Humbles Anteil dann auf 5 % gesunken wäre. Eine freie Verteilung wie bisher, die wohltätigen Organisationen mehr als 15 % zuschieben könnte, war nicht mehr angedacht. Das gefiel vielen Menschen nicht so sehr und manch einer äußerte sich da sogar recht drastisch.

In einem Blog-Post bedankt man sich diplomatisch für die konstruktive Kritik. Die Schieberegler bleiben nun doch erhalten. Es gibt dabei aber immer noch einen speziellen Kniff: Wer nicht über ein Drop-Down-Menü die Slider aufruft, steckt dem Shop-Anbieter als Standard einen noch größeren Anteil zu. Das Drop-Down-Menü ist als Standard verborgen. Ihr müsst es also bewusst öffnen, um die Verteilung anzupassen. Vermutlich werden viele Nutzer das übersehen.

Die Slider werden als Standard nun folgende Einnahmeverteilung vornehmen, insofern ihr nicht manuell eingreift und das ausfahrbare Menü bemüht:

  • Games: 5 % an wohltätige Organisationen, 65 % an die Entwickler, 30 % an Humble
  • E-Books: 5 % an wohltätige Organisationen, 55 % an den Verlag, 40 % an Humble
  • Software: 5 % an wohltätige Organisationen, 50 % an die Entwickler, 45 % an Humble

Im Wesentlichen steckt sich Humble also sogar als Standard noch deutlich mehr in die eigene Tasche, wenn ihr das nicht anpasst. Die Reaktionen der Community fallen daher bei Twitter bisher auch gemischt aus.

In diesem Artikel sind Amazon-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

Ein Kommentar

  1. drum schieb ich den regler immer auf 100% spenden. irgendwie muss man das ja ausgleichen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.