Huawei veröffentlicht seine Jahresergebnisse für 2019

Huawei hat seine Jahresergebnisse für 2019 verkündet. So kam man international auf Einnahmen in der Höhe von 858,8 Mrd. Chinesischer Yuan, was umgerechnet etwa 110,4 Mrd. Euro entspricht. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 19,1 %. Der Nettogewinn lag wiederum bei 62,7 Mrd. Chinesischer Yuan – umgerechnet etwa 8 Mrd. Euro. Um technisch weiter vorne mitspielen zu können, habe Huawei laut eigenen Aussagen 15,3 % seiner Einnahmen, also 131,7 Mrd. Chinesischer Yuan (etwa 16,93 Mrd. Euro) wieder in Forschung und Entwicklung investiert.

Trotz des Handelskriegs zwischen China und den USA, der Huawei international zugesetzt haben dürfte, gibt man sich optimistisch. Huawei bezeichnet 2019 als „außergewöhnliches Jahr“ für das Unternehmen. Trotz des enormen Drucks, der auf dem Unternehmen laste, habe man nach vorne geblickt und die Kunden zufriedengestellt. Dazu zählen auch Geschäftskunden, denn Huaweis Enterprise-Sparte konnte die Einnahmen 2019 gegenüber 2018 um 8,6 % steigern und somit ca. 89,7 Mrd. Chinesischer Yuan bzw. 11,53 Mrd. Euro einsammeln.

240 Millionen Smartphones habe Huawei laut eigenen Aussagen 2019 ausgeliefert. Die Einnahmen in der Sparte für Privatkunden wuchsen daher um 34 % gegenüber 2019 – auf 467,3 Mrd. CNY bzw. umgerechnet dann 60,07 Mrd. Euro. Gleichzeitig mahnt Huawei, dass die Rahmenbedingungen des internationalen Marktes für das Unternehmen 2020 härter geworden seien – sicherlich eine Anspielung darauf, dass man nun ohne Google-Dienste und damit auch ohne den Play Store auskommen muss.

So wird es dann auch ganz spannend, wenn man sich mal anschaut, wo Huawei konkret seine Einnahmen steigern konnte: Das ist nämlich vor allem in China der Fall gewesen – dort ging es um 36,2 % aufwärts. Blickt man hingegen in die EMEA-Region (Europa, Afrika, Mittlerer Osten), dann ging es dort nur um 0,7 % aufwärts. Da wird Huawei also in diesem Jahr schauen müssen, wie man die Kunden auch ohne Google-Dienste einfängt. Huawei hatte vor dem Bann der USA im Übrigen mit höheren Jahreseinnahmen gerechnet, passte sein Ziel aber im April 2019 aber nach unten an – auf etwa 123 Mrd. Euro – ein Ziel, das man nun ebenfalls verfehlt hat.

Die Kombination aus der schwarzen Liste des US-Handelsministeriums und dem Coronavirus dürfte Huawei auch 2020 das Leben nicht unbedingt erleichtern.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Wolfgang D. says:

    Irgendwie finde ich die Zahlen für Smartphones angesichts des Handelsboykotts wenig glaubwürdig. Oder sind die Dinger alle in China geblieben? Dass MediaSat keine Rekordverkäufe von googlefreien Geräten meldet, ist schon seltsam.

    • „So wird es dann auch ganz spannend, wenn man sich mal anschaut, wo Huawei konkret seine Einnahmen steigern konnte: Das ist nämlich vor allem in China der Fall gewesen – dort ging es um 36,2 % aufwärts. Blickt man hingegen in die EMEA-Region (Europa, Afrika, Mittlerer Osten), dann ging es dort nur um 0,7 % aufwärts.“
      Lies doch bitte einfach den Text. Viele Leute machen das wenn sie auf solche Internet Seiten gehen. Kann ich auch empfehlen.

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