Huawei P30 und P30 Pro: Das sind die technischen Details

Am 26.März wird Huawei in Paris seine neue P-Serie vorstellen, Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Modellen P30 und P30 Pro. Diese sind uns nicht mehr gänzlich unbekannt. Nun ist es wieder einmal Roland Quandt, der für die volle Packung Vorab-Infos sorgt, quasi kaum noch Details zu den beiden Smartphones offen lässt.

Das Huawei P30 Pro wird dabei logischerweise der größte Vertreter der Reihe. Es ist mit einem 6,47 Zoll großen OLED-Display ausgestattet, das 2.340 x 1.080 Pixel auflöst. Huawei setzt dabei auf eine Wassertropfen-Aussparung für die Frontkamera, einen Lautsprecher gibt es aber nicht. Das legt nahe, dass Huawei den Sound direkt über das Display wiedergeben wird, so wie man es auch schon bei LG gesehen hat.

Beim Prozessor setzt Huawei erneut auf den Kirin 980, den man nun schon in einigen Smartphones gesehen hat. 8 GB Arbeitsspeicher befinden sich zudem im P30 Pro. Per NanoMemory Card (Huaweis eigener Standard) lässt sich der vorhandene Speicher, der wahlweise 128 GB, 256 GB oder 512 GB umfasst, erweitern.

Der Akku des P30 Pro bietet eine Kapazität von 4.200 mAh. Über ein 40-Watt-Netzteil lässt er sich schnell laden. Bleiben noch die Kameras, die werden beim P30 Pro zahlreich vorhanden sein. An der Rückseite findet man eine Quad-Kamera, wobei eines der Module nur für Tiefeninformationen vorhanden ist, eine sogenanntes Time-of-Flight-Modul. Der Hauptsensor löst 40 Megapixel auf und wird aller Voraussicht nach auch wieder mit OIS ausgestattet sein.

Neu ist der 20-Megapixel-Sensor mit Weitwinkel-Optik, jener muss aber scheinbar ohne Bildstabilisierung auskommen. Highlight wird aber der dritte Sensor sein, der Zoom-Aufnahmen ermöglicht. Huawei setzt an dieser Stelle wohl auf eine Art Periskop-System, um den Weg zum Sensor physikalisch zu verlängern, was dann eben den Zoom ermöglicht.

Einen 10-fach Hybrid-Zoom soll es hier geben. Hybrid-Zoom heißt natürlich, dass es kein reiner optischer Zoom ist, sondern mit Software-Optimierungen nachgeholfen wird. Die Auflösung der Zoom-Cam wird 8 Megapixel betragen.

Neu ist bei der Cam auch der vierte Sensor, ein Time-of-Flight-Sensor. Dieser sammelt 3D-Tiefeninformationen und ermöglicht dann nette Spielereien wie den Austausch des Hintergrundes eines Bildes oder anderes. Aber auch für eine Bewegungssteuerung lässt sich so ein Modul einsetzen, mal sehen, ob und was sich Huawei hier abseits der Kamera einfallen lässt.

Auch zum Huawei P30 gibt es nun Details zur Ausstattung. Das Display des“normalen“ P30 wird 6,1 Zoll messen und ebenfalls 2.340 x 1.080 Pixel auflösen. Auch bei diesem Modell soll es sich um ein AMOLED-Display handeln. Wie beim P30 Pro gibt es auch beim P30 eine Wassertropfen-Aussparung im Display, hier sitzt die Frontkamera mit 32 Megapixel Auflösung (wie beim P30 Pro).

Unter der Haube geht es sehr ähnlich zu, der Huawei Kirin 980 wird eingesetzt. Aber RAM gibt es weniger, 6 GB Arbeitsspeicher sind im P30 vorhanden. Und man hat weniger Wahl beim per NanoMemory Card erweiterbaren Speicher, hier scheint es nur eine Option mit 128 GB zu geben. Der Akku bietet eine Kapazität von 3.650 mAh und kann ebenfalls schnell geladen werden.

Bleiben auch hier noch die Kameras, die sich gar nicht so stark vom Pro-Modell unterscheiden. Der Time-of-Flight-Sensor fehlt hier, es gibt aber ebenso eine 40 Megapixel Hauptkamera, eine 16 Megapixel Weitwinkel-Can und eine 8 Megapixel Zoom-Kamera (allerdings anscheinend ohne den 10-fach Hybrid-Zoom, vermutlich wird das auf 5-fach Hybrid / 3-fach optisch hinauslaufen).

Beide Modelle werden zudem mit Android 9 verfügbar sein, überzogen von Huaweis EMUI in Version 9.1. Beide Smartphones sollen zudem in den Farben Schwarz, Weiß und Blau zur Verfügung stehen, das P30 Pro zusätzlich in Orange. Für das normale P30 wird man voraussichtlich um die 800 Euro berappen müssen, für das P30 Pro gibt es diesbezüglich noch keine Informationen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. „8 GB Arbeitsspeicher befinden sich zudem im P30Pro, per NanoMemory Card (Huaweis eigener Standard) lässt er sich aber auch erweitern.“
    Der Arbeitsspeicher lässt sich per Karte erweitern?

  2. Nano Memory Card – puh…die Preise sind aber Auaaaa….;-))

  3. Schade, mit Edge Display. So wird es definitiv nichts als Ablösung für mein P20 PRO.

  4. Besonders seit dem P20 Pro scheint bei Huawei der Grundsatz zu gelten, dass die weltbeste Kamera, der größte Akku und die geilsten Features inkl. viel AI das beste Smartphone ausmachen.

    Wisst ihr, ich sehe es schon kommen, dass Huawei der weltgrößte Smartphone-Hersteller wird. Na gut, dann soll es halt so sein, aber das heißt noch lange nicht, dass deren Smartphones das Non-Plus-Ultra sind.

    Versteht mich nicht falsch, ich besitze selbst ein P20 und das Smartphone hat ein gutes Gesamtpaket, aber wenn Huawei sich schon so groß aufspielt, müssen sie auch die beste Software und den besten Support liefern. Software geht in Ordnung, ist aber auch nicht besser, als die von Samsung, der Kundenservice ist ebenfalls ok, ABER der Update-Support lässt mMn zu wünschen übrig.

    Ich habe, die UK-Variante (C782) des P20 (bei ebay bestellt und nicht die EU-Variante bekommen) und der Sicherheitspatch ist immer noch vom Dezember 2018. Das ist absolute Verarsche in meinen Augen. Klar, ich könnte mir die EU-Variante holen, aber das Kernproblem bleibt trotzdem. Da kann ich mir auch ein Mittelklassegerät holen…

    • Also bei meinem Honor 8 Pro, welchen schon ein gutes Stück älter als das P20 ist, bekomme ich fast jeden Monat den neusten Sicherheitspatch.

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