Gruner + Jahr baut Maßnahmen gegen Werbeblocker massiv aus

gruner jahr logo klein

Werbeblocker sind vielen Verlagen und Websitebetreibern ein Dorn im Auge. Dass etwa der Axel Springer Verlag bzw. speziell Bild.de sogar Benutzer eines Adblockers komplett aussperrt, hatten einige von euch noch ironisch als sinnvollen Content-Filter umgedeutet. Nun zieht Gruner + Jahr mit Karacho nach. Nachdem man auf Geo.de bereits mit dem Aussperren von Adblock-Usern experimentiert hatte, wird diese Maßnahme im Verlauf der Woche auf sieben weitere Websites des Verlags ausgeweitet. Darunter sind auch die Portale Brigitte.de, Gala.de und Schoener-Wohnen.de.

Das Aussperren von Adblock-Usern ist freilich eine zwiespältige Maßnahme: Einerseits will man die User so dazu bewegen zu erkennen, dass die Finanzierung großer Portale ohne Werbung schwerlich möglich ist. Andererseits ignoriert man, dass das Gros der User Adblocker vor allem anschmeißt, um aufdringliche Werbung aus dem Browser zu verbannen. Im Grunde bekämpfen Sperren für Werbeblocker also nur das Symptom und nicht die Wurzel des Übels – nämlich die aufdringliche, für Nutzer störende Werbung, die den Adblockern erst zu ihrem Aufschwung verholfen hat. Irgendwo kann ich beide Seiten verstehen: Websites benötigen Werbung, um sich zu finanzieren und Nutzer wollen „in Frieden“ Content konsumieren, ohne erst etliche Pop-Ups oder Autoplay-Videos wegklicken zu müssen.

geo.de adblocker

Gruner + Jahr hat sich jedenfalls dazu entschieden, dass man Nutzer mit aktivierten Adblockern nicht mehr auf seinen Seiten haben möchte. Jedenfalls gilt das für Geo.de, Schoener-Wohnen.de, Essen-Und-Trinken.de sowie Living-At-Home.de. Jene Sites lassen sich kostenlos nur noch mit deaktiviertem Adblocker nutzen. Wer den Adblocker aktiviert lassen möchte, soll stattdessen zahlen. Vorsichtiger ist Gruner + Jahr bei Brigitte.de, Gala.de, Urbia.de und Chefkoch.de: Dort erhalten Adblock-Nutzer zwar bald eine Meldung, dass sie ihren Werbeblocker doch bitte abschalten mögen – werden aber (noch) nicht rigoros ausgesperrt. Hier geht man demnach etwas sanfter vor.

Laut dem Verlag habe die Aussperrung von Nutzern mit Werbeblockern bei Geo.de sich als sehr erfolgreich erwiesen: Jeder dritte Nutzer wolle offenbar nicht auf das Angebot verzichten und schalte seinen Werbeblocker nun nach der Aufforderung ab, statt die Site zu verlassen. Negative Auswirkungen auf die Trafficentwicklung habe diese Strategie bisher nicht gezeigt. Im Klartext scheint der Content auf Geo.de also interessant genug zu sein, um die User dazu zu überreden den Adblocker zu deaktivieren und die Werbung wieder in Kauf zu nehmen. Davon geht Gruner + Jahr auch für seine anderen Websites aus.

Wie handhabt ihr das? Empfindet ihr die Strategie von Gruner + Jahr als Gängelung und meidet die Websites dann aus Prinzip oder würdet ihr, insofern der Content für euch relevant ist, den Blocker abschalten?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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54 Kommentare

  1. Der letzte Absatz 😀

    Ist das etwa ein Vorfühlen, wie eure Community reagiert, wenn Casten blockt?

  2. Also bei mir geht geo.de auch mit Adblocker (uBlock Origin)…

  3. Die normative Kraft des Faktischen…
    das wird auch Gruner + Jahr noch teuer lernen müssen.
    Aber durchaus, als „sinnvollen Content-Filter“ kann man es absolut sehen!

  4. In der neuen Alpha-Version von adblock für chrome kann man einstellen, wie geblockt werden solll. Entweder mit der CSS-Property „display:none“ oder mit „visibility:hidden“. Das erste ist Standard – hier können Websiten aber erkennen ob das Ad-Div nun angezeigt wird oder nicht (siehe auch: http://stackoverflow.com/questions/4869154/how-to-detect-adblock-on-my-website) Mit der anderen Einstellung visibilty:hidden ist das zwar auch möglich, dadurch kann man aber die meisten Sperren umgehen – NOCH! Ist auf lang aber eher ein Katz- und Mausspiel.

  5. PPS: das Nächste wäre wohl ein „opacity:0“ 😉

  6. Selber Schuld wenn die Seiten so heftig mit Werbung zugemüllt werden geht’s nicht anders um den Content überhaupt noch zu erkennen. Caschy darf bei mir gerne Werbung zeigen da sie relativ dezent ist und ich sowieso niemals drauf klicke

  7. Bei mir wird noch nichts geblockt. Benutze allerdings auch „nur“ Ghostery.

    Und bei Seiten die es verdienen stelle ich das auch ab. So z.B. hier oder auf meinen viel gelesenen News Seiten. Weil wie soll das sonst auch finanziert werden.

    Wenn dann halt so Blinki-Werbung auftaucht wirds halt wieder aktiviert.

  8. Moment – wenn das bei Geo eine wirksame Methode gegen Adblocker sein soll, dann sollten die lieber alles werbefrei und kostenlos schalten und das Geld durch eine „personelle Umstrukturierung“ ihrer anscheinend umwerfend kompetenten IT-Abteilung wieder reinholen… 😉

  9. Ich habe zur Thematik ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits kann ich die Content-Anbieter verstehen. Zur Finanzierung braucht es Werbung.

    Die andere Seite ist aber auch die, dass die Werbeanbieter manchmal jegliches Maß verloren haben. Besonders deutlich wurde das für mich, seit ich Senioren ehrenamtlich Internetkurse gebe.

    Es ist einfach wahnsinnig anstrengend und nervtötend (für mich, als auch die Senioren) wenn ich eigentlich nur den Aufbau einer Website erklären möchte und erstmal zig Pop-ups oder automatische Videos wegklicken muss. Das ist einfach auch für Menschen frustrierend, die nicht so geübt im Umgang mit dem Netz sind.

    Von Usability oder gar intelligentem Einsatz von Werbung kann ich oft genug wirklich nicht sprechen.

  10. Wenn ich auf so eine Gängelung treffe bin ich weg. Auch andere Firmen haben schöne Webseiten.
    Vielleicht kommt ich irgendwann wieder, um zu prüfen, ob Adblock technisch aufgeholt hat 🙂

  11. Finde das vorgehen richtig!

    Ich selbst habe keine AdBlocker im Einsatz und akzeptiere dezente Werbung auf den Webseiten. Werde ich mit AutoPlay-Videos-Ads, Layers oder sonstigen aufdringlichen Formen bombardiert, hat die Seite mich künftig einfach als Leser verloren!

    Auf lange Sicht sollten derartiges auch ein Rankingfaktor seitens Google werden. So gehen den Werbeschleudern auf lange Sicht die Besucher aus und man kommt vielleicht zur Besinnung.

  12. Sehr schön. Wie BILD sich seit aussperren der Adblocker entwickelt sieht man ja 🙂
    http://www.alexa.com/siteinfo/bild.de
    Fürs Anlügen auch noch bezahlen? Never!

  13. Hoffentlich werden die Adblock-Schmarozer bald überall gesperrt.

  14. Hatte genannten Seiten noch nie besucht, von daher ist mir das egal. Ein Test gerade eben auf geo.de mit Chrome und Adblock war positiv, es wurde nichts geblockt.

  15. Generell verstehe ich die Notwendigkeit für Werbung und bin auch bereit auf Seiten zu verzichten, auf denen die Werbung zu penetrant ist.

    Was aber gar nicht geht ist: Chefkoch.de sammelt über viele Jahre usergenerierten Content, G+J kauft diesen und schaltet (evtl. unnötige penetrante) Werbung. Eigentlich eine Ohrfeige für alle aktiven User der Plattform, macht doch G+J nun Geld mit ihrer Arbeit.

  16. Ach guck. Chefkoch gehört zu einem größeren Verlag?

    Naja, am Handy habe ich per hosts-Datei einen systemweiten Ad-Blocker (erfordert Root), der mir eben auf dem kleinen Display die Werbung vom Leib halten soll. Alles andere vorher hat nicht zufriedenstellend funktioniert. Nachteilig ist eben, dass man das bei Internetseiten eben nicht mal eben deaktivieren kann.
    Am Rechner habe ich eine Whitelist. Beim Inhalt selbiger bin ich flexibel, was Zu-/Abgänge betrifft.

    Generell bin ich aber auch bereit, für Artikel zu bezahlen, wenn der Preis stimmt. Ich muss nicht eine ganze Zeitschrift kaufen, wenn mich nur ein Artikel daraus interessiert.
    Noch schöner wäre es, könnte man Zeitschriften viel mehr digital kaufen. Da auch gerne mit Werbung wie bei der Printausgabe. Aber mindestens zum selben Preis oder gerne günstiger. Nur teurer nicht. Da fühle ich mich dann verarscht. Denn normalerweise will mir schon nicht einleuchten, warum eine digitale Ausgabe eines Buches etc nicht günstiger ist, als ein gedrucktes Buch, an dem noch wesentlich mehr Kosten hängen (Personal und Maschinen in der Druckerei, Material, Verpackung, Lagerung, Transport, Verkauf u.ä.).

  17. Die Seiten von Gruner + Jahr sind auch echt schrecklich mit Werbung voll. Kein Wunder, da wird mal regelrecht gezwungen, Adblock zu verwenden

  18. > nämlich die aufdringliche, für Nutzer störende Werbung

    Das und Tracking.

    Sobald sich eine Seite abschottet die ich gerne regelmässig besuche setze ich sie auf meine nicht vorhandene Whitelist (ich besuche sie nicht mehr). Solange Anbieter von Inhalten zu eng mit Werbetreibenden und der Tracking- und Big Data-Industrie zusammen arbeiten sehe ich auch keinen Grund mein Verhalten zu ändern. Die ganze Branche hat in dem Zusammenhang noch viel zu lernen. Wird nicht passieren weil es kaum einen interessiert. Aber mitmachen muss ich da ja auch nicht.

  19. Bisher hat keine für mich relevante Seite eine solche Maßnahme umgesetzt.
    Vermutlich würde in dem Moment aber das ganze zum Spiel für mich werden und ich würde mehr Zeit damit verbringen die Sperrmaßnahmen auszutricksen.

    Das Problem ist, wie Du ja auch geschrieben hast, die nervende Werbung. Neutrale/Akzeptable Werbung, wie auf dieser Seite, stört nicht. Da deaktiviere ich auch gerne den Blocker. Leben und leben lassen.

  20. Je nachdem wie wichtig die Seite für mich ist. Wenn die unwichtig ist hat sie Pech und wird ersetzt, wenn sie wichtig ist schalte ich den Blocker testweise aus. Benimmt die Werbung sich ist gut, ansonsten wird sie ersetzt.

    Seiten die ich regelmäßig besuche werden auch ohne Blocker getestet und eventuell auf die Whitelist gesetzt, ich will ja niemanden schaden der keinen Mist baut

  21. Ohne adblocker sind die meistens sites noch immer unerträglich, wenn proaktiv kommuniziert wird, dass eine Seite auf dezente Werbung achtet kommt ausschalten auch in Frage. Alternativ bin ich auch durchaus bereit zu zahlen, wenn es wie bei golem z.b. noch mit full content RSS feed verbunden ist.

  22. Deafdumbblind says:

    Irgendwie habe ich da ein Logikproblem:
    „Jeder dritte Nutzer wolle offenbar nicht auf das Angebot verzichten und schalte seinen Werbeblocker nun nach der Aufforderung ab, statt die Site zu verlassen. “

    Das heisst doch, dass zwei Drittel auf das Angebot verzichten, den Werbeblocker angeschaltet lassen und nicht weiter auf der Seite surfen.

    „Negative Auswirkungen auf die Trafficentwicklung habe diese Strategie bisher nicht gezeigt.“

    Wenn zwei Drittel der User die Seite verlassen, hat das keine Auswirkungen auf den Traffic? Heisst das etwa, dass die ganzen User mit Werbeblocker einen so geringen Anteil an der Gesamtanzahl der Besucher ausmachen, dass es keinen Unterschied macht, wenn davon mal eben zwei Drittel wegfallen? Versteh ich nicht…

  23. Das schlimmste ist oftmals nicht die Werbung (abgesehen von Werbung, die den kompletten Hintergrund färben oder sich über den Content legen), sondern die damit verbundenen Tracker. Tracker werden von mir allesamt und ohne Ausnahme geblockt. Big Data kann man sich nicht entziehen, aber man muss seine Daten auch nicht verschenken.

  24. Auf meinem Briefkasten klebt ein Schild: Bitte keine Werbung einwerfen.
    Funktioniert zu 95%. Abgesehen davon, gehe ich trotzdem zu div. Discountern einkaufen.
    Das gleiche gilt für mich für das Internet. Wenn mich eine Seite ungefragt mit Werbung zumüllt muss ich selbst was unternehmen. Also blocken. Wenn mich die Seite daraufhin aussperrt, dann kann sie das gerne. Für mich ist diese Seite inkl. Inhalt ab dann auf dem persönlichen Index. So einfach geht das. Alle Zeitungen die meinen sie müssten auf den AS Zug aufspringen sind für mich gestorben. Im Google Store gibt es eine Bild App. Die Hälfte der Bewertungen ist negativ. Trotz Abo klagen Nutzer über Werbung usw.. Tja, mal ehrlich: Dann boykottiert doch endlich diesen Mist u. jammert nicht nur rum. Gilt auch für die Printmedien.

  25. Ich blocke alles an Werbung, was sich mit vertretbarem Aufwand blocken lässt.
    Wenn jetzt einige Anbieter alle aussperren wollen, die mit AdBlockern unterwegs sind, können sie das gerne tun.

    Bei mir liegt es definitiv auch daran, dass ich mich von einem Überangebot an Werbung förmlich überrannt fühle. In der Glotze, im Radio, in den Printmedien, in meinen Briefkästen und Postfächern, im Internet, usw. Tagtäglich soll man in Summe mehrere Stunden Werbung konsumieren, da wird eine Verweigerungshaltung doch zum reinen Selbstschutz.

    Aber einen Großteil der genannten Seiten besuche ich ohnehin nicht.

    Ich bin auch durchaus bereit für einzelne werbefreie (!) Artikel einen angemessenen (!) Preis zu zahlen, aber dann sollten die Verlage mal ein einheitliches übergreifendes und einfach zu bedienendes Micro-Payment-System einführen (in anderen Ländern Europas gibt es das nämlich durchaus).

    Ich habe nämlich auch keine Lust, mich bei einem Dutzend verschiedener Systeme zu registrieren, die alle dermaßen umständlich zu bedienen sind dass der Bezahlvorgang mehr Zeit braucht als das Lesen des Artikels.

  26. Ich empfinde diese Zwangsglückung der Zappelbilder und Addware unverschämt.
    Das die Verlage nicht einfach lernen dezente Werbung zu machen. Stattdessen wird aufgerüstet. Noch mehr Popups noch mehr Zappelbilder die auch noch unnötig am Datentarif und am Akku saugen.

    Dazu kommt noch das nicht das erste mal über diesen Weg Sicherheitslücken ausgenutzt wurden.
    Allein deshalb setze ich schon einen Blocker ein. Selbstschutz nennt man das.
    Ich kann nur jedem raten der sich über diesen Weg einen Virus oder ähnliches eingefangen hat, den Betreiber dieser Seite bis zu letzten Instanz zu verklagen.
    Vielleicht lernen diese Verlage dann endlich einmal den Ball etwas flacher zu halten.

  27. Blocker bleibt an. Alles andere wäre ja auch Wahnsinn.

  28. Die Werbung an sich, wenn sie unaufdringlich ist, finde ich nicht wirklich schlimm, könnte ich mit leben. Was ich aber nicht kann, ist es auseinanderzuhalten, welches Script auf welcher Seite einfach nur Werbung anzeigt, mich trackt, oder beides. Alleine hier auf der Seite sind es aktuell Scripte von 16 Quellen. Keine Ahnung was die alle machen, ich hab auch keinen Bock mich damit auseinanderzusetzen. Für mich wirkt jedes einzelne Script wie eine Kamera, die auf mich und mein Verhalten gerichtet ist, deswegen blocke ich so viele davon wie möglich.

  29. Im Hausnetzwerk läuft ein PiHole als DNS-Server mit angepasster Hostlist…. kaum Werbung und keine ressourcenverschwendenden Addons in den Browsern der Rechner / Handys / Tabs und Co….

  30. super…wieder eine neue adblocker testseite 🙂

  31. Also die Preise in dem Screenshot oben finde ich echt fair. Wer Werbung blocken will und gerade Mal 50cent dafür zahlen muss, um für einen Tag die Seite zu lesen, dann ist das schon okay.

    Mich interessieren die Seiten jetzt bislang eher bedingt, aber falls mal etwas thematisch interessantes dabei wäre, dann wäre das durchaus drinnen. Für einen kurzen Artikel halt nicht und für gelangweiltes stöbern sicherlich auch nicht. Für sueddeutsche.de würde ich aber sicherlich ein Wochenabo abchließen – nur so ein Digitalpass kostet da dann halt auch wieder das Zehnfache.

    Vielleicht kommt ja so etwas wie flattr in Zukunft wieder mehr auf? Ich würde mir wünschen, dass die Seiten Adblocker entdecken und User dafür aussperren. Gleichzeitig könnte man aber ja sicherlich mit etwas ähnlichem wie flattr auf den Content zugreifen und dem Anbieter etwas zahlen. Wegen mir auch automatisch anstatt Stress mit den ganzen Ads …

  32. Es ist doch so einfach:

    Wo Werbeblocker eingesetzt werden, surf ich einfach nicht mehr hin (die Reichweite schaut dann entsprechen aus, weil es andere sicher genauso machen).

    Ähnlich bei Games: Was nicht auf SteamOS läuft, wird nicht gekauft.

    Der Konsument hat die Macht, er muss nur mit seiner Geldtasche abstimmen.

  33. @Michael
    Ich habe auch schon mal überlegt IPCop wieder ins(vors..) Netzwerk zu lassen.

    Bei mir wird uBlock Origin von ge0.de aktuell noch nicht bemerkt (schlechte Erkennug?).

    Da wo es unterstützenswert ist wird der Blocker deaktiviert. Hier z.B… – allerdings filtere ich zwischen Artikel und Kommentaren einige Elemente über userContent.css raus (Artikelvorschläge u. Author-Bio).

  34. Der liebe adblocker, bild.de sowie G+J haben sich in der falschen Richtung gedanken gemacht, was die noch gehörig zu spüren bekommen werden. Selbst hatte ich deren Gedanken bereits vor 3 Jahren gehabt, allerdings habe ich mir als Webseitenbetreiber in die andere Richtung entschieden, mich über die Richtlinien für ein Whitelistening bei ABP, schlau gemacht und diese auch entsprechend umgesetzt!

    Werbung ist zwar vorhanden, aber zum einen, Klar gekennzeichnet und zum anderen keine unterbrechung des Lesefluss, dazu kommt auch nur Werbung auf die Seiten, die Thematisch passen! Werbetreibende (Advertieser) die Werbemittel in Flash, PopUp/Under oder LayerAds, auf diesen Seiten Publizieren wollen, bekommen eine klare Absage, das Maximale was erlaubt ist, ist Animiertes Gif, ansonsten nur statische Bild Dateien (.jpg,.png,.gif).

    Automatisch startenden Videos sind für mich genauso ein Tabu, wie auch das zukleistern der Seiten mit Werbung. Es gibt allgemein 5 Positionen, die man mit Werbung belegen kann und genau diese wurden von mir auch genutzt.

    Wenn ich die Besucherzahlen der letzten 3 Jahre ansehe, ist die ABP Nutzung von 35% auf gerade mal 5% zurück gegangen. Ja eine Einblendung für das Abschalten des ABP habe ich auf jeder Seite eingebaut, aber egal ob man nun den ABP deaktiviert oder nicht, die Seiten sind weiterhin kostenlos zu nutzen, da wird keiner ausgesperrt und was viele sehr schön finden, ist das die Information zum Aktivierten ABP betrifft, ist das diese Meldung nur einmal pro besuch erscheint.

    Was das Tracking angeht, reicht eine Aktivierung von NoTrack Browser, auf allen Seiten von mir!

    Persönlich, setze ich auch den ABP ein und deaktiviere diesen auch auf Webseiten, wenn ich aber wie auf Bild.de mit Werbung zugemüllt werden, wird der sofort wieder aktiviert, soll ich dann, für das Lesen des Arikels bezahlen, kommt diese Seite Netzwerkweit auf die Sperrliste und kann dann von keinem PC/Laptop, Tablet, Phablet oder Smartphone, mehr aufgerufen werden!

    So Long, auf das die ABP Aussperrer untergehen.

    \m/ Stay Metal \m/

  35. Also, wenn ich sehe, um was für Seiten es hier geht, muß ich schon ein wenig schmunzeln …
    Wenn da überhaupt etwas interessant ist, ist es doch am ehesten die Werbung auf diesen Seiten.
    So was nutzt doch eh kaum jemand freiwillig.
    Ich brauche weder adblocker noch nutze ich solche, wie die oben genannten Seiten im Netz.

  36. Selbstverständlich meide ich fortan Seiten, die mich irgendwie beschränken. Kategorischer Imperativ und so…

  37. Mein Ad-Blocker bleibt an. Wenn Seiten mich dann nicht durchlassen, werden ggf. weitere technische Maßnahmen ergriffen, um doch reinzukommen – wenn der Content den Aufwand wert ist. Zahlen werde ich jedenfalls nicht.

  38. @Mathias D.
    Ich hoffe dein Arbeitgeber sieht das genauso. Du arbeitest aber zahlen wird er sicherlich nichts. Meinste Stadt-Bremerhaven.de wird von der Caritas betrieben? Netter Charakterzug

  39. Nur mit Blocker und Ghostery. Ausgesperrt? Dann eben nicht…

  40. @Luco: bin selbstständig und meine Dienstleistung verkauft sich aufgrund von Angebot und Nachfrage – und muss nicht quersubventioniert werden.

  41. Gutes Geld für gute Arbeit, ist OK. Wenn der Content mich interessiert, bin ich – wie bei Printmedien auch – durchaus bereit, dafür zu bezahlen. Doch ich möchte selbst entscheiden, was ich für „bezahlenswert“ halte, und was nicht. Dazu brauche ich erst einmal freien Zugang zu den Teasertexten. Dann entscheide ich, ob mir der Inhalt des Ganzen Textes das Geld wert ist. (Die Artikel von Stiftung Warentest werden so verkauft.) Wer mich aussperrt und/oder mir meist vollkommen überflüssige (nicht an den Content angepasste) und darüber hinaus noch nervige Werbung zumutet, wird einfach auf MEINE SPERRLISTE gesetzt. Infos gibt es im Web an jeder Ecke. Weshalb glauben die Verlage, dass es wirklich notwendig – und vor allem erfolgreich – ist, ihre Leserschaft zu erpressen? So doof können die doch im Grunde genommen gar nicht sein. Oder vielleicht doch?

  42. Naja, wenn der Grunter+Jahr Verlag das machen will, sollen sie es doch tun.

    Für mich das wichtigste Argument für Adblocker ist schlicht, dass ich die Tracker nicht bemerke. Ich kann also ohne Adblocker die Tracker weder kontrollieren noch deren Menge und Auswirkungen einschätzen. Und da ich weiß mit welch geringen Datenmengen man jemand identifizieren kann, sehe ich den Einsatz von Adblockern als eine Art Autoimmunsystem an. Es ist immer an und schützt mich auch dann vor den Trackern und nerviger Werbung, wenn ich nicht bewusst darauf achte.

    Besonders lustig finde ich es, wenn gerade die Verlage mit Anti-Adblockerlösungen kommen. In den letzten 10-15 Jahren habe sich diese Verlage beklagt, dass ihnen das „böse“ Internet die Einnahmequellen (= Print) kaputt machen. Bei der Print-Ausgabe von Bild geht die Auflage kontinuierlich herunter, sodass die berechtigte Befürchtung gibt, dass wir mehr Gratis-Bildzeitungen sehen, damit die Einnahme auch bei wenig Abonementen noch sprudeln können.
    Selbst wenn man Geld ausgeben möchte, haben es die Verlage jahrelang verkackt. Nur den Haupt-Artikel ca. 10 Seiten online lesen? Oft genug konnte man diesen nur für 50% des Printpreises kaufen und bekam dann nur eine PDF-Version. Bezahlen tut man dann per Bankeinzug. Bei Preisen von 0,10 bis 3€ zu viel Aufwand für zu wenig Leistung.

    Mittlerweile gibt es ja Blendle. Dort wird zwar massiv Javascript benutzt, aber es scheint so eine Art „Heiliger Grahl“ für die Branche zu sein.

    Man will einen Artikel lesen? OK, ein Account ist nötig? So schnell einen Account wie beim Blendle habe ich selten angelegt.
    Bezahlte Artikel lesen ohne Geld? Kein Problem. Blendle schenkt einem 2€, damit man das Angebot testen kann.
    Man bemerkt am Ende, dass der Artikel scheiße war? Ein Klick und das Geld ist wieder da.
    Man bemerkt am Artikelende, dass die ganze Ausgabe interessant ist? Man bezahlt nur die Differenz zum Ausgaben-Preis. Sobald man beim Lesen der Einzelartikel den Preis für die gesamte Ausgabe bezahlt hat, wird automatisch die restlichen Artikel der Ausgabe freigeschaltet.

    Blendle macht so vieles richtig, was der Rest der Branche die letzten Jahre konsequent falsch gemacht hat, dass man fast ein „Die Hölle friert zu“-Moment hat.

    Ich nutze Blendle zwar nicht oft, da ich aber – weil es so einfach ist – auch mal komplexere Analysen lese, kommen da schon 2-3€ für ca. 4 Artikel zusammen. Ob ich jemals in einem Monat so viele Werbeeinnahmen bei allen Verlagen zusammen generiert habe, bezweifle ich sehr. Ob mit oder ohne Adblocker.

    Wenn also der Gruner+Jahr Verlag meint, dass dies der richtige Weg ist, sollen sie es ausprobieren. Wenn ich bei Blendle oder ganz klassisch ein gutes Print-Angebot von dem Gruner+Jahr Verlag sehe, werde ich es kaufen wie bisher, solange das Produkt für mich interessant ist. Aber auf den Grundschutz der Adblocker werde ich nicht verzichten. Ich surfe im gesamten Netz und da selbst „gute“ Seiten „böse“ Werbung verteilen können, bleibe ich bei den Adblockern.

  43. @Alexander: danke für deinen Kommentar. Werde Blendle gleich mal testen.

  44. @MathisD
    > Zahlen werde ich jedenfalls nicht.
    > in selbstständig und meine Dienstleistung VERKAUFT sich aufgrund von Angebot und Nachfrage…

    Merkst du was?

    > …und muss nicht quersubventioniert werden.
    Auf Seiten wie dieser ist das DIE Einnahmequelle und keine Quersubvention. Wovon soll das hier bezahlt werden? Zumal du selbst sagst, dass du eben NICHT zahlen wirst.

  45. Ich liebe es wenn sich Seiten selbst ins Aus schießen mit ihren Maßnahmen. So werden diese eben nicht mehr besucht wenn diese nur noch so vor Müll strotzten wenn sich dieser nicht redutieren läßt oder gar Abschalten…

  46. Super! Wenn die Aktion von BILD.de für eine Sache gut war, dann eventuell als Vorbild für andere, hochwertigere Seiten. Es handelt sich schließlich um einen durchaus mutigen Schritt, aber irgendwann muss man eben etwas gegen die Gratismentalität unternehmen. Es wäre natürlich wünschenswert, dass solche Maßnahmen tatsächlich flächendeckend umgesetzt werden und die Nutzung von Adblockern maximal unattraktiv gemacht wird. Mit Bild.de, RTL now und G+J sind es nun ja schon bekanntere Namen, die auf den Zug aufspringen. Zumal insbesondere BILD.de und RTL now eine Zielgruppe ansprechen, die unter Umständen nicht immer über die Folgen von Adblockern nachdenkt.

    Für viele Otto Normalverbraucher mag es bequem sein, Werbung zu blockieren. Und mit Sicherheit haben die Ad-Anbieter mit ihren Autostart-Videos (mit Ton!!!) eine Mitschuld, trotzdem sehe ich eigentlich für die Masse Nachteile. (Zweifelhafte) Werbung im Content, noch aggressivere Werbeformen, drohende Pleiten.

    Ich bin bisher jedenfalls immer sehr gut ohne Werbeblocker ausgekommen und habe zudem ebenfalls seit kurzem Blendle für mich entdeckt.

  47. Warum Gratismentalität?
    Oder ist man als Verlag verpflichtet für deine Zeitungen eine Webseite zu machen? Diese Webseiten sind doch nur ein zusätzliches Angebot. Ober sind sie schon die Haupteinnahmequelle?

  48. @Michael: es sagt doch auch niemand, dass Werbung eine sinnvolle und vor allem zukunftfähige Einnahmequelle für Publizisten ist… ganz im Gegenteil: alle, deren Geschäftsmodell allein darauf fußt, werden sich ganz schnell was anderes überlegen müssen. Ist doch auch nix, was in anderen Branchen nicht schon vorgekommen wäre. Ich bin mir sicher, dass content, der Nutzen bringt, sich auch anders und damit transparenter „verkaufen“ lässt. Als ein Caschy wäre ich da z.B. ganz entspannt, auch wenn es ein Transformationsprozess sein wird, seine „Kunden“ daran zu gewöhnen und auch selbst dann seine Leser als seine „Kunden“ zu begreifen. Das könnt schon schwieriger für manchen sein 😉

  49. Wolfgang Denda says:

    „gmmedia 9. Februar 2016 um 22:37 Uhr
    Hoffentlich werden die Adblock-Schmarozer bald überall gesperrt.“

    Sagte der Werbespacken, der seine Kohle mit der Belästigung von Leuten macht. Als nächtes willst du sicher das Um- oder Ausschalten am TV bei Werbesendungen verbieten.

    Wenn ein Geschäftsmodell nicht ankommt, nötigt man die Kunden einfach so lange, bis sie nachgeben? LOL

  50. Schon interessant wie hier auf dem Blog kommentiert wird. 😉
    Interessant allerdings auch, dass zum Beispiel über dieses Projekt:
    http://www.n-tv.de/technik/eBlocker-macht-Datenschutz-zum-Kinderspiel-article16970401.html
    rein gar nichts auf diesem Blog zu finden ist (SuFu genutzt), wo doch wirklich alles mögliche an Gerätschaften oder Software hier zumindest mal erwähnt wird.
    Ein kurzer Test noch:
    https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/eblocker-im-test/
    Bin mal gespannt, ob dazu noch etwas zu lesen sein wird. Oder lieber nicht den Ast absägen, auf dem ich sitze? Interessant finde ich das Projekt allemal!

  51. Bemerkenswert, was und wie zu diesem Thema hier kommentiert wird. 🙂
    Interessant allerdings auch, dass hier alles mögliche an Gerätschaften oder Software zumindest vorgestellt und manchmal auch getestet wird. Warum:
    http://www.n-tv.de/technik/eBlocker-macht-Datenschutz-zum-Kinderspiel-article16970401.html
    bisher (Sufu genutzt!) nicht zu finden ist? Liest sich doch irgendwie interessant, oder?!

  52. yannikzemann says:

    Ich habe einen Anbieter gefunden, der Werbung auf der Webseite trotz Adblockern mit Hilfe eines Plugins anzeigen lässt. Damit sollte das Problem der genannten Seiten doch gelöst sein? adbreach

  53. Bei Chefkoch.de war es so, dass man die Möglichkeit hat, eine Jahresgebür zu zahlen. Dafür sollte man die Werbung deaktivieren können und als weitere Gimmicks kann man mehr Fotoalben anlegen und mehr Fotos hochladen.

    Aktuell ist es aber so, dass man trotz der bezahlten Jahresgebühr /Mitgliedschaft dazu gezwungen wird, den Ad-Blocker zu deaktivieren. Ansonsten kann man verschiedene Funktionen auf der Seite nicht nutzen und neuerdings sogar eigene erstellte Schritt-für-Schritt – Anleitungen nicht mehr sehen – und die der anderen user ebenfalls nicht ! Finde das absolut unverschämt und daher bleibt mein Ad-Blocker schon aus lauter Trotz aktiviert. Jetzt erst recht ! Mal sehen, wer auf lange Sicht den längeren Atem hat !! G + J – oder die (bezahlenden) user /Mitglieder.

    Es gibt auch andere schöne Koch-Seiten im Netz – da bin ich sicher !! Ich werde G + J mit Sicherheit NiCHT mehr mit meinem Jahresbeitrag unterstützen. Wer den Hals nicht voll kriegt, hat das nicht verdient. Da unterstütze ich lieber andere, die kleinere und feinere Kochseiten ins Netz gestellt haben, mit einem Jahresbeitrag.

  54. Hallo Karl – Heinz Schultze,

    deinen Beitrag kann ich voll und ganz unterschreiben !!!
    Wie wäre es, wenn DU eine schnuckelige, kleine, feine Koch- und Backseite ins Netz stellst ?? Du hast das nötige Know-How und ich wäre sofort dazu bereit, mich mit einem Jahresbeitrag als Mitglied zu registrieren – und ich würde noch eine ganze „Bande“ von Hobbyköchen mitbringen. :o)

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