Google weiss wo du bist

Ich habe ja schon diverse Male über Google Maps oder die Geolocation geschrieben. Eigentlich nichts schlimmes – eher nützlich. Auf meinem HTC Magic benutze ich die Google Maps zur Navigation und mittels Latitude kann ich sogar sehen wo sich meine Freunde gerade aufhalten. Alles smooth via GPS. Mittlerweile unterstützen die Google Maps das Feature auch – in Verbindung mit Firefox 3.5 und Gears. Wenn man also unterwegs ist, kann man sich anzeigen lassen wo man sich gerade befindet. Ideal in fremden Städten. Das neue Feature macht sich durch einen kleinen runden Knopf in den Maps bemerkbar.

Je nachdem wie man gerade unterwegs ist, fällt das Ergebnis aus – logischerweise wird eine zusätzliche GPS-Ortung wesentlich genauer sein als eine Ortung per Wireless Lan. In meinen Tests funktionierte aber auch das erstaunlich gut – ich wurde quasi direkt vor meine Haustür geführt. Dies wird allerdings daran liegen, dass ein Netzknotenpunkt direkt vor meiner Haustür liegt.

Der ganze Spaß funktioniert nicht automatisch – im Firefox wird vorher eine Informationsmeldung eingeblendet, ob die entsprechende Seite auch zugreifen darf:

Falls jemand dieses Feature niemals nutzen will – about:config im Firefox aufrufen und geo.enabled von true auf false stellen.

Natürlich funktioniert das ganze nicht nur mit Firefox – nein, auch mit Google Chrome (was klar sein sollte).

Alles in allem eine nützliche Sache wie ich finde – zumal man unterwegs zusätzlich auf GPS-basierten Geräten Qype zu Rate ziehen kann – dann sieht man nicht nur wo man ist, sondern auch welche Restaurants, Kneipen usw. sich in der Nähe befinden.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

31 Kommentare

  1. Auf dem iPhone, mit Google Maps, funktioniert das auch. Mit GPS genau, ohne GPS via das Handynetz auf 500m (oder so) genau.

    Wär ja eigentlich nur für Netbooks nützlich, oder? Aber wann ist man mit seinem Netbook schon mal irgendwo, wo man sich nicht auskentn…

    Mit dem Handy ist das natürlich noch mal ’ne Nummer cooler, via iPhone von Haus aus machbar.

  2. Merowinger says:

    Jupp, ich find das auch nur auf dem Handy wirklich von Vorteil. N95 mit integriertem GPS, Google Maps drauf und gut is 😉

  3. jap da habt ihr recht…

    etwas sinnlos.. die neue Funktion

    sollen lieber mal eine bessere Routen lösung finden..

    Z.B wenn man im Auto sitzt und eine Route definiert, dann sollte der Kontrollpunkt immer automatisch weiterspringen, wenn man mit dem auto an einem Kontrollpunkt vorbeifährt.
    ich hoffe ich habe es verständlich ausgedrückt 😛

  4. manche menschen sehen nur die „smoothen“ und positiven seiten im leben…….

    geo.enabled – false!!!

  5. clarkkent says:

    @Caschy

    „und mittels Latitude kann ich sogar sehen wo sich meine Freunde gerade aufhalten“

    wie meinst du das? kann man jetzt leute einfach orten, wenn die auf einen netbook ff3.5 drauf haben? du schreibst ja auch „dieses Feature niemals nutzen will – about:config im Firefox aufrufen und geo.enabled von true auf false stellen.“

  6. Coole Sache. Funktioniert übrigens auch in Safari.
    Nur lässt die Ortungsgenauigkeit hier zu wünschen übrig…

  7. Bin mir nicht so ganz sicher was ich davon halten soll.
    Google übernimmt die Welt, jeder merkt´s und keiner macht was dagegen…

  8. Kann mir jemand nochmal kurz die Funktionsweise erklären? Wie ermittelt er jetzt genau den Standort? Via GPS wenn entsprechendes Modul da ist, danach via Handynetz oder WLan Router bei dem man eingeloggt ist? Hab ich das so richtig verstanden?

  9. Ich will gar nicht wissen, wo meine Freunde immer sind 🙂

  10. Google übernimmt die Welt, jeder merkt´s und keiner macht was dagegen…

    Eines nach dem anderen. Erst einmal beweisen wir die gefälschte Mondlandung und DANN vereiteln wir die Weltherrschaftspläne von Google.

  11. clarkkent says:

    @Martin

    genau das denke ich auch…..;-)

  12. Ein wenig OT: Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass du lt. Google Maps in Niedersachsen wohnst, jedenfalls in bestimmten Zoomstufen? Auf dem Screenshot oben kann man noch das „Nied“ erahnen – und zwar auf deiner Seite der Grenze.

  13. JürgenHugo says:

    Ich weiß auch wo ich bin – nich nur Google… 😛

  14. ist schon praktisch, wenn man am morgen aufwacht und schauen kann wo man eingeschlafen ist

  15. Eulenspiegel says:

    Was wollen wir eigentlich freiwillig noch Google mitteilen? Die Mails werden gelesen, Chrome gibt eh alles weiter und jetzt gibt man auch noch seinen momentanen Aufenthaltsort preis. Straftäter in den USA mußten das per Fußfessel bisher tun. Sonst schreit alles nach Datenschutz, aber sobald Google wieder mit einer „Superidee“ um die Ecke kommt, schreien alle „Hier“!!! Wird bestimmt auch bald eine Möglichkeit geben, dass alle im Netz über unseren Kontostand freiwillig informiert werden. Arme Welt…

  16. Andere Browser (zB Opera 10) werden das auch können. Es ist ein „html-5-Standard“. Opera benutzt nicht Google, sondern einen anderen Dienstanbieter.

  17. @Eulenspiegel: Ist doch gut, dann brauch ich mir den selbst nicht mehr merken 😉

  18. Also wenn ich die Funktion direkt über GoogleMaps aufrufe, funktioniert es nicht, trotz erlaubtem Zugriff, Fehlermeldung: Position konnte nicht ermittelt werden.

    Nutze ich dagegen den Aufruf als HTML wie hier als Beispiel auf eigener Seite mit zusätzlicher Anzeige in Maps, klappt es. Per LAN dann mit ca 15 km Luftlinie Abweichung, per WLAN aber erschreckend genau, grenzt dann fast an GPS-Genauigkeit.

  19. @ MaxFragg:
    du hast so unglaublich wahr ;D

  20. Ich finde die Funktion praktisch.

  21. Ich will gar nicht wissen, wo meine Freunde immer sind…

    Genau!

    Im Ernst, ich kann mich der Begeisterung aber nun total überhaupt ganz und gar nicht anschließen. Ich halte das auch nicht für harmlos oder besonders witzig. Technisch fastzinierend, ja, und sowas lässt sich wahrscheinlich sowieso nicht aufhalten oder vermeiden. Aber deshalb muss man das noch lange nicht gut finden. Diese Kritiklose Begeisterung von manchen erschreckt mich echt. Und manche unqualifizierte Reaktionen auf Leute die hier Bedenken äußern auch.

    Naja, kann man nix machen….

  22. Auch bei mir erschreckend genau. PS: bei mir hat FF3.5 nur gefragt, ob Maps auf Gears zugreifen darf.

  23. TrackBack says:

    Damit es sicher nicht funktioniert.:

    Wie Caschy geschrieben hat in der about:config den Eintrag geo.enabled auf false setzen. Oder / und …

    … im Firefox Ordner unter Components die Datei NetworkGeolocationProvider.js einfach überschreiben.

    Und zusätzlich in der about:config unter geo.wifi.uri die HTTPS Adresse zu Google löschen.

    Plus in der Datei all.js im Ordner Firefox Ordner unter greprefs die entsprechenden Zeilen ändern.:

    // Enable/Disable the geolocation API for content

    pref(„geo.enabled“, false);

    Was kaum jemand weiss. Seit 3.5 ist per Default das neue DNS prefetching Feature aktiv.

    Du musst die Felder (Typ boolean) selbst erstellen um es zu deaktivieren.:

    network.dns.disablePrefetch true

    network.dns.disablePrefetchFromHTTPS true

    Beide Features laden hundertmal mehr zum Missbrauch ein als zu einem positiven Nutzen.

  24. Kann mir jemand erklären, warum die Funktion „eigener Standort“ exakt die Adresse anzeigt, unter der ich bis vor einem halben Jahr gewohnt habe – und nicht meine aktuelle?

  25. JürgenHugo says:

    @Pat:

    Wie weit is das denn weg? Und – vielleicht sind die bei Google beim Daten“krakeln“ doch nicht so schlau/fix, wie wir alle denken… 😛

  26. @JürgenHugo:

    Sind ca. 10 km. Erstaunlich ist, dass die alte Adresse exakt stimmt. Das Haus, in dem ich gewohnt habe, liegt auf der Karte ca. 15 Meter neben dem angezeigten Standort.

  27. JürgenHugo says:

    @Pat:

    Ich weiß nicht, welche Daten miteinander verknüpft werden, um den Standort zu lokalisieren – vielleicht weiß das nur Google… 😛

    Nur soviel: wenn ich die Koordinaten von meinem Wohnort eingebe (mit der ganz normalen Google-Suche) – dann kommen da Angaben, die durchaus einige Kilometer differieren. Je nachdem wer was als „Stadtmitte“ festlegt.

    In deinem Fall muß es einfach Verknüpfungen geben – sonst würde die alte Adresse nicht so exakt angezeigt. Die reine Logik sagt das. Denn das das Zufall ist – das ist so etwa so wahrscheinlich, wie eine Goldmedaille für mich über 100 Meter bei den nächsten Olympischen Spielen. Das tendiert gegen „0“… 😛

    Möglichkeiten gibts viele: Einwohnermeldeamt, „Tefelon“buch, Post, Adressenhändler, BND (grins) – was weiß ich.

    Ich weiß nur eins: die Zeiten, als man noch heimlich irgendwo hinschleichen konnte – die sind (schon) bald vorbei…

  28. @JürgenHugo:

    Was mich nur sehr wundert, ist, dass diese alte Adresse sogar angezeigt wird, obwohl ich:

    nicht in meinem Google-Account eingeloggt bin,
    keine Cookies aktiviert habe und
    durch Trennen des Routers vom Netz eine neue IP zugewiesen bekommen habe.

    Welche Verknüpfungen bleiben denn dann noch? Soweit ich weiß, keine. Oder gibt es da noch weitere Möglichkeiten?

  29. JürgenHugo says:

    @Pat:

    „Es gibt viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Weisheit sich träumen lässt!“ (William Shakespeare)

    Vielleicht hat der alte William vor 400 Jahren schon die Urahnen von Sergey und Larry gekannt – wer weiß? 😛

  30. Hassan Padilter says:

    Das kann ich so nur bestaetigen

  31. Hallo

    seit neuestem wird die IP Adresse des DSL analysiert.
    Das war vor wochen nicht so.

    Google sieht meine Stadt anstatt die des DSL Providers!

    Starke Nummer!
    Aber nicht mit mir.
    Das geht an den Datenschutz ,die sollen endlich mal klagen !

    So gehts nicht weiter!

    safe browsing von wegen !
    Die wollen nur alles mitlesen ! ist doch klar !

    Da hat Mozilla ja schönen Mist gebaut!

    Der fliegt jetzt runter , nicht mal ein Hinweis gabs !

    typisch , mit grossen Bildern die user für dumm verkaufen !

    ne ne….

    Leute , wann kommt endlich ein deutscher Browser raus?

    emails gibts ja endlich mit Posteo !
    Die ersten die sichere Software einsetzen ohne über die USA zu leiten,

    Klasse Sache weiter so !

    Raus mit dem USA Zeugs !