Google Wear OS: Update bringt neue Gestenbedienung auf Smartwatches


Google hat heute Neuerungen für Wear OS, dem System für Smartwatches, bekanntgegeben. Diese Neuerungen werden im Laufe des nächsten Monats eingeführt. Wie bei Android setzt Google auch bei Wear OS auf eine Gestenbedienung, man wischt also mehr über das Display der Smartwatch, um an Informationen zu kommen.

Vereinfacht wird der Zugriff auf Benachrichtigungen, dafür sorgt der Info Stream, der mehrere Benachrichtigungen auf einmal anzeigt. Von dort aus kann man mit den Benachrichtigungen auch interagieren. Wischt man nach unten, erhält man schnellen Zugriff auf Funktionen wie „Smartphone suchen“ oder „Google Play“.

Das neue Design der Oberfläche ermöglicht auch eine bessere Integration des Google Assistant. Nicht als Sprachassistent, sondern um Informationen dann anzuzeigen, wenn sie benötigt werden. Mit einem Wisch nach rechts erhält man zum Beispiel bei einer Reise Auskunft über den Flugstatus, aber auch nützliche Dinge wie das Wetter am Zielort.

Auch kann der Assistant an den Regenschirm erinnern, wenn das Wetter nicht so gut ist. Und der Assistant wird Funktionen vorschlagen, die man noch nicht ausprobiert hat. Das kann natürlich sehr hilfreich sein, um seine Smartwatch richtig kennenzulernen.

Intelligenter wird das Gesundheitsamt-Coaching. Mit der American Heart Association und der Weltgesundheitsorganisation hat Google zusammengearbeitet, um passende Bewegungsempfehlungen zu entwickeln, die nachweislich gesundheitliche Vorteile haben. Ein Training kann man in der neuen Version von Wear OS einfach mit einem Wisch nach links starten, dort sieht man auch, ob man seine Ziele erreicht hat.

Nächsten Monat solltet Ihr also mal nach einem Update schauen, Google lässt aber auch wissen, dass einige Funktionen nach Betriebssystem, Modell oder Land variieren können – ohne dabei konkret zu werden.

Meiner Meinung nach durchaus sinnige Neuerungen, keiner will unnötig viel auf einer kleinen Smartwatch rumfummeln, um einen schnellen Blick auf Informationen zu erhalten.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Wäre auch noch sinnvoll wenn man die Wischgesten rechts und links selbst belegen könnte und die nicht mit der Auswahl der Ziffernblätter verschwendet werden würde.

  2. Bei Wear OS sehe ich aktuell das größte Problem bei der Hardware. Die am Markt befindlichen Modelle basieren alle noch, mangels Alternativen, auf Prozessortechnik aus der Steinzeit die mittlerweile auch schon gute 2,5 Jahre hinter sich hat wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

    Selbst die aktuellen Neuvorstellungen auf der ifa basieren noch auf diesem uralt Prozessor. Bevor nicht Qualcom seinen neuen Prozessor liefert wird das nichts, egal was da an der Software optimiert wird, die grundsätzlichen Probleme bleiben ja bestehen.

    Ich persönlich würde mir eine relativ kleine und elegante Smartwatch mit Wear OS wünschen. Für die Zwischenzeit habe ich mir mal Galaxy Watch vorbestellt und spekuliere einfach mal darauf, dass Samsung bis zu deren Marktstart auch noch Samsung Pay für Deutschland ankündigt. Eine Smartwatch mit der ich nicht bezahlen kann hätte dann doch einen argen Beigeschmack.

    • „Prozessortechnik aus der Steinzeit „… naja, so what? Der snapdragon 2100 macht einen sehr guten job.
      Release vom 3100 steht bevor – im gleichen 28nm raster. Wird kein quatensprung sein; bissl Modellpflege, mehr nicht (nötig).

      • Die Anspielung auf die Steinzeit war mit Absicht etwas überspitzt formuliert. Aber von einem guten Job kann keine Rede mehr sein, man merkt doch deutlich, dass alle „aktuellen“ Smartwatch die auf dem alten Prozessor basieren deutlich hinterher hinken und nicht mehr wirklich Spaß machen.

        Samsung und Apple haben den Vorteil, dass sie auf eigene entwickelte Prozessoren zurück greifen können, was ihnen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil bringt.

  3. Ich hätte mir heute beinahe eine Ticwatch E gekauft. Habe mir dann aber die Frage gestellt, ob die wirklich soviel besser ist, als die LG Watch R, über die ich mich seit Jahren ärgere. Ich warte jetzt erst einmal ab, ob Google selbst die spekulierten Pixel-Uhren herausbringt und Android Wear von den Toten aufersteht.

    • Wolfgang D. says:

      „sondern um Informationen dann anzuzeigen, wenn sie benötigt werden“
      Ich warte schon auf die nächste Meldung der Apple-Werbeabteilung, dass Google einen ausspioniert…

      @Andreas Schwartmann „beinahe eine Ticwatch E gekauft“

      Lass es besser bleiben, die Laufzeit war sogar mit meinem bisschen Nutzung zum Weinen. Zurückgeschickt.
      (M)eine HW2 Classic mit dickem Akku kommt gerade an die 60h, das geht noch. Allerdings stehe ich auf Tageslichtdisplays statt leuchtende Ärmel, also Pebble (für mich) oder (für Reiche) Garmin.

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