Google und der HDE wollen mit der „Initiative ZukunftHandel“ den Einzelhandel unterstützen

„Initiative ZukunftHandel“ nennt sich das neue Projekt des Handelsverbandes Deutschland und Googles. Das Ziel sei die Unterstützung des traditionellen Einzelhandels bei der Digitalisierung. Dies sei ein besonders aktuelles Thema, da die Corona-Krise die Branche natürlich hart treffe. Bis zu 50.000 Geschäfte seien in ihrer Existenz bedroht. Da soll eben die Initiative ZukunftHandel Perspektiven aufzeigen.

Man biete dabei, auch mit weiteren Partnern, einen digitalen Baukasten aus Instrumenten und Trainings für eine Schritt-für-Schritt Digitalisierung kleiner und mittelgroßer Handelsbetriebe, so Google. Rund 250.000 Unternehmen seien die Zielgruppe. Eine eigene Website zu der ganzen Geschichte ist auch schon an dieser Stelle online. Dabei klingen Digitalisierungsprogramme aber natürlich immer schön und gut, doch nicht für jedes Geschäft ist das auch geeignet.

Google verspricht erst einmal „ein Paket aus Instrumenten und Trainings, das die teilnehmenden Unternehmen Schritt für Schritt vom klassischen Ladengeschäft (offline) hin zu einem hybriden Betrieb (offline und online) begleitet.“ Zudem wolle man Wege aufzeigen, um das stationäre Geschäft über Online-Tools zu stärken. Gerade kleineren Betrieb würde es oft am notwendigen Wissen fehlen, um etwa ein eCommerce-Angebot zu starten.

Zielsetzung ist außerdem, das stationäre Geschäft mithilfe von Online-Tools zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Teil der Trainings sind folgende Aspekte:

  • Eine professionelle Unternehmenswebseite nebst Onlineshop in Zusammenarbeit mit IONOS 1&1 und JIMDO
  • 1×1 Starter-Paket von Google, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Aufbau und Erweiterung des Onlinegeschäfts
  • Passgenaue Online-Trainings u.a. zu Online-Sicherheit (mit TÜV SÜD), Zertifizierungs-Kurse zu Online-Marketing (Google Zukunftswerkstatt) sowie Einstiegskurse in das Thema „Künstliche Intelligenz”
  • Neue, einfache Funktionen für Einzelhändler in der Google Suche und Maps, z.B. Neuerungen, wie Lieferdienste oder neue Produkte kommunizieren, direkte Online-Buchung von Offline-Dienstleistung, kostenlose Werbemittel und verstärkte Hinweise auf Einkaufsmöglichkeiten „in der Nähe”
  • Kostenlose Daten- und Diagnosetools für Einzelhändler, um bestehende Webseiten zur Steigerung des Umsatzes zu verbessern
  • 27 Kurse mit Fokus auf den Handel, davon sieben speziell für KMUs sowie über 70 bestehende Kurse zu digitaler betrieblicher Weiterbildung (u.a. mit Partnern wie HDE, TÜV SÜD, NEW WORK SE)
  • Telefonische Beratung und Unterstützung über eigene ZukunftHandel-Hotline

Zudem will man in sechs Kategorien einen ZukunftHandel-Award ausrufen – Gründergeist, Netzwerker, Umweltretter, Onlinekönner, Marktplatzmacher, Durchstarter (Sonderpreis: Covid-19)). Damit sollen Handelsunternehmen ausgezeichnet werden, die sich in der Coronakrise mit mutigen oder ungewöhnlichen Ansätzen hervorgetan haben. Interessierte Händler können sich ab sofort über die Webseite initiativezukunfthandel.de bewerben. Die Preisverleihung findet im Rahmen des HDE-Handelskongresses am 18./19. November statt. Neben einem Zertifikat werden die Gewinner auf einer eigenen Webseite des ZukunftHandel-Award vorgestellt.

Weitere Partner von ZukunftHandel sind DHL, eBay, IFH, jtl-Software, Shopware, JIMDO, IONOS, bonprix, Signal Iduna, Media Markt Saturn. Klingt erstmal nach einer guten Sache, welche teilnehmende Unternehmen wohl auch nichts kosten soll. Was haltet ihr davon?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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10 Kommentare

  1. > Eine professionelle Unternehmenswebseite nebst Onlineshop in Zusammenarbeit mit IONOS 1&1 und JIMDO

    Wenn der Neffe des Geschäftsführers, der sich „mit Computern auskennt“, was mit Shopify zusammenbastelt, kommt mehr bei raus.

  2. Häufig ist zunächst folgenden wichtigen Argumenten entgegenzuwirken:
    1. Das haben wir noch nie so gemacht.
    2. Wo kommen wir denn dann hin?
    3. Dafür sind wir zu klein
    4. Was werden nur die Kunden denken?

  3. Grundsätzlich nette Idee, verschafft natürlich Google wieder ein paar Kunden Daten mehr…………..

  4. Als ob Google je etwas aus reiner Nächstenliebe getan/gemacht hätte…….
    Ist aber n.schicker Marketing-Artikel geworden. Noch ein Jahr in die Marketingklasse von Google und die Artikel werden noch „besser“.

    • Ach! Und wer tut/macht denn bitte was aus reiner Nächstenliebe? Jetzt bin ich gespannt…

      • Was genau soll mir das jetzt sagen?
        Ich habe nie behauptet, dass andere das nicht auch machen.
        Allerdings geht es hier um Google und den Eindruck, dass es Google um den Handel ginge.
        Google ist daran interessiert, Daten abzugreifen und Anzeigen zu verkaufen.
        Das andere Unternehmen auch Geld verdienen müssen und deshalb nichts aus reiner Nächstenliebe machen, setze ich als bekannt voraus. Aber trotzdem danke für die Erinnerung.

  5. die Einzelhändler die jetzt jammern, sind genau die gleichen die vor Jahren gesagt haben Webshop und Internetpräsenz brauchen wir nicht. Jetzt sollen also mit aller Gewalt die sterbenden aus dem Dreck gezogen werden. Falscher ansatz! Die hatten alle die gleichen Chancen vor Jahren und wer sie nicht genutzt hat soll jetzt eben abschließen. Die Kunden kommen nicht zurück nur weil man 20 Jahre später einen Webshop hat.

    • Die Händler, die es bis heute nicht geschafft haben, mehr als „Wir sind jetzt auch im Internet“ zusammen zu klicken, werden so oder so untergeht, ob mit Google oder ohne.
      Ich würde gerne beim lokalen Fotohändler mein Equipment kaufen. Doch wenn ich erst mal durch 3 Läden laufen muss, um dann doch feststellen zu müssen, dass das Kabel erst exklusiv für mich bestellt werden muss, kann ich mir die Zeit auch sparen und gleich beim großen Fluß oder anderswo online bestellen.
      Wie Du schon sagst….. viele Einzelhändler haben es schlicht verpennt, mit der Zeit zu gehen. Genau deshalb ist der große Fluß so groß geworden, und nicht, weil der Kunde auf Geiz ist geil steht. Allerdings haben wir alle keinen Dukaten scheißenden Esel zuhaus…… und wenn ich für ein Objektiv 100€ weniger zahlen muss wie im lokalen Handel, greife ich ohne Gewissensbisse zu.

  6. Muss Werbung nicht mehr gekennzeichnet werden? Als gäbe es zu den „Partnern“ des Projekts nicht schon genug „echte“ Reviews im Netz, die Suchende in die Irre führen. Ich liebe ja Cachys Blog seit mindestens 2007, aber das hier ist echt #wasteofspace.

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