Google stellt noch dieses Jahr Hangouts on Air ein


Google probiert viel und Google stellt viel ein. Da bleibt auch immer eine kleine Menge Nutzer hängen, die dann verärgert sind, weil sie einen Dienst lieb gewonnen haben, den es dann plötzlich nicht mehr gibt. Bei Hangouts on Air könnte es ähnlich sein. Hangouts on Air ist eine Möglichkeit, einen Live-Videogruppenchat über YouTube zu streamen. Etwas, das sonst wohl nur unter größerem Aufwand möglich ist. Hangouts on Air ist dabei getrennt von Hangouts selbst, das ja ebenfalls dieses Jahr noch eingestellt wird.

Der von Google angezeigte Hinweis, wenn man einen Broadcast startet, erwähnt aber nicht, wann genau Hangouts on Air nicht mehr verfügbar sein wird. Man empfiehlt allerdings YouTube.com/webcam – das wiederum kann aber keine Gruppenchats streamen. Vielleicht bastelt Google ja auch noch an einer anderen Lösung, die Hangouts on Air dann ablösen wird. Erwähnt wird dazu aber nichts.

Wieder ein Google-Produkt, das bei einer bestimmten Nutzergruppe sehr beleibt war und nun verschwinden wird. Irgendwie verständlich, dass Google nicht alle Dienste am Leben halten kann, wenn sie nicht so genutzt werden, dass es sich lohnt. Allerdings für die Nutzer jener Dienste eben mehr als ärgerlich. Zumal man mit jeder neuen Einstellung von Google mehr das Gefühl bekommt, es könnte irgendwann jedes Google-Produkt treffen.

via ArsTechnica

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Was ich an Googles Verhalten nicht verstehe: warum wird das Produkt nicht ausgegliedert und kostenpflichtig gemacht, wenn sie das selbst nicht mehr betreiben wollen.

    Als sie ihren Feed-Reader eingestellt haben, haben sich ja ein paar neue Dienste aufgemacht, das selbst anzubieten. So bin ich damals bei Feedly gelandet. Aber das hätte Google ja selbst einfacher und für das Unternehmen selbst profitabler gestalten können. Und es ist zwar nicht schön, für etwas zu zahlen, was bisher kostenlos war, aber es immer noch besser, diese Option zu haben, als einfach vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, das ein Dienst ersatzlos eingestellt wird.

  2. Hat sich meine Empfehlung an meinen Arbeitgeber und dessen Kunden als richtig erwiesen: Für Gruppen-Videochats auf Nichts von GOOGLE setzen, da sie den Dienst früher oder später wieder einstellen werden. Trotz Milliardengewinnen kann man sich bei Google auf keinen Dienst abgsehen von Suche und Gmail über einen langen Zeitraum verlassen…

    • Guter Punkt. Das ist ja eine, wir sich hier gezeigt hat, völlig richtige Überlegung gewesen. Im Ergebnis finden also Google Produkte von Anfang an weniger Nutzer, weil die User mit Recht befürchten müssen, dass solche Produkte später einfach abgeschaltet werden.

      Das macht es aber um so rätselhafter, warum Google nicht eine bessere Lösung findet, Services, die sie nicht mehr selbst betreiben wollen, für die bisherigen Nutzer weiter zugänglich zu machen.

  3. Ich trauere dem XMPP hinter Google Hangouts ja immer noch nach

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