Google soll vor kartellrechtlicher Untersuchung stehen

Das Wall Street Journal berichtet, dass das US-Justizministerium eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Google vorbereitet. Das US-Unternehmen kennt solche Dinge schon recht gut, sah man sich doch auch schon in der EU zahlreichen Klagen und Geldstrafen gegenüber. Eine der letzten Geschichten zwang Google dazu, den EU-Bürgern einen genaueren Hinweis zu geben, dass sie unter Android auch einen anderen Browser benutzen können.

Der genaue Fokus der Untersuchungen gegen Google in den USA ist bisher nicht bekannt. In Europa wurde Google wegen Missbrauchs seiner Monopolstellung in den Bereichen Suche, Android und Werbung verurteilt und erhielt mehr als 8,2 Milliarden Euro an Geldbußen. Die USA verhängten zuletzt eine Geldstrafe von 22,5 Millionen Dollar gegen Google, das war aber auch schon 2012 und da ging es um den Missbrauch des Datenschutzes unter iOS.

Ob die Untersuchungen Inhalte haben wie bei uns in der EU, ist ebenso nicht bekannt – aber in den USA ist das Ganze auch etwas anders, sonst wären Unternehmen wie Facebook oder eben auch Google nicht so groß und mächtig, wie sie es heute sind.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. Sehr gut!

  2. Off-Topic: kann momentan keine Apps aus dem Google Playstore installieren. Auf keines meiner Androiden. Internet geht aber. Komisch.

  3. Wolfgang D. says:

    Schön wär’s ja, wenn dabei mehr als Alibistrafen herauskommen, wie bisher. Wo bleibt die Digitalsteuer für die global agierenden Unternehmen, wann hört DE hier endlich mit der Bremserei auf? Und nicht vergessen, Facebook, Google und Microsoft zu zerlegen.

  4. Hallo lieber Carsten,
    vielen Dank für deinen Beitrag. Ich verfolge deine Berichte/Posts seit Ewigkeiten. Ich hoffe bloß das die Behörden bei uns wegen der neuen Google Ads Policy endlich reagieren. Google hat gerade fast der ganzen IT-Branche verboten auf Google Adwords zu werben. Zahlreichen anderen Branchen übrigens auch. Wir haben diesbezüglich in unserem Unternehmesblog https://computerbutler.de/aktuell/google-missbraucht-sein-monopol dazu Stellung genommen.

    Freue mich auf weitere Jahrzehnte mit euch und deinen/euren Berichten und News.
    Liebe Grüße
    Dragan

  5. Patrick B. says:

    „Eine der letzten Geschichten zwang Google dazu, den EU-Bürgern einen genaueren Hinweis zu geben, dass sie unter Android auch einen anderen Browser benutzen können.“

    Bin selber iOS User, aber fragte mich damals schon warum deswegen nicht auch gegen Apple vorgegangen wird……..

    Hätte man damals bei Microsoft direkt auch Google sowie Apple gleich „bestraft“ und die Browserwahl aufgezwungen, ok, aber hier die ganze Vorgehensweise ist wieder typisch politisch. Keine Ahnung von nix und anstatt konsequent „gegen“ alle vorzugehen wird wieder gehackstückelt, aber so kennt man ja die Politik……

    • Weil iOS im Vergleich zu Android fast keine Rolle spielt, wenn es um die globale Verteilung geht. Denke ich mal. Nicht ganz so krass wie bei Windows/Mac OS, aber wohl immer noch zu gering, um dagegen vorzugehen.

      • Die Globale Verteilung ist als Maßstab aber Blödsinn. Und iOS ist nicht unbedeutend. Heute in Deutschland immer noch 30%, bei den Amis knapp 50/50. Vor Jahren war die Verteilung mehr Richtung iOS. In dem Fall ist es typisch Politik. Etwas regulieren, wovon man keine Ahnung hat. Die Browsergeschichte bei Microsoft kam mindestens ein Jahrzehnt zu spät und falsch. Richtig wäre eine Auflage zur modularen Bauweise, das auf alle angewendet. Keine Zwangskopplung. Der Hersteller kann und soll ruhig seine Produkte mitliefern, diese müssen aber vollständig entfernbar sein. Sowohl das Betriebssystem von der Hardware als auch die einzelnen Programme, wenn mitgeliefert mit dem OS. Ob nun Microsoft IE mitpackt, Google den Chrome auf den Handys mitliefert, oder Samsung seinen Feedviewer, Browser, SMS App etc. mitpackt. Alles legitim, sofern entfernbar. Ein Zwangsfenster, mit den Großen zur Auswahl ist auch nur ein bevorzugen dieser. Firefox hatte IE ersetzt, weil es gut war, dann Chrome – mit viel Werbung natürlich, aber Chrome war Besser.

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