Google Safe Browsing sichert mehr als 3 Mrd. Geräte ab

Google schickte sein Feature Safe Browsing ab 2007 an den Start. Es handelte sich dabei um eine der ersten Initiativen des Unternehmens gegen Malware. So ploppte eine Warnung auf, bevor ihr eine Website aufrufen konntet, die Schadsoftware enthalten könnte. Jene Warnungen existieren in abgewandelter Form bis heute – mittlerweile nicht nur an Desktop-PCs, sondern auch an mobilen Endgeräten. Laut Google schütze Safe Browsing mittlerweile rund 3 Mrd. Endgeräte.

Die Listen für Safe Browsing werden dabei nicht nur von Chrome, sondern auch von Vivaldi, Firefox, Safari und Opera als Basis genutzt, um vor unsicheren Websites zu warnen. Im Mai 2016 erreichte Google dabei den Meilenstein von rund 2 Mrd. geschützten Geräten. Mittlerweile ist man beim Stand von 3 Mrd. angekommen. Safe Browsing dient übrigens auch als eine Basis für Google Play Protect und wird auch in Gmail eingesetzt, um gefährliche Nachrichten abzuhalten. Auch Web-Entwickler und Apps greifen teilweise auf die kuratierten Listen von Safe Browsing zurück – etwa Snapchat. So dient das Feature dort dazu die Sicherheit von URLs zu überprüfen, bevor sie an den Nutzer weitergereicht werden.

Mittlerweile habe sich Safe Browsing über die Jahre natürlich stark entwickelt: Etwa habe man die Datenströme optimiert, was gerade für mobile Nutzer mit beschränktem Volumen überaus wichtig sei. Zudem setze man maschinelles Lernen ein, um neue Bedrohungen noch schneller zu erkennen und vor ihnen warnen zu können. Google wolle deswegen Safe Browsing auch in den nächsten Jahren weiterentwickeln und hofft noch weitere Meilensteine zu erreichen.

Als normaler Nutzer bemerkt man vom Safe Browsing natürlich selten etwas – was ja auch gut so ist, schließlich soll man im Hintergrund geschützt werden. Lediglich wer in dunkleren Winkeln des Internets unterwegs ist, erspäht vielleicht öfter mal einen Warnhinweis.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Schafsoftware gibts wirklich 🙂

  2. Das hat aber die Leute auch nicht davon abgehalten auf obskuren Seiten ihren Flash-Player zu aktualisieren…

  3. das liegt auch nur daran, dass hier kein Livescanner Seiten blockiert, sondern ein Tool beim crawlen, eine Blacklist aktualisiert. Wer also vor dem nächsten Crawl auf Schadsoftware stößt, könnte sich in der Tat, alle möglichen obskuren Updates einfangen. Umgekehrt bedeutet das aber auch, das mittlerweile bereinigte Seiten immer noch als infiziert gelistet sind.

  4. 2007 mag das noch eine gewisse Berechtigung gehabt haben, aber heute ist es einfach viel zu lahm um effektiv zu sein. Die bekommen ja nicht mal die Malware im Play Store in den Griff.

  5. Lieber lahm, als gar nicht und im Playstore tut sich momentan auch einiges. Das hätte in der Tat allerdings auch schon viel früher geschehen können.

  6. Klar, 100%ige Sicherheit wird es nie geben, solange Apps im nachhinein Schadware nachladen und es unbedarfte sorglose Anwender gibt. Das übliche Katz und Mausspiel eben. Was ist die Alternative?

  7. Wenn Apps Malware nachladen hilft der Defender besser als Smart Browsing, wobei der Defender öfter mal den nachgeladenen Müll kennt, aber das Loader-Programm nicht. Zumindest merkt man dann, dass was nicht stimmt, wenn sich ungefragt Müll auf die Platte beamt. Das könnt auch irgendwann mal den MS Store betreffen.

    Die wichtigere Funktion bei der ganzen Sache dürfte die Information der Webmaster sein. Der größte Anteil der Liste besteht ja aus gehackten Sites und wenn dann dem ein oder anderen mal mitgeteilt wird, dass irgend eine lang verwaiste Seite (die halt noch aus Archivgründen rumdümpelt) mal reif für die Tonne ist, hat das schon einen Zweck erfüllt.

    Den unbedarften Anwendern hat man lange eingeredet, dass sie Tod und Teufel installieren müssen, damit der Rechner sicher ist. Das kostet Kohle und dann hat es gefälligst auch zu funktionieren und man kann auf alles klicken, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Typischer Fall von falscher Erziehung. 😉

    Und dann gibt es noch die Problemuser, die generell 5 schimmlige Versionen von Java und 10 Ranzvarianten vom Acrobat Reader haben. Die lernen es vielleich wenn sie zum 10. Mal Windows neu installiert haben.

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