Google Play Store: So verlief der Kampf gegen bösartige Apps und Entwickler 2020

Google blickt zurück auf das vergangene Jahr im Google Play Store. Genauer gesagt auf die Sicherheit im Play Store. Dort tummeln sich neben zahlreichen Nutzern und Entwicklern nämlich (leider) auch bösartige Apps – wenn Google denen nicht den Riegel vorschiebt. Da hat man unter anderem Google Play Protect im Einsatz, um automatisiert nach Malware zu scannen. Täglich über 100 Mrd. Apps auf einigen Mrd. Geräten. Besondere Anforderungen stellt man in Form von Richtlinien zudem an Apps aus den Bereichen „COVID-19“, „Nachrichten“ sowie „Wahlunterstützung“:

  • Anforderungen an Apps rund um COVID-19: Um die öffentliche Sicherheit, die Informationsintegrität und den Datenschutz zu gewährleisten, haben wir spezielle Anforderungen für COVID-19-Apps eingeführt. Unter diesen Anforderungen müssen Apps, die sich auf sensible Anwendungsfälle beziehen, wie z. B. solche, die Testinformationen bereitstellen, entweder von offiziellen Regierungsstellen oder von Organisationen des Gesundheitswesens gebilligt werden und einen hohen Standard für den Datenschutz der Nutzer erfüllen.
  • Nachrichten-Politik: Um die Transparenz bei der Veröffentlichung von Nachrichten zu fördern, haben wir Mindestanforderungen eingeführt, die Apps erfüllen müssen, damit Entwickler ihre App als „Nachrichten“-App auf Google Play deklarieren können. Diese Richtlinien tragen dazu bei, die Transparenz für Nutzer und die Verantwortlichkeit der Entwickler zu fördern, indem sie den Nutzern relevante Informationen über die App zur Verfügung stellen.
  • Unterstützung bei der Wahl: Wir haben in Google Play Prozesse geschaffen, die sich auf Wahlen konzentrieren, um zusätzliche Unterstützung zu bieten und sich an die veränderte Landschaft anzupassen. Dazu gehören Unterstützung für Regierungsbehörden, speziell geschulte App-Prüfer und ein Sicherheitsteam, das sich mit Bedrohungen und Missbrauch von Wahlen befasst.

Auch Zahlen zu Apps und Entwicklern, die man 2020 aus dem Verkehr zog, nennt man. 962.000 Apps konnte man mittels automatisierter Erkennung ausmachen, die gegen App-Richtlinien verstießen. Knapp 119.000 bösartige Entwicklerkonten hat man gesperrt. Zudem pocht man verstärkt auf die Verwendung von SDKs, da man erhebliche Sicherheits- und Datenschutz-Verstöße bei einigen App-Anbietern feststellte. In 2020 hat man den Entwicklern zudem zahlreiche sensible Berechtigungen entzogen. So existiert auch eine neue Richtlinie zur Standortbestimmung im Hintergrund: Wer ohne eindeutigen Nutzen Standortdaten erheben will, verstößt dagegen.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. Zitat: „Wer ohne eindeutigen Nutzen Standortdaten erheben will, verstößt dagegen“

    Ich hätte es anders formuliert:
    „Wer ohne eindeutigen echte Notwendigkeit Standortdaten erheben will, verstößt dagegen“.
    Z.B.: Wozu braucht eine Taschenlampen-App meine Standortdaten ?

    Allerdings macht Google es ja auch negativ vor:
    Wozu braucht die AVM WLAN-App meine Standortdaten?
    Weil Google es per API so vorschreibt“ … ein Schelm, wer böses dabei denkt.

    Siehe auch:
    https://avm.de/service/fritzapps/fritzapp-wlan/wissensdatenbank/publication/show/3460_Warum-benotigt-FRITZ-App-WLAN-eine-Berechtigung-fur-den-Standort/

    Google: Das Thema „Don´t be Evil!“ … schon lange Geschichte … 🙁

    • Felix Frank says:

      Da hat AVM aber auch völlig recht. Sämtliche Apps die über WiFi oder Bluetooth nach Geräten scannen wollen brauchen das. Siehe auch: Corona Warn App. Das müsste man seitens Google Mal abkoppeln.

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