Google Play Store: Conversations für Android kostenlos

Die Möglichkeiten zur Kommunikation sind heute breit gestreut. Früher musste man bei Freunden mit dem Fahrrad vorbeifahren, alternativ gab es in meiner Welt Wählscheibentelefone oder Telefonzellen, die man mit zwanzig Pfennigen fütterte.

Unfassbar viel ist passiert und das ist großartig. Aber auch die „neuen“ Kommunikationsmedien sind schon mehrmals von neueren Lösungen überholt worden. ICQ? AIM? MSN? Odigo, Yahoo Messenger und Co.? Wenn vorhanden, dann definitiv nicht mehr von den damaligen Benutzermassen besiedelt. Dürfte mit Jabber und Co. nicht viel anders sein, schätze ich.

Dennoch kommunizieren immer noch einige Nutzer via Jabber / XMMP. Da gibt es einige Clients und auf der Android-Plattform ist beispielsweise Conversations zu finden. Unterstützt OMEMO oder OpenPGP und kostet ansonsten 4,99 Euro. Ordentlicher Preisanstieg, denn bisher kostete die Play-Store-Version lediglich 2,39 Euro, des Weiteren wurde auch OTR mittlerweile entfernt. Am heutigen 1. Mai ist die App noch kostenlos im Play Store zu finden.

Falls ihr das aus irgendwelchen Gründen verpasst: Conversation ist Open Source und auch kostenlos bei F-Droid zu finden.

Conversations (Jabber / XMPP)
Conversations (Jabber / XMPP)
Entwickler: Daniel Gultsch
Preis: 2,39 €
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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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17 Kommentare

  1. „First 6 months are free“ …

    • Schönes Beispiel für ‚die Hälfte gelesen, nix verstanden‘

      Software ist frei. Wenn man einen Account beim Hersteller möchte, kann man dort einen für 8 Euro im Jahr mieten. Die ersten 6 Monate sind frei.
      Man braucht allerdings keinen Account vom Hersteller, sondern kann einen der zig freien Server verwenden (Liste hier https://conversations.im/compliance/ ) oder auch selber einen hosten, wenn man lustig ist.

      Die App selber ist gut, leider kümmert sich niemand darum, dass massentaugliche Desktopvarianten entstehen. Sehr schade, die Technik dafür wäre vorhanden.

      Anleitung:
      https://www.jabber.de/clients/android-ios/conversations-guide/

  2. Frag mich echt, wer bei einem Messenger, der sinnvolle Dinge tut, Open Source und sicher ist, sich über diesen „Preisanstieg“ aufregt. 5 € in Kommunikation investieren ist ja auch kein reiner Zeitvertreib wie ein Spiel.

    • Es ist eigentlich nur ein Anreiz, F-Droid zu nutzen, da ist er ja kostenlos. Da kann er bei Google auch 100 Euro kosten…

  3. Ich finde Conversations wirklich toll, sehe aber nicht den Mehrwert zu der Signal-App, die in der Branche als sehr sicher gilt und auch Open Source ist.

    • Naja, Conversations ist schlicht keine Insellösung wie Signal.

      Man kann mit Conversationsnutzern praktisch mit jedem anderen XMPP Client chatten.

      Und wenn du es zu umständlich findest einen XMPP Account anzulegen dann schau dir mal http://www.kontalk.org an.

      Das ist ein XMPP Client der wie Signal die Telefonnummer als ID nutzt.

      Chatten mit Conversationsnutzern geht momentan zwar nur unverschlüsselt.
      OMEMO steht aber auf der ToDo Liste.

    • Der Vorteil ist das Fehlen eines zentralen Servers/Anbieters. Es kann Tausende von Servern geben, die eigene Adressen haben und miteinander kommunizieren, so dass dort eingetragene User von überall erreichbar sind und alle erreichen können.
      Grob gesagt wie Email, egal ob du bei gmail.com oder gmx.de bist, man kann dir eine schicken und du kannst jedem eine senden, der irgendwo ein Emailkonto hat.
      Genauere Infos findet man unter https://www.kuketz-blog.de/conversations-sicherer-android-messenger/

      Signal funktioniert nur intern. Und im Falle einer Sperrung oder Sperranforderung seitens Staaten/Institutionen/Firmen ist man darauf angewiesen, dass der Betreiber von Signal sich dagegen wehrt. Mag sein, dass er das in Ägypten tut. Ob er dazu in Kanada oder Großbritannien immer noch bereit wäre, ist eine andere Frage. Von USA gar nicht zu reden.

      • @TVB
        Das hört sich natürlich gut an und aus der Sicht natürlich absolut sinnvoll wenn wirklich ein Worst-Case-Szenario eintreffen würde bei Signal.

        Wie gesagt, ich persönlich finde Conversations bzw. XMPP wirklich toll und möchte das gar nicht schlechtreden. Die Frage ist nur: Ist die Nutzung und Einrichtung für den „einfachen Klicki-Bunti-User“ so einfach wie bei anderen Messenger. Ich gehöre zu den Usern die sich gerne mit solchen Dingen beschäftigen, der „einfache User“ (hört sich immer so negativ an) will damit aber nicht viel zu tun haben. Wenn ich mir die XMPP bzw. Jabber-User anschaue, dann sind das doch eher IT-Nerds, aber nicht die absoluten Normal-User. Wird schwierig sein, die Masse davon zu überzeugen, was auch schon nicht bei Threema oder Signal klappt.

        • Wie ich im vohergevorherg Beitrag schon erwähnt habe.
          Kontalk kommt dem schon entgegen.

          Look and feel ist ähnlich wie bei WhatsApp.

          Meine weniger technikinteressierten Freunde schaffen den Umstieg (bzw. Parallelinstallation zu WhatsApp) recht einfach.

          Und je mehr verschiedene Clients es gibt um so spannender wird XMPP in Zukunft auch für die Masse glaube ich.

        • @Dennis
          Conversations selber ist ok, denke ich. Wenn es aber um Sachen geht wie Desktopclients, dann ist es vorbei. Das fasst kein ‚Durchschnittsuser‘ an.
          (Vielleicht bin ich aber auch einer der aussterbenden Art, ich will die Tastatur benutzen, wenn ich am PC sitze.)
          Ich bin übrigens nicht der Meinung, das hunderte verschieden Clients eine Technik interessanter machen. XMPP wird leider wie Desktop-Linux an der Vielfalt scheitern. (wenn man denn die Erfolglosigkeit im Massenmarkt als ‚Scheitern‘ bezeichnen möchte, manche sehen das ja anders. 😉 )

          • Da bin ich anderer Meining.

            Hier wurde irgendwo der Vergleich zu Email gezogen.

            Es gibt diverse Anbieter und diverse Clients.

            Manche erfolgreicher. Andere weniger.
            Aber das Grundprinzip funktioniert.

            Ich selbst nutze Thunderbird, andere stehen auf Oulook oder die Weboberfläche.

            Die Auswahl zu haben bringt definitiv Vorteile.

            Oder ob es mal auf Kontalk und Conversations runterbrechen.

            Der eine findet es doof seine Telefonnummer als ID zu verwenden.
            Der andere findet es super praktisch.

            Mit oben genannten Clients kommen Beide zusammen.

            Dann könnte ich mir noch vorstellen das kommerzielle Anbieter Zusatzfeatres gegen Aufpreis für ihre Clients anbieten.

            Keine Ahnung was. Vielleicht spezielle Stickersets oder Bezahlfunktion oder was die Zukunft noch so bringen mag.

            Und trotzdem muss niemand abgehehängt werden.

  4. kommunizieren immer noch einige Nutzer über xmpp???
    Tolle Wortwahl wenn man beste Art der mobilen Kommunikation in die Resteecke stellen will.
    Hab für meine ganze Familie extra einen Server laufen, unsere ganze Kommunikation läuft darüber ab.

    Wer das nicht will nimmt einen öffentlichen wie z.B. jabber.de oder jabjab.de.

    Alle Server stehen miteinander in Kontakt. Versucht doch mal im Vergleich dazu von Whatsapp zu Telegram zu schreiben. Doch, das könnte funktionieren, ist nur nicht gewollt.

  5. Ich nutze Xapper als Client für xmpp

  6. Mr.Magoo says:

    Conversations ist mit Abstand der beste xmpp Messenger, bei fragen ist der Entwickler immer sehr schnell, gleiches gilt auch bei den Updates. In meinen Bekanntenkreis wird es immer verbreiteter. Es steht Whatsapp, welches ich NIE genutzt habe sehr gut ersetzen, dabei ist es egal ob eigener Server oder free.

    Verstehe eh nicht warum es nicht mehr verbreitet ist…

    • Ich glaube das mit der Verbreitung hängt stark mit der Lobby zusammen.

      Gibt es bei WhatsApp ein neues Emticon überschlägt sich die Fachpresse mit Lobhudelei.

      Über kleine, nichtkommerzielle Projekte berichtet maximal Caschy.

      Wobei er bisher noch nie über Kontalk geschrieben hat … 😛

      • Mr.Magoo says:

        Gerade heute bei NTV, dass es wohl Android auch ohne Google und mit als source geben soll, nennt sich angeblich lineagos irgendein twrp braucht man auch noch dazu. Für f-droid hat es denn nicht mehr gereicht!

        Fragen über Fragen….

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