Google Play Store 6.2 wertet Gmail-Reisedaten für App-Empfehlungen aus

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Google behält das Update auf den Play Store in der Version 6.2 zwar aktuell noch für sich, doch online kursiert bereits das APK. Vordergründig gibt es dabei in der App nur eine wesentliche Veränderung, die jedoch durchaus erheblich ist: Für App-Empfehlungen kann der Play Store nun auch Gmail-Nachrichten auswerten. Keine Angst, der Play Store durchforstet dabei allerdings nicht gierig alle Nachrichten, sondern soll nur anhand gefundener Fahrstrecken und Reisepläne seine App-Empfehlungen anpassen. Das passiert zudem nur, wenn man dem Play Store auch die entsprechende Berechtigung erteilt.

Die Folgen sind naheliegend: Bucht ihr einen Flug bei der Lufthansa, könnte der Play Store euch die entsprechende App der Fluggesellschaft nahe legen. Möglich ist auch, dass bei einer Reise nach beispielsweise Italien eine in Frage kommende Übersetzungs- / Wörterbuch-App empfohlen wird. Im Grunde klingt die Idee gut und könnte zu sinnvollen App-Vorschlägen führen, die tatsächlich im Alltag ihren Sinn haben. Klar, kann man dies aber auch als Eingriff in die Privatsphäre verstehen – deswegen ist es eben möglich dem Feature aus dem Weg zu gehen.

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Die weiteren Strings des Google Play Store 6.2 bereiten immer noch das Family Sharing vor, geben aber nur bereits bekannte Informationen preis. Sie weisen z. B. aus, dass Mitglieder der jeweiligen Sharing-Gruppe nach dem Kauf des Contents eine Nachricht darüber erhalten, welches Familienmitglied den Inhalt erworben hat und ihn nun teilt.

Ihr findet das APK für den Google Play Store in der Version 6.2 übrigens hier, solltet ihr selbst experimentieren wollen. Natürlich könnt ihr auch einfach abwarten, bis Google das Update offiziell selbst ausrollt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. „Keine Angst, der Play Store durchforstet dabei allerdings nicht gierig alle Nachrichten, sondern soll nur anhand gefundener Fahrstrecken und Reisepläne seine App-Empfehlungen anpassen.“
    Keine Angst, ist nur der Anfang der Bewegungsüberwachung. Mir ist schleierhaft, warum man keine Angst haben soll, wenn ein Konzern, der auf Gewinn und nicht das Wohl der Menschen aus ist (was auf alle Konzerne zutrifft) dadurch Bewegungen überwacht. Als nächstes kommt nach den geplanten Routen die Überwachung in GPS mit dem Argument, daß man dann nicht selber Routen planen muß sondern es richtig toll ist, daß Google anhand der Bewegungsprofile Vorschläge für Dich machen kann.
    Nicht alles, was Technik kann, ist gut! Auch wenn es Fiktion ist, aber wie wäre es nochmal Terminator oder Matrix anzusehen?

  2. @Fraggle: ja oder Alien!!!

  3. „Klar, kann man dies aber auch als Eingriff in die Privatsphäre verstehen – deswegen ist es eben möglich dem Feature aus dem Weg zu gehen.“

    Dem Feature kann man aus dem Weg gehen. Google aber nicht. Google durchsucht die Emails so oder so. Die Privatsphäre ist bei Google nicht gegeben.

    Ich verstehe nicht, wieso Google hier im Blog immer gehyped wird. Besonders bei einem Tech-Blog, wo die Zielgruppe durch technikaffine Nutzer definiert wird. Diese und die Autoren müssen sich gerade durch ihr Interesse an der Technik doch kritisch mit dem Thema auseinandersetzen.

    „Love it, change it or leave it“. Ich habe Google schon lange verlassen. Wie Fraggle bereits geschrieben hat möchte Google euch nicht helfen eure nächste Reise besser zu planen. Es geht schlicht um Daten. Ein neues Feature mit dem noch mehr Daten aus den Taschen der Nutzer gegriffen werden kann.

  4. Wow, manche sind noch mehr paranoid als ich!
    Ich finde es gut, dass man bei Google der verzahnung der dienste einen riegel vorschieben kann! Bei mir dürfen sämtliche Google dienste nicht untereinander kommunizieren! Ich habe es merfach getestet und tatsächlich sind die informationen eines dienstes nicht den anderen bekannt! Warum ich bei Google bleibe? Weil sie die am besten funktionierenden und zuverlässigsten mobile dienste anbieten! Und nein, ich mag Google nicht, über eine echte alternative würde ich mich sehr freuen!11

  5. @max Und jetzt rate mal, warum Google so erfolgreich ist. Tipp: Es könnte daran liegen, dass Google die Nutzerdaten sinnvoll auswertet und damit das eigene Angebot aufwertet. So lange man als Nutzer einen Vorteil zieht, ist das doch weniger schlimm. Zudem glaube ich, dass die meisten erst gar nicht wissen (und wissen wollen), was die meisten Zeitungen, die Post und andere Anbieter für Sachen mit ihren Daten treiben. Denn dort werden Adressdaten, etc. schon seit Jahrzehnten völlig legal verkauft – was Google auf der anderen Seite eben nicht macht. Und das oftmals ohne jeglichen direkten Nutzen für den Kunden.

    Kein Wunder, warum die meisten Zeitungen in Deutschland eine einseitige Linie gegen Google fahren. Google ist eine große Gefahr für dieses erträgliche Geschäftsmodell.

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