Google Play Services 6.5 bringt Google für Familien, Android Auto, Updates von SD-Karte und mehr

Derzeit verteilt Google mal wieder eine neue Version der Google Play Services, doch neben Anpassungen für Android 5.0 und Material Design stecken dort weitaus größere und interessantere Änderungen drin. Diese betreffen natürlich den Support für Android Auto, welches erst diese Woche gestartet ist und bringt Neuigkeiten für Smartphones mit SD-Karten-Einschub. Aber auch Familien kommen diesmal auf ihre Kosten.

Play Store Logo Google

Android Auto:

Ab sofort beherrschen die Google Play Services den Umgang mit Googles neuer Plattform für Autos. Leider hat man vergangene Woche nur sehr wenig über Android Auto und dessen Zukunft gesagt und weiterhin gibt es nur zwei verschiedene Arten von Apps. So gibt es zum einen „Audio“-Apps und zum anderen „Messaging“-Apps. Bei Android Police haben sie die APK der Google Play Services auseinandergenommen und sind dabei auf einige interessante Strings gestoßen.

So gibt es zum eine Berechtigungen, welche es Apps erlauben auf eure Tankfüllung, euren Kilometerstand oder auf eure aktuelle Geschwindigkeit zugreifen zu können. Derzeit gibt es zu diesen Berechtigungen allerdings noch keine Dokumentation, sie zeigen uns allerdings auf, wohin die Reise mit Android Auto gehen könnte. Es handelt sich wie auch bei Android Wear und Android TV um eine sehr junge Plattform und ich bin mir sicher, in der Zukunft wird da noch einiges passieren.

Google für Familien:

Schreiten wir weiter zur nächsten großen Änderung, denn während Nutzer unter iOS oder auf Amazons Fire Geräten ihren Kindern ein Limit setzen können, fehlte solch eine Funktion unter Android bislang. Doch nun zieht Google nach und implementiert eine Funktion namens „Google for Families“ in die Google Play Services. Dieser Dienst wird, wie auch schon der Android Device Manager, zum Geräteadministrator ernannt und bekommt so Kontrolle über das Gerät. Dies ist insofern wichtig, als dass ihr mit „Google for Families“ ein Zeit- und Speicherlimit einstellen könnt, welches eure Kinder nicht überschreiten können.

Wird die Zeit überschritten, bekommt euer Junior eine Meldung darüber, wie lange er warten muss, bis er wieder an sein Gerät darf. Auch kann eine Schlafenszeit eingestellt werden, wird diese Zeit erreicht, erscheint die Meldung „Bedtime“. Diskussionen und ein ewiges Hin und Her um ein Gerät sollten somit ein Ende haben, eine richtige Erziehung ersetzt dies sicherlich noch nicht.

Google Help:

Schon länger vermutet man, dass Google seinen Support-Chat auf Google Hangouts verlagern möchte, dies bestätigt der jüngste APK-Teardown bei Android-Police erneut und so finden sich nun auch passende Icons in den Google Play Services.

Firmware Updates via SD-Karte

Jetzt wird es interessant für alle Nutzer mit SD-Karten Einschub, denn die SD-Karte scheint wieder eine Rolle zu spielen. Während man seit Android 4.0 gegen die SD-Karte in Android-Geräten gekämpft hat, scheint man mit Android 5.0 komplett in die andere Richtung zu steuern. So gibt es in den aktuellsten Play Services Hinweise auf eine Update-Funktion via SD-Karte.

Liegt ein kompatibles Update auf eurer SD-Karte, bietet euch euer Gerät ab sofort von selbst ein Update an. Der Verdacht geht natürlich dahin, dass man diese Funktion für Android One eingebaut hat. Denn die Nutzer in den Android One-Ländern haben unter Umständen (wenn überhaupt) eine schwache Internetverbindung zur Hand. Hier könnten sich Updates ganz klassisch via SD-Karte verbreiten oder eben per Bluetooth hin und her geschickt werden. Aber auch hierzulande könnte diese Funktion praktisch sein, denn sobald ein OTA-Update verfügbar ist, kann man dieses ganz einfach von SD-Karte installieren. Kein Ärger mehr im Recoverymodus oder mit der ADB-Sideload-Funktion.

Lockbox:

Es gibt noch nicht wirklich viele Informationen darüber, aber scheinbar plant Google einen weiteren Dienst, um euer Gerät vor Dieben zu schützen. Dieser Dienst scheint derzeit auf den Namen Lockbox zu hören. Lockbox greift auf eure Telefonie- und Ortungsdaten zu und überprüft zudem eure Konten auf Veränderungen. Was genau hinter Lockbox steckt, ist leider noch unbekannt.

Bis auf die Funktionen für Android Auto, liegen die meisten Funktionen leider noch brach. Sobald Google diese veröffentlicht, könnt ihr loslegen und euer Android-Gerät ist bereit für all die neuen Funktionen, welche ich euch hier vorgestellt habe. (via Android Police)

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

15 Kommentare

  1. Ich glaube was für viele interessanter ist, ist unter Android 5 in den Sicherheitseinstellungen die Option, Standorte für die Bildschirmsperre zu verwenden. Bin ich Zuhause, sperrt der Bildschirm nicht. Kam glaube ich mit der Version.

  2. „Während man seit Android 4.0 gegen die SD-Karte in Android-Geräten gekämpft hat“

    Hab ich was verpasst?

  3. Wer das wollte hatte das vorher schon, mit Xposed und No Lock Home.

  4. seit wann wurde mit Android 4 gegen SD-Karten gekämpft?
    es gab nur Beschränkungen bei Schreibzugriffen und geänderte APIs. Die Apps mussten halt daran erst mal anepasst werden. Mittlerweile dürfts da eig keine Probleme geben

  5. Ich habe bisher einige Entwickler angeschrieben, und bisher wurde der Zugriff auf die SD Karte noch nicht angepasst. (zB. Camera ZOOM FX, HDR Camera, ES Datei Explorer)

  6. Was wäre denn deine Vorstellung einer Anpassung gewesen? Ohne root können Apps nur noch in ihrem appspezifischen Ordner schreiben, daran kann der Entwickler auch nichts ändern. Es wurden aber viele Apps so angepasst, dass sie das überhaupt erstmal tun und nicht wahllos Ordner auf der SD-Karte anlegen.

  7. Ich kann auch ohne root mit ES Datei Explorer unter Android 4.4 überall auf die SD-Karte schreiben

  8. hat schon wer Google Play Services 6.5 von Euch und weiß wie die Sicherung der Updates auf SD Karte funktioniert?

  9. Nur wenn der vorinstalliert war (System-Apps dürfen das) oder der Entwickler es allgemein im Manifest freigegeben hat, was bei keinem mir bekannten Standard-ROM der Fall ist.

  10. @xenfo
    Interessant wenn das bei dir ohne root funktioniert Frage ich mich warum ich vor ein paar Tagen Daten die auf dem Handy liegen nicht auf die sd Karte kopieren konnte.

    Die Fehlermeldung war eindeutig, keine Rechte.

    Besonders toll ist das Feature von Kit Kat auch wenn ich BitTorrent Sync nutze und dafür die sd Karte nutze.
    Wenn ich nun mit einem anderen App auf diese Daten zugreifen möchte und die verändern will geht es nicht. Echt tolles Feature.

    Ich frage mich warum das alles im internen Speicher geht und wo für mich der nutzen ist.

    Die einzige Möglichkeit meine kitkat Geräte nutzen zu können ist diese zu rooten.

    Ich hoffe das es mit lollipop wieder geht und ich dieses update noch bekomme, ist ja leider auch nicht selbstverständlich.
    Sonst war es das mit Android.

  11. Der interne Speicher verwendet ein anderes Dateisystem. Auf der SD-Karte kann (bzw. konnte) jede App in jedes Verzeichnis schreiben. Mit Lollipop gibt es eine neue Berechtigung mit der man sich aussuchen kann ob eine App das dürfen soll.

  12. „Sonst war es das mit Android“

    Oh, haben die anderen mobilen OS offenere Dateisysteme? Viel Spaß mit der Ernüchterung :p

  13. Vielleicht hätte ich besser schreiben sollen für mich.
    Die neuen Windows Phone sind auch nicht so schlecht.
    Der Vorteil für mich wäre ein ähnlicher Gewinn wie es auch für Apple User ist. Ein ökologische System.

    Wenn es nur am Dateisystem liegt hätte Google auch anbieten können meine sd Karte mit einem anderen zu formatieren.
    Statt dessen wird sie praktisch unbrauchbar gemacht.

  14. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die SD-Karte mal mit einem richtigen Dateisystem (exFAT mit seiner Microsoft-Steuer und Dateigrößenlimit von 2GB ist bestenfalls ein schlechter Witz) formatiert werden könnte, aber dann liegen Google mit Sicherheit die ganzen Windows-„Nutzer“ in den Ohren, die dann nicht mehr auf die Karte direkt zugreifen können.

  15. Für das ext3 Dateisystem und sicher auch andere gibt es Windows Treiber.
    Wenn Google das Optional einführen würde, also freier SD Karten Zugriff nur mit Linux Dateisystem, dann würde es für Windows schnell Tools geben um auf dieses zugreifen zu können.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.