Google Now zeigt Foursquare-Tipps an, auch wenn Foursquare nicht installiert ist

artikel google logoGoogle hat in den vergangenen Jahren unglaublich viele Daten gesammelt und nutzt diese natürlich auch, um den suchenden Nutzer mit Informationen zu versorgen. Für Empfehlungen in Städten gibt es Google Places, hier erhält man Empfehlungen, wo man denn so hingehen könnte, auch über Google Now. Anscheinend reichen die eigenen Daten aber nicht aus, denn wie Venture Beat berichtet, werden auch Empfehlungen von Foursquare in den Empfehlungen angezeigt. Wer nun meint, dass dies mit dem App Deeplinking zusammenhängt, irrt, denn die Vorschläge erhält der Nutzer auch, wenn die Foursquare-App nicht installiert ist.

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Die Integration von Foursquare-Tipps ist auf mehreren Ebenen interessant. Zum einen haben Foursquare und Google nicht die beste Beziehung, Foursquare wechselte seinerzeit sogar von Google Maps auf Open Street Maps, ist unter Android mittlerweile wieder mit Google Maps unterwegs. Auf der anderen Seite kann Foursquare als Konkurrenz zu Google gesehen werden, immerhin versuchen beide, dem Nutzer die besten Vorschläge zu bieten. Allerdings könnte die neue Integration, sofern sie denn flächendeckend verteilt wird, einen wichtigen Deal für Foursquare bedeuten. Seit der Spaltung der Foursquare-Apps gehen die Nutzungszahlen zurück.

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Interessant ist auch, dass die Foursquare-Tips vor denen von Google auftauchen. Der Nutzer sieht in Google Now, dem Hero-Produkt für Googles smarte Suche, zuerst die Vorschläge eines anderen Anbieters, bevor die Google-eigenen Ergebnisse angezeigt werden. In den von Venture Beat gezeigten Tips war die Anzeige beider Ergebnisse gar nicht so schlecht, da die Tipps unterschiedliche Inhalte aufwiesen.

Google und Foursquare kommentierten die Anzeige dieser Tipps nicht. Spannend ist die Entwicklung aber allemal, es ist ja nicht so, als wären die Foursquare-Tipps schlecht.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Karl Kurzschluss says:

    Ich halte diesen Google Now-Klimbim für echt ätzend und habe es abgeschaltet. Ständig diese blöden Hinweise, daß man sich jetzt mit dem Auto auf den Weg zur Arbeit machen solle. Dabei war ich schon halb da und saß im Zug (und habe lediglich dabei eine Bundesstraße überquert). Das nervt einfach. Ich will das alles nicht wissen. Und wenn ich heiß auf Sportergebnisse bin, weiß ich schon selbst, wo ich die finde. Google als die Super-Nanny. Nervig!

  2. Gibt’s eigentlich noch Googles Check-in-System? Da gab’s doch auch mal was… Total aus den Augen verloren.

  3. Name (erforderlich) says:

    Ich würde eher vermuten, dass sie damit auf die Anschuldigungen der EU reagieren, dass sie ihre eigenen Dienste bevorzugen und ihre Marktmacht ausnutzen.

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