Google: Neues Projekt namens „Portals“ soll nahtlose Navigation zwischen Webseiten gewährleisten

Google ist mit dem Internet groß geworden und das größte Interesse in Mountain View besteht nach wie vor darin (neben dem Verdienen von Geld), die Suche zu verbessern und das Internet auf die mobilen Geräte zu bringen. Das AMP-Projekt ist nur ein Beispiel davon. Nun scheint der Konzern an einem weiteren Projekt zu arbeiten, dass aktuell unter dem Namen „Portals“ rangiert und eine nahtlose Navigation zwischen Webseiten gewährleisten soll.

Wer sich mit Webseiten-Performance und Conversion Rates auskennt, der weiß, dass es für den Umsatz von großer Relevanz ist, ob eine Seite langsam oder schnell lädt. Die Nutzer-Zufriedenheit lässt sich direkt mit der Umsatz-Entwicklung verknüpfen, auch Amazon spricht davon, dass eine Ladeverzögerung von nur einer Sekunde im eigenen Web-Shop für einen jährlichen Umsatzverlust von 1,6 Milliarden US-Dollar führen kann. Aus diesem Grund hat auch AMP seine Rechtfertigung.

Kenji Baheux, seines Zeichens Product Manager bei Google für Chrome und die Web-Plattform, hat für Portals eine separate GitHub-Seite eingerichtet. Dort erklärt er, wie er die nahtlose Navigation zwischen Seiten herstellen möchte. Im Moment ist das Ganze aber nur ein Vorschlag, der noch abgelehnt werden kann oder bald unter anderem Namen auftaucht.

Konkret sieht der Vorschlag so aus, dass eine Webseite eine andere direkt einbettet bzw. integriert. Per Geste kann der vorgeladene Inhalt dann komplett angezeigt werden und ihr springt dabei direkt in die nächste Webseite, ohne es zu merken. Aktuell klickt man auf einen Link, ein neues Tab öffnet sich, der Ladevorgang stört und dann landet ihr auf der Ziel-Webseite. Damit wäre dieser Prozess quasi obsolet.

Wenn der Vorschlag angenommen und das Projekt umgesetzt wird, soll am Ende eine API stehen, die Entwickler zur Integration in die eigene Webseite benutzen können. Eigentlich eine gute Idee, wäre nur interessant zu wissen, wie sich die Ladezeiten der Einstiegswebseite verändern, wenn zusätzliche eingebettete Inhalte geladen werden.

Wenn ihr euch näher über das Thema informieren möchtet, dann könnt ihr auf der GitHub-Seite, im Chromium Gerrit oder im Bug Tracker nachsehen, ein separates Dokument ist ebenfalls verfügbar.

XDA

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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3 Kommentare

  1. Interessanter Ansatz. Bis diese Technik ausgereift ist vergehen zum Glück noch einige Jahre. Vielleicht sind dann auch Datenvolumen obsolet. Zur Zeit wäre ein permanentes Laden von Seiten im Hintergrund ohne Besuchsabsicht. undenkbar.

    • Macht Google seit Jahren. Wenn die Wahrscheinlichkeit hoch genug ist dass der erste Sucheintrag angeklickt wird, dann wird der vorgeladen. Vor allem gut für die Leute, die erstmal „eBay“ googeln wenn sie zu eBay wollen.
      Für Seitenbetreiber gibt es ähnliche Techniken. zBsp. Tags für’s Prefetching.

  2. Geil, die bei Google erfinden inline frame neu. Und AJAX. Und die Cross-Site-Scripting Sicherheitslücke.

    Es war seit Anbeginn des Internets nie gut Inhalte von fremden Servern zu laden, über die man nicht die Kontrolle hatte. Aber sollen sie nur machen, ich kann mir schon vorstellen was daraus wird:
    1. Google bekommt neben den Daten über die Suchmaschine auch noch die Follow-Up-Daten einer Website.
    2. Irgendwelche Vollhonks liefern Malware und Miner auf beliebigen Seiten aus, die nichts davon ahnen (wie bei den Ads).
    3. Eingebettete Seiten greifen völlig DSGVO widrig Daten der vorherigen Seite ab.
    4. Google drückt wie damals MS durch seine Marktmacht Ideen in die Browser, die nicht standardisiert sind.

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