Google Maps: Neue Funktionen verbessern den Kartendienst deutlich

Im Rahmen der Google I/O 2021 hat das Unternehmen auch fünf neue Features für seinen Kartendienst Google Maps vorgestellt. So will man zukünftig dank Technologien des maschinellen Lernens dafür sorgen, dass Autounfälle, hervorgerufen durch Vollbremsungen unterwegs, reduziert werden. Das Ganze klingt doch sehr futuristisch, im Grunde ermittelt die Software aber anhand der kürzesten Routen zum Ziel und wie diese ausgestattet sind (u.a. wie viele Spuren die Strecke hat und dergleichen), auf welcher Route die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, aufgrund des Verkehrsaufkommens unerwartet „in die Eisen steigen“ zu müssen. Jene Route wird dann priorisiert empfohlen.

Zudem ist auch die Live-View-Ansicht, also die AR-Perspektive innerhalb von Google Maps noch einmal verbessert worden. So soll man unter anderem an komplexen Kreuzungen jederzeit erkennen können, auf welcher Straße man sich gerade befindet und wohin ihr gehen/fahren müsst. Auch auf Reisen kann die Funktion helfen, denn sie zeigt euch so beispielsweise beim Erreichen des Flughafens an, in welche Richtung sich euer Hotel befindet und so weiter.

A GIF that shows what Google Maps looks like before and after detailed street maps

Außerdem sollen die detaillierten Straßenkarten in Google Maps bis Ende dieses Jahres in 50 weiteren Städten verfügbar sein, darunter Berlin, São Paulo, Seattle und Singapur. In den Karten sind dann auch Gehwege, Zebrastreifen oder auch Fußgängerinseln erkennbar, um sich noch besser in den Städten zurechtzufinden.

A GIF of Google Maps that shows that the area near the Spanish Steps in Rome is busier than usual

Besonders interessant finde ich die neue Möglichkeit, direkt auf den ersten Blick auf die Karte erkennen zu können, welche Bereiche aktuell besonders gut besucht sind. Angezeigt wird die relative Belebtheit von Gebieten wie Stadtteile oder Viertel. So sehe ich zukünftig nicht mehr nur noch, ob ein Geschäft besonders stark besucht ist, wenn ich es aufsuchen will, sondern kann in Zeiten von Corona und dergleichen auch direkt vermeiden, besonders belebte Gegenden zu meiden.

A GIF that shows coffee spots in NYC in the morning, and dinner spots in the evening

Neuerdings soll die Karte in Google Maps auch etwas dynamischer funktionieren. So werden die wichtigsten Orte je nach Tages- und Reisezeit hervorgehoben. Morgens ist es dann also wahrscheinlicher, Cafés angezeigt zu bekommen als Steak-Restaurants und so weiter. Zudem wird nun beim Antippen einer Örtlichkeit direkt ein Schwung weiterer ähnlicher Orte in der Nähe angezeigt.

Wie Google mitteilt, sollen sämtliche neuen Features in den kommenden Monaten sowohl auf Android als auch auf iOS verteilt werden. Ausnahme sind hier die detaillierten Straßenkarten, die ja bis Ende dieses Jahres breiter erscheinen sollen.

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12 Kommentare

  1. Langweilige Features. Seit Jahren warte ich auf ein Feature, bei dem Google automatisch erkennt, welche Straßen gesperrt sind und wo neue eröffnet werden. Kann ja wohl nicht so schwer sein!

    Wenn ab einem Stichtag plötzlich hunderte Nutzer mit 100 km/h über einen Acker brausen, wird wohl eine Umfahrung eröffnet worden sein. Und wenn plötzlich an einer Stelle ALLE Autos eine Umleitung fahren und ein Streckenabschnitt überhaupt nicht mehr befahren wird, wird dort wohl eine Sperrung vorliegen. Kann man automatisch erfassen und Nutzer vor Ort um Bestätigung bitten. Sobald da wieder Autos lang fahren, könnte Google die Sperrung wieder löschen.

    DAS nenne ich maschinelles Lernen!

    • DAS nenne ich maschinelles Spekulieren.

    • naja neue Strassen musst du ja nur selber befahren -;) oder Strassen als gesperrt markieren. Hatte damit noch nie Probleme bzgl. Aktualisierung.

      • Wie soll man die denn markieren können?

        • Das ist unter „Beitragen“ -> „Karte bearbeiten“ -> Feedback geben.
          Sperrungen, neue Orte, geänderte Adressen etc. kann man dort eintragen. Habe ich auch schon gemacht aber in der Regel sind Andere schneller.

        • Unten in Google Maps auf „Beitragen“ tippen, dann oben links „Karte bearbeite“, hier „Straße hinzufügen oder korrigieren“ und dann „Straße gesperrt“ auswählen.

    • „…sondern kann in Zeiten von Corona und dergleichen auch direkt vermeiden, besonders belebte Gegenden zu meiden.“ Zu meiden->aufzusuchen.

    • Dass Google das nicht hinbekommt verstehe ich auch nicht. Bei uns ist seit Monaten (!) die Autobahnauffahrt gesperrt was einen großen Umweg zur Folge hat. Hat google aber immer noch nicht mitbekommen und will einen selbst Monate später immer noch beharrlich auf die gesperrte Auffahrt schicken.

  2. Endlich. Und ich dachte schon die Anzeige der aktuell erlaubten Höchstgeschwindigkeit kommt nie nach Deutschland 🙂

    Oh wait…

    • Peter Brülls says:

      Haben wir doch schon. Sind diese kleinen runden Schilder am Straßenrand. Schwarze Schrift auf weißem Grund, umgeben von einem roten Ring.

  3. Oh man.
    Mir wäre eigentlich eine Trennung in Navigation und Karten lieb. Wenn man navigiert ist die begrenzte Suche ziemlich mies. Warum muss das auch in eine App gepackt werden…

  4. Kann mir nicht vorstellen, wie das mit der eingeschränkten Auswahl bei Planungen funktionieren soll. Zumindest ich nutze Google Maps auch zu Zeiten an denen ich den Ort noch nicht erreichen will. Bspw. plane ich Wegzeiten oder Termine bei Ärzten abends. Neue Ärzte, die mir bisher unbekannt waren, bspw für meine Oma. Die ich auch nach Lage auswähle. Oder alle möglichen Orte, die bei Planung längst geschlossen sind. Da bin ich gespannt, aber nicht wirklich zuversichtlich…

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