Google in Russland im Visier der Kartellbehörden, muss Strafe für vorinstallierte Android-Apps zahlen

artikel google logoNicht nur in Europa muss sich Google den Argus-Augen der Europäischen Kommission stellen, auch in Russland haben es die Wettbewerbshüter auf den Konzern abgesehen. Dort soll Google seine Marktposition ausgenutzt haben, konkret geht es um vorinstallierte Apps auf Android-Smartphones. Der Fall wurde von Yandex, Googles russischer Konkurrenz ins Rollen gebracht und wird Google nun aller Voraussicht nach eine ordentliche Geldstrafe einbringen. 15 Prozent des Umsatzes in der betroffenen Region stehen als Strafe im Raum, der genaue Betrag soll am 28. September beziffert werden.

Um weitere Strafen zu vermeiden, muss Google zudem in Russland anders vorgehen, was die Bereitstellung von Apps angeht, darf Konkurrenz-Apps nicht mehr außen vor lassen. Andernfalls müsse Google mit weiteren Strafen rechnen. Google kommentierte dies bislang nicht, erklärte nur, dass man die Entscheidung analysieren werde. Yandex ist von der Entscheidung hingegen angetan und meint, dass diese den Wettbewerb wieder in den Markt zurückbringen wird.

Wird interessant zu sehen sein, wie Google in Russland nun vorgeht. Google lockerte bereits generell die Bestimmungen, welche Apps bei der Nutzung von Android vorinstalliert sein müssen, das dürfte für die russische Entscheidung aber nicht ausreichen, da die Suche und weitere Haupt-Apps von Google weiterhin vorhanden sein müssen.

(Quelle: Re/Code)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

10 Kommentare

  1. finde es bedenklich wie Staaten mit „Schein“ Prozessen Geld generieren. Jeder Hersteller kann Android ohne irgendwelche Google Apps anbieten, es ist Open Source.

  2. Rainer Zufall says:

    Es geht den Wettbewerbshütern ja darum, dass der Kunde entscheiden soll, was auf dem Handy kommt. Siehe den Browserstreit mir Microsoft. Soviel ich mal mitbekommen habe (http://www.areamobile.de/news/28893-android-google-zwingt-hersteller-zur-installation-von-20-eigenen-apps) schreibt Google bei zertifizierten Smartphones wohl einige Apps vor,

  3. Ich finde es richtig und wichtig das Google einige seiner Hauseigenen Apps onBoard hat.
    Auch andere Vorinstallierte Apps sind OK – solange ich sie deinstallieren kann!

  4. Warum wird Apple eigentlich nie belangt, wenn es und dieses Thema geht?
    MS wird verklagt weil der IE als standard browser vorinstalliert ist obwohl man sich jeder zeit einen beliebigen Browser herunterladen kann und ihn als System weiten standard einsetzen kann.
    Und bei IOS…
    Safari kann ersteinmal garnicht komplett ersätzt werden, dazu kommt noch dass man SW grundsätzlich nur aus dem Apple eigenen Store herunterladen kann.
    Die Browser die man aus diesem Store bekommt müssen erst von apple genehmigt werden und ihnen wird zum Teil sogar vorgeschrieben eine langsamere Renderengine zu verwenden!
    Wie um alles in der Welt kann man einem Unternehmen das durchgehen lassen?

  5. weil iOS halt einen viel zu tiefen Anteil hat, da kann man nicht mit Monopol argumentieren leider.

  6. Es ist lächerlich. Wenn der Hersteller sich für die Play Variante entscheidet sind halt Google Apps dabei und die Nutzer erwarten dies ja auch. Die meisten lassen sich auch problemlos deinstallieren und die gewünschte Alternative beziehen. Alles in der Hand des Kunden…

  7. @simons
    Weil Apple sein eigener Gerätehersteller ist und es keine anderen Hersteller gibt.
    Was bei Android Smartphones und PCś nicht der Fall ist.

  8. Daniel Gleich says:

    Wenn man selbst nix auf die reihe bekommt wird halt der Gegenspieler verklagt…

  9. Finde ich Blödsinn, da „bei der Nutzung von Android“ erst mal überhaupt keine Google-Apps vorinstalliert sein müssen, siehe zB Amazon Fire-Geräte.