Google Cardboard: Virtual Reality im Eigenbau oder als Bausatz

Ich möchte nicht so weit gehen, Google Cardboard als Highlight der I/O Keynote zu bezeichnen, aber für den Geek in Euch ist es sicher genau das Richtige. Eine Virtual Reality Brille, die man selbst zusammenbaut, das Smartphone oder Tablet als Display nutzt. Natürlich benötigt man einige Materialien dafür, die man teils vielleicht sogar zu Hause herumliegen hat, teils aber eben auch nicht. Um die einzelnen Bauteile zu bekommen, muss man ein bisschen suchen, wer ein Komplett-Paket möchte, kann dies aber auch bestellen.

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Die Anleitung zum Zusammenbau eines eigenen Cardboard-Devices ist direkt bei Google verfügbar. Neben herkömmlichen Bastelmaterialien wie Schere und Kleber benötigt man Pappe, Linsen, Magnete, Klettband, Gummiband und optional einen NFC-Tag. Die Linsen, die Google verwendet, stammen von Durovis. Carsten hatte die VR-Brille von Durovis schon einmal ausprobiert.

Wer die Materialien nicht selbst zusammensuchen möchte, kann sich auch ein Bastel-Kit bestellen. Dieses stammt allerdings nicht von Google, sondern von einem Shop in Amerika, der die Einzelteile zusammenstellt. Leider ist der Preis für Deutschland wesentlich höher, als das Bastel-Kit auf den ersten Blick scheint. Dieses gibt es bereits ab 19,95 US-Dollar (ohne NFC-Tag, mit 24,95). Das Set mit NFC-Tag kostet im Endeffekt für deutsche Kunden 53,44 US-Dollar, wobei hier auch noch Einfuhrgebühren hinzukommen können. Das Set findet Ihr hier.

Google_Cardboard_02

Hat man Cardboard fertig zusammengebaut, kann man sein Smartphone darin platzieren und verschiedene Anwendungen nutzen. Hierfür stellt Google eine App bereit, die Cardboard App. Mit der App kann man dann Google Earth, YouTube Videos oder auch Photospheres über die VR-Brille betrachten. Witzige Geschichte, wenn auch noch in einem experimentellen Stadium. Da sich Google der Sache angenommen hat, wird es sicher bald mehr Apps geben, die damit nutzbar sind, was natürlich auch der Durovis Dive zu einem Aufschwung verhelfen könnte.

Und, werdet Ihr Euch eine VR-Brille aus Pappe basteln?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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23 Kommentare

  1. Coole Sache. Genau genommen ist die Oculus Rift auch nichts anderes. 🙂

  2. Wäre ja wirklich geil wenn sich sowas irgendwann mit dem PC (zum zocken 🙂 ) koppeln ließe. Bewegungssensoren etc sind ja auch bereits alles im Smartphone vorhanden.
    Virtual Reality Brillen für jedermann 😀 *träum*

  3. Ich habe das schon vor Monaten mit meinem so aus Pappe in einem Ferienprojekt selbst gebaut. Sieht zwar nicht so perfekt aus, aber bisher waren alle begeistert.

  4. „Jedes“ Gerät oder nur jedes Android-Gerät? Sowas habe ich nur noch als Tablet und das wird etwas groß. Gibt es eine iOS unterstützung oder soll eine kommen?

  5. 54 Dollar für ein Stück Pappe und zwei Linisen? Hamse die noch alle?

  6. *Gähn* Armseliges Plagiat von Google.

    Gibt es bereits seit längerm: http://www.refugio3d.net/refugio-3d/

  7. Bei dem Preis kann man nur hoffe, dass meine chinesischen Freunde recht schnell auf den Zug aufspringen und das ganze mal zu einem realitätsnäherem Preis verticken.
    Bei Pressy hatts ja auch geklappt.

  8. @Thomas: Man sollte bei dem deutschen Preis sehen, dass es hier offiziell nicht verfügbar ist. Der US Preist sind 20 Dollar, das finde ich schon okay.

  9. Keine Sorge, da wird’s schon in Kürze auch Deutsche Anbieter geben, bin ich sicher. Und der Preis liegt dann auch schnell bei angemessenen 10€ sobald’s Konkurrenz gibt.
    Und wenn ich’s selbst organisiere und bei DaWanda anbiete

  10. Ich finde das eine coole Idee, Plagiat hin oder her.
    Ich habe mir meine trotzdem hier http://www.refugio3d.net bestellt. Für knapp 20€ zum selber zusammenbauen oder nicht ganz 30€ fertig zusammengebaut.

  11. Für das iPhone gibt es ja die Apps von Durovis – also können auch die Apple-Mäkler testen.

    Kleiner Hinweis für die, die wie ich eine Durovis Dive (oder eine Refugio) haben: Die Cardboard-App setzt voraus das man dem Handy ein Zeichen gibt um Aktionen zu machen – entweder per Touchscreen-Berührung, oder über den „Schalter“ links an der Cardboard-Brille. Der ist aber nichts anderes als ein Magnet – also muß man nur über die Oberseite des Handys mit einem Magneten streichen, dann klappt’s auch problemlos mit der Dive-Brille!

  12. @Juergen: Magnet?! *grusel*

    Um Juergens Beitrag mal ein bischen zu entschärfen:
    Um unabsichtliche Schäden am Smartphone zu vermeiden, sollte man ein SEHR SCHWACHEN Magneten nehmen. Also bitte nicht mit einem Neodym-Magneten o. ä. in die Nähe von speichertragenden Geräten kommen – das kann nicht gutgehen! Ansonsten verwandelt sich das Smartphone sehr schnell in einen teuren Briefbeschwerer ^^

    • @joerghh: Das ist doch keine alte Festplatte oder Diskette mit magnetischer Aufzeichnung mehr. 😉

      Oder hast Du eine belastbare Quelle, dass Smartphones oder Flash-Speicher von normalen statischen Magnetfeldern gelöscht werden?

  13. @joerghh Du wirst lachen, Google empfiehlt unter https://gweb-cardboard.appspot.com/#hardware tatsächlich einen Neodym-Magneten.

    Da aber heutzutage nur noch Apple Festplatten in Mobilgeräten verbaut ist das ja kein Problem 🙂

  14. @Sascha: Wie kommt ihr denn auf die 54€ für dt. Kunden? Nur aus Interesse…

  15. Sascha Ostermaier says:

    @j: Steuern + Versand. Sind heute 10 Dollar weniger („nur noch“ 10 Dollar Versand, gestern waren es 20). Und es sind 54 Dollar, nicht Euro.

  16. Ich habe gefunden wo kann mann die alle Komponenten kaufen. Frei Lieferung.
    http://pcardboard.com/

  17. Auf einem Note 10.1 testweise installiert, sind die beiden Bilder IMMER um 90° gegen den Uhrzeigersinn verdreht. Das lässt sich auch durch Kalibrieren des Compass, der scheinbar gar nicht genutzt wird (wohl auch wegen dem Magneten im Google Cardboard-Aufbau), nicht ändern.
    Hat da jemand einen Tipp, wie ich alle Sensoren kontrollieren und kalibrieren kann?
    Es gibt wohl einen Telefoncode, aber das Ding hat ja keine Telefon-Funktion…

    Die Ausrichtung auf dem „Desktop“, in der Appliste etc. ist aber nach drehen korrekt.
    Aber ist der Gyro überhaupt dafür zuständig? Oder doch nur ein simpler Lagesensor.
    Kann man beim Note 10.1 bzw. generell auch irgendwo den Gyro kalibrieren?
    Auch die Achterbahn-App von oder für Durovis ist um 90° nach links verdreht.

    Noch etwas bei der Google-App. Street-View wird in Vollbild dargestellt, während die Chicago-Ansicht, Paris etc. so klein unten in der Mitte dargestellt werden, dass man es tatsächlich mit Linsen darüber betrachten könnte. Halte ich mir zwei 30mm-Linsen mit ~52mm Brennpunkt (Technikkasten) vor die Augen und sehe darauf, wird ein Bild daraus.
    Von der Einfach-HD-Auflösung bliebe gerade bei dem kleinen Ausschnitt natürlich nur sehr wenig übrig.
    Wer sich also einbildet, dass ein 7″ oder 8″-Tablet besser ist als ein z.B. 5,7″-Smartphone (Note 3), der verschlechtert sich nur das Bild. Die Augen haben einen bestimmten Abstand, und in dem müssen die Linsen auch sitzen. Perfekt für 6m Augenabstand (Pupille zu Pupille) wäre 5,5″.
    Wenn man aber einmal den Abstand in einer App anpassen könnte sind zumindest etwas mehr kein Problem.

  18. SchnäppchenJaeger says:

    ich kann mich nur anschließen. Tolles teil! Tipp: Wenn ihr nicht lange warten wollt, ich habe das Cardboard hier für 12€ gefunden aus Deutschland: http://www.cardboard3dbrille.de/card

  19. guckt mal bei pearl.de
    heute ist meine brille angekommen… aus kunstoff für 20 euro…
    und bei pearl gibt es auch nen 5er set nfc-sticker zur freien programmierung ab ca 6 euro.
    ich werd mir die brille noch ein wenig modifizieren, damit auch die cam ihre funktion finden kann (die brille hat keine öffnung für die cam und auch keine schalterfunktion)…

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