Glosse am Sonntag: Das Dilemma mit Android

Vorab sei gesagt: ich bin großer Android-Fan, ich selber habe noch nie ein iPhone besessen. Ich habe ein iPhone maximal 5 Minuten in der Hand gehalten. Vor Android gab es bei mir normale Handys, bevorzugt Nokia und Sony-Ericsson. Mobil ging es mit dem Netbook ins Netz. Nun hat sich in der letzten Zeit allerdings viel geändert. Der mobile Traffic ist explodiert. Jeder ist immer und überall online.

Problem Betriebssystem

Mittlerweile gibt es Tausende von Handys, die auf Android-Basis laufen. Telekom, o2, Vodafone & Co drücken diesen Geräten aber leider oftmals den eigenen Stempel auf. Branding nennt man dies. Oftmals werden unter dem Deckmantel der Qualitätsprüfung nützliche Dinge aus der Ur-Version von Android entfernt oder angepasst. Des Weiteren versucht der Anbieter natürlich dem Gerät seinen Stempel aufzudrücken und den Kunden an sich zu binden. Der Branding-Anbieter ist natürlich in der Bredouille: er muss checken ob er seinen Kunden ein Update überhaupt anbieten kann. Alles mit Kosten verbunden.

Hier sehe ich die Gefahr. Mittlerweile langweilt es mich in den Blogs immer folgendes zu lesen: Update für Hersteller XYZ auf Android Version 2.x. Kennt ihr das? Nervig. So hat zum Beispiel der Kollege mit einem baugleichen HTC Desire (dieses Beispiel bringe ich an weil ich es besitze) seine Android 2.2 Version später als ich. Warum? Weil er vielleicht bei der Telekom ist und ich bei o2. Wahrhaft schrottig meiner Meinung nach.

Ich zitiere mal (gekürzt) meinen Kollegen Frank von m4gic (den ganzen Artikel geht ihr einfach bei ihm lesen):

Die Ursache für dieses Chaos ist die Distribution von Google Android zum jeweiligen Smartphone. Ähnlich wie Windows (natürlich im Bereich PC) muss Google Android auf höchst unterschiedlichen Smartphones verschiedener Hersteller funktionieren und dafür eigens von diesen angepasst werden.

Daraus ergibt sich, dass zunächst Google ein Update, momentan auf Google Android 2.2 Froyo, freigeben muss. Im zweiten Schritt muss sich dann ein Hersteller wie HTC oder Motorola überlegen, ob es überhaupt noch ein Update für das jeweilige Smartphone (Hero oder Milestone) geben soll und Google Android dann entsprechend anpassen. In einem dritten Schritt muss dann zum Teil das Update noch vom jeweiligen Provider freigegeben werden, der zuvor in der Regel aber auch noch einiges verändern will/muss.

Jetzt werden sicherlich Argumente kommen wie: „Besorge dir das Android 2.2 ROM und aktualisiere dein Gerät selber“. Klasse Totschlag-Argumentation. Rechnet einmal die Benutzerzahl von Leuten, die Bock darauf haben bzw. das Wissen besitzen, gegen die, die normale Anwender sind. Und auch der normale Anwender möchte vielleicht ein aktuelles System.

Problem Apps

Es ist ein Horror. Oftmals habe ich das Gefühl dass die Hersteller schnell, schnell ihre Geräte verkaufen wollen – diese im Nachhinein aber nicht mit Updates pflegen sollen. So habe ich vielleicht nach einem knappen Jahr ein technisch zwar halbwegs aktuelles Gerät – aber keine Möglichkeit das aktuelle Betriebssystem zu nutzen. Und eben ohne jenes aktuelle Betriebssystem kann ich unter Umständen auch nicht neue und interessante Apps nutzen.

Der Google Android Market ist ein furchtbar unübersichtliches Konstrukt. Ich zahle gerne für gute Apps (mache ich beim iPad ja auch) – aber im Android Market fällt es mir immer schwer, Perlen zu finden. Warum gibt es die besseren Apps eigentlich nur für das iPhone? Weil die Entwickler wissen, dass iPhone-Besitzer mehr Kohle haben, zu doof zum jailbreaken sind und somit einfache Beute? Oder weil man vielleicht weiss, dass man eine einheitliche Plattform (das iPhone) hat welches eben nicht in 1000 Versionen daher kommt?

Des Weiteren haben Provider und Hersteller schon lange andere Pläne in der Schublade: eigene App-Stores. Warum dürfte klar sein: Kontrolle, Kundenbindung und natürlich: Geld. Apps machen ein Gerät erst schön. Was nützt mir das tollste Gerät, wenn ich nichts zum Benutzen habe? Und hier komme ich zum nächsten Punkt.

Thema Tablets

Auch hier wird es nicht anders sein. Tausend Geräte. 1000 Anbieter. 1000 Android Versionen. Ihr dürft mir glauben: währen China-Tablets soooo geil, dann würde ich eines besitzen. Stattdessen werden kuriose Geräte ohne Market-Anbindung angeboten die teilweise noch auf Android 1.6 laufen – natürlich ohne Möglichkeit auf das begehrte Android 2.2 zu kommen.

Ja, der gesamte Beitrag ist Meckerei. Ähnliches könnte ich wahrscheinlich über Microsoft oder Apple schreiben. Aber dort habe ich wenigstens die Möglichkeit, neue System zu kaufen. Die Nutzzeit von Hardware ist bei normalen Kisten logischerweise anders zu bewerten – oftmals kann ich aufrüsten, was bei Handys oder Tablets logischerweise aber schlecht geht.

Weihnachten wird uns eine Welle von Tablets überfluten. China Tablets werden dann nicht mehr so das Thema sein, dicke Fische wie Samsung, LG & Co werden versuchen unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen. Doch auch deren Preise sind im Bereich eines Net- / Notebooks zu suchen. Wer der Meinung ist, von einem großen Hersteller ein 7″ – 10″-Gerät für unter 200 Euro erhalten zu können wird sicherlich enttäuscht.

Auch diese Geräte werden in höheren Preisklassen zu finden sein. 399,-, 499,- sicherlich. Es sei denn, sie sind subventioniert. Dann gibt es Tablets mit Mobilfunkvertrag. Schon einmal Preise von aktuellen Android-Handys angeschaut? Die interessanten gehen auch erst ab 300 Euro los – nach oben bis locker 500 Euro.


(Bildquelle: TechCrunch. Fanboyism: When Expression meets Desperation)

Die Lösung

Nein, eine Lösung habe ich leider nicht. Ich bin kein Marktstratege, Entwickler oder sonst etwas – noch kenne ich die Beweggründe von Google oder den Herstellern. Ich bin ein einfacher Anwender – wie die meisten hier. Ich gebe gerne gutes Geld für gute Hardware und Apps aus – möchte aber logischerweise lange Freude an den Geräten habe. Zeit ist Geld und sowohl erstes und zweites habe ich nicht. Ich möchte nicht stundenlang lesen und inoffizielle Wege gehen müssen.

Wünsche

Wer keine Lösung kennt der wird schwer Wünsche äußern können.

Wünsche an Provider: gängelt eure Kunden bitte nicht. Bei guten Angeboten und fairen Tarifen werden wir euch sicherlich treu bleiben. Wir erhalten im Gegenzug zeitnah aktuelle Betriebssysteme und haben keinerlei Schwierigkeiten euch weiterhin ruhigen Gewissens zu empfehlen.

Wünsche an die Hersteller: Seid offen. Zwingt uns nicht, eure eigenen Basteleien nutzen zu müssen. Denkt an Bestandskunden. Versucht bitte, auch ältere Geräte zu supporten und weiter zu entwickeln. Nehmt euch die Berliner von AVM als Beispiel. Die Router (bzw. die Firmware) wird oft weiter entwickelt – die Jungs tun was.

Wünsche an Google: Macht aus dem Android Market ein Erlebnis. Die Trennung Tablet / Smartphone App wird logischerweise eh kommen müssen. Smartphone-Displays sind ja ein wenig anders als Tablets, die HD-Inhalt darstellen können. Obwohl Apple sehr restriktiv ist, halte ich deren AppStore für den momentan besten am Markt.

Ist dieser Beitrag eine wissenschaftliche Abhandlung? Nein, 100% Meinung ohne großes Hintergrundwissen in marktwirtschaftliche Prozessen usw.) nach wenigen Kaffee – von jemanden, der viel Geld für technisches Spielzeug (gerne) ausgibt. Ich habe mir keine Stichpunkte gemacht sondern einfach drauf los geschrieben. Ich könnte sagen: mir doch egal, ich kaufe mir eh alle 6 Monate ein neues Handy und bin so auf aktuellem Stand – aber die Masse handelt sicherlich anders.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

57 Kommentare

  1. Das Problem mit dem Android 2.2 Update ist bei mir selber gerade auch sehr aktuell. Mein Provider hat das Update noch nicht freigegeben. Nun ist die Frage, was ich machen soll. Warten oder Custom-Rom.

    Bezüglich market: Auf der einen Seite finde ich die Freiheiten im Android market super auf der anderen Seite ist es aber nicht immer leicht eine passende App zu finden. Leider taugen viele der verfügbaren Apps nichts oder werden nicht weiterentwickelt.

    Was die Updates und den Market angeht haben Google, die Hersteller sowie auch die Provider auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf.

  2. Hi Caschy, ich besitze ein Android und ein Iphone, habe beide also im direktem Vergleich. Wie Du schon angesprochen hast, finde ich den Android Market absolut katastrophal was die Suche und die Qualität der Apps anbelangt. Hier hat Apple die Nase um längen vorneweg. Sollte ich mich für ein System entscheiden müssen, würde ich das Iphone behalten. Hier sollte und muss Google unbedingt nachziehen. Schönen Sonntag, Peter

  3. Selbst beim i[Name] flucht man als Entwickler: 3 Phones (3,3GS,4), iPad, iPod Touch (ab September wahrscheinlich noch ein Touch), dazu verschiedene OS-Version. Alles will bedient werden und verhält sich leicht unterschiedlich. Im Prinzip ist es für Android tödlich, dass der Markt so sehr segmentiert ist. Der Nerd wird sich eher einarbeiten, aber der „normale User“ [TM] und damit der Markt der Geld bringt? Wohl kaum. Ich meine auch Google wird bei der Entwicklung etwas auf die Bremse treten müssen, damit alle wieder auf einen Stand kommen und sich die Situation etwas vereinheitlicht. Sonst werden sowohl User, als auch Entwickler langsam abspringen und sich andere Märkte suchen.

  4. Tja, Du hast recht. Ich frickele auch gerne mit meinem Android-Gerät rum, aber das System hat viele Ecken und Kanten. Google versucht wohl, mit den nächsten Versionen dem Distributionschaos ein wenig Einhalt zu gebieten, vielleicht auch durch Modularisierung der Anwendungen, der hardwarespezifische Teil bleibt aber (natürlich) in der Verantwortung der Hersteller. Die selbstgebauten Oberflächen sollen ja in Zukunft der Vergangenheit angehören.

    Insbesondere der Market ist aber wirklich eine Katastrophe. Keine Qualitätskontrolle, Währungschaos, unorganisiert, nicht überall erreichbar, Kopierschutzmechanismen werden jetzt erst langsam eingeführt (und sind unglücklich implementiert). Ne, da enttäuscht Google wirklich. Und das ist ein echtes Problem, denn die Applikationen sind das spannende, mit denen ich ein solches Gerät zu einem nützlichen Werkzeug machen kann. Und auch für Entwickler ist das wenig ansprechend.

    Im Bereich 200-300 Euro gibt es auch schon ganz ordentliche Android-Geräte.

  5. 100% agree!! Habe selbst ein HTC Tattoo und bin noch auf Version 1.6 und ich glaube ich muss wenn ich 2.2 haben möchte mir ein neues Handy kaufen! Ist das der Sinn? Aus Wirtschaftlicher Sicht schon! aus logischer? Eher nicht!

  6. nippelnuckler says:

    die oben genannten inkompatibilitäten sind der grund wieso ich bisher immer einen grossen bogen um android machte… da lobe ich mir den durchdachten apple appstore. ich nutze den appstore und bis vor kurzem auch den ovi-store auf meinem nokia touchhandy, ein graus was für grottige apps es dort gibt, die preise erstrecht und ne prepaidzahlungsmöglichkeit gibts auch nicht… und: seit 6 jahren kaufe ich keine gebrandeten handys mehr, kann nicht verstehen wieso man sich so etwas freiwillig antut

  7. In vielen der hier angesprochenen Punkten, kann ich dir zustimmen!

    Allerdings nicht in allen:
    – Market: Der ist zwar wirklich schlecht programmiert, aber hat nicht die Einschränkungen des AppStores. Ich denke, wenn Google hier noch ein bisschen Arbeit reinstecken würde, würde man hier auch beim Stöbern interessante Apps finden, ohne die Einschränkungen vom AppStore zu übernehmen. Sollte für Google ja eig nicht das Problem sein, schließlich kann die Google-Suche ja auch nach Relevanz und meist auch Qualität gut unterscheiden.

    – Vielzahl der Geräte auf denen Android läuft: In deiner Darstellung wirkt das wie ein Nachteil. Ich empfinde dies als großen Vorteil, da so verscheiedene Geräte auf den Markt kommen, von denen ich mir dann das aussuchen kann das zu mir und meinem Geldbeutel passt. Das man, dadurch bedingt, später Updates bekommt ist hinnehmbar. Einzig und allein was die Netzbetreiber bei den gebrandeten Geräten anstellen ist unbegreiflich, vorallem bei Vodafone.

    – Tablets: Ich bin sehr kritisch gegen Android-Tablets und auch dem iPad eingestellt. So haben einige Tablets doch die Größe und die Leistung, das darauf normale PC-Programme laufen würde. Aber diese kann man nicht nutzen da Android bzw iOS darauf läuft. Daher finde ich den Weg, den man beim WeTab gegangen ist, wesentlich besser. Normales Linux, das man für das Tablet anpasst, auf dem aber auch normale Linux-Programme laufen. Wäre schön wenn auch andere Hersteller diesen Weg gehen würden.

  8. Oh man. Der. Vorteil von android ist doch das man alles customisieren kann. Und nicht der apple einheitsbrei. Der market ist auch gut. Wo ist er den nicht erreichbar? Einzig die bezahlung könnte besser gelöst sein. Hallo gehts noch? Kopierschutz in apps?

  9. Mir, als nicht ganz normaler Endkunde, ist völlig egal, welche Version ich auf meinem Androiden habe, solange die Möhre funktioniert.
    Und das tut sie – HTCmagic @ 1.6 – wunderbar.

    Sicherlich würde ich auch gerne 2.1 oder 2.2 haben wollen – das aber nur, weil ich Bock drauf hab, nicht, weil das Gerät nicht funzt.

    Der normale PC-Kunde kauft sich ja auch nicht ständig ne neue Windows-Version, nur weil es ne neue gibt. Nein, der gemeine Endnutzer patcht ja noch nichtmal regelmäßig sein System.

    Warum den Anbietern also nicht einfach die Zeit geben, die sie brauchen und geduldig sein.
    Bisher liefen die Geräte doch alle mit der entsprechenden Firmware fehlerfrei.

    Ach… und wer meint, dass es nicht angehen kann, dass auf nem älteren Handy die modernste Firmware nicht funzt, der kann ja mal auf nen DX66 mit 8mb Grafik-Karte Windows 7 installieren – na, fällt was auf?

    Ich find das Firmware-Upgrade-Geschreihe sowas von nervig und werde das Gefühl nicht los, dass es letztendlich einfach nur auf einen Schwa**-Vergleich hinausläuft:
    „Eh guck ma… 2.2… Du auch?“
    -„Nee, ich noch 1.6“
    „Haha, scheiss Gerät!“

    Bzgl. der Gerätevielfalt kann ich dem Kommentator nur zustimmen, der dies als positiv ausgelegt hat:
    Es gibt HighEnd-Geräte und Einsteigermodelle. Wenn das mal nicht praktisch ist 🙂

    Der Market ist so ne Sache – zugegeben – aber bald kommt PayPal und alles wird gut 🙂

    Zu den Pads wurde bereits alles gesagt.
    Meine persönliche Meinung dazu: braucht kein Schwein!

    Meine Meinung 🙂

  10. Spitzenmodelle wie HTC Desire oder Nexus One nicht beim Provider kaufen und schon hat man recht früh das Update. Man muss als Konsument auch mal zeigen, dass man kein Bock auf die Gängelei hat. Schließlich sind die Geräte praktisch Alleinstellungsmerkmal eines Providers, die Verträge sind nur noch Beiwerk…

    Dieser ganze Quatsch, dass man die Firmware für die Netzwerke testen muss, Bullshit! Was ist denn mit den ganzen Nutzern mit Nicht-Provider-Geräten, alle ohne Netz???

  11. Genau deswegen werde ich mir solange das mit dem Update nicht vernünftig geregelt ist kein Android Smartphone kaufen.
    Ich bleibe da lieber bei meinem alten Nokia 6300. Da ich sowieso nur Telefoniere und SMS schreibe reicht das mir vollkommen.

  12. Das Problem mit den Apps wäre wesentlich geringer, wenn die App-Entwickler sich mehr auf auf HTML5-Standards basierenden Web-Apps konzentrieren würden, anstatt zu versuchen sich den Restriktionen der jeweiligen Handy-Betriebssysteme zu unterwerfen…

  13. Ein Bekannter kann eine App nicht kaufen, weil er im Ausland wohnt. Die Anzahl der Länder, in denen man Apps kaufen kann, ist ja … leicht beschränkt. Apps werden mir in US-$, Yen und Pfund angezeigt, obwohl ich in Euro bezahlen würde. Aber eine Umrechnung gibt es nicht, es wird die Währung des Entwicklers angezeigt. Wenn ich die App kaufe, gilt der Kreditkarteneinsatz, die noch einzige Bezahlmöglichkeit, als Auslandseinsatz. Auf Kommentare kann der Entwickler nicht reagieren.

    Müll. Unfertig. Nicht mal Beta. Sonst baut Google tolle Sachen, aber hier hat die Qualitätskontrolle komplett versagt. Oder es waren nur irgendwelche ideologischen Spinner am Werke, die nicht davon ausgingen (oder es sogar aktiv nicht wollten), dass mit so einem System auch Geld verdient wird.

    Die Raubkopierquote bei Android-Apps ist extrem hoch (was natürlich auch daran liegt, dass in bestimmten Ländern und ganzen Kontinenten wie Lateinamerika keine Apps erhältlich sind). Das mag man, wenn man selber klaut, vielleicht nicht als so schlimm empfinden. Wenn man überlegt, selber für das System zu veröffentlichen (und von seiner Arbeit leben zu wollen), ist das allerdings ein Problem. Der jetzt vorgestellte Lizenzierungsserver ist ein guter Schritt, hat allerdings immer noch ziemliche Macken – und hätte auch von Anfang an eingeplant sein müssen.

  14. Ein wirklich lesenswerter Artikel, der dir da gelungen ist. Ich denke auch, dass beide Systeme – also sowohl der restriktive Apple AppStore, als auch der Android Market – ihre Vorteile haben. Übersichtlichkeit und Qualitätskontrolle auf der einen Seite, mehr Vielfalt und vor allem keine Restriktionen bei bestimmten Inhalten auf der anderen Seite. Beides ließe sich noch optimieren, auf beiden Seiten.

    Die Problematik mit den verschiedenen Android-Versionen und evtl. Inkompatibilitäten kann ich nicht nachvollziehen, weil ich kein Android-Gerät besitze, kann aber deinen Ärger über so eine unnötige Gängelei nachvollziehen.

  15. Klasse Beitrag. Bin voll und ganz deiner Meinung

  16. aus solchen Gründen hab ich mich letzte Woche (leider) gegen einen Androiden entschieden und mir ein iPhone 4 bestellt. Die offene Welt des Android hätte mich sehr interessiert, aber es ist an der Inkompatibilität bei den Apps und auch Befürchtungen was die Qualität der Hardware angeht gescheitert. Ich muss aber gestehen, dass ich noch nie wirklich mit einem Androiden gearbeitet habe sondern nur paar Mal geschnuppert habe. Mit dem iPhone 3GS hab ich hingegen öfters mal gespielt.

    Falls wer Interesse hat sich bei Dropbox (2GB freier Webspeicher) zu registrieren:
    http://www.dropbox.com/referrals/NTUwNzAyMDI5 Danke ^^

  17. > Ach… und wer meint, dass es nicht angehen kann,
    > dass auf nem älteren Handy die modernste Firmware
    > nicht funzt, der kann ja mal auf nen DX66 mit 8mb
    > Grafik-Karte Windows 7 installieren – na, fällt was
    > auf?

    Naja… das wäre ja eine 20 Jahre alte Plattform. Wenn z.B. für mein Milestone in Q4 Android 2.2 erscheint, wird das wohl die letzte Version sein, die Motorola fürs Milestone anpaßt. Das Gerät ist dann gerade mal ein Jahr alt. Spricht nicht gerade für die Werthaltigkeit von Motorola-Geräten, sollte man meinen.

    Mir bleibt also nur die (bestenfalls vage) Hoffnung, daß Motorola wenigstens den Bootloader freigibt, damit freie Entwickler keine Hürden in den Weg gelegt werden. Glaube ich aber nicht wirklich dran, muß ich zugeben.

  18. Muss nippelnuckler zustimmen: Wer gebrandete Handys kauft, ist selber schuld. So kann man wenigstens „eine“ Anpassung vermeiden und kommt schneller an sein Update heran. Ich empfinde diese Anpasserei auch als pure Gängelei. Es geht bei neuen Betriebssystemversionen ja nicht darum, sie nur zu besitzen, sondern um die Freischaltung neuer Features, die das Anwenden angenehmer gestalten sollen.

  19. Ja beide Systeme haben ihre vor und Nachteile das Appel System ist mir ein graus man ist schon sehr begrenzt und würd geärgert das fängt bei ITunes und der eingebauten Spyware an.Positiv ist allerdings das alles passt Updates & Apps immer aus einem guss sind.
    Android ist frei und Interessant aber 100 Geräte 100 Versionen und 50 Provider die dazwichen fummeln.Da ist das Chaos Programm.

    Ob ein Gerät jetzt aber schlechter wird weils nach 6 Monaten noch immer mit der Selben Software läuft wohl nicht man hats ja auch mit der Software gekauft.Und wens einen fertig macht wen bekannter x 3 Monate vor mir Updaten kann hat man ein echtes Problem.Was diesen Punkt angeht halte ich Caschys ansicht für ziemlich Überzogen.Früher haben Handys,Betriebssysteme, und was weiss ich alles auch ohne Update auskommen müssen oder es gab Updates nur im Jahres abstand.Das man als Technisch interessierter Mensch UP do date sein will ok dan kauf dir alle 2 wochen was neues aber Updates bzw Upgrades also neue oder verbesserte Funktionen kann man nicht alle Nase lang erwarten.Sonst kauft ja keiner mehr neue Geräte sondern alle würden 5 Jahre alte Handys mit der von gestern oder in deinem Fall von nächster Woche betreiben.Den was Austattung , Auflösung , Displaygrösse und Co angeht da würd sich so schnell nichts grundlegendes ändern. Und das andere ist wohl ob es immer das beste ist die neuste Software auf älteren Geräten zu nutzen alleine von der Rechenleistung tut sich da doch einiges

  20. Hallo Caschy, „ich habe ein iPhone maximal 5 Minuten in der Hand gehalten“, passt igerndwie nicht zu Deinem Beitrag bei Notebooksbilliger.de (HTC Desire vs. iPhone 4), hmmmm…. 😉

  21. Hm… „Mobiltelefon“ (oder das deutsche „Handy“) sind in der Hinsicht irreführende Begriffe. Man sollte den schönen alten Begriff „PDA“ wieder aus der Mottenkiste holen. Denn das sind diese Geräte eher. Ich kann mit meinem Gerät auch telefonieren, das ist aber eine ziemlich nebensächliche Angelegenheit geworden. Die Dinger sind mobile Universalcomputer, dank Applikationen kann man sie sich auf seine Bedürfnisse zurechtschneidern.

    Und wie andere Universalcomputer auch leben sie sehr stark von der Software. Eine Nachkommastelle bei einer Version kann den Unterschied zwischen „extrem nützlich“ und „Briefbeschwerer“ ausmachen. Ich habe ein Telefon, für das es Android 2.1 gibt, das Telefon ist nicht von HTC. Außerdem habe ich eine (da facto) Datenflatrate über den Mobilfunkvertrag. In Android 2.2 gäbe es Wifi-Tethering, HTC-Geräte haben standardmäßig zumindest USB-Modem-Funktionalität. Grpmf. (Als Frickler habe ich mir natürlich eine Firmware installiert, in der das dann doch drin ist. DSL gekündigt, bin nur noch darüber im Netz.)

  22. Super Beitrag… Ich bin zwar nicht im Besitz eines solchen Gerätes aber möchte mir in Naher Zukunft mal so ein Tablet-Pc anschaffen.
    Deswegen finde ich gut das Du deine Erfahrungswerte (auch die vom HÖREN-SAGEN) hier preis gibst und somit nicht nur die Werbetrommel drehst!! Danke und jetzt weiß ich wenigstens worauf ich beim Kauf achten muß^^

  23. Wäre ja mal schön, wenn PayPal und Google auf einen Nenner kommen würden. Außerdem mal ehrlich – manchmal fühl ich mich wie in einem schlechten Pornoladen. Mehr „nackte“ Frauen als gute Apps im Market. Kontrolle sollte angezogen werden. Die Perlen gibt es aber dennoch und ich bereue keinen Tag, wo ich mich für Android und gegen Apple entschieden haben. Dieser Rohdiamant braucht halt nur ein wenig mehr Feinschliff.

  24. Ich verstehe die Kritik am Android Market nicht so ganz. Klar, überscihtlich ist das Ding halt nicht, aber wayne? Dieser Market ist für mich nichts anderes als eine schnelle Downloadplattform. Wer sich über die Programme informieren will bzw eines suchen will, kann unzählige anderer Dienste,Portale,Markets oder was auch immer im Netz kontaktieren. Das ist doch das schöne an Android.
    Dieses Market-Gelabere wird meiner Meinung nach völlig überbewertet.

    Warum muss es dazu immer 1 Anlaufstelle geben? Wenn ich mich über PC Software,Hardware oder was auch immer, informiere surf ich doch nicht auch nur einen shop im Internet an und informiere mich da – aber beim einem smartphone soll das so sein ??? Weil es bei Apple auch so ist oder was. Finde ich persönlich damlich und ziemlich geistig beschränkt.

  25. @Butzi: lies dir den Beitrag noch einmal da durch. Der Tester war nicht ICH 😉

  26. >Naja… das wäre ja eine 20 Jahre alte Plattform. Wenn z.B. für >mein Milestone in Q4 Android 2.2 erscheint, wird das wohl die >letzte Version sein, die Motorola fürs Milestone anpaßt. Das >Gerät ist dann gerade mal ein Jahr alt. Spricht nicht gerade >für die Werthaltigkeit von Motorola-Geräten, sollte man meinen.

    Stell mal die Entwicklungsschritte der CPU denen der Handys zum Smartphone gegenüber.
    Ich find schon, dass der Vergleich passt.

  27. Jeder ist immer und überall online? Das ist doch Käse. Das Gegenteil ist der Fall, ich bin froh mal nicht online sein zu müssen, dreht sich doch der Großteil meines Jobs um das Thema.

    Ich habe für mein Handy (iPhone 3GS) bewusst keinen Daten-Tarif gebucht, ich genieße es auch mal nicht online erreichbar zu sein. Wer was von mir will (und mich in meiner Freizeit stören darf) hat meine Handy-Nummer.

  28. Da muss ich dir aber widersprechen:
    „Selbst beim i[Name] flucht man als Entwickler: 3 Phones (3,3GS,4), iPad, iPod Touch (ab September wahrscheinlich noch ein Touch), dazu verschiedene OS-Version.“

    Das stimmt nicht… ich habe überhaupt keine iVersion-Probleme… und die meisten meiner Apps laufen sowohl auf meinem iPhone4 also auch auf meinem iPod touch (1. Gen). Nur wenn Sachen wie Kompass oder der Motion-Kram ovm iPhone4 ins Spiel kommt müssen Geräte „ausgegrenzt“ werden.

  29. ich finde dass android bzw. google ganz einfach oder auch unbewusst die linux/opensource mentalität in den market übernommen haben: es funktioniert schon irgendwie, basteln ist erwünscht (oder auch vorausgesetzt?) und aussehen muss es nicht so besonders…

  30. @stardust

    Und genau das kann man bei einem Endkundenprodukt nicht machen. Ich will doch als Entwickler nicht bei zig Märkte mit verschiedenen Vertragsbedingungen und Abrechnungsmodalitäten vertreten sein, nur damit die Nutzer mein Produkt finden und bezahlen können. Ach ja, und Kopierschutz dann noch mal obendrauf. Es halt wohl seine Gründe, warum das Konkurrenzprodukt in der Hinsicht erfolgreicher ist und man als Entwickler seine Umsätze dort macht. Naja, wenn man Erfolg als „dämlich und ziemlich geistig beschränkt“ bezeichnen will… ^^

  31. @Jens: nach der Logik hätte es nie einen freien PC Markt geben dürfen. Denn hier gibt es auch keine einheitlichen Systeme, keine einzelner Verkäufer für Soft. und Hardware und ja sogar unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten und stell dir vor es hat trotzdem geklappt. Nein, sogar genau deswegen.

  32. Der Handymarkt ist IMHO irgendwo da, wo der PC-Markt vor 20 Jahren war. Gerade auch was Software, Fragmentierung und Austauschbarkeit von Daten betrifft. Eigentlich war damals alles noch viel schlimmer als heute. Ein Handy kann 90% von dem, was ich damit machen will, schon ab Werk, und damit meine ich nicht telefonieren. Langfristig werden es wohl gerade die vielen verschiedenen Bildschirmauflösungen und Mobilgeräte sein, die die Cloud und Apps in der Cloud vorantreiben werden. Dafür braucht man „nur“ einen Browser. Der App-Käfig wie Apple ihn heute betreibt, wird sich nicht länger als ein paar Jahre halten.

  33. Softwareverkauf (abgesehen von kundenspezifischen Entwicklungen) hat erst mit der Entwicklung einheitlicher Systeme abgehoben. Selbst die fünf, sechs Endkundensysteme der späten Achtziger waren ein Entwicklungshindernis. Es ist gut, ich bin dankbar, dass sich das auf zwei (auf Desktopsysteme bezogen) reduziert hat.

    Software, gerade in der Größe von Handyapplikationen, lässt sich hervorragend via Download verkaufen. Das ist eine Distributionsform, die es vor ein paar Jahren schlicht noch nicht gab. Und da gibt es dann natürlich Konzentrationsprozesse, Stichwort: economies of scale. Es lohnt sich für den Kunden nicht, auf den kleinen Plattformen zu suchen (wieviel Aufwand soll man denn treiben für eine Applikation auf dem Handy?); es lohnt sich für den Entwickler nicht, auf den kleinen Plattformen vertreten zu sein (zusätzliche Registrierung, Geschäftsbedingung, Rückgabe, Präsentation, Aktualisierung… für ein paar Euro mehr Umsatz). Im Bereich downloadbarer Produkte (damit meine ich auch: Bücher) wird es eine Konzentration auf wenige Anbieterplattformen geben. Dieses Geschäftsmodell des Marktes ist produktbedingt ein recht neues, lässt aber wenig Raum für „virtuelle unabhängige Softwareklitschen“, wie es sie real noch in den Neunzigern gab.

    Bei uniformen Produkten gleichen Preises ist das nichts ungewöhnliches. Wessen Bücher nicht bei Amazon gelistet sind, der bedient einen Nischenmarkt.
    Stichwort Spieledownload: Steam. Auktionen: Ebay. Es lohnt nicht, den Aufwand zu betreiben, die paar Pseudoanzeigen bei der Konkurrenz durchzusuchen, auch wenn da mal ein Schnäppchen dabei ist oder in einzelnen Punkten bessere Geschäftsbedingungen.

    Hardware ist ein komplett anderes Geschäft.

  34. keine-ahnung says:

    Sorry, caschy, aber du kaufst dir ein Desire für 200€uro und erwartest, dass du gleich behandelt wirst wie die anderen, die es Unlocked/Unbranded kaufen?

    Das gleiche mit Flattr. Du reklamierst dass du „nur“ 16€uro verdient hast. Es gibt Leute, die haben Freude an einem harten und Schimmligen Brot. Dann lässt man sich noch einen vServer sponsoren, obwohl man mit diesen Werbeeinnahmen 5 Dedicated Server kaufen kann.

    Du bist echt abgehoben in der letzten Zeit. Hoffentlich ändert sich das wieder….

  35. Hat sich einer von euch eigentlich schon mal mit webOS beschäftigt? Ich finde das OS ist genial zu bedienen und hat enorm viel Potential – nur eine wirklich gute Hardware fehlt (wobei für meine Ansprüche das Pixi ausreicht). Apps finde ich generell überbewertet – ich hatte lange Zeit nen iPod Touch – aber fast alles ist nach kurzer Zeit wieder runter geflogen…
    Und mit für webOS lassen sich super schnell Apps selbst schreiben.

    Caschy, wenn es HP (oder Palm) hinbekommt, und dieses Jahr noch eine neue stark verbesserte Hardware rauskommt und webOS 2.0 das hält was versprochen wurde, dann probier es doch mal aus!

  36. @keine Ahnung: hättest du Eier, dann würdest du hier regulär kommentieren – du scheinst mich ja zu kennen. Zum Rest: Bullshit, was hat das eine mit dem anderen und der Thematik zu tun? Zum Server-Sponsoring: Jau, für den Sponsorbanner könnte ich mir wahrscheinlich – gemessen am TKP – mindestens 2 holen. Dein Vergleich hinkt also. Ich rieche Neid. Was denkst du, verdiene ich hier? Gehe ich nebenher nur zum Spaß arbeiten? *lach*

    @puh:
    Die Provider wurden von mir zufällig genannt. Die Telekom ist da mit am schlimmsten.

  37. @keine-ahnung:

    Dein Anzeige-Name passt perfekt zu deiner Aussage.

    Dir ist auf jeden Fall nicht bewusst, wie viel Zeit und Nerven Carsten hier in diesen Blog investiert.

    Da sind diese Einnahmen auf jeden Fall mehr wie nur gerechtfertigt!

    @Carsten: Mach weiter so wie du bist. Dein Blog ist super! 🙂

  38. keine-ahnung says:

    Klar macht @caschy hier vieles für den Blog.

    Das mit dem Flattr kommt aber so rüber wie „auf die 16€uro pro Monat scheisse ich, ist mir viel zu wenig“.

    Dass aber ein Mensch in Afrika mit 16€uro ein paar Tage leben könnte, daran denkt niemand. Und nein, ich bin nicht neidisch.

    Ich denke, auch wenn Du den Server selber bezahlen würdest, hättest du noch genug Einnahmen. Vielleicht habt ihr meinen Kommentar nicht richtig verstanden, ich habe NIE caschys Arbeit missachtet und bin auch nicht neidisch. Es tönt aber echt so wie wenn du mit Geld nur rund um dich schmeissen könntest, zum anderen sparst du jeden Cent an einem Desire und ärgerst dich, dass das Update nicht so schnell kommt. Das mit dem Branding weiss man im Voraus.

  39. hey, ich selbst habe noch ein klassisches Handy mit Tasten in barrenform. nix großes und kann genau das was es soll. telefonieren! auf meinem schoß sitzt mein netbook, macht auch genau das was es soll. praktische erfahrung mit dem hier genannten spielzeug geht mir mir also gegen 0 😉 aber ich wollte mal sagen, dein Beitrag erinnert mich irgendwie an meine abwägung, Linux oder Windows zu nutzen 😀
    klar ist es nicht eins zu eins übertragbar was die PC Systeme und die Handysoftware betrfft, vor allem weil du hier ja deutlcihe beweggründe von providern und technikherstellern ins spiel bringst, aber ähnlcihkeiten sind auf jeden fall da und eine ganz eindeutige: Viele Köche verderben den brei und machen es den Usern in diesem Fall sehr schwer. jemand der keine ahnung von Linux hat sitzt bei einem update meisten genauso davor wie du das mit android beschreibst (die entwicklung durch ubuntu klammere ich jetzt mal aus). Finde ich faszinierend 🙂

    zu den beweggründen und deinem abschlusssatz: nein die meisten werden sich wohl kaum alle 10-15 monate ein neues handy kaufen wollen, aber die undustrie würde sich darüber freuen. je komplizierter die updates werden und so undurchsichtiger alles drum herum bleibt um so größer werden die chancen das sich kunden wirklich ein neues handy kaufen, nur um neue funktionen benutzen zu können, die sie gar nicht brauchen 😉

  40. @keine Ahnung:
    „Das mit dem Flattr kommt aber so rüber wie “auf die 16€uro pro Monat scheisse ich, ist mir viel zu wenig”.

    Blödsinn – der Button ist raus, die Gebühr fällt weg – es sah nach Betteln aus, ich hatte mehrere Beweggründe.

    „Dass aber ein Mensch in Afrika mit 16€uro ein paar Tage leben könnte, daran denkt niemand.“

    Ist mir bekannt. Und wenn du hier länger liest, dann weisst du, dass ich Bescheidenheit für eine große Tugend halte. Von daher: Tue Gutes und sprich NICHT rüber.

    „Ich denke, auch wenn Du den Server selber bezahlen würdest, hättest du noch genug Einnahmen.“

    Ich sagte ja: für den Banner würde ich sicherlich mehr kriegen. Ich werde nun aber gesponserd. Wäre ich gierig, dann würde ich da xyz hinklatschen und den Server selber latzen. Das wäre natürlich noch sympathischer.

    „Es tönt aber echt so wie wenn du mit Geld nur rund um dich schmeissen könntest“

    Das wäre schön. Selbst wenn ich es könnte, würde ich auf Schnapper achten 🙂 Ich lad dich gerne auf ein Bier ein, dann machst du dir ein eigenes Bild, ok? 😉

    „zum anderen sparst du jeden Cent an einem Desire und ärgerst dich, dass das Update nicht so schnell kommt. Das mit dem Branding weiss man im Voraus.“

    Der Beitrag spricht nicht nur für mich. Ich habe heute mit vielen geredet, die das auch so sehen.

    Deine Aussage geht gegen mich und ein gebrandetes Desire – meine Diskussion spricht das Ganze generell an.

  41. @janbpunkt

    Ohne da genauer nachzuforschen würde ich sagen, daß die Produktzyklen bei Telefonen länger sind.

    Davon abgesehen: ein OS hat ja den Vorteil, daß man für jede Plattform nur die Treiber anpassen muß und den Rest einfach läßt, wie es ist.

    Da sich bei einem Telefon die Hardware nicht ändert, sollten die Treiber doch die gleichen bleiben könnnen, sprich die notwendigen Anpassungen minimal, sofern überhaupt.

  42. Dirk Schulze says:

    Wenn ich mir ein Androiden(Samsung Galaxy S) kaufe ohne einen Provider wie die Telekom, Vodafone, E-Plus oder O2, woher bekomme ich dann ein Update? Ab Werk ist das Galaxy S mit der 2.1 ausgestattet.

  43. coriandreas says:

    Jaja, ein Handy bleibt halt nun mal ein Handy 😉 Hatte auch schon gehofft, dass Smartphones etwas besseres werden als nur Handys – also wieder locker 5 Jahre warten, bis die Dinger so leistungsfähig sind, bis Windows 9 darauf läuft 😉 Da es jetzt ja klar ist, dass man – ob bei o2 My Handy (super Idee!) oder mit Vertrag dazu (ist bei mir Geschichte) nur so ne kastrierte Version bekommt, die schnell veraltet, werde ich bis Windows 9 auf der Billig-Welle reiten. Das nächste Experiment ist dann das gerade vergünstigte Vodafone 845 auf jetzt knapp 100 Tacken. Was will man mehr, 6 Monate später gibts die doppelte Leistung zum selben Preis, und muss sich nicht mit dem alten Gerümpel rumschlagen, was zu dem und was anderes nicht kompatibel oder zu leistungsschwach ist. Und da soll einer sagen, man soll umweltfreundlich sein. Tja, die Industrie lässt einem ja keine andere Wahl…

  44. Das ist wohl das Dilemma „Offenheit gegen Ordnung“, sowie hier bei Android gegen iOS oder (etwas weiter gegriffen) PC gegen PS3. Letztere hat auch ein geschlosses System, aber versorgt den Nutzer zuverlässig mit Updates, Content & Co, ganz im Gegensatz zum PC, wo das ganze aus vielen Quellen kommt und uneinheitlich ist.

    Ich habe derzeit ein Symbian Handy. Dagegen ist Android wirklich Apple. „Offenheit“ pur, aber das einzige, was man im entferntesten Sinne als AppStore bezeichnen könnte, ist der Ovi Store von Nokia und der hat ja nichtmal eine Update Überwachung.

    In diesem Sinne: Lasst uns darauf hoffen, dass wir irgendwann tatsächlich beides haben können.

  45. @Dirk
    Die Updates kannst Du auch manuell über den PC installieren… wenn Du Windows nutzt jedenfalls. Die Samsung-Software dafür heißt „Kies“.

    Ich will mit einem Auto von A nach B fahren und nicht Radio hören. Trotzdem ist ein Radio eingebaut…

    Man sollte die Dinger wirklich nicht mehr „Telefon“ nennen, das ist einfach viel zu eng. Und wenn man sich die Billigsmartphones kauft (so wie das Vodafone 845), dann wird man aufgrund der mangelhaften Leistung und Qualität enttäuscht und schiebt das (zu unrecht) auf die Gattung der telefoniefähigen Taschencomputer. Dann lieber gleich ehrlicher ein echtes Einfachhandy für 30 Euro. „Nur zum telefonieren“ taugt das auch.

  46. coriandreas says:

    @Jens
    Klar, so ein Einfach-Handy hab ich natürlich auch, wenn nicht mehrere davon, hehe! Dual-SIM ist ja richtig teuer, und bei so vielen Discounter-Tarifen… Nur wenn ich meine Tweets und Facebook und Emails verfolgen will, dann ist das Teil schon ne feine Sache. Auf jeden Fall besser als so n Cookie von LG oder so n Corby von Samsung, die übrigens genauso teuer sind, kann ich da ja nur die eingebauten Tools nutzen. Da ist beim VF 845 mehr Spielraum drin – und spielen will ich mit dem nicht! Da sollte ich mir besser eine PSP zulegen, das ist mir schon klar! Gute Nacht…

  47. wieder so ein artikel. und wieder fehlt dass google sich bereits negativ über diese brandings geäussert hat und notfalls die jeweilig neuen api´s per market auf die devices bringt.

  48. Hannes Ruf says:

    Ich wundere mich immer wieder, dass hinsichtlich der Phones nur technische oder elektronische Details kritisiert werden.

    Das Thema Sicherheit kommt nur sehr selten zur Sprache.

    Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn es ausgerechnet bei Android uswusf keine Schwachstellen gäbe, die nicht, von wem auch immer, ausgenutzt werden. — Die Unübersichtlichkeit der Systeme und des Marktes lädt doch dazu geradezu ein.

  49. @corlandreas
    Wenn man sich der Restriktionen bewusst ist, kann ein solches Einfachandroidhandy durchaus nützlich sein. Allerdings sollte an vermeiden, aus Eigenschaften dieser Gerätequalität dann Rückschlüsse auf die gesamte Geräteklasse zu ziehen. Platter Vergleich: Wenn ich mir einen Smart kaufe, sollte ich nicht deswegen die gesamte Geräteklasse der Autos als untauglich für einen Familienurlaub qualifizieren.

    @Hannes
    Das ist schon passiert. Es gab Apps, die persönliche Daten insgeheim an Server in China übermittelt haben. Es gab Viren und es gibt das echte Problem hinterhältiger Werbung. Sprich: Banner, bei deren bloßer Berührung schon ein SMS-Abo bestellt wird. Google hat auch schon Apps deswegen „remote“ gelöscht.

  50. Google hat 50x weniger Geld für die Entwicklung des Markts ausgegeben, als Apple. Das Ergebnis sehen wir jetzt.

  51. ein freund von mir hat sich und seine familie mit desires eingedeckt, alle 3 vom gleichen händler und frei, ohne jegliches branding oder sonstigen kram.
    trotzdem kommen die updates nach und nach rein, htc gibt das update nicht für alle desires alle gleichzeitig frei, sondern nach seriennummern gestaffelt
    dadurch kann htc die last auf den servern halbwegs konstant halten und es kommt nicht so oft zu serverfehler wie bei anderen geräten/herstellern

  52. Ich finde ihr müsst alle viel ruhiger werden. Ach und schreien hilft….

  53. eine lösung gäbe es sicherlich und microsoft hat vorgemacht, wie es geht: direct x

    google müsste einfach nur eine entsprechende hardwareschnittstelle für handyhardware ins leben rufen und fordern, dass alle handyhardware zu dieser kompatibel ist. gesetzt den fall, dass diese schnittstelle vernünftig konzipiert ist, hiesse das dass androidversionen nicht mehr vom hersteller an die hardware angepasst werden müssen. dieser müsste „nur noch“ seine treiber etc an die schnittstelle anpassen. neue androidversionen könnte dann jeder – sobald von google freigegeben – selber aufspielen.

    die nötige marktmacht, das durchzusetzen hat google inzwischen.

    das problem wird nur sein, dass sowas herstellern und providern nicht schmecken wird, da ein branding der geräte damit schwer möglich sein wird.

    tja

  54. Hi Caschy,

    wie Du weißt sprichst Du mir aus der Seele …

    Ich frage mich ernsthaft, wann all die Verantwortlichen erkennen, dass sie hier mittlerweile mehr Geschäft verhindern als erzeugen …