Glasfasernetz für Erfurt geplant

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Die Landeshauptstadt Erfurt hat einen Schritt in Richtung digitale Zukunft gemacht: Zusammen mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser hat Oberbürgermeister Andreas Bausewein einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und damit eine Voraussetzung für den möglichen Glasfaserausbau geschaffen. In dem Papier wurde festgehalten, dass Deutsche Glasfaser in insgesamt 16 Stadtteilen ein Glasfasernetz mit privaten Investitionsmitteln ausbauen will – dazu zählen: Dittelstedt, Azmannsdorf, Büßleben, Hochstedt, Kerspleben, Linderbach, Niedernissa, Urbich, Vieselbach, Töttleben, Windischholzhausen, Gispersleben, Schwerborn, Stotternheim, Kühnhausen und Mittelhausen.

Parallel plant ein Mitbewerber („Deutsche GigaNetz“), in anderen Stadtteilen ein Glasfasernetz auszubauen. Kennt man vielleicht aus anderen Städten: Deutsche Glasfaser wird vom 29. Oktober 2022 bis 28. Januar 2023 in den beteiligten Stadtteilen eine sogenannte „Nachfragebündelung“ (Vorregistrierung) durchführen. Im Aktionszeitraum können sich die Bürgerinnen und Bürger, die in den geplanten Ausbaugebieten wohnen, für einen Vertrag mit Deutsche Glasfaser entscheiden.

Erreicht die Vertragsquote im jeweiligen Ausbaugebiet mindestens 33 Prozent, steht dem Ausbau nichts mehr im Wege. Für Bürgerinnen und Bürger, die einen Vertrag unterschreiben, ist der Ausbau ihres Anschlusses kostenlos.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Ist schon fast peinlich, dass eine solche Info im 2022 noch eine Schlagzeile wert ist. Ich fühle echt mit euch da im grossen Kanton.
    (Von meinem Schweizer 1 Gbit/s Anschluss gesendet)

  2. Ja das ist nur peinlich!!! Aber bei dieser politischen „Elite“ der letzten Jahre inkl. heute.

    • Das Interessante ist, die von „heute“ hatten tatsächlich mal einen Plan. Der SPD-Regierung unter Schmidt war schon Anfang der 1980er klar, dass nur Glasfaser wirklich zukunftsfähig ist es gab ein Investitons- und Ausbauvorhaben für ein bundesweites Glasfasernetz. Dann kam die Regierung Kohl.

    • peinlich sind solche Kommentare die keine Ahnung von nix haben und ihr immer einen Aufriss machen

      Null mit dem Markt und den Netzen beschäftigt aber hier was meckern ihr seid dieselben die auch die Glasfaserausbau Vertreter an der Tür wegschicken oder?

      das ist so deutsch immer meckern was man nicht hat und wenn es kommt dann ablehnen

  3. Und die Innenstadt? Wohne in der Löbervorstadt und bei 250Mbits ist Ende…

    • du buchst denn sicherlich auch die 250 weil du ja so viel Bandbreite brauchst ne?

      das wäre ja komisch wenn man hier nach Glasfaser ruft aber selber nur mit 50 Mbit zu Hause sitzt. jeder der hier Glasfaser fordert muss auch auf den existierenden Netzen maximale Tarife buchen. dann kann man überhaupt erst davon reden dass man das ja unbedingt noch mehr braucht.

      niemand hat gesagt dass mit Vectoring Schluss ist, ist ja nur eine Übergangstechnologie.

      in der Schweiz ist komischerweise bei 80 oder 200 Mbit Schluss das sind dort die vektoringtarife mit der ca 40% des Landes noch unterwegs sind

  4. Die „Deutsche Giganetz“ möchte auch bei uns ausbauen. Leider müssen mindestes 40% der Haushalte zustimmen, das wird meiner Meinung nach unmöglich sein bei >50% älteren CDU Wählern die nichts mit Glasfaser anzufangen wissen und auch möglichst alles „beim alten“ lassen möchten.

    Argumentativ auf dem Niveau „Macht es einen Unterschied, ob Du Deine Textnachricht von 1 GBit/s schickst oder es nur 100 MBit/s wären? Ich denke nicht!“

    Ich sehe mich schon Samstags bei uns auf dem Marktplatz für jeden eine Bratwurst zu spendieren, der einen Glasfaser Vertrag zustimmt. Eine andere Möglichkeit wird es da kaum geben.

    • Polemikter.
      Ich kenne keine Stadt in Hessen, in der die Giganetz Glasfaser verlegen will und die CDU über 50% der Stimmen erhalten hat.

      Es ist einfach eine Kosten-Nutzenrechnung. bei Wählern aller Parteien.

      Warum viel mehr monatlich für einen Glasfasertarif zahlen, wenn die x-fache Bandbreite im Vergleich zum günstigeren DSL-Tarif nicht benötigt wird, die DSL-Bandbreite (meist 50 oder 100) nicht ansatzweise ausgenutzt wird? Wenn es Anwendungen geben würde, die

      Gerade jetzt in der Krise, wenn das Geld für Heizung und Strom benötigt wird, werden viele Leute sparen keine Glasfaser buchen.

      Viele sagen ja auch in Umfragen, dass sie Bio-Lebensmittel sehr gut finden. Im Supermarkt aber kaufen die Leute dann konventionelle Lebensmittel, wenn diese billiger wie Bio sind.

      So ist es auch bei Glasfaser.

      Klar, die (kleinen) Firmen, große WGs und andere würden liebend gerne mehr ausgeben und mehr Bandbreite buchen.

      Wenn die Glasfaser ohne Vertragszwang günstig in die Häuser verlegt würde, würden auch viele zugreifen, die im Moment keinen Vertrag abschliessen würden. Und man sollte den Anbieter buchen können, den man möchte und nicht irgendeinen unbekannten Provider, der zufällig die Glasfaser verlegt.

      • Was ist das denn für eine Frage?
        Grundstückswerte erhöhen sich durch den Ausbau.
        Es geht auch um die Zukunftsfähigkeit unserer Infrastruktur und damit Wettbewerbsvorteile als Standort Deutschland.
        Aber gut wer wegen 10€ solche Argumente bringt, hilft nur auswandern dank Michel.

        • Die Leute müssen sich also auf viele Jahre einen Zwangsvertrag von irgendeinem Provider antun, den sie garnicht haben wollen, obwohl ihnen die Konditionen, Service usw nicht zusagen? Und dafür den bestehenden Vertag kündigen, der zusagt und vom Leistungsumfang (50, 100, 200) ausreicht.

          Sinnvoller wäre die Glasfaserverlegung etwa durch die Stadtwerke mit der Möglichkeit, sich den Provider der eigenen Wahl auszusuchen, also Open Access. Dann kann man sich den Provider mit dem Vertrag aussuchen, der zusagt. Das gibt es meines Wissens schon in einigen Städten.

          • die Stadtwerke haben gerade andere Probleme mit Energiekrise.

            sie wollen 08 15 Internet Baukästen einkaufen und selber Glasfaser machen. wenn diese nicht von Anfang an einen starken deutschlandweiten Anbieter hinter sich haben schaffen sie es nicht.

            es passiert gerade in allen Städten wo Stadtwerke aktiv sind dass sie gnadenlos in der Konkurrenzsituation verlieren. jedes Stadtwerk was erst i. den letzten 5 Jahren losgelegt hat, ist jetzt schon auf einem absteigenden Ast.

            die Telekom hat Vectoring fertig und Vodafone fährt ihr Kabelnetz hoch mit Gigabit bis 10 Gig über Glasfaser bis zum Verteiler.

            währenddessen Pumpen die etablierten Anbieter und einige größere überregionale Marken massiv Geld in den Ausbau. jedes Stadtwerk ist da machtlos und geht unter. bis die sich überhaupt orientiert haben auszubauen und ein Stadtviertel nach dem anderen zu bauen, sind sie schon wieder weg vom Fenster und haben die Konkurrenzsituation verloren.

            zum Glück wird das Internet römische Reich untergehen und stattdessen große und mittlere Anbieter werden das Rennen machen. mit ganz viel Ach und Krach gerade so schaffen es die M-net und NetCologne und EWE und andere größere Stadtwerke sich über Wasser zu halten. sie haben früh angefangen und sind jetzt in einer stärkeren Position. das ist wie so eine Geilheit, ein Trend der Stadtwerke man will sich unbedingt mit Glasfaser verselbständigen. in anderen Ländern ist das schon durch weil sie wieder pleite gegangen wo das schon vor 10 Jahren losging.

            alles was nicht zu dem Club der großen Stadtwerke gehört die früh angefangen haben geht jetzt unter.

            sie können nicht gegen vdsl und Kabelnetze mithalten und Kriegen den letzten Gnadenstoß wenn ein bis zwei Stadtviertel von großen/ fremden Anbietern ausgebaut werden. dann fällt ihre ganze Ausbau Strategie und Sie können den Rest ihres Netzes verkaufen.

            noch ist diese Erkenntnis bei einigen Stadtwerken nicht durchgedrungen die fangen jetzt noch an mit Glasfaser. doch das wird sich auch ergeben und mal schauen wer das kauft. es werden sich Anbieter wie die Telekom, Vodafone, O2 darum prügeln oder auch mittlere Anbieter sich groß kaufen wie Global Connect deutsche Giga Netz und deutsche Glasfaser.

            der glasfaserkrieg läuft auf allen Fronten und die ausbaukapazitäten und Planungskapazitäten sind maximal hochgefahren. eine Telekom die sich selber mit Vectoring erstmal beschäftigt hat und keine Zeit für FTTH hatte, ist nun völlig frei für Glasfaser. sowohl finanziell als auch personell und baukapazitäten technisch. wenn eine Telekom oder auch Vodafone in dieser Hinsicht loslegen muss jedes Stadtwerk das Weite suchen.

            ich kann eine ganze Liste an Orten nennen wo das gerade passiert und die Stadtwerke, schon die weiße Fahne hissen. sie haben sich mit Ach und Krach noch in irgendwelche Joint Ventures gerettet um nicht unterzugehen.

  5. es ist ein Zusammenspiel aus diversen Faktoren

    die Menschen wollten keine Glasfaser die letzten Jahre bis 2015

    Systemtechnik war noch in der Entwicklung und ist jetzt erst noch höher skalierbar und günstiger

    Kommunen sind erheblich daran beteiligt durch Verwaltung den Ausbau zu bremsen

    Anbieter müssen mit dem Geld was sie haben wirtschaftlich umgehen
    eine Telekom hat nicht unendlich Geld, Personalressourcen und tiefbaukapazitäten.

    es würde ohne VDSL zu sehr vielen Millionen sehr schlecht versorgten Anschlüssen kommen und das Kabelnetz zusammenbrechen
    die Wartezeit bis ein Glasfaseranschluss verfügbar ist, wäre grauenhaft.

    nicht jeder will Glasfaser sondern einige wollen bei ihren etablierten Anbietern bleiben. es zählt das Gesamtpaket. ohne Vectoring würden viele nicht mehr mit der Bandbreite klar kommen was eine Telekom liefern kann. da wäre dann kein mithalten mehr möglich mit DSL 50.

    die Leute sind wie soll man sagen Luxus verwöhnt. tun alle so als brauchen Sie 10 GBit synchron aber in Wahrheit braucht es keiner privat. was es braucht sind 100 oder 250 Mbit synchron oder mit eins zu zwei upload-verhältnis.

    die Leute haben auch keine Ahnung das Firmen schon lange Glasfaseranschlüsse erhalten. der deutsche behauptet immer ja weil ich die Glasfaser bei meinem Nachbarn nicht sehen kann gibt es sie bestimmt nicht. dass der Bürokomplex neben dir aber schon lange Glasfaser hat das siehst Du nicht. woher sollst du das auch wissen. schön weiter im Sumpf des mecker Bürger tums weitersitzen und sich darüber aufregen, was denn nicht an Glasfaser alles liegt. aber nicht einen Millimeter sich erkundigt was wirklich liegt.

    die Leute können gar nicht richtig unterscheiden zwischen was braucht man und was hätte man gerne. hier labern alle immer was sie gerne hätten aber in der Realität draußen spiegelt sich das nicht wieder. die Einfamilienhaus Besitzer nehmen gerne einen Glasfaseranschluss aber nur zur Wertsteigerung. nicht weil es so wichtig ist sondern eher der Wertsteigerung halber. nur dort wo die Bandbreiten über Kupfer sehr schlecht sind, wird er auch der Bandbreite wegen genommen.

    die Regierung hat ein breitbandziel vorgegeben das erstmal alle mit 50 Mbit versorgt werden sollen. das ist soweit es technisch möglich ist auch geschehen. Die Telekom und Vodafone haben das eben umgesetzt auf der technologischen Basis, die am schnellsten geht.

    gefühlt die Hälfte der Kommentatoren hat keine Ahnung das vectoring-ausbau auch Glasfaserausbau ist. glaubst du die Glasfasern werden einfach liegen gelassen???? nein sie werden auch in die Gebäude geführt direkt vor dem vektoringgehäuse abgegriffen!!!!!!

    die Leute sind unfähig dazu, sich mit Glasfaser ausbauoptionen ihrer Region zu beschäftigen. arrogant motzend wollen einige ihren Glasfaseranschluss bitte schön auf dem Silbertablett serviert bekommen, aber wenn dann einer an der Tür steht und das vermarkten will wird der blöde Arme Ranger Lappen weggeschickt.

    die Heuchelei in dieser Kommentarspalte ist nicht zu überbieten, hier auf diesem Blog wurde massiv in den Kommentaren darüber geschrieben „nein lasst euch bloß nicht die Glasfaser in die Wohnung legen nur in den Keller die Ranger und die Vertreter von der bösen Telekom bloß nicht drauf eingehen Glasfaser ist böse Kupfer reicht völlig aus.“ das waren die Kommentare unter einem Artikel wo die Telekom Glasfaser ausbaut. das ist die Realität in Deutschland also ihr könnt mal alle schön einen Gang runterfahren, was ihr immer mit Glasfaser redet hier alle.

    Glasfaser Ausbauprojekte in der Vergangenheit sind oft gescheitert auch diejenigen der Telekom, weil die Leute es nicht haben wollten.

    und jetzt kommt noch mal so schön ein kleiner burn für jeden der hier das Ausland wegen Glasfaser lobt ja ja Vectoring ist in der Schweiz noch zur Hälfte verbreitet.

    ZITAT:
    Swisscom hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Position als Marktführerin in der Schweiz und als Schlüsselanbieterin im Markt für IT-Dienstleistungen weiter zu festigen. Swisscom bildet das digitale Rückgrat der Schweiz und zeichnet sich durch das beste Kundenerlebnis(öffnet ein neues Fenster) aus. Zudem soll Swisscom auch weiterhin als Top ICT Arbeitgeberin in der Schweiz attraktiv für Talente sein.

    Ziele
    Ultrabreitband Schweiz Service Abdeckung ca. 95% bis Ende 2025 mit bis zu 80 Mbit/s
    Ultrabreitband Schweiz Service Abdeckung ca. 85% bis Ende 2025 mit bis zu 200 Mbit/s
    Ultrabreitband Schweiz Service Abdeckung ca. 60% bis Ende 2025 mit bis zu 10 Gbit/s

  6. DGF Samstags Straße gesperrt, Montags 300m Leerrohr komplett fertig verlegt. 10 Monate später wurde noch keine einzige Querbohrung in die Häuser ausgeführt im gesamten Dorf. Schätze mal die sichern sich die Subventionen indem sie in zig Dörfern anfangen, gleich wieder das Leerrohr zuschütten um die DTAG fernzuhalten, und dann zieht die Karawane weiter…

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