Gigaset streicht 550 Arbeitsplätze bis Ende 2018, um Schnurlostelefone wieder rentabel zu machen

Artikel_GigasetGigaset dürfte vielen Lesern als eingefleischte Marke im Bereich Schnurlostelefone bekannt sein. Doch dieser Markt ist mittlerweile längst kein interessanter mehr im Privatbereich und auch im Geschäftsumfeld wird verstärkt auf Smartphones umgeschwenkt, sodass das Festnetztelefon nach und nach zum Relikt wird. Hinzu kommt, dass im Bereich Schnurlostelefone kein größerer Wert mehr auf Premiumgeräte gelegt wird. Dem durchschnittlichen Privatanwender reicht für das gelegentliche Festnetz-Telefonat ein günstiges Telefon.

Diesen wegbrechenden Markt spürt nun auch Gigaset, die zuletzt versuchten im Smartphone-Bereich Fuß zu fassen. Zur IFA 2015 stellte man das „Gigaset ME“ (unser Testbericht) vor, welches einen recht soliden Gesamteindruck hinterließ. Doch das Gigaset ME allein ist kein Kassenschlager, sodass das Unternehmen im Zuge einer Neuausrichtung bekannt gibt, dass man bis Ende 2018 insgesamt 550 Arbeitsplätze abbauen wird.

Hiermit rechtfertigt das Unternehmen aus München, dass man das Geschäftsfeld Schnurlostelefone im privaten Sektor wieder profitabel und konkurrenzfähig machen will. Zumindest ein, aus Unternehmenssicht, positiver Aspekt ist, dass man den Umsatz im Bereich Geschäftskunden im dritten Quartal 2015 um 40% gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern konnte. Zur neuen Ausrichtung des Unternehmens gehört zudem auch der verstärkte Fokus auf den Bereich Smart Home.

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17 Kommentare

  1. Karl Kurzschluss says:

    In Firmen wird es Festnetz-Telefonie noch eine Ewigkeit geben. Aber in den Privathaushalten bin ich mir da nicht so sicher.

  2. Die Geräte von Gigaset haben auch Mängel die in dieser Preisklasse schlicht nicht akzeptabel sind.
    Ich habe mir selbst ein Gigaset Gerät vor einigen Jahren zugelegt, das Ding ist zwar angenehm robust, und auch optisch ansprechend aber das Ding reagiert auf Eingaben stark verzögert. Das Display hängt immer 1-2 Sekunden hinterher wenn man durch die Menüs navigiert, auflegt etc.
    Das empfinde ich als sehr störend, und nicht in Ordnung bei einem analogen Telefon das knapp 70 Euro gekostet hat. Alleine aus dem Grund würde ich mir schon kein Telefon mehr von Gigaset kaufen.

  3. Hier in Bocholt NRW (Gigaset) kommt man einfach nicht zur Ruhe! Jetzt werden wohl wieder etliche Köpfe rollen. Komisch, das die sowas immer vor dem Fest machen!

  4. @Uli
    Jahresabschluss. Da will man die Aktionäre noch mal beglücken. Massenhafte Kündigungen eignen sich wunderbar dazu, den Kurs noch mal kurzfristig nach oben gehen zu lassen.

  5. Aber wie immer trifft es nur die kleinen. Würden die Vorstandsmitglieder etc.pp nur auf einen Bruchteil ihrer Gehälter und Boni verzichten, könnte man viele Arbeitsplätze retten..aber ko*s und nu**en kosten halt ein Haufen Kohle und auch sonst muss der kleine p**is der Chefs halt mit Luxus kompensiert werden..

  6. @elknipso

    kann ich nur bestätigen. meins hat damals um die 110€ gekostet. das fing schon damit an das z.T zubehör gefehlt hat um das telefon vernünftig anzuschließen. ebenfalls wurden microUSB kabel nicht dazugelegt was man bei dem preis definitiv erwarten darf.

    das nächste wird kein gerät von gigaset und bestimmt deutlich günstiger

  7. Ich habe ein Festnetz-ISDN aus noch vor der Jahrtausendwende mit Funktionen, die hat kein Anlagentelefon von z.B. Alcatel.
    Und zwei Schnurlose, welche nicht kaputtbar sind.
    Die Telefone von Gigaset halten ewig, sind bedienbar und ultrakompatibel. Habe jetzt ein Sculpture (eines der neuesten Modelle) noch an das Festnetz-ISDN pairen können – dazwischen liegen locker 17 Jahre.

  8. @tommi:

    finde die aktuellen können von der verarbeitung her nicht mit den klassikern mithalten. software ist auch oft buggy. die von gigaset sind aber trotzdem noch die besten am markt für privathaushalte.

    schon eine seltsame sache, der fortschritt… früher hat man ein telefon von der post gemietet, das hat 30 jahre gehalten und einfach funktioniert. heute hast du die auswahl zwischen 3000 modellen zum kaufen, und alle funktionieren nur so halb, sind aus billigstem plastik, halten nur 6 monate oder sind sonstwie minderwertig.

  9. Ich bin nach wie vor von Gigaset überzeugt. Bis jetzt immer zufrieden gewesen mit den Geräten.

  10. So ist das wenn man von so einer Heuschrecke übernommen wird. Schließlich ist Gigaset nicht mehr von Siemens sondern von der ehemaligen Arques.

  11. Ich habe mir – wahrscheinlich aufgrund temporären Sauerstoffmangels – eine Gigaset A415 gekauft. Das kann nichts. Null. Einfach Elektroschrott.

    Ich hätte nie für möglich gehalten das in 2015 noch so ein Müll verkauft wird. Gigaset nie wieder.

  12. @sunworker: Wie schrieb jemand bei heise so treffend: „Die A-Serie steht für Abfall, Ausschuss, Aergerniss.“

    Von Gigaset kauft man eigentlich nur die Geräte mit „S“ vorne…

  13. Bin mit meinem C300 eigentlich ganz zufrieden. Spielt wunderbar mit der FritzBox zusammen, reagiert relativ flott und die Sprachqualität ist nicht zu beanstanden. Akkus halten auch ewig. Passt also, brauche hier nicht mehr

  14. @George99
    „Wie schrieb jemand bei heise so treffend: „Die A-Serie steht für Abfall, Ausschuss, Aergerniss.““

    Das habe ich noch nicht gehört, aber dem kann ich zustimmen.

    „Von Gigaset kauft man eigentlich nur die Geräte mit „S“ vorne…“

    Nee, ich kaufe kein Gigaset mehr. Es gibt genug andere Hersteller, die bessere Sachen liefern.

  15. Habe vor knapp 4 Wochen „Gigaset C430 H“ gekauft, läuft perfekt mit meiner Fritzbox via DECT, viel besserer Empfang als mit meinem Fritzfon C4. Vor ca. 2 Monaten für meinen Nachbarn „Gigaset C430 A Duo“ gekauft, lässt sich einfach einrichten und funktioniert perfekt.

  16. Die Gigaset Serien, bei denen Siemens selbst noch entwickelt und produziert hat, waren hochqualitativ und hielten ewig. Bis vor kurzem hatte ich noch Gigasets bzw. deren Entsprechung von der Telekom aus den Jahren 1997 bis 1999 in Betrieb. Nie wieder hatte ich so robuste DECT Telefone im Einsatz. Neuere Gigasets aus den Jahren 2004 hielten immerhin noch knapp 10 Jahre. Welche aus den Jahren 2012 und 2014 hielten in etwa so lange wie die Gewährleistungspflicht oder kürzer und das bei normaler Behandlung zuhause. Wenn man sich die Bewertungen bei Amazon oder anderen Webseiten, Portalen und Foren so anschaut, drängt sich der Eindruck auf, dass die derzeitigen Produkte hauptsächlich schlecht durchdacht und qualitativ minderwertig sind. Man sollte sich einfach nur mal die Bewertungen zum Gigaset G-tag oder den Gigaset elements anschauen. Das spricht für sich.

  17. Kenne auch ISDN Gigaset DECT Telefone: dort ist das Akkumanagement total verbuggt. Das zeigen auch viele negative Kommentare auf Amazon.
    Ich musste leider mein altes Siemens DECT Telefon in Rente schicken, da es trotz mehrfachen Reinigens nicht mehr richtig funktioniert (allerdings auch 9 Jahre alt geworden).

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