GeldKarte und girogo werden Ende 2024 eingestellt

Sowohl die Funktion der GeldKarte als auch girogo werden eingestellt. Dabei handelt es sich um Prepaid-Funktionen, die seit 1996 von Banken und Sparkassen angeboten worden sind. Laut der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e. V. löse die girocard beide Systeme ab.

GeldKarte ermöglichte etwa Kleinbetragszahlungen mit Karte, etwa offline an Automaten. girogo war hiervon die kontaktlose Variante und wurde primär als offenes Bezahlsystem in Stadien oder Eventstätten verwendet. Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) möchte auch in Zukunft ihre Bezahllösungen an den Wünschen und Gewohnheiten von Kunden sowie Händlern ausrichten. Und aktuell sei die girocard in Deutschland das beliebteste Zahlungsmittel, sowohl als physische Karte im Geldbeutel als auch digital auf dem Smartphone.

Einige Kreditinstitute geben ihre girocard bereits ohne GeldKarte- und girogo-Funktion an ihre Kunden aus. Alle übrigen Karten sollen bis Ende 2024 ausgetauscht sein. Aktuell kann die GeldKarte- bzw. girogo-Funktion noch an allen aktiven Akzeptanzstellen weiter genutzt werden. Auch das vorhandene Prepaid-Guthaben kann bei dem jeweiligen Kreditinstitut am Geldautomaten entladen werden. Die Funktion der Altersverifikation bleibt im Übrigen auf der girocard erhalten. In diesem Zusammenhang plant die DK zudem die Altersverifikation auch für die digitale girocard im Smartphone möglich zu machen.

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24 Kommentare

  1. Die Geldkarte ist ja eigentlich schon tot.

  2. Ich hab die Geldkarte in meinem Leben ein einziges Mal benutzt – in einem Parkhaus, weil ich kein Kleingeld mehr hatte.

  3. Die Girocard ist ja eigentlich auch schon absehbar tot. Entweder die EPI ist erfolgreich oder wir machen uns komplett abhängig von Mastercard und Visa. Bargeldlos ist aber auf jeden Fall die Zukunft und die deutschen Banken mit Griokarten als Top-of -the-Wallet Produkt müssen sich was einfallen lassen für Onlinezahlungen. Ich für mich zumindest kaufe bei keinen Händlern mehr ein, die Karte ablehnen oder nur ab einem bestimmten Betrag. Und zum Glück auch immer mehr Amex. Die haben immerhin große Kreditrahmen.

    • Ganz ehrlich, wozu? Zu einer Girocard gehört auch ein Girokonto. Das heißt, ich kann via (Echtzeit-) Überweisung, Lastschrift, Paydirekt, GiroPay und via Rechnung zahlen.
      Natürlich würde ich mir wünschen, dass mehr Verkäufer diese Zahlungsarten akzeptieren bzw. mehr Banken all diese auch anbieten. Letzteres kann ich durch meine Bankenwahl selbst beeinflussen.

      Und ja, ich weiß, der Paypal-Käuferschutz ist ganz nett, allerdings bekommt den auch keiner geschenkt.

    • Die EPI ist wichtig aber sie könnten alternativ/zuerst auch ein co-badge der Girocard mit eine debit Kreditkarte machen.
      Die Abhängigkeit ist ja mit Maestro oder vpay jetzt schon gegeben.

  4. Die dahinterliegende Technik bzw. der Ansatz ist auch einfach veraltet, daher ist die Einstellung nur folgerichtig. Zum Automaten gehen da die Geldkartenfunktion aufzuladen um dann an einem anderen Automaten ohne Internetverbindung zu bezahlen ist heute einfach nicht mehr akzeptabel.

    • Schön zusammengefasst. Das war auch schon vor 10 Jahren nicht mehr akzeptabel, aber die deutschen Banken brauchen halt immer etwas länger bis sie sowas mitbekommen :).

  5. Perspektivisch wird dann auch das Bargeld eingestellt, damit Bezahlen „sicherer“ (lies: gläserner) wird.
    https://www.ecb.europa.eu/paym/digital_euro/html/index.de.html

    • Jup Deutschland kommt endlich auch mal im 21. Jahrhundert an.

      • Ich kann und werde niemals nachvollziehen können, wie man Bargeld nicht wollen kann.
        Wenn man nicht damit zahlen will ok, aber wieso pocht man so darauf es abschaffen zu wollen?

    • DragonHunter says:

      Ich zitiere von der von DIR verlinkten Webseite: „Das Euro-Bargeld würde durch ihn nicht ersetzt, sondern ergänzt.“
      Für deine Schwarzmalerei fehlt jede Form von Beleg.
      Aber gut, die Paranoia, beim Bezahlen ohne Bargeld lückenlos überwacht zu werden, ist urdeutsch.

      • War klar, dass ein Schlauberger sich genau diesen einen Satz herauspickt, um damit den immer weiter ausufernden Überwachungsstaat zu verteidigen.
        Wandel geschieht niemals von jetzt auf gleich, sondern immer schleichend mit Übergangsphasen. Erinnerst du dich noch an die Einführung des Euro? Einige Zeit lang konnte man noch parallel mit D-Mark bezahlen, dann war Schluss. Genauso wird es mit der Einführung des E-Euro sein.

        Und die Naivität zu glauben, beim Bezahlen ohne Bargeld nicht lückenlos überwacht zu werden, ist dann wohl mindestens genauso „urdeutsch“ (obwohl ich nicht finde, dass das viel mit Nationalität zu tun hat, aber ich greife mal deine Wortwahl auf).
        Edward Snowdens Enthüllungen flächendeckender Überwachung sind fast 10 Jahre her und beim Otto-Normal-Nutzer immer noch nicht angekommen (werden sie wahrscheinlich auch nicht, denn bei dem geht Bequemlichkeit vor Freiheit). Schau dir mal die Videos vom Chaos Computer Club dazu an.
        https://media.ccc.de/

  6. Ich habe eine Bankkarte mit Maestro, Geldkarten und girogo Logo. Alle drei Dienste werden eingestellt und sicher nicht mehr von meiner nächsten Bankkarte unterstützt werden. Mal sehen, wie es mit den Karten weiter geht. Dürfte gegen Ende dieses Jahres eine neue Bankkarte bekommen.

    • Maestro läuft ja noch eine Zeitlang.
      Danach wird es wahrscheinlich eine Debit Kreditkarte oder eine Girocard mit Debit Kreditkarte als co-badge (2 in 1).

  7. Ich verstehe nichts

  8. Gibt es denn nun schon eine europäische nicht-Amerika-abhängige Bezahlmöglichkeit mit ähnlicher Akzeptanz wie Maestro oder Visa?
    Oder wird es das demnächst geben?

    Wie ist es mit PayPal?
    Wird das eventuell entsprechend angepasst?

  9. Wolfgang D. says:

    Wenn man die kostenpflichtig werdende Girokarte bei etlichen Banken sieht und das Ende auch dieser vorhergesagt wird, Maestro wegfällt, ist die Einstellung der bisherigen Zusatzdienste nachvollziehbar. Dabei hätte man die Geldkarte nur über das Internet am heimischen PC aufladbar machen müssen, um den Flop zu vermeiden.

    Aber wenn man sieht was für Gedöns hiesige Geldinstitute seit PSDII verzapfen, um den Kunden noch mehr zu nerven, war das folgerichtiges Verhalten. Für mich verliert dieses Onlinezeugs immer mehr seinen Nutzen, und dagegen immer aufwändiger und teurer. Wenn man bargeldlose Zahlungen und Konten wenigstens so einfach wie in Indien oder China abwickeln könnte, aber unsere Zahlungsunternehmen haben die Handbremse ja fest angezogen weil sie da nicht mehr mitverdienen können.

  10. Dann dürfen wir gespannt sein, ob die Leipziger Verkehrsbetriebe bis dahin eine Alternative anbieten, denn in der Straßenbahn funktionieren nur Münzen oder Geldkarte. Nur dafür habe ich sie aufgeladen.

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