Gedanken an eine l?ngst vergangene Zeit – Part I


Fr?her war alles besser. Wird jeder best?tigen k?nnen. Egal wie alt. Fr?her gab’s noch richtige Winter – und keine Gentomaten aus Holland. W?hrend mein WinAmp so dudelt, erinnere ich mich, aufgrund der dort laufenden Musik, an meine „wilde“ Zeit – die 90er. Mein pers?nlicher R?ckblick – unvollst?ndig und aus dem Zusammenhang gerissen.

Peng – wir waren Weltmeister: 1:0 gegen Argentinien. Ich war 13, auf unserer Klassenfahrt dudelte Enjoy the silence von Depeche Mode. Die ersten Kippen gingen rum und Pils und Eckes Edelkirsch gabs auch. Auch gerne geh?rt: Easy von IceMC und The Power von Snap.

Es war die Zeit, in der ich von Spielkonsolen und Kommerzwahn ?berflutet wurde. Wer verkaufte schon nen alten C64 um sich das arschteure Paar Reebok Pump zu kaufen? 389 Mark habe ich daf?r gelatzt. Gehalten hat die Gr?tze nur ’n halbes Jahr – dann waren die durch. Naja, man hatte ja noch Nike Agassi…..

Gegen alles und jeden sein war auch mal wieder in. Ich war gegen nichts. Mich interessierte der ganze Hype um die Wiedervereinigung auch nicht. Hauptsache es gab Freitag Abends die 99-Pfennig-Party in unserer kleinen Disco. Da hat man sich halt richtig aus dem Leben geschossen.

Der erste Techno (oder wie immer man es nennen will) kam auf. Nach U96 mit „Das Boot“ kam nur noch solch Ged?ns: „Who killed J.F.K.?“ oder „James Brown is dead“. Da hat man lieber heimlich „Verdammt ich lieb dich“ von Matthias Reim geh?rt. Dazu noch nen sch?nen Pony bis zum Mund – und man sah astrein lausig aus. Mensch, was hab ich f?r Kohle f?r CDs rausgehauen, f?r die ich mich heute sch?men w?rde. Mindestens zwei CDs hab ich pro Woche gekauft. Platten gabs ja leider kaum noch.

1993 kamen die neuen Postleitzahlen raus: Gew?hnt habe ich mich bis heute nicht daran.
Mit 16 biste mit ner Mofa die 70 f?hrt der King des Viertels. Honda Camino mit Keilriemenantrieb. Mit 16 trinkste auch soviel, dass du nicht mehr weisst was los ist. Es f?hrt kein Weg daran vorbei: DU wirst dich besoffen l?cherlich machen, rumheulen und ?ber das Leben philosophieren.

Unbeschwerte Jugend: Nur Schule als Pflicht. Geld f?r Bier gabs immer – und geteilt wurde alles br?derlich.



Mit 16 habe ich auch behauptet, jederzeit mit dem Rauchen aufh?ren zu k?nnen. Ach ja, ich rauche heute noch – soviel zum aufh?ren.

Privatparty – Herrlich. Da ging es nur darum M?dels kennen zu lernen – oder zu trinken. Oder beides. Harten Schnaps haben wir nie beim lokalen Tante-Emma-Laden bekommen. Aber man wusste sich zu helfen: „Junge Frau, der G?nther hat uns geschickt“. Schon konnte man Schnaps kaufen – denn der lokalans?ssige Alkoholiker war bekannt 😉

Man hatte Angst was zu verpassen, im Leben nichts zu erleben. Man war mittendrin.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

3 Kommentare

  1. Manuel Breitfeld says:

    Gedanken an eine l?ngst vergangene Zeit – Part IEin J?ngling unter uns Bloggern, Caschy, legt am ersten Tag seines Blogs so richtig los. 😉
    Er rekapituliert die vergangene Zeit und berichtet ?ber alles, was fr?her vermeintlich besser oder zumindest anders war.
    Oh Caschy, man k?nnte gerade meinen, …

  2. Caschy, woher kennst Du denn meine Jugend!? *emp?r*

  3. Jaja.das waren echt noch Zeiten damals,manches besser als heute.meinen ersten Brand werde ich nie vergessen,danach nie wieder, sagte ich damals und heute?Immer "Schweinem??ig " unterwegs.