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Gboard: Google erklärt kollaboratives Lernen ohne zentrale Trainingsdaten

Google hat natürlich eine eigene Software-Lösung für eine Tastatur am Start, die nicht nur unter Android, sondern auch unter iOS zu finden ist. Google setzt das Gboard sehr geschickt ein und verzahnt die eigenen Dienste natürlich damit. Google hat ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert und erklärt in einem Beitrag, wie man derzeit rund um das Gboard forscht. So geht es darum, weniger das Wissen aus der Cloud zu zerren, stattdessen auch Informationen zu nutzen, die lediglich rein lokal vorliegen. Das könnte auch Datenschützern gefallen.

So gibt es das Modell des föderierten Lernens und dem darunter liegendem Datenschutzsystem namens „Sichere Aggregation“. Wenn Gboard einen Wortvorschlag anzeigt, dann speichert das Smartphone lokal Informationen über den aktuellen Kontext und protokolliert, ob ihr den Vorschlag auch geklickt habt. Diese gespeicherten Informationen sollen dann zukünftig in Verbindung mit dem Standard-Set (aus der Cloud) genutzt werden, um dem Nutzer bessere Wortvorschläge zu liefern.

Doch auch andere lernen davon: So sollen alle so zusammengefassten Informationen in Form eines Updates in die Cloud wandern. Hierbei handelt es sich nicht um eure persönlichen Daten, sondern nur um das Update der Ergebnisse aus den zur Verfügung gestellten Cloud-Daten im Mix mit eurem lokalen Modell. Diese Informationen werden dann vermengt um das bekannte „Shared Modell“ zu verbessern.

Sämtliche Trainingsdaten sollen dabei auf dem Gerät verbleiben, keine individuellen Updates in der Cloud landen. Federated Learning sorgt laut Google dafür, dass die Vorhersage besser wird, zudem spricht man von positiven Auswirkungen auf den Energieverbrauch und niedrigerer Latenz. Bereits jetzt testet man das System mit Gboard auf Android.

Wer das Ganze, doch sehr trockene Thema nachlesen möchte, der kann dies im Research-Blog von Google tun. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Tastatur von Google macht mehr auf eurem Gerät und zieht / pustet weniger in die Cloud. Das soll positive Auswirkungen haben.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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