Game Over: Darum sind viele Spiele heute so besch…eiden

Videospiele sind mein Hobby, seit ich ein kleiner Knirps gewesen bin. Es fing an mit dem Atari 2600 und dem C-64, erstreckte sich über das Super Nintendo und die erste PlayStation und geht heute bis hin zu PS4 Pro und Xbox One X. So liebe ich Titel wie „Persona 5“, The Witcher 3″ oder auch jüngst „The Outer Worlds“. Trotzdem gibt es immer wieder Zeiten, in denen ich mich frage, was zur Hölle da los ist mit Publishern und Entwicklern. Und vielleicht stellt ihr euch manchmal im Hinblick auf Mikrotransaktionen, Loot Boxes oder Battle Passes die Frage: Wo ist der Spaß hin?

Dieser Beitrag ist dabei nur meine persönliche Meinung und ich möchte klarstellen: Ich finde nicht, dass alle Spiele heute Mist wären. Ganz im Gegenteil: Jedes Jahr gibt es eher zu viele als zu wenige Titel, die mich interessieren. Und gerade in dieser Konsolengeneration würde es mir schwerfallen, mich auf meine absoluten Games-Favoriten festzulegen.

Doch in letzter Zeit fällt mir immer stärker auf, was da eigentlich für kuriose Dinge geschehen bei Entwicklern und Publishern – speziell meine ich da die In-Game-Monetarisierungen. Wohlgemerkt rede ich nicht nur von Mobile Games aus dem Free-to-Play-Bereich, sondern von Vollpreis-Titeln für PC und Konsole.

Bevor nun der erste Kommentator raunt „Das war schon immer so, biste jetzt erst aufgewacht?“ Nein, das war eben nicht immer so. Und dafür möchte ich ein paar jüngere Beispiele aus der Gaming-Industrie aufgreifen und meine persönliche Meinung dazu mit euch teilen. Ich teile das Thema dabei in zwei Beiträge auf, damit hier kein Mammutwerk entsteht und weil es einfach zu viel gibt, als dass ein Beitrag alles abbilden könnte.

Spiel ist unfertig? – Komm, mach mal Early Access!

Publisher sind kreativ. Eigentlich sollte es das Ziel sein, dass sie bzw. ihre Entwicklerstudios Games produzieren, die Spaß machen. Ein gutes Spiel verkauft sich, generiert Mund-zu-Mund-Propaganda, baut eine Marke auf. Doch irgendwann bekam man den Hals nicht mehr voll. Einfach nur ein fertiges Spiel veröffentlichen und verkaufen – das ist viel zu langweilig. So kam man auf einen neuen Dreh: Mach doch mal Early Access!

Das bedeutet, man schnoddert Spiele raus, deren Produktion aber eigentlich noch in vollem Gange ist. Spieler dürfen während der laufenden Entwicklung ran und geben Rückmeldungen ab. Dadurch erhalten die Entwickler die Chance vorm finalen Release Fehler zu korrigieren. Klingt grundsätzlich nach Win-Win – Qualitätssicherung durch eine breite Gruppe an Playtestern, die als Gegenzug als erste an ein Spiel kommen. Tja, aber wenn der Vollpreis für Early-Access-Titel ausgerufen wird, dann läuft in meinen Augen etwas schief.

Ergebnis: Der Spieler bezahlt dafür, als Beta-Tester zu agieren – in der Hoffnung, dass irgendwann mal ein gutes Spiel das Ergebnis ist. Problem: Viele Early-Access-Titel werden niemals fertiggestellt. Bei kleineren Entwicklern kann es passieren, dass einfach das Geld ausgeht oder die Lust vergangen ist. Bei größeren Titeln wie „Star Citizen“ kommt es hingegen vor, dass ein ambitioniertes Team bzw. ein weitschweifiger Kreativer dahinter steckt, der sich in Details verliert. Oder ein Publisher stellt fest: Beim Early Access machen zu wenige mit – stampfen wir das Ding lieber ein, als noch mehr Geld reinzubuttern und ein Verlustgeschäft zu machen. In die Röhre gucken die bisherigen Early-Access-Käufer.

Am Ende gibt es viele Gründe, aus denen ein Early-Access-Projekt scheitern bzw. eingestellt werden kann. Grundsätzlich habe ich gegen diese Art der Veröffentlichung und Einbindung der Community nichts. Allerdings entwickelt sie sich immer mehr dazu, Spieler zu Beta-Testern umzuwandeln – und der Gamer zahlt auch noch für dieses zweifelhafte Privileg.

Tote Hose im Spiel, aber: „Wir ham da mal so ne Roadmap…“

Early Access hat den Nachteil, dass man ein noch in der Entwicklung befindliches Game als Retail-Version in den Laden stellen kann. Doch Publisher haben längst einen zweiten Kniff gefunden, um unfertige Spiele mit wenig Inhalt trotzdem als „fertig“ rauszuhauen: die Roadmap! Man veröffentlicht also ein Spiel, für das eigentlich viele Inhalte noch komplett fehlen. Tja, da ist man sich bewusst, dass die Gamer davon womöglich rasch enttäuscht sind. Was macht man also? Schließlich will man möglichst schnell an Kohle kommen, statt ohne greifbare Einnahmen weiter zu tüfteln..

Die Lösung: Man kündigt eine Roadmap an. Am liebsten mit Sprüchen wie: „Wir haben einen Plan für mehrere Jahre!“ Wenn ihr so etwas hört, dann macht lieber einen großen Bogen um das jeweilige Game. Denn was die Entwickler und Publisher euch eigentlich sagen wollen ist: „Okay, zum Launch ist im Spiel tote Hose… Aber irgendwann wird es mal viel besser… Na ja, vielleicht!“ Was ihr dann kauft, ist in erster Linie ein loses Versprechen – bei dem der Publisher keine Reue haben wird, es zu brechen, wenn die Verkaufszahlen nicht stimmen. Denn Beispiele, in denen die pompös vorgestellte Roadmap eines Spieles so viel wert gewesen ist wie die sinnlosen In-Game-Goodies für Vorbesteller, gibt es zahlreiche.

Einer der Worst-Offender, der mir sofort einfällt, ist „Anthem“. Die tumulte Entwicklung des drögen Loot-Shooters wurde mit immenser Recherche bei Kotaku dokumentiert – sehr lesenswert! So stimmte man die Spieler zum Launch erst einmal mit einer ach so dollen Roadmap ein, welche mehrere Akte mit neuen Inhalten für das Spiel versprach. Nachdem man Akt 1 zunächst verschieben musste, kündigte man kurz nach dem großen Cataclysm-Update in bestem PR-Speak an, sich ganz von dem Akt-Modell (höhö) zu verabschieden.

Die Begründung war zugleich logisch wie absurd: Man wolle erstmal die Kernprobleme des Gameplays von „Anthem“ beheben. Man sollte annehmen, dass soetwas vor der Veröffentlichung passieren würde – nein, Bioware und EA fangen über ein halbes Jahr nach Release an zentrale Probleme anzugehen.

Als zweites Game, das im Grunde alle Register gezogen hat um Fans der Marke zu vergraulen, muss man wohl „Fallout 76“ erwähnen. Mittlerweile zur Lachnummer der ganzen Gaming-Community avanciert, ist nur Bethesda selbst das Lachen im Halse stecken geblieben. Dieses Online-Spiel erschien zwar mit gigantischer Spielwelt, in der sich aber letzten Endes nur gähnende Leere verbarg: stumpfe Fetch-Quests, keinerlei NPCs, schlechte Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Spielern.

Das unterhaltsamste an „Fallout 76“ sind wohl die endlosen Videos zu den Bugs, welche bei YouTube eine Eigendynamik entwickelt haben. Schön wäre es, würde ich da atomare Käfer in der Postapokalypse meinen, doch selbst Monate nach Veröffentlichung weiß Bethesda da immer wieder neue Kalauer zu liefern. Zuletzt etwa brachte man Spieler zum Kopfschütteln, als man das Wastelander-Update auf 2020 verschieben musste, welches endlich NPCs implementieren sollte.

Stattdessen fand man locker Zeit um ein Abonnement namens „Fallout 1st“ zu ersinnen – für stolze 119,99 Euro im Jahr oder 14,99 Euro monatlich. Der pure Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass man dafür im Wesentlichen Tand erhält. Schlimmer noch: Die einzig sinnvollen Bestandteile des Abos, die Möglichkeit in geschlossenen Welten mit Freunden zu Spielen und unendlich viele Crafting-Items in einem Container zu lagern, waren zum Start von Fallout 1st verbuggt. So verschwanden verstaute Gegenstände einfach aus den Containern und die privaten Spielwelten waren nicht korrekt in sich geschlossen.

Der vergisst man schon fast wieder, dass Bethesda zudem vor dem Launch angekündigt hatte, dass „Fallout 76“ über den In-Game-Shop nur kosmetische Items anbieten würde, später aber doch Objekte den Weg dorthin bewältigten, die durchaus spielerische Vorteile verschaffen. Schade, denn damit hat sich das Unternehmen so viel Credibility in der Community verspielt.

Bezahle uns, damit du unser Spiel nicht zocken musst

Noch bunter treibt es vielleicht nur noch Ubisoft. So bescheuert das klingen mag: Die Franzosen verkaufen mittlerweile für Titel wie „Tom Clancy’s Ghost Recon Breakpoint“ sogenannte Time Savers. Ja, richtig gehört: Ihr kauft von dem Publisher ein Spiel und bezahlt am Ende dafür, dass ihr es nicht spielen müsst. Auf so eine Idee muss man auch erst einmal kommen. Doch daran wird ein Problem deutlich: Wer Mikrotransaktionen verteidigt, argumentiert oft: „Stört doch nicht! Sie sind ja optional! Kann man ignorieren! Das Spiel wird dadurch ja nicht schlechter!“ – doch, wird es in vielen Fällen.

Denn die Planung von Mikrotransaktionen fließt tief in die Entwicklung ein. Wie sonst könnte man Time Saver überhaupt anbieten? Ein Spiel soll doch Zeit vertreiben, dabei Spaß bringen – nicht etwas sein, dass ich möglichst schnell hinter mich bringen möchte. Leider entwickelt man hier aber so, dass das Spiel absichtlich keine Freude bereitet, sondern in Arbeit ausartet, die man gerne umgehen möchte – durch In-Game-Käufe.

Sprich: Das Gameplay wird absichtlich anders gestaltet, denn es wird um Mikrotransaktionen herum entwickelt. Man geht also genau „falschrum“ vor. Statt in erster Linie ein gutes Spiel zu entwickeln, damit es sich über seine Qualität gut verkauft, entwickelt man Mikrotransaktionen und baut drumherum ein Game auf. Deswegen gibt es mittlerweile in vielen Titeln, unter anderem in Ubisofts Open-World-Titeln, so viel Grinding und so gigantische Spielwelten mit immer gleichen Aufgaben.

Doch wem macht das noch Spaß? Über 100 Stunden habe ich etwa „Assassin’s Creed Odyssey“ gespielt – wahrlich kein schlechtes Spiel, das mir in vielen Augenblicken viel Freude gemacht hat. Doch nach dem 99. Banditen-Lager hatte selbst ich keine Lust mehr noch Erfahrungspunkte durch derlei Nebenaufgaben zu sammeln, die am Ende nur einen Haken auf der Karte setzen. Doch darum geht es heute den Publishern und Entwicklern. Ob ihr Spaß habt, ist zweitrangig: Wichtig ist das „Engagement“ – das ist die wahre Währung der Gaming-Industrie. Ihr sollt an das Spiel gebunden werden, möglichst viel Zeit hinein pumpen – und am Ende auch mal Geld für eine Abkürzung ausgeben.

Morgen geht es mit Teil 2 meines Kommentars weiter und da werde ich nochmal auf Themen wie „Wale“, Loot Boxen und Battle Passes genauer eingehen. Bis dahin interessiert mich eure Meinung: Geht es nur mir so oder vermisst ihr es auch manchmal einfach ein fertiges Spiel zu kaufen und zu zocken? Klingt so einfach, erscheint aber so kompliziert. Gut, dass es da zumindest noch manche Ausnahmen, wie „God of War“, „Horizon: Zero Dawn“ oder „The Outer Worlds“gibt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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148 Kommentare

  1. The outer World ist aber gerade auch ein negativ beispiel. die Welten wirken generisch, zum teil stehen in den siedlungen die gleichen Häuser unterscheiden sich nur darin ob man ne Tür aufmachen kann. egal wann man an den selben Ort zurückkommt es ist immer dieselbe Tageszeit und die typen stehen immer an der gleiche stelle.

    • Nun zum teil gebe ich dir recht. Ich sehe aber auch viele andere Probleme. Zum einen ist es schwierig etwas komplett neues zu machen da alles irgendwann mal da war. The Outer Worlds und Rage 2 haben ein bisschen was von Borderlands bzw. erinnern mich ein wenig daran.(wobei nicht die Storys gemeint sind)
      In Sachen Racing Games kommt auch gefühlt nichts neues mehr. Ich habe mit 3 oder 4 Jahren mein erstes Need for Speer gespielt. Mit meinem Vater am PC war das damals ein riesen Spaß. Jetzt sehe ich immer wieder neue Titel und es wird einfach immer Schlechter. Das Fahrgefühl ist echt mies und die Storys sind ziemlich platt und schnell vorbei. Ich weiß das es früher auch schon nicht viel story in NFS gab aber man hatte trotzdem ne anständige Spiel Zeit bis man es durch hatte. Und das Fahrgefühl war viel besser z.b. in Most Wanted. Heutezutage einfach unpräzise und hakelig. Und zum Schluss erwähne ich noch schnell die FPS Spiele wie BF und CoD. Auch alles nicht mehr so wirklich das ware. Vor allem BF5 ist ein Sehr gutes Beispiel wie man ein nicht mal halb fertiges Spiel raushaut und es dann versucht halbherzig zu retten.

      Letzt endlich ist die Gaming Comunity mittlerweile so groß das sich die Publisher und Entwickler nicht viel Mühe geben müssen weil es dann doch immer genug Leute gibt die sich die spiele doch kaufen oder weil sie so viele spiele haben das sie trotzdem noch ausreichend Gewinn machen.

      • Ich bin nur bedingt deiner Meinung
        Es gibt viele Games, die im Early Access rausgeworfen werden
        Siehe Steam z. B. Da sind Games seit Jahren im Early Access, die werden gekauft und am Ende passiert nichts
        War Fallout 76 ein Reinfall? Vielleicht
        Aber es gibt viel schlimmere
        Anthem, von dem niemand mehr spricht, EA, die nur noch Müll raushauen, umd die Pioniere mit Lootboxen waren
        Oder willst du für Kartensets zahlen?
        AC Origins ist eim echt gutes Spiel und im Gegensatz zu vielen anderen schafft es Ubisoft, Geschichten zu erzählen und Geschichte näher zu bringen
        Macht das RD2 oder CoD?
        Wohl kaum, und das mit den Feinden eliminieren um zu Leveln ist definitiv nicht neu
        Du musst es ja nicht machen, wenn du nicht willst
        Ganz einfach
        WOW hatte im übrigennauch schon pay-to-win
        Alles nichts neues
        Ich persönlich bin von Outer Worlds enttäuscht, das ist nichts anderes als ein Fallout New Vegas 2 aufgehübscht
        Aber jeden das seine
        Nur solltest du nicht auf die üblich verdächten rumhacken, das ist fishing for compliments
        Schau mal ein bisschen über den Gaming Rand

      • Was Racing Games angeht, kann ich nur die Forza Horizon serie empfehlen. Da haben die Entwickler noch Spaß an der Arbeit und das Fahrgefühl ist genau die richtige Mischung aus Arcade und Realismus. Meine Meinung.

  2. Stimme dir bis jetzt in allen Punkten zu 100% zu. Zocke seit der Snes bis hin zur Xbox One X und PS4, aber in letzter Zeit (2018/2019) hab ich einfach keine Lust mehr auf zocken, weshalb ich zb auch die PS4 verkauft habe und die Xbox nur noch als Streaminbox und Blu Ray Player nutze.
    Der Grund warum ich absolut keine Lust mehr habe ist, die Spiele machen 0 Spaß, kommen immer unfertig auf den Markt, diese ganze Dlc Politik (wofür man extra zurkasse gebeten wird) und das schlimmste alle Spiele werden zig mal wiederverwertet nur halt mit anderem Setting. Es gibt selten was neues und wenn, dann ist es so schlecht oder uninteressant umgesetzt mit der Folge das Konzept flopt und man hört nie wieder davon.
    Also in meinen Augen entwickelt sich die Gaming komplett in die falsche Richtung, ist wie die Film Industrie, es wird nur noch altes immer wieder neu verpackt. Auf Dauer Schadet sich die ganze Gaming Industrie, mit ihrem derzeitigen Verhalten, nur selbst. So sehe ich das ganze.

    • Am besten die Xbox One X auch noch verkaufen; auf Blu Ray kommt ja auch kaum originell Neues.

      Kauf dir Bücher: sind fertig, kein DLC,… oh wait, da wird ja auch viel wiederverwertet.

      Am besten Loch in Erde graben, reinlegen und mit Stein abdecken.

  3. Danke Dir!

    Und für die PC Welt mit ihren Trillionen Anwenderkonfigurationen hat es immer eine DEMO des Spiels gegeben, wo man testen konnte, ob das 100 Mark Spiel auch funktioniert, wenn ich es kaufe.

    • In Zeiten von Steam Refunds ist das doch nicht wirklich ein Problem, oder?

      „Sie können eine Rückerstattung für nahezu jeden Einkauf auf Steam beantragen – aus jeglichem Grund. Vielleicht erfüllt Ihr Computer nicht die Systemanforderungen; vielleicht haben Sie ein Spiel versehentlich gekauft; vielleicht haben Sie den Titel eine Stunde lang gespielt und mögen ihn einfach nicht.

      Das ist nicht entscheidend. Valve erstattet bei Anfragen über help.steampowered.com jeden Titel zurück, für den innerhalb der vorgegebenen Rückgabefrist eine Rückerstattungsanfrage eingeht und der nicht mehr als zwei Stunden gespielt wurde. Weitere Informationen hierzu finden Sie unten. Sie können auch dann eine Anfrage stellen, wenn Sie die genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, und wir werden diese überprüfen.“

      • Du hast den Sinn einer Demo nicht verstanden kann das sein?

      • Naja, ein Riesen-Download des kompletten Spiels (Demos sind i.d.R. kleiner), um dann in einem relativ kleinem Zeitfenster von zwei Stunden ein evtl. etwas komplexeres Spiel zu testen, nur um dann festzustellen, dass es doch nicht wie erwartet ist? Und dafür noch finanziell mit dem Vollpreis in Vorleistung treten, in der Hoffnung, dass beim Refund auch alles über die Bühne geht? „Oh, waren das jetzt 2 Stunden und 5 Minuten? Hoppla“
        Öhm, nein danke.

      • Cpt.Knäckebrot says:

        Hmm, das jemand bei der Rückerstattung über Steam jemals sein Geld zurück bekommen hat, zweifel ich stark an. Was du bekommst, ist eine Gutschrift auf dein Steam-Konto. Was aber kein Geld zurück bedeutet. Steam behält dein Geld, nur das du nen Coupon(Sinnbildlich) fürs nächste Spiel hast.

        • Nein das ist nicht richtig. Wenn du bspw. per Sofortüberweisung ein Spiel erworben hast, bekommst du das Geld i.d.R. nach 14 Tagen auch wieder auf dein Konto gutgeschrieben. Da wirst du vorher gefragt, ob Steam-Konto oder Bankkonto bzw je nachdem wie du bezahlt hast. Ich habe schon etliche zurückerstattet und niemals ein Problem damit gehabt. Alles wurde korrekt zurücküberwiesen. Das was du da erzählst ist schlichtweg nicht wahr. Keine Ahnung voher du diese Information hast.

        • Ist bei mir genauso schon sehr oft ein Game zurück gegeben wenn mann innerhalb der 2 Std liegt und der kauf nicht 14 Tage zurückliegt gibt es bei Steam auch keine Probleme

    • Wir müssen nicht zur Demo zurück. Heute können wir uns besser über Spiele informieren als jemals zuvor. Es gibt zu fast jedem Spiel zahlreiche ausführliche „Let´s Plays“ und man kann diverse Platformen für ebenfalls ausführliche Rezensionen aufsuchen.

      Eine Demo ist damals ziemlich eingeschränkt gewesen.

      (Inressant ist es, dass die Entwickler von „Death Stranding“ das zeigen von Spielinhalten einschränken. Das könnte man mal journalistisch beleuchten.)

      • Und am Ende hat man das Spiel 3x „durchgespielt“ bevor man es das erste Mal überhaupt gestartet hat.

        Früher musste man sich, auch bei Demos, komplett selber in ein Spiel reinfuchsen. Das macht natürlich die Spieleentwicklung schwieriger. Es soll so schwer sein das es eine Herausforderung ist aber für niemanden unlösbar sein sollte. Und damit sind wir auch bei der Einschränkung bei Death Stranding. Der Entwickler möchte halt das jeder sich das Spiel selber erschließt (ein Grund wieso es mich tatsächlich u.a. interessiert).
        Ist wie bei den Kinotrailern wo du nach dem Film feststellen musst das in den Trailern vorher alle gute Szenen bereits gezeigt worden waren inkl. einer Ankündigung des „überraschenden“ Filmendes.

      • Achso ein Lets Play gibt Auskunft wie das Spiel auf der eigenden Hardware läuft, wie genau sich die Steuerung anfühlt usw. Ausserdem sabbeln Lets Player ständig rum weil sie im Livestream auf den Chat reagieren. Das stört und nervt gewaltig. Viele Lets Player werden auch dafür bezahlt. Heute müssen sie angeben, ob gesponsort oder nicht. Und jeder spielt anders, hat eine andere Meinung.
        Früher gab es das Shareware – Modell. (Wolfenstein oder Doom, Commander Keen, Quake etc. um nur ein paar Beispiele zu nennen). Kostenlos laden, ausprobieren, bei gefallen das komplette Spiel freischalten gegen Betrag X. Wieso sollte das heute anders sein. Das wir heute unsere Spiele umtauschen können liegt einzig und allein daran, das die Hersteller/Anbieter gesetzlich dazu gezwungen werden. Kein Umtausch, kein Vertrieb in der EU. Du kaufst dir doch auch kein neues Auto, weil der Testfahrer aus Sendung X das Modell in den Himmel lobt. Man fährt es vor dem Kauf eine Stunde selber.

        • Halten wir fest: Heute kann man sich vorher kostenlos in Hülle und Fülle und sämtlichen Sprachen gameplayvideos und tests von Profis und Laien eigener Wahl angucken, man kann sich auf Metakritik-Seiten kostenlos die Wertungen sämtlicher Spielezeitschriften sowie tausender Nutzer ansehen. Man bekommt teilweise kostenlose immer noch Demos und Free-Weekends angeboten und zuguterletzt kann man den Kauf nach dem Testen direkt wieder stornieren lassen, es also de facto immer kostenlos testen und bei Nichtgefallen zurückgeben.

          Natürlich steht unter all diesen Features trotzdem der Kommentar: „Früher war alles besser, da konnte man sich eine Spielezeitschrift kaufen und da war dann vielleicht ne Share-Ware oder Demo-Version drin. Und wenn mir ein Spiel nicht gefallen hat, dann bin ich halt mit dem Auto und der Quittung zum Vobis gefahren und vielleicht hat mir der Verkäufer sogar mein Geld zurückgegeben.“

          Man kann es nie allen Leuten recht machen, aber manchen Leuten kann man es einfach nie recht machen.

      • Das finde ich nicht, die Demo ist immer noch am aussagekräftigsten, vor allem von der technischen Seite her siehst du gleich ob das Spiel auf deiner Konfiguration akzeptabel läuft und das Problem mit Let’s Plays ist halt das sie das Spielgefühl überhaupt nicht vermitteln können, ob es Spaß macht erfährst du nur durch selbst spielen, was mir auch immer übel aufstösst ist wenn bekannte Let’s Player offensichtlich dafür bezahlt wurden, ganz besonderen Spaß an dem Spiel zu haben.

  4. Stimme da auch voll zu. Ich kaufe mir schon kein neues Spiel mehr. Hab den Xbox Game Pass und sollte ein Spiel das ich haben will da nicht drin sein warte ich gerne auch mal so lange bis es mindestens mal ein Jahr auf dem Markt ist. Vorbestellen oder Spiele direkt im ersten Jahr kaufen kommt bei mir nicht mehr in Frage, da hat die Gaming Industrie mein Vertrauen verloren. Und was ich nach nem Jahr nicht mehr spielen will, ist auch nicht so wild.

  5. Der Artikel spricht mir aus der Seele. Viele Spiele werden gezielt ausgebremst und nervig designt, nur damit der Spieler sich mit Geld davon befreien kann. Pervers. Es sollte genau umgekehrt sein.

  6. Hey Andre, dein Kommentar kommt gerade wie gerufen. Hab mir heute Fallen Order installiert und 3 Stunden gezockt. Habe jetzt keine Lust mehr. Das Spiel ist einfach mal Tomb Raider mit anderen Texturen und Models. Echt krass. Trotz allem feiern aber auch die ganzen Spiele Magazine dieses spiel. Selten so einen Aufgruss gesehen. Ich verstehe aber auch nicht warum die „Gamer“ unreflektiert jedem Hype hinterher laufen. Richtig schade. Habe total Bock mal wieder nen gutes und anspruchsvolles Spiel über den Winter zu zocken, aber irgendwie reizt mich kaum was. Ich bin jetzt 34 und manchmal frage ich mich, ob es an mir liegt – bin ich nicht mehr so einfach zu begeistern?

    Schönes Wochenende euch allen!

    • Hatte ich auch Jahrelang und dann kam die Switch. Nun hab ich dutzende Games und spiele faktisch wieder täglich ein Stündchen. Manchmal kommts einfach so. PS: ist meine erste Nintendokonsole überhaupt und war hauptsächlich für die kids gedacht..

      • Pappenheimer says:

        Geht mir ähnlich. PC, Xbox One X und PS 4 verstauben bei mir, die Switch läuft regelmäßig. Mit Abstand die spaßigste Konsole für meine Freundin und mich. Und ich habe mit meinen 32 Jahren auch von kleinauf viel gezockt. PS 4 und Xbox/PC langweilen nur noch.

      • Ich hatte schon immer nur Nintendo Konsolen und einen PC. Die anderen Konsolen reizten mich nie genug.

        Die Switch ist in ihrem Spieleangebot genial, allein schon Nintendos eigene Titel sind die besten ihrer Spielereihen (welche ja oft schon alt sind).

        Mario Odyssey
        Zelda: Breath of the Wild
        Smash Bros. Ultimate

        oder auch neuere Titel wie

        Splatoon 2
        Astral Chain

        sind alles mMn geniale Vollpreistitel, die keine Mikrotransaktionen anbieten und auch nur wenige DLC, die allerdings nicht so wirken, als waren sie von Anfang an als DLC vorgesehen.

    • totallynotarobot says:

      So ein Quatsch.

      Ja, Fallen Order bedient sich bei einigen Spielen (Tomb Raider, Dark Souls, etc.) jedoch zu behaupten, das Spiel wär lediglich „Tomb Raider mit anderen Texturen und Models“ ist vollkommen übertrieben und ungerechtfertigt. Vielleicht solltest Du mal etwas weiter spielen, ansonsten kann man Dein Urteil nach 3h Spielzeit leider kaum erst nehmen.
      Gute Spielmechaniken zu übernehmen ist seit langem gang und gäbe, deshalb sind noch lange nicht alle Spiele gleich (Demnach wäre Sekiro schlecht weil es ein Soulslike ist, etc.). Nur weil Du dem „Hype“ nichts abgewinnen kannst, macht es das Ganze noch lange nicht schlechter.

      Dir auch ein schönes Wochenende!

    • André Westphal says:

      Fallen Order ist wirklich nicht gerade innovativ und bedient sich stark bei z. B. Uncharted. Das Spiel an sich gefällt mir aber überraschend gut und vom EA hätte ich auch nicht erwartet komplett auf einen In-game Shop, Season Pass und Mikrotransaktionen zu verzichten – kann deine Kritik aber absolut nachvollziehen.

    • Das Letzte Spiel, welches mich uneingeschränkt begeister hat, war Witcher 3. Die beiden DLCs hab ich mir damals auch gekauft und insgesamt hab ich den Titel bestimmt 6 mal zu 100% gespielt.
      CD Project hat einfach unglaublich viel Liebe in das Spiel gesteckt.
      Platz 2 wäre GTA V gefolgt von Dark Souls/Sekiro.
      In sachen Auto-Rennen ist Forza Horizon nur zu empfehlen. Zwar teuer, aber extrem viel Inhalt. Online-Rennen tun ihr übriges.
      Für Zocken mit meinen Freunden hab ich mir noch Battlefront und Battlefield günstig geschossen, da tatsächlich bei beiden immer neue Inhalte/Spielmodi/Maps kostenlos dazu kommen. Aber hier halt nur mit Freunden.
      Damit hab ich meine gesamte Spielliste der letzten 5 Jahre aufgezählt.
      Natürlich hab ich zig andere Spiele angespielt, aber schnell verworfen.
      Im übrigen bin ich ebenfalls 34 und springe auf keine Hype-Welle mit auf, sondern gehe mit nüchternen Erwartungen an die Sache.

    • Ja, es liegt an dir 😉 Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

  7. Klingt vielleicht ein bisschen albern aber ich habe hier immer noch meinen C64 mit der 1541 Floppy und dem Monitor 1702 stehen. Und auf den letzten funktionierenden 30 Disketten sind die wichtigsten Titel gespeichert.

    Und selbst nach ca. 35 Jahren macht es immer noch genauso viel Freude wie am Anfang. Nach einer Runde Tapper, Donkey Kong, International Karate, Wizball usw. da kocht das Blut vor Adrenalin. 🙂

    • Wizards of Wor und Archon! Meine ersten 2 Games..

      • Archon, o ja! Loderunner! Das waren noch Zeiten 🙂

        Warum ich heute kaum noch spiele, liegt allerdings nicht nur daran, dass ich viele Spiele als mäßigen Aufguss alter Spielideen (und/oder Geldmache) erlebe, sondern wohl auch daran, dass ich schlicht und ergreifend etliche Jahre älter geworden bin und in meinem Leben andere Prioritäten setze.
        Da bräuchte es dann schon eine wirklich tolle Spielidee, die entsprechend umgesetzt ist – wovon ich aktuell nichts sehe. WoW konnte mich vor Jahren noch begeistern, Minecraft dann später auch – und heute spiele ich, wenn ich spiele, am ehesten … … … Schach 🙂

        • Hey Thorsten, gute Nachrichten zu Loderunner, davon gibts aktuell ein echt gutes Fan-Remake ^^ google mal nach „Quarkrobot“. Die haben das Spiel komplett nachgecoded für moderne PCs, inclusive verbessertem Level-editor und online multiplayer. Ich hab damit im Moment sehr viel Spaß :>

      • Hahaa, ja WoW war der Hammer und das mit einem durchdringenden Sound.

        Es gab so irre geniale Spiele auf dem C64. Spy vs. Spy, Last Ninja, Green Beret, Commando, die Liste ist ewig lang.

        Kennt noch wer die „Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften“ und den Freiherr von Gravenreuth? Hahaaa 🙂

        • Frau Monssen-Engberding von der BPJS war auch immer für einen Lacher gut, hatte gerade letztens ein Video auf YT gesehen, in der mehr oder weniger dokumentarisch die „Arbeit“ der Damen und Herren der BPJS beleuchtet wird. Es wurde dann gezeigt, dass dann, aufgrund mangelnden Zugangs der Herrschaften zu Computerspielen, teilweise *Minderjährige* Spieler den Testpart übernommen haben. In einer Szene steht dann die Monssen-Engberding vor dem Rechner, während eine andere Kollegin gerade wortwörtlich mit einem Spiel „kämpft“, da mussten dann die Kids ran, lach…

          Eine schöne Zeit, mit Lektüre wie AmigaJoker, ASM, PCPlayer, PCGames… besonders der Trupp um PCPlayer, wie Boris Schneider oder Heinrich Lenhardt, war schon legendär, da habe ich noch jeden Monat auf jedes Heft gewartet…

  8. Das betrifft leider jedes Medium, jede Nische und jedes Hobby mit der Zeit. Alles, was langsam in der Mitte der Gesellschaft ankommt, wird systematisch kaputt gemacht, weil es von Außenstehenden durch Gewinnmaximierung ruiniert wird. Film, Musik, Comics, Spiele… der Ablauf ist immer der gleiche. Hier wird er gut skizziert: https://meaningness.com/geeks-mops-sociopaths

    Was die Spiele an sich betrifft – ich spiele immer weniger und gebe auch immer weniger Geld dafür aus. Gut, man wird halt nicht jünger und die Prioritäten im Leben sind halt irgendwann anders, aber ich weiß ehrlich nicht mehr, wann ich mich das letzte Mal A) wirklich auf ein Spiel gefreut habe und B) wann ich dann nicht durch irgendeinen Scheiß wie Werbung, Lootboxen, DLC oder irgendeinen anderen Käse wie fehlende dedizierte Server derbe dabei enttäuscht wurde. In Kombination mit der schon oben angesprochenen erzwungenen Massentauglichkeit finde ich so allgemein immer weniger Spaß an den Spielen.
    Ich bin inzwischen dazu übergegangen, mir öfter alte Sachen von GOG zu holen, die ich damals nicht gespielt hatte. Natürlich ist da der Retro-Bonus dabei, aber ich habe dennoch das Gefühl, dass viele Spiele damals eher darauf abzielten, dem Benutzer eine schöne Zeit zu bereiten. Und so habe ich derzeit an Pharaoh mehr Spaß als an allen anderen Spielen, die ich im letzten Jahr erworben habe…

  9. Bei Early-Access weiß man ja, worauf man sich einlässt, bzw. sollte es. Viel schlimmer finde ich da die neue Methode: „Gaming-as-a-Service“. Da verkaufen sie die halbfertigen Spiele nämlich als fertig und reichen dann immer mehr Content von Zeit zu Zeit nach. Mein liebsten Beispiel ist dafür Battlefield V. Eines muss ich EA in diesem Fall echt lassen, die Updates (oder auch DLC gennant) sind kostenlos. Aber oft sind es Inhalte, die schon mit dem Release versprochen wurden oder deutlich umfangreicher sein sollten (bsp. Koop-Modus oder der Battle-Royal-Modus). Und es wurden keine Loot-Boxes versprochen. Wurde auch eingehalten, indem man die Dinger einfach anders nannte. Die Echtgeld-Währung und entsprechende „Lootboxen“ kamen deutlich später als angekündigt (eher ein Segen) zum Spiel dazu. Leider scheint sich dieser Trend in der Zukunft bei vielen Entwicklern/Publishern weiter fortzusetzen.
    Das heißt nicht es machte mir keinen Spaß, ich habe 350+ Stunden das Spiel gespielt und meiner Meinung nach die Kosten wieder heraus gespielt. aber seit dem Release von dem Battle-Royal-Modus und die Herausforderungen für Skins, wofür man den Modus spielen muss, ist mir die Lust vergangen, da ich dieses Genre persönlich gar nicht mag.

    Ich finde die aktuelle Entwicklung ebenfalls sehr schade und hoffe die Entwickler schlagen wieder eine andere bessere Richtung ein und behandeln uns Gamer wieder als Fans und nicht als Geldgeber.

  10. Stimmt das war nicht immer so. Denke ich zurück, da war das erste Spiel noch eher Hardware als Software. Dann kamen die ersten richtigen Computerspiele und es hat echt Spass gemacht zu spielen und auch die Entwicklung mitzuerleben.
    Eigentlich war alles gut, bis ja bis wann eigentlich? Ich denke es war schleichend. Da kamen die Kopierschutzmaßnahmen, wo mehr und mehr Nebenwirkungen zu bemerken waren. Dann der Onlinezwang, selbst für reine Singleplayergames und dann Lootboxen usw.
    Schon seit einigen Jahren schaue ich Games weder für PC noch für Konsole an. Wenn mir mal nach zocken ist, dann krame ich was älteres hervor oder schaue ins OpenSource-Lager. Spiele heute noch kaufen, nein, da denke ich schon lange nichtmal mehr drüber nach. Aus meiner Sicht hat sich die Spielebranche selbst abgeschafft.

    • Das ist leider nicht ganz richtig.
      In der Tat gibt es viele Spiele, bei denen das zutrifft, aber eben auch einige Ausnahmen. Denke ich an tropico oder Planet coaster, so sind das wunderbare Spiele ohne loot.

      • Es geht nicht allein um Loot, dashalb steht da ^ „usw.“ 😉
        Eines hab ich aber vergessen, hab mir erst vor ein paar Tagen das gute alte Legend of Kyrandia Book One angetan. Läuft dank Scumm VM auch auf heutigen PCs super. Ja Nostalgie pur, macht aber eben immer noch Spass und man sieht im Vergleich sehr gut woran es an heutigen Games klemmt.
        Für die alten Games schaue ich gern mal bei GOG vorbei, das wars dann auch. Ubi & co. das ist hier Geschichte, bei denen geht es nur noch um Gewinnmaximierung. Ein gutes Game abzuliefern hat da heute keine Priorität mehr, der Gewinn muss stimmen, mehr nicht scheint die Devise zu sein. Das sieht man auch an den vielen Fehlern in den Übersetzungen und da zeige ich mal exemplarisch auf Elder Scrolls. Wirklich gute Games scheint es nicht mehr zu geben, schade.

  11. „Spiel ist unfertig? – Komm, mach mal Early Access!“ steht für EA die bringen auch unfertige Spiele am Band raus, sebst wenn die Entwickler selsbt sagen das sie nicht fertig sind. Das ist dem Publisher egal, die wohllen nur Kohle auf Teufel komm raus.

    Deine Feststellungen, ich hab nur den Anfang gelesen der Rest dürfte nicht anders aufallen was mir seit Jahren auffällt und x-tausenden auch, wurde auch in so mancher Blog die Spielebranche Zerrissen. Denke garda auch an (gaub) Pallenbergs „die Spiele sind schiße und die Gamer sind schuld“ Beitrag bei mobilegeeks vor n paar Jahren. Das die Spieler sich mit unfertigen Games zufriden geben, die Games vom Publisher weiter nachlaufen statt zu sagen NOPE kein Scheiß mehr. So mach ich es seit Jahren mit EA, keine Bullshit mehr von dem Saftladen, sind total unfähig.

  12. Ich bin da auch deiner Meinung. Ich bin dabei seit der NES und habe auch alles mitgemacht. Mein letztes herausragendes Spiel war Horizont Zero Dawn, allerdings habe ich es jetzt erst gekauft, mit Addon. Ich kaufe nur noch ganz selten Spiele, meistens reichen mir die monatlichen Spiele im PSN. Am meisten nerven mich die DLCs, ohne geht es anscheinend nicht mehr, das hat mir auch Zelda Breath of the Wild vermiest, ich habe es nicht mehr zuende gespielt, nach dem klar war das es DLCs geben wird, irgendwie ist mir dann die Lust darauf vergangen, früher ging es doch auch ohne. Am schlimmsten hat es die Spieleserie Call of Duty getroffen, mittlerweile ein unmögliche Zustand, noch nicht mal mehr die Maps gibt es umsonnst, DLCs, Seasonpass und Mappacks, alle paar Monate dazukaufen, habe ich nicht mitgemacht und werde das auch nicht tun, lieber verzichte ich auf das Spiel. Bis Modern Warfare 3 (PS3) war noch alles gut, und jetzt, totales ausschlachten aller Möglichkeiten. Früher war nicht alles schlechter…

    • Merkwürdiges Beispiel meiner Meinung nach, horizon zero dawn als Kunst der alten Schule zu glorifizieren, aber zelda mit den cash cows der Gegenwart hinzustellen, obwohl ersteres ebenso dlc‘s bot und wie ich finde im Gegensatz zu zelda abseits der Technik recht uninspiriert und von Werk an halbfertig wirkte.

      • Ich habe geschrieben das Horizon Zero Dawn mein letztes herausragendes Spiel war, ich habe überhaupt nichts von alter Schule geschrieben, da war eben alles dabei, wenn man es jetzt kauft, es gab genau ein DLC und keine mehrere DLCs, um dich mal zu berichtigen. Bekommst du bei Zelda alle Addons kostenlos dazu? Das ist nicht stand heute der Fall. Das größte Abzockspiel der Gegenwart ist FÜR MICH Call of Duty, was ich am Ende erwähnt habe. Horizon Zero Dawn hatte die beste Geschichte die ich bisher in einem Spiel erlebt habe, ich fand die Geschichte absolut super. Anscheinend hast du da einen völlig anderen Geschmack. Wo war bei Zelda die Story? Genau das wurde auch von vielen Testern kritisiert, dass die Story sehr dünn bis garnicht vorhanden war und kaum Lust auf mehr machte. Das beste Zelda ist und bleibt Ocarina of Time, Breath of the Wild ist nett aber kein Spiel das in die Spielegeschichte eingehen müsste.

        Noch einen Tipp von mir, bevor du ein nicht passendes Kommentar raushaust, lese und verstehe erstmal auf was du Antwort gibst, einfach was dazu dichten kommt nicht gut rüber!

        • Er hat schon recht, ist seltsam Breath nicht weiter zu spielen, nur weil es einen Season Pass gibt (von dem wusste man btw schon vor Release), der wirklich nicht essentiell ist, mit HZDs DLC aber kein Problem zu haben, nur weil du die Komplettedition gekauft hast. Wenn dir das eine keinen Spaß gemacht hat, ist das eine andere Sache. Dazu sei aber noch gesagt, dass Zelda zwar keine tolle Story aber spielerisch weeeesentlich mehr als Horizon zu bieten hat und einem deutlich mehr Freiheiten lässt. Finde es schön, nicht immer gesagt zu bekommen, was ich machen soll/muss/kann und mit Cutscenes zugekackt zu werden aber muss man mögen.

        • An The Sims mit seinen zigHunderte €-Addons habt ihr wohl nicht gedacht 🙂

      • Vielleicht sagt du uns auch mal deine richtige Meinung zu dem Artikel? Du kritisierst mein Kommentar ohne eigenen Beitrag? Deine richtige Meinung zu diesem Thema würde mich und vielleicht auch andere interessieren. Da bin ich jetzt aber mal gespannt…

        • Ich meiner natürlich deine EIGENE Meinung…bevor wieder einer auf die Idee kommt.

          • Scheiß iOS Rechtschreibprüfung
            meiner = meinte

            • Haha ok wow. Falls mein Kommentar hysterisch rüberkam, tuts mir leid. Sollte er nicht. Aber er war auch nicht direkt an den Artikel angelehnt, sondern eine Anmerkung auf dein Beitrag. Wie man schon im ersten Satz meines Kommentars lesen konnte, war das auch nur meine Meinung. Ich habe sie dabei nie zitiert und nur etwas zugespitzt ihren Punkt sinngemäß versucht in meinen Beitrag einzubringen. Wieder zur Sache: Vielleicht hatte Zelda keine so lebhafte/kitschige Story, aber sehr wohl gab es eine nur war sie einfach sehr kurz gefasst. Dafür punktete BotW mit einer interessanteren wirklich offen sanbox-open world wo es für jedes Hindernis die Lösung A und B und C und sogar D gab, wo man bei HzD eher durch breite Korridore läuft und bei gelben Seilwinden an Klippen wusste, ah hier erlauben mir die Entwickler zu klettern usw. Ja ich bin vielleicht ein Nintendo Fan Boy, aber was die öffentliche Kritik anging war Zelda damals weitaus besser angekommen und wird objektiv gesehen eher in die Spielegeschichte eingehen. Was keine Rolle spielt, weil nur was man persönlich liebt am Ende des tages zählt.

  13. Bin Baujahr 72 und spiele seit knapp 40 Jahren digital auf allen möglichen Geräten. Aktuell bzw. seit VÖ am liebsten auf der Switch. Denn: Nintendo bzw. in Spielen für die Switch stecken die besten Ideen. Dieser Spirit des Spiels ist für mich entscheidend, nicht die technische Leistungsfähigkeit und die dollste grafische Auflösung.

    Bestes Beispiel: Gerade habe ich eine Stunde trotz Schietwetters vor der Flimmerkiste schwitzen dürfen. Ring fit sei dank. Eine großartige und motivierende Erfindung!

  14. Ich stimme da grundsätzlich zu, wobei es auch einige positive Beispiele gibt.
    Mir persönlich fällt da Destiny 2 ein. Das Game-as-a-service ist leider, Dank Activision, eher schwach gestartet. Dann hat der Entwickler selbst rebelliert und mit Forsaken eine weniger massentaugliche, aber besser zum Spielprinzip passende, Erweiterung veröffentlicht. Leider eben kein Massenmarkt-Erfolg in dem Sinne. Dafür konnte Bungie sich jetzt freikaufen und Destiny 2 ist ein richtig gutes Spiel.
    Ja, es gibt Mikrotransaktionen, ja, es gibt einen Season Pass. Beides ist aber optional, weitestgehend kosmetisch und man kann alles auch ohne erreichen.
    Ich bin eher Casual unterwegs, werde den Season Pass nicht ausschöpfen, viele Items nie erfahrmen, etc.
    Aber ich habe Spaß. Jede Minute fühlt sich unterhaltsam an und Bungie gibt sich viel Mühe.

    • Puh, ein Teil von mir stimmt dir zu, an anderer Teil aber auch gar nicht. Ich spiele Destiny 2 seit Forsaken release, das heißt mir blieb das basegame release Trauma erspart und ich spiele das Spiel wirklich gerne, aber zu sagen, der Season Pass würde nur kosmetische Items bringen stimmt ja so nicht. Bis SP level 100 bekommt man 3 Aszendentenbruchstücke, von denen man 3 benötigt um ein Rüstungsstück zum Meisterwerk zu machen, was dann bessere Stats gibt. Diese Bruchstücke bekommt man sonst entweder aus Spitzenaktivitäten oder richtig teuer von Banshee. Das ist durchaus ein großer spielerischer Vorteil. Klar, das Everversum verkauft nur Cosmetics (was auch gut ist), aber auch da: Vor Shadowkeep hat man wenigstens immer mal das ein oder andere Cosmetic aus einem Glanz Engramm bekommen. Jetzt bekommt man was? Alle drei level oder so ein Glanzengramm wo nur der alte Mist drin ist?
      Und die neue Vex Offensive ist ja der allerletzte Witz. Es wird ein riesen Tamtam darum gemacht, dass der unsterbliche Geist kommt und man ist gespannt auf eine neue Herausforderung und was passiert? Der Boss bekommt einen reskin als Hydra, der Rest bleibt gleich.

      Ja, Destiny 2 macht Spaß. Es ist das Spiel, in das is momentan die meiste Zeit stecke, aber all die Dinge die ich oben erwähnt habe, sowie der Fakt, dass es scheinbar immernoch nicht möglich ist stabile Server zu bekommen lassen mich als Spieler und Kunde schon ziemlich baff zurück.

  15. Ich finde der Autor hier hat vollkommen Recht. Ich bin jetzt 43 und Retrogamer, ich habe einige hundert alte Dos Spiele, die ich teilweise schon seit (fast) 30 Jahren spiele. Ich rede von Spielen wie Pirates, Gunship 2000, Civilization 1, Colonization und Railroad Tycoon. Ja, es sind alles Spiele von Microprose, mener Meinung nach die beste Spieleschmiede aller Zeiten.

    Grade heute Abend habe ich wieder einige Stunden Rollercoaster Tycoon gespielt, übrigens als Android App auf meinem Chromebook, denn Atari hat es in dem Fall echt mal begriffen: „Rollercoaster Tycoon Classic“ ist schlicht eine Mischung aus RCT 1 und 2, aber als Premium App. Grafisch und von der Bedienung nahezu 1:1 die PC Variante. Perfekt!
    Die hat glaube ich 5€ gekostet, aber dafür kein In-Game Zeugs und keine Microtransaktionen oder sonstwas. Einfach das komplette Spiel ohne Einschränkungen. Und was das für ein brilliantes Spiel ist ;-).

    Ich habe mir erst vor kurzem einen kleinen „Gaming PC“ fürs Wohnzimmer gekauft und führe da ein eisernes Regime: Auf dem PC ist mit voller Absicht Windows 7 und er war auch mit Absicht noch NIE im Internet.
    Auf meinen PC kommen grundsätzlich nur Spiele die ich entweder auf CD/DVD besitze oder von GOG stammen. Also kein DRM-Zeugs, keine Spiele die Accounts benötigen oder die man Online freischalten muss. Auch Steam habe ich noch nie genutzt und werde es auch aus Prinzip nie tun. Ich hasse DRM in jeder Form, und ich spiele auch nur Singleplayer Titel, brauche also auch keine „Season Passes“ und sowas.
    Entsprechend endet meine Spieleauswahl ungefähr zu der Zeit, als der ganze „Blödsinn“ begann…. ca. 2009/2010.
    Das 1. Assasins Creed kann ich noch spielen, die anderen Teile will ich aus oben genannten Gründen nicht haben.
    Ich habe bei GOG über 100 Spiele gekauft, meist alte Klassiker aber eben auch neuere Titel wie z.B. neulich „Dear Esther“, einfach weil ich mal sehen wollte, was das ist.
    Also…bei mir gibt es einfache Regeln, mit denen ich gut fahre:

    – Keine Spiele die in irgendeiner Form das Internet benötigen (ich habe VDSL, aber ich will nicht das die Spiele online sind!)
    – Keine Multiplayer Spiele
    – keine Spiele mit In-Game Purchases oder Mikrotransaktionen
    – keine DLCs (ich will das ganze Spiel von Anfang an oder die können mich mal)
    – Keine Spiele mit DRM
    – Ich kaufe gern Spiele die einige Jahre alt sind, da ist dann auf GOG alles gepatcht, „gut abgehangen“ quasi 🙂
    – Ich bin sehr vorsichtig bei gehypten Spielen und vor allem bei Spielen mit großen Lizenzen (Star Wars etc)
    – Wenn es einfach nur ein Spiel ist, das eine alte Idee grafisch besser umsetzt, bleibe ich oft beim Original (z.B. Civ & Co)
    – Keine Spiele die nach 2010 erschienen sind und von folgenden Unternehmen stammen: EA, Ubisoft.

    • Dein Aluhut sitzt perfekt auf Deinem Kopf oder?

      • Der hier will glaube ich sagen, dass er den Vorposten nicht mag und kritisiert dafür ins Blaue einen Charakterzug, den er ihm unterstellt.

        • @ Jannik
          Treffer, versenkt.
          Bitte um die Erlaubnis, diese hervorrangende Analyse der Zurschaustellung von Vorurteilen und geistiger Umnachtung bei anderen, ähnlich gelagerten Fällen zitieren zu dürfen.

    • Kann ich gut verstehen und mache ich mit Ausnahmen sehr ähnlich. Aber ich spiele schon mal ein Multiplayer Game wie PoE, Diablo 2, sogar drei habe ich nach Jahren mal gespielt, aber eben gut abgehangen. Siedler, Siedler 2, Warcraft 1-3, Worms, alles Multiplayer Games. Ich spiele auch Dlcs aber ich kaufe sie zusammen mit dem Hauptspiel irgrgendwann, wenn die mir meisten Bugs raus sind. D2 erst mit Los, Witcher erst als Game of the year Edition.

    • „ – keine DLCs (ich will das ganze Spiel von Anfang an oder die können mich mal)“

      Woher kommt immer diese völlig unbegründete Aussage, dass Spielen für die es DLC gibt, ohne DLC etwas fehlt?

      Dem Vorposter fallen bestimmt 3 Titel ein, die beim Release ohne DLC nicht komplett sind.

  16. Ich stimme eigentlich allem zu… nur nicht Punkt 1… denn im Gegensatz zu den anderen Beispielen, spielt man hier ja mit offenen Karten… bevor man da Geld rein investiert, weiß jeder Spieler: 1. das ist nicht fertig 2. ich zahle dafür, es zu testen und es ggf. mit meinem Feedback zu beeinflussen 3. vielleicht wird es niemals fertig. Hättest du jetzt hier die, leider mittlerweile ebenfalls nicht unübliche, Praxis kritisiert, Eary-Access-Games einfach zu einem ziemlich wahllosen Zeitpunkt, der oft weder mit den aktuellen Entwicklungen noch mit den Ankündigungen an die Community zu erklären ist, plötzlich in den Release-Zustand zu versetzen, hätte ich das nachvollziehen können. Aber generell das Early-Access-Model anzugreifen und dabei im Gegenzug aber Dinge wie Kickstarter, die da meiner Meinung nach deutlich kritischer sind, gar nicht zu erwähnen… nee, da geh ich nicht mit 😉 Toller Artikel!

  17. Es ist wie mit dem Fernsehen. Da kann jemand den Hals nicht vollkriegen und das Ende:? Die Kundschaft verabschiedet sich und guckt nur noch Streaming Anbieter, weil man von der Werbung genug hat.
    Ich selbst (alte Generation) schaue zwar auch noch TV, die Privaten aber nur noch aufgezeichnet und dann Werbung per Fernbedienung übersprungen.
    Wenn die Werbung wenigstens noch unterhaltsam wäre. Aber Bett 1 und Check 24 nervt nur.

    • „Ich selbst (alte Generation) schaue zwar auch noch TV, die Privaten aber nur noch aufgezeichnet und dann Werbung per Fernbedienung übersprungen.“
      Die RTL Gruppe verbietet bei HD-Aufnahmen inzwischen sogar schon das überspringen.

  18. tomasioBLITZ says:

    Amiga 500,SNES, windows 95 – zu der Zeit hatte man noch richtig Bock was geiles zu entwickeln, danach wurde es immer schlimmer. Das war die goldene Zeit der Spiele Industrie

  19. Ich bin 37 und Core Gamer und kann den Artikel 100% zustimmen, den Kommentaren hier aber nicht wirklich. Ja, es gibt inzwischen viele schlechte und auch gierige Spiele, es gibt aber eben auch Spiele die einen immer noch umhauen und begeistern: Zelda, Zero Horizon Dawn, God of War, Witcher 3 und vor allem Divinity Original Sin 2 und diese genialen Hunde entwickeln gerade Baldurs Gate 3!).

    Und inzwischen bringen eben auch indies gute – sehr gute Spiele auf den Markt. (Disco Elysium!)

    Sollte man also wegen faulen Äpfeln auf den Markt komplett aufhören, oder nur noch kaum spielen?
    Nein, dafür gibt es zum Glück immer noch genug gute-geniale Spiele, also wie früher schon, nur heute sehen die faulen Äpfel halt ein bisschen anders aus (MT, Service as a Game etc).

    Ich spiele sogar zur Zeit ein EA Spiel (Jedi Fallen Order), dass keine MT‘s oder ähnliches enthält und ein reines Singleplayer Spiel ist. Hätte ich nicht mehr für möglich gehalten und halte ich für ein gutes Beispiel das nicht alles verloren ist.

    Fazit: zockt weiter, habt Spaß, dass geht mit den richtigen Spielen immer noch wunderbar.

    • Disco Elysium wollte ich auch in den Raum werfen. Oder They Are Billions. Oder Risk of Rain 2. A Plague Tale war für mich auch ein 2019er Highlight. Ich kann total nachvollziehen, dass man von vielen AAA Titeln enttäuscht ist, zum Glück gibt es aber viele Perlen abseits des Mainstreams, manches davon mag auf den ersten Blick abschrecken aber hey, vielleicht hat sich ja auch der eigene Geschmack verändert und die Lösung ist, was völlig neues auszuprobieren.

  20. Nur einfach und kurz ein Dankeschön für diesen tollen Artikel, gerne mehr davon…

  21. Mikael_Blomkvist says:

    Danke André für diesen „Rant“. Ich stimme dir da auch zu. Der wichtigste Teil kommt meines Erachtens aber leider nur in einem kleinen Nebensatz zum Tragen: „Ihr sollt an das Spiel gebunden werden, möglichst viel Zeit hinein pumpen…“

    Vielleicht liegt es an mir und dass ich eben nicht mehr nur mit jugendlichem Leichtsinn ans Zocken gehen kann. Bei vielen Spielen, die ich heute spiele, fehlt mir einfach die Herausforderung. Da werden zahlreiche spielerische Hürden abschwächt, damit man schneller mehr Erfolge im Spiel feiern kann. Wenn Spieler also schneller mehr Erfolge feiern, muss der Gamer anders (langfristig) ans Spiel gebunden werden, weil schneller Langeweile einsetzen kann/wird. Ich vermisse Spiele, in die man sich richtig reinfuchsen muss, bei denen die Lösung nicht gleich vorgegeben wird. Das war für mich damals die Motivation bei Spielen, diese lange zu spielen. Hinzu kommt die Tatsache, dass man sich Lösungswege /-hinweise mittlerweile natürlich sofort aus dem Internet ziehen kann, während man davor wochenlang auf Erscheinen neuer Computermagazine und deren Tipps&Tricks-Sektion warten musste.

    Dass man aus wirtschaftlicher Sicht dann mittlerweile zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, indem man Spieler a) mit nachgereichtem Content langfristig an das Produkt bindet und b) gleichzeitig auch Einnahmen zeitlich „staffelt“, kann ich schon verstehen – aber einverstanden bin ich damit nicht.

  22. Moin, liest sich ein bisschen wie eine Selbsthilfegruppe 🙂 Aber Ja, vieles kommt mir bekannt vor. Nachdem meine PS4 Pro Staub angesetzt hatte, hab ich mein SNES wieder angeschmissen und ein paar gute alte Games noch mal gezockt. Toll!

    Und genau das war der Punkt, an dem ich beschlossen hatte, in eine Switch zu investieren. Grafisch im Vergleich zur PS4 Pro zwar Low-Level, aber der Aufwand mal schnell zu spielen ist im Handheldmodus wesentlich geringer und zumindest mir wird ein mega gutes Line-Up geboten. Ein faszinierendes großes Zelda, ein verspieltes Xenoblade, ein schnelles Astral Chain, nette Indies und jede Menge schöne Ports wie Witcher zu denen ich auf anderen Konsolen einfach keine Zeit gefunden hab. Und Und Und…

    Aus meiner Sicht: Echt wenig Bugs und deshalb notwendige Fixes. Aber auch auf der Switch merkt man, das die Spieleentwicklung selbst komplexer geworden ist und mehr Glitches und Co zu bewundern sind als früher. Die Hardware der modernen Konsolen gibt mehr her, die Konnektivität lässt mehr zu als früher und das Netz ist schneller. Alles zusammengenommen blasen mehr Möglichkeiten die Spieleentwicklung halt auf, machen das Testen schwerer und alles etwas unübersichtlicher.

    Aber Ja: Die Geschäftsmodelle sind unter aller äh “Kanone“ und es geht bei großen Studios oft gar nicht mehr ums Spiel selbst…

  23. Der Artikel bringt es auf den Punkt: früher wurde ein Spiel so designt, dass es dem Spieler möglichst viel Spaß bereitet und bei Abomodellen wie WoW den Spieler zwar möglichst lang fesselt, aber auch motiviert und fürs Dabeibleiben belohnt.
    Inzwischen geht es darum, dass Spielerlebnis so unangenehm zu machen, dass der Spieler sich mittels Mikrotransaktionen eine Abkürzung gönnt, ja gönnen muss! Bis hin zu dem aberwitzigen Punkt, wenn man einen Haufen Kohle ausgibt, um sein gekauftes Spiel nicht mehr spielen zu müssen. (wie WoW zur Zeit ein LVL 120 Char für 60 Euro; die freundliche Variante wäre gewesen, die Erfahrung für Twinks zu erhöhen oder so etwas)
    Free to play bedeutet nur eins: teuer. Nein, nicht nur teuer, SEHR TEUER! Für Gamehopper vielleicht toll, die sich das mal ne Stunde anschauen wollen. (aber dafür gabs früher mal, wie oben schon erwähnt, Testversionen) Für Leute, die länger spielen, sind solche Spiele meist ein Geldgrab, das die Kosten eines Abos z.B. um ein Vielfaches übertrifft.

  24. Ein Faktor wird hier noch gar nicht betrachtet und zwar die Hardware. Die Software Entwicklung ist natürlich ein wichtiger Punkt und dazu gehört ein entsprechendes Spieledesign.

    Jedoch ist es auch die Hardware die mir die Freude kaputt macht. Wenn ich mir da z.B. die PlayStation 3 /4 so ansehe, bzw. gezwungenermaßen anhören muss, laut wie ein Staubsauger, einfach grauenhaft.

    Und 2000€ für einen lautlosen Wohnzimmer Spielerechner gebe ich heutzutage nicht mehr aus.

    • Die 4 ist keineswegs so laut, wenn du nicht gerade die 1ste Version meinst. Und die 3 habe ich gerade am WE erst in Nutzung gehabt, die „dicke“ erste Variante und auch die ist keineswegs mit einem Staubsauger gleichzusetzen. Wenn man einen Blu-ray-Film guckt, kann das vielleicht noch stören, aber sonst eigentlich nicht wirklich.

  25. Um es kurz zu machen: Exakt so geht es mir auch. Wenn ich reflektiere, spiele ich scheinbar nur noch Games, dessen Inhalt auf gemeinsames Zocken mit anderen Leuten – mit Freunden! – ausgelegt ist. Aka Battlefield, egal welcher Teil. Einzig allein das neu erschienene Star Wars Jedi Fallen Order (ich hab’s noch nicht ganz durch) macht auf mich den Eindruck, wieder ein in sich gekapseltes, fertiges Singleplayer Game zu sein. Frei nach altem Schema.
    Anthem war tatsächlich die Lachnummer des Jahres. Viele Games kaufe ich auch gar nicht mehr, weil sie nach heutigem Standard das Geld nicht wert sind.
    Btw ich nenne heutige Games auch gerne Scrum Game, weil ich stark davon ausgehe, dass ein Faktor des Trends durch das iterative Vorgehensmodell aus der Software Industrie kommt. Dort verspricht man auch halbfertige Produkte als „ersten Step“. Ich erlebe es auch jeden Tag aufs Neue – und sitze dabei hinter der Tastatur als Teil dieses Systems.

  26. Eines wird aber vergessen: Spiele müssen heute politisch korrekt sein, das killt wirklich jeden Spaß und Humor in den Spielen.

    • Ein Beispiel wäre jetzt Mal gut wo genau politische Korrektheit den Spaß gekillt hat?

      • Er meint bestimmt Horizon Zero Dawn. Dazu habe ich mal einen Forenbeitrag gelesen, wo sich ein Typ darüber ausgekotzt hat, dass das Spiel ja total unrealistisch und viel zu PC sei, weil ein Mädchen die Hauptrolle spiele und die ja gar nicht so hoch springen können wie Jungs.
        Wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte…

  27. Ich bin da absolut deiner Meinung. Es ist mittlerweile fast egal welches Spiel man nimmt, man muss nur noch grinden um (meistens) Sinnlose Dinge zu erreichen oder freizuschalten. Der Hammer war dieses Jahr Fifa 20, der Karrieremodus ist bis heute unspielbar und der Rest war zu Release auch einfach unfertig. Man sollte ja wohl ein fertiges Spiel für 70€-100€ erwarten, es ist ja nicht das erste Jahr indem Fifa erscheint und dazu kommen dann noch die ganzen Mikrotransaktionen für Ultimate Team. Man wird ja quasi dazu gezwungen Fifa Points aufzuladen um sich ein gutes Team aufzubauen.
    Aber diese Mikrotransaktionen werden ja anscheinend super von der Community angenommen, sonst würde es sie ja nicht geben wenn es niemand kaufen würde.
    Es müssten alle sich dagegen auflehnen, und das wird Niemals passieren.

  28. Bisher habe ich kaum darüber nachgedacht, aber du hast vollkommen Recht. Nintendo bildet da imo noch eine Ausnahme. Zelda war ja wohl klasse. Ohne Mikrotransaktoinen, Patches o. ä.
    Ich will nur hoffen, dass sowas wie das aktuelle Mario Kart fürs Smartphone nicht wiederholen.

    • Das hat Nintendo mit den anderen Mobilegames auch in ähnlicher Weise gemacht. Aber ich stimme dir absolut zu. Hab vor ein paar Tagen mal in das Spiel reingeschaut und war einfach nur riesig enttäuscht von den Unmengen an Geld, die man für ein paar Charaktere oder Fahrzeuge ausgeben muss. Bei den anderen Mobilegames gab es auch schon Mikrotransaktionen, aber diese waren nicht annähernd so maßlos übertrieben wie beim Mario Kart.

      Man kann aber guten Gewissens hoffen, dass Nintendo dieses Mikro-Trandaktionsmodell beim free2play Mobilemarkt belässt. In ihren Vollpreistiteln sieht man sowas nie. Eigentlich absurd, dass man sich dank EA und co schon über sowas freuen muss…

  29. Bin voll und ganz bei dir. Habe kürzlich Witcher 3 gespielt und es quasi verschlungen. Ich hatte schon ewig nicht mehr so viel Unterhaltung. Leider kommt das bei fast allen Spielen nicht mehr vor. Wie du schon sagtest, bezahlte Beta, wird nicht fertig, kein Content oder einfach nur verbuggt.

    Freu mich auf Teil 2 deines Berichts.

  30. Du hast so Recht!
    Am schlimmsten ist es bei „EA“

    Diese Time Saver bei NFS Katastrophe! Wenn EA es wirklich anbieten will dann finde ich sollten sie es kostenlos machen. Aber eigentlich ist es völlig sinnlos.

    Auf die COD Reihe hat bei zum MW2019 so nachgelassen und abgezockt. Hauptsälich von Treyarch die so Geld Geil sind. Fürchterlich. Aber ich denke die Verkaufszahlen von den letzten Titeln sprechen für sich.

    Ich finde es sollte eine Kommission / Schutz Organisation, irgendwas in diese Art geben, die die Video Spiele Industrie überwacht und schützt vor so Geld gierigen Spiele Herstellern.
    Zum Schutz des Spieles.

    Auch Sony mit ihrer PS Plus Online Gebühr. Was eine abzocke. Man konnte immer Online spielen bei Sony und das kostenlos. Dann auf einmal kriegt einer in der Oberen Etage den Hals nicht voll und denkt sich „So ab heute nehmen wir auch Geld dafür“ Zack fertig. Und alle machen mit. Wie bescheuert die Leute sind, auch noch mitzumachen. Ich habe meine PS verkauft. Spiele jetzt auf X Box das koste zwar auch Kohle fürs Online Gaming aber
    1. Das war schon immer so.
    2. Finde ich das ein Spielehersteller nur durch Verlust von Spielern merkt das Er seine Geldgier nicht toleriert.

    Schlußendlich sollte man es so machen wie MW2019 es bis jetzt gemacht hat.
    Game ist raus gekommen lief Super bis jetzt keine Lootboxen nur ein Pack für 9,99€ zu kaufen. Hoffe es wird nicht mehr.

    Was können wir Gamer dagegen tun?! Diese ganzen in Game Käufe nicht zu kaufen und eine Null Toleranz Einstellung zeigen!

    • Selten so einen Blödsinn gelesen. Weil es bei Xbox immer schon so war, darf Sony nichts für Onlinedienste verlangen? Dass PS Plus mehr als nur online spielen ist, hast du aber schon verstanden, nicht?

      • Serverhardware, Storage, Netzwerkinfrastruktur, etc. pp finanziert sich ja quasi von selbst… Anstatt dankbar zu sein, dass Online-Spielen im Playstation Network lange Zeit kostenlos war, wird gemeckert, dass ein Dienst mit Mehrwert (Spielevergünstigungen, Cloud-Speicherstände…) auch noch Geld kostet… Deal with it Sony, die Leuts sind halt undankbar 🙂

  31. Naja. Wenn ich mich an die alten games erinner… Und ich krämpel hier jetzt nicht die alten c64 schinken raus.
    Aber schaut man sich die Entwicklung von mass effect z. B. An… Die ersten Teile waren detailliert, spannend und alles in allem erzählten sie eine schöne und flotte Geschichte. Es gab zwar auch da Bugs. Aber die fielen bestenfalls den penetrantesten Leuten auf. Als dann der 3te Teil aufpoppte war er zum Release kaum spielbar und erst 2 patches später verträglich. Extrem wurde es mit teil4 „Andromeda“ unfertiges spiel mit so fielen Bugs dass man nicht einmal den chat am anfang erstellen konnte. Die quests waren eintönig und gleich und auf die versprochenen Inhalte warte ich heute noch. Die deluxe Box enthielt ja ein year one access wo add-ons inbegriffen sein sollten – bloß erschienen keine. Mittlerweile ist die ganze game Kiste aus einer Kunst zur stumpfen Industrie geworden wo der Fokus auf Fließbandarbwit liegt und nicht auf der Liebe zum Spiel. So blöd das auch klingt aber Rockstar ist eins der wenigen Studios die sich in dieser Hinsicht treu geblieben sind. Lieber verzögern sie den Release und nennen pauschal kein konkretes Datum als irgendwelchen Müll in die regale zu stellen.

  32. Genau deswegen mache ich seit dem Anfang von Uplay, Origin, Steam usw. eine großen Bogen und spiele lieber die alten Sachen wie Anno 1602 oder Siedler 4. Am Anfang wurde ich von den Kollegen verlacht und als rückständig bezeichenet. Mittlerweile geben sie mir recht und gestehen ein, das sie nie gedacht hätten das es so kommen wird wie ich damals gesagt habe.

  33. Geht mir genau so gehe sowas größtenteils aus dem weg da gibt es nochweit aus schlimmeres das du noch garnicht erwähnt hast und zwar früher zb hatten die spiele einfach mehr content wenn wir mal battlefield als beispiel nehmen der 1 teil hatte glaub über 40maps der 3 teil hatte im hauptspiel sagenhafte 10maps wenn wir es genau nehmen ging ea her hat bf3 mit 40maps fertiggestellt und hat einfach das fertige produkt in hauptspiel und 4mappacks geschnippelt so macht man aus einem vollpreis spiel statt 60€ pro verkaufte Einheit gleich mal 120€ pro spieler der alle dlcs kauft ‍♂️

  34. Du sprichst mir aus der Seele. Sehr guter Artikel. Ich bin seit 1982 an der Zockerfront und muss sagen, dass ich die Entwicklung genauso empfinde wie Du es hier niedergeschrieben hast. Manchmal kann ich nur den Kopfschütteln und mich über uns User ärgern – weil wir sind ja schuld – die den kram auch kaufen.

  35. Hallo Andrè,

    würde dir mit deiner Analyse vollkommen zusprechen, allerdings glaube ich das du in deiner Erleuterung „Early Access“ mit „Live-Service Games“ verwechselst. Die genannten Spiele (Anthem, Ghost Recon Wildlands, Fallout 67) fallen nämlich meiner Ansicht nach alle eher in letztere Kategorie. Während ich unter der Early-Access Kategorie eher so etwas wie Subnautica, RimWorld, Prison Architekt sehen würde oder um auch hier mal negativ Beispiele zu bringen Spacebase DF-9 oder Godus.

    Ich finde hier liegt der große Unterschied in der Vermarktung (Aufbau der Erwartungshaltung). Early-Access kommuniziert klar den unfertigen Zustand eines Spiels und des damit verbundenen Problems „Wird daraus noch ein gutes ‚fertiges‘ Spiel?“, während die großen Publisher [1] versuchen dies über den „Live-Service“ Gedanken zu verschleiern.

    LG,
    Thomas

    [1] Ich finde man muss auch hier sehen, dass es größtenteils die großen Publisher (Ubisoft, EA, etc) sind die diese Schiene fahren.

    • André Westphal says:

      Also Early Access finde ich auch nicht gut, eben weil man für ein Spiel zahlt, das noch entwickelt wird, aber ich stimme dir zu, dass Games as a Service halt auf andere Weise schlimm sind. Deswegen hab ich ja geschrieben, dass das sozusagen eine „Ausrede“ ist, ein unfertiges Spiel zu veröffentlichen, das aber als fertig vermarktet wird.

      Wiederum ist das natürlich nicht immer so: Die Ubisoft-Titel, welche Live-Service / Games as a Service sind, sind nie so unfertig gewesen wie etwa „Anthem“ oder „Fallout 76“ bekommen aber halt häppchenweise neue Inhalte / Missionen, damit die Spieler weiter Zeit rein pumpen. Dafür hat man halt unnötig viel Grinding implementiert – damit die Spieler lange im Spiel verweilen und / oder Time-Saver kaufen.

      Early Access ist schon ehrlicher, das stimmt definitiv.

      • Early Access kostet meist nicht. Man nimmt aber natürlich nur solche Spiele wahr, die medial präsenter sind – und von denen gibt es natürlich kostenpflichtige EA´s. Die große Mehrheit aller EA´s ist aber gratis,
        denke ich.

  36. Ich kann mal als eher jüngerer Vertreter auch meinen Senf dazu geben.
    Bin 2002 geboren und mit Nintendo aufgewachsen. Das heißt ich habe diese Scheiße die, die anderen Firmen da machen immer nur als Außenstehender beobachtet. Leider hat das trotzdem auf alle Auswirkungen. Nintendo ist da zwar immer am längsten den Traditionen treu und braucht immer extra lange um sich an neue Trends zu gewöhnen, doch ewig können sie nicht bei ihren altbewährten Methoden bleiben. Jahrelang haben sie’s versucht ohne kostenpflichtigen Onlinemodus. Aber wenn ein geldgeiler Entscheidungsträger einmal eine neue Geldschöpfstrategie entwickelt und sich traut umzusetzen dauert es nicht lange, bis die anderen Firmen dem folgen und das zur Normalität machen. Das sieht man überall.
    Hat einer mal mit kostenpflichtigem Onlinemodus angefangen eifern die anderen schnell hinterher. Hat sich eine Firma mal getraut selbst in einem Vollpreistitel große Teile des Spiels hinter Mikrotransaktionen zu verstecken (Battlefront 2) ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die nächsten Entwickler auch trauen. Auch wenn Nintendo meistens die letzten sind, die bei sowas mitmachen. Am Ende machen sie doch mit. Schließlich haben sie beim Onlinedienst ja auch nachgegeben. Vielleicht liegt das aber auch am neuen CEO seit Iwata gestorben ist.

    Früher war es nicht so. Zum Einen, weil es noch nicht so breiten Internetzugang gab, der für diese neuen Geschäftsmodelle nötig ist, zum anderen aber auch weil die neuen Generationen damit aufwachsen.

    Leider ist der erste Einstieg für die meisten Kinder heutzutage Mobile Gaming und da sind solche Geschäftsmodelle gar nicht mehr wegzudenken. Wer mit Mobilegames aufwächst und sieht, dass das da Normalität ist, der wird sich auch nicht bei Vollpreistitlen beschweren und den Unterschied verstehen. Außerdem will man in der Schule ja dabei sein, wenn die anderen alle über Fifa reden und mit ihren Fortniteskins angeben. Ich bin mir sicher die meisten Leute, die keine Probleme mit dem aktuellen Trend haben sind unter 18 und sind damit aufgewachsen und sehen das deswegen als Normalität. Deren Eltern beschäftigen sich kaum mit den Spielen, die sie ihren Kindern kaufen oder erlauben zu kaufen und schauen höchstens mal auf die Altersbeschränkung, wenn überhaupt. Die meisten Leute, die sich beschweren und die Firmen boykottieren wollen tun es, weil sie wissen, dass es eben auch anders geht. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Wii überhaupt jemals Softwareupdates nötig hatte, damit alle Spiele tadellos (wenn auch oft in nicht ganz optimaler Grafik) liefen.

    Das ist genau wie beim Arbeiten.
    Eigentlich ist es ja gut, dass man nun das Internet hat, um wenn es mal nötig ist etwas später nachzureichen. Das Problem ist nur, dass man sich zu sehr darauf verlässt und sich deshalb vorher weniger Mühe macht beim Entwickeln.
    So wie es in der Arbeitswelt eigentlich auch ein Segen sein sollte, dass man nun im Notfall immer erreichbar ist, nur verlässt man sich zu sehr darauf und muss als Arbeitnehmer wieder darunter leiden und immer verfügbar sein auch außerhalb der Arbeitszeit.

    Und solange es genug neue, junge Gamer gibt, die kein Problem damit haben, werden die Entwickler so weiter machen. Der Gewinn scheint scheinbar größer zu wiegen, als der Verlust an älteren Gamern, die ja sowieso viel mehr darauf achten, wofür sie ihr Geld ausgeben als die Kinder, die ihr Taschengeld eh für nichts anderes ausgeben würden.

    Das ist zumindest, was ich aus meinen letzten Jahren Schule noch mitbekommen habe von den jüngeren Generationen.

    Die Gründe für den aktuellen Trend sind also zusammengefasst sorglos Geld ausgebende Kinder und Mitläufer.

  37. Word Diggi, um es mit der Sprache der Kinder zu festigen.

    Ich bin 35 und seit über 20 Jahren Gamer. Was gab ich damals für geile Titel, Baldurs Gate, Anstoß etc etc etc

    Und jetzt? Wie in der Filmindustrie, Teil X, kaum Inhalt, nur aufgeblasen.

    Die Top Beispiele für mich:

    -DayZ Standalone, wie geil war die Mod. Natürlich verbuggt und mehr, aber irgendwie toll. Dann wurde die Standalone angekündigt. Meine Kumpels und ich haben blind die Early Access gekauft, 20 Dollar. Bittere Enttäuschung, jahrelang tat sich nichts, außer das es für die PS rauskam um noch mehr Kohle zu scheffeln

    -RD2, was hab ich mich drauf gefreut, leider bin ich herb enttäuscht. Ich kann nur vom Online Mode sprechen. Optisch, keine Frage, RD setzt neue Maßstäbe. Jedoch auf Kosten der Performance, für manche meiner Kumpels unspielbar. Dann, sehr buggy, die Steuerung eine Katastrophe (Konsolenmist) und inhaltslos. Nach ner Woche fehlt dir Motivation. Aber wie der TE schon schon geschrieben hat, Rockstar hat ne Roadmap. Fuck off, ich will jetzt die Inhalte, nicht irgendwann. Soviel Potential was verschwendet wird

    Man hat das Gefühl immer mehr Geld für weniger Spiel auszugeben. DLC’s, Microtransaktionen, Loot Boxes, Digital Deluxe Version. Den Publishern geht es nur noch um die Kohle, Profit ist auch wichtig, es sind gewinnorientierte Unternehmen, aber die Spiele sind seelenlos, das war früher anders.

    Siehe Blizzard, Diablo 4 zuerst auf Handy angekündigt? Wtf…. Da hilft auch das zurückrudern nicht, Spiele von Blizz werden boykottiert. Ein Unternehmen das durch PC Spielern groß geworden ist fällt so in den Rücken. Viel Spaß mit Generation Fortnite

  38. Gutes Essay hier…
    Essays in die Richtung die Hörenswert sind gabs auf Gamestar, David Hain, Dr. Froid (Frodo & Lefloid), Rocketbeans, GamingClerks (auch Samb) auf Youtube (wens interessiert)

  39. Ich kann das Geraunze vieler Kommentierender wegen DLC und deshalb unfertigen Spielen nicht mehr lesen. Was bitte ist dann an DLC per so schlecht?

    The Last of Us: Left Behind
    The Witcher 3: Wild Hunt – Blood and Wine
    The Witcher 3: Wild Hunt – Hearts of Stone
    Metro Exodus: The Two Colonels
    Forza Horizon 4: Fortune Island
    Forza Horizon 4: LEGO Speed Champions
    Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds
    Assassin‘s Creed Origins: The Curse of the Pharaohs
    Assassin‘s Creed Origins: The Hidden Ones
    Assassin‘s Creed Odyssey: Legacy of the First Blade
    Assassin‘s Creed Odyssey: The Fate of Atlantis

    Nichts davon muss man gespielt haben, der Fan ist damit überglücklich. Den „Basisspielen“ fehlt dadurch nicht eine Minute Spielzeit – nicht eine einzige.

    Wer mit Modernem nicht klarkommt, soll einfach bei Brettspielen bleiben – oh wait, auch hier gibt einige mit Erweigterungspaketen.

    • André Westphal says:

      Gegen DLCs habe ich grundsätzlich auch nichts, wobei viele deiner Beispiele, z. B. „Frozen Wilds“ und die Add-Ons zu Witcher ja auch das sind, was man früher als vollwertige Erweiterungen kannte. Die haben eigentlich nie jemanden ernsthaft gestört und die gibt es in der Tat schon sehr lange.

      Die DLCs, an denen man sich aber durchaus stören kann, sind etwa solche, die im Spiel eigentlich schon vorhanden sind (teilweise sogar schon auf der Spiele-Disk komplett abgelegt), aber herausgeschnitten werden, um sie separat zu verkaufen – das gibt es leider eben schon.

    • Eigentlich gar nichts, bloß steht die Menge der geldwerten DLCs, in keinem Verhältnis zu den Abzock DLCs, die teils 10 min (!) Gameplay für 10€ und mehr anbieten, noch schlimmer ist es wenn grundlegende Spielmechaniken, die offensichtlich schon im Grundspiel enthalten sein müssten, nur per Nachkauf erhältlich sind.

  40. Ich verstehe, worauf du hinauswillst, aber die Art der Auslieferung hat imo nichts damit zu tun.

    Was, wenn von die von mir genannten Beispiele schon auf Disk mit drauf gewesen wären, weil fertig, aber dennoch seperat verkauft werden? Was, wenn ich den Titel als Download gekauft habe und das Konzept „Disk“ gar keine Rolle spielt?

    Mir fehlen immer noch Beispiele, wo Inhalte tatsächlich aus dem Spiel entfernt wurden, um sie extra zu verkaufen und das Spiel dadurch „unfertig“ wurde. Lass hier mal das „war schon auf Disk“ aussen vor, bitte.

    • Street Fighter ist da ein super Beispiel, oder das Dragonball Prügelspiel.
      Da waren die Kämpfer schon dabei, man musste sie aber extra zahlen.

      • So what? Was genau hat denn dann im Spiel zum Zeitpunkt des Kaufes gefehlt? Du kaufst das Spiel mit X Kämpfern und kritisierst dann, für weitere Y Kämpfer zahlen zu müssen, wenn du sie denn haben möchtest?

        • André Westphal says:

          Na ja, Tatsache ist, dass da bewusst fertige Inhalte aus dem Spiel herausgenommen werden, um sie separat zu verkaufen. Natürlich hängen das weder Entwickler oder Publisher gern an die große Glocke. Und manchmal sind es tatsächlich auch separate Teams, die schon vor dem Release den DLC entwickeln. Allerdings kann man oft davon ausgehen, gerade wenn die Inhalte schon auf der Retail-Disk lagern und im Grunde einfach nur gegen Geld freigeschaltet werden, dass sie nachträglich aus dem Spiel entfernt wurden, um etwas mehr Geld zu erwirtschaften.

          Viel ist aber natürlich auch „Gefühlssache“ – es gibt viele Titel für die gibt es zwar DLCs, sie fühlen sich aber dennoch „komplett“ an. Bei anderen merkt man „Da fehlt doch was“.

          • Ich sehe hier dennoch das Problem nicht.

            Du kaufst ein Prügelspiel mit 20 Kämpfern um 50 Euro und bekommst ein Prügelspiel mit 20 Kämpfern.

            Jetzt sind auf der Disk aber noch 20 weitere Kämpfer, 100 Skins und 10 Stages enthalten, die du in Form eines Season/Battle/Whatever Passes freischalten oder sonstwie erwerben kannst. (Diese Denke klappt auch nur bei physischem Datenträger, bei Kauf also Download eh hinfällig.) Und ja, das war beim Launch schon so geplant!

            Jetzt erkläre mir bitte noch mal, was du beim Kauf des Prügelspiels mit 20 Kämpfern um 50 Euro NICHT bekommen hast.

            Beziehungsweise, woran genau störst du dich? Dass der Platz auf der Disk dafür genutzt wird?

            Und immer noch fehlen mir – bis auf Cities Skylines – Beispiele, bei welchen Spielen sich das so anfühlen soll.

    • Praktisch sämtliche DLCs für Cities Skylines. Die meisten von ihnen haben neben zusätzlichem Content Fixes, Änderungen und Verbesserungen, die im Spiel selber hätten enthalten sein müssen. Ohne sie sind diverse Grundfunktionen nicht ordentlich nutzbar. So ist es ohne die entsprechenden DLCs zum Beispiel nicht möglich, den Verkehr ordentlich zu leiten, obwohl das bitter nötig wäre. Staus lassen sich nur effektiv lösen, wenn man für Inhalt bezahlt, der mit solchen Mechaniken gar nichts zu tun hat.

      • Inhalte, die ein Spiel – zum Positiven – verändern und Fehler beheben, würde ich als Patch und nicht als DLC bezeichnen.

        Ohne Cities Skylines zu kennen, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass für spielverbessernde Inhalte extra gezahlt werden muss.

        • Solange man den Leuten zehn Euro dafür abnimmt, ist das kein Patch.
          Vielleicht verstehst Du mich nicht: Du kaufst das DLC Pack „After Dark“, dessen Inhalt sich um Tourismus dreht und nur, wenn Du es hast, funktionieren die Verladestationen in Häfen und die Terminals für Busse fehlerfrei. Du möchtest, dass Gebäude auch Fusswege und nicht bloß Straßen registrieren? Dann musst Du natürlich das DLC „Parklife“ kaufen, das Dir Zoos als Inhalt bringt.

          • Wie gesagt, ich kenne Cities Skylines nicht. Gut, dann scheint es sich hier um einen dieser faulen Äpfel zu handeln, die eine zwingend notwendige Verbesserung / Patch für Kohle verkaufen.

            Ist dennoch für dieses allgemeine DLC-Gebashe zu wenig.

  41. Auch wenn ich die Kaufspiele nicht kenne (nur sehr wenige), so entdecke ich die gleichen Tendenzen im Bereich F2P, bei den Online Games.
    Ich erinnere mich an Interviews mit Volker Wertich und Sid Meier, Entwickler, die (vor Jahrzehnten) geniale Spielideen entwickelten (Siedler und Railroad Tycoon) und ich erlebe heute die Online-Versionen der Publisher, die heute auf den Lizenzen für diese Ideen sitzen. Die Deutlichkeit der Monetarisiwerung lässt nichts zu wünschen übrig, und die Qualität und Dauer der Nachbesserungen (Bugfixing) vergleiche ich oft mit der Kontinentaldrift: laaaangsam und es geht viel kaputt dabei. Interessant ist die Kommunikation mit dem Publisher … da antworten Teilzeitbeschäftigte meist mit „wir können nicht …“ oder „ich hab Wichtiges zu tun“ … manchmal auch als Steigerung Wichtigeres (als dem Kunden zuzuhören).

    Für mich, der ich in der IT tätig bin, und der ich auch in virtuellen Welten (Second Life u. a.) Spiele entwickelt hat, ist der mangelnde Kontakt zum Kunden, das fehlende Interesse an Qualität und das Abschieben des Kundenservice und des Supports auf Praktikanten, Minijobber und Freiwillige unverständlich.
    In virtuellen Welten stehen die Spieler/Kunden neben mir, als virtuelle Figur, sie sprechen in mein Headset, so direkt, wie es der Kunde einer Warenwirtschafts-App tut … und da kann ich einfach nichts Unfertiges ausrollen oder mit dem Bugfixing Tage (oder gar Wochen, Monate, Jahre) warten.

    Und die andere Seite, die Kunden … die sagen zwar, dass sie Spaß wollen, aber beim Stichwort Qualität kneifen sie (ist ja kostenlos, ist ja Nureinspiel) … oder sagen gar, dass sie ihre Zeit TOTSCHLAGEN wollen mit diesem Spiel. Und wenn ich das lese oder höre, hab ich doch Verständnis für Publisher, die diesen Markt bedienen: Zeug zum totschlagen der Zeit, unfertig, unrepariert, verbuggt.

    Danke für den Artikel.

    • Ein sehr guter Kommentar.

      Wir haben auf der einen Seite die Spiele-Kunden, die Qualität fordern aber oft nur bereit sind ein Bruchteil für diese Qualität zu bezahlen. Die hunderten, ja manchmal tausenden Spielestunden sind den Kunden oftmals maximal 5-20 Euro wert. Dafür werden dann hochauflösende und detailgetreue Kunstwerke erwartet, die gleichzeitig fesseln und entspannen sollen.
      Auf der anderen Seite sitzen immer mehr und mehr Shareholder Companys, bei denen es in erster Linie um sofortigen maximalen Gewinn geht und nur noch – wenn überhaupt – in zweiter Linie darum, ein erfolgreiches Spiel zu produzieren. EA hat es ja erfolgreich über Jahrzehnte vorgemacht, wenn der eigene Ruf zu schlecht wird, dann kauft man einfach erfolgreiche Spieleserien auf und beutet die Fans dieser Lizenzen gnadenlose aus. Immer mit dem Versprechen, diesmal wird alles anders, diesmal wird alles besser.

      Dabei sind, meiner Meinung nach, jedoch nicht Sachen wie z.B. Early Access oder Roadmaps die Übeltäter. Early Access gibt kleinen Indie DevStudios die Möglichkeit ihre Spielideen zu verwirklichen. Problematisch wird es, wenn dann diese Mittel zweckentfremdet werden. Ein 200 Personen starkes DevStudio braucht wahrlich kein Early Access zur Entwicklung, und eine Roadmap muss bei einem als fertig verkauften Spiel auch abgeschlossen sein, nicht erst angefangen.
      Genauso waren Mikrotransaktionen zuerst dazu gedacht sogenannte Free-to-play Spiele zu finanzieren. Leider war dieses Geschäftsmodell so unglaublich erfolgreich, dass es inzwischen das bevorzugte Verkaufsmodell der Branche ist, da man hier den meisten Profit machen kann.

      Und dann müssen wir uns als Spielekunden auch durchaus fragen, ob es denn wirklich realistisch ist für ein Spiel das uns mehrere hundert Spielstunden Spass bereitet nur 10 Euro auszugeben. Im Vergleich, eine Tasse „fancy“ Coffee2Go, getrunken in unter 15 Minuten, ist uns 5-10 Euro wert. Ein Besuch im Kino lassen wir uns gerne mal 30 Euro und mehr kosten.

      Ich schätze den Artikel trotzdem, auch wenn ich nicht komplett zustimmen kann. Es ist gut auf die mE gravierende Schieflage in der Computerspielebranche mit dem Finger zu zeigen. Nur so entwickelt sich ein öffentliches Interesse daran und daraus hoffentlich auch eine Besserung. Es wäre doch sehr schade, wenn die Spielebranche daran zugrunde geht, kommen doch so manche technische Innovationen in der Informatik und Netzwerktechnik genau aus dieser Branche.

      • André Westphal says:

        Ich verstehe was du meinst, wobei ich finde, man sollte auch nicht nur die Quantität sehen: Mir ist z. B. ein Spiel mit 10 Stunden Spielzeit lieber, dass jene Stunden perfekt ausfüllt, als ein gestrecktes Game mit 100 Stunden, das nur aus Fetch-Quests und einer riesigen aber leeren Welt besteht. Ein Spiel wird meines Erachtens durch die schiere Spielzeit nicht besser oder schlechter. Vielmehr finde ich einige Spiele mittlerweile schon ausufernd, sodass sie zu sorglos mit der Zeit der Spieler umgehen.

        Letzten Endes hat aber jeder die Möglichkeit mit seinem Portmonnaie zu entscheiden. Ich kaufe mittlerweile selektiver als früher und lasse vieles links liegen. Ich unterstütze aber auch gerne mal ein Projekt, das aus dem Rahmen fällt. Momentan freue ich mich sehr auf „Disco Elysium“, das ja 2020 auch für Konsolen kommen soll :-).

  42. Mh klar gibt es faule Äpfel aber die Anzahl der Spiele die pro Jahr rauskommen ist doch auch extrem Hoch.

    Early Access Titel muss doch jeder Selber wissen ob er das mitmacht oder nicht, und vollpreis Early Access Titel kenne ich keine ?!?! die kosten doch alle so 10-30 euro.
    Star Citizen ist da übrigens was anderes – Star Citizen setzt neue Maßstäbe in ettlichen Dingen und wurde entwickelt um endlich mal wieder ein gutes Weltraum Spiel auf den Markt zu bringen. Und das gute Spiele lange brauchen ist ja auch nicht unnormal GTA oder RDR sind 7-8 Jahre in Entwicklung. Und der Umfang von Star Citizen ist halt Riesig.

    Ich habe in den letzten Jahren waren es 3 Fehlkäufe bei mir. 2 davon hab ich aber innerhalb von 2h Spielzeit schon gemerkt das das nichts für mich ist und bei Steam sofort zurückgegeben. Also nichts passiert. Und das eine Spiele ja gut sowas ist auch schon vor 15 jahren passiert 😉

  43. ich spiele inzwischen nur noch entweder Spiele welche schon entbuggt sind oder free2play-Online games.

  44. Vielen Dank, du sprichst mir und meinem Kumpel aus der Seele. Wir sind beide Anfang 30 und haben im Moment echt sehr große Probleme, ein passendes Spiel zu finden, dass wir nach der Arbeit zum „Ausklang“ zocken können. Heutzutage wirst du geradezu erschlagen von Early Access Games oder Grinder-Games. Es fehlt überall die Innovation. Entweder du führst 100(0) mal die gleiche Aktion durch, um auf eine bessere Stufe zu kommen, oder das game ist (noch) unspielbar.

  45. Also ich kann deinen Unmut verstehen.
    Aber in der Gameing Szene so wie in jeder anderen Branche auch, wollen die Firmen maximalen Gewinn machen. Dabei ist es für die Firmen unwichtig wie sie es erreichen. Das hast du ja schon aufgeführt was sie inzwischen einsetzen. Würden alle Gamer deine Meinung teilen, dann gäbe es diese Systeme auch nicht. Es gibt sie aber nun mal und die Firmen nutzen sie.

    Du kannst also nicht den Publishern vorwerfen das sie ihren Gewinn steigern oder Schaden minimieren wollen, sondern musst die Gamer fragen was bei ihnen nicht stimmt.

    Und DLCs etc. ist auch ein Thema für sich aber da kommst du ja noch zu.

  46. Ich zocke seit den CBM PET Zeiten anno 1978 und habe nahezu alle HC und Konsolen gezockt sowie großteils noch im Besitz. Ich kaufe ausschließlich Games mit relevanter Single Player Kampagne und auch erst nach 1-2 Jahren wenn es eine Version mit allen Patches gibt. Reine Online Games kaufe ich schlicht nicht, auch nicht Games bei denen die Single Player Kampagne nur schmückendes Beiwerk ist. Außerdem bin ich Sammler alter Schule und brauche physisch etwas was ich mir in das Sammel-Regal stellen kann (CD, Disk, BR, Modul etc.). Diese Auswahlprinzipien verringen heutzutage leider immer stärker die Auswahl da immer weniger Games für den Kauf nach diesen Prinzipien geeignet sind. Es gibt aber noch positive Ausnahmen wie z.B. Zelda (Switch), Horizon Zero Dawn (PS4), Skyrim (PS4) zocke ich auch immer noch…..Fallen Oder soll ja auch wieder in diese Kategorie passen …hier warte ich aber noch mind. 1 Jahr….. Also die Welt ist nicht komplett verrückt geworden……der Zustand wird aber langsam für Veteranen-Gamer wie mich immer weniger attraktiv…..

  47. Stimme ich absolut zu!
    Auch ich erinnere mich an die „guten alten Zeiten“ von Monkey Island, Indana Jones oder Moonpatrol. Neuere Spiele in einem neuen Genre wie das alte Resident Evil, Dark Age of Camelot, Jumpgate oder Star Wars Galaxies. Habe auch mit einem Atari 2600 angefangen und vergesse nie TOP GUN… die schweren Landungen auf einem Flugzeugträger. ALENS spielte ich nächtelang ich auf einem Schneider CPC, Indiana Jones wurde auf einem 386er gezockt…. ich fand, das war noch Spieltiefe und Spassfaktor ohne Ende. Die ganzen AMIGA-Zeiten mit Lotus, Streetfighter, etc…
    Heute ist es nur noch Kommerz. Grafik und Powerleveln auf Kosten des Funs…. sicherlich gibt es heute auch tolle Spiele, aber die Intensität und dieses Phänomen wir damals habe ich lange nicht mehr erlebt.

  48. Ich spiele auch seit ich klein bin (angefangen mit Age of Empires 1, Diablo 1 etc.). Mit meinen heute 30 Jahren spiele ich genauso begeistert wie zuvor (Age 2 def, WoW, Pubg, Borderlands 3, Switch mit Frau und Kind und hin und wieder alte Spiele kurzweilig) und probiere immer wieder auch neue Games aus, einige davon gefallen mir sehr gut.
    Was ich hier – auch in den Kommentaren – lese erinnert an den klassischen Mix aus Nostalgie und midlife-crisis, oder kurz gesagt: früher war alles besser.
    Nix für ungut. Aber von meiner eigenen Szene bin ich eigentlich reflektierteren Umgang gewohnt… wobei, nein. Eigentlich nicht 😀

    • André Westphal says:

      Na, wie ich im Artikel ja deutlich schreibe: Mir gefallen heute auch extrem viele Spiele. Dem gegenüber stehen aber eben die erwähnten Trends (Mikrotransaktionen, Loot Boxen, Roadmaps), die ich bedenklich finde. Es geht also nicht um „früher war alles besser“, sondern darum zu sagen: „Schade, dass da heute dieses und jenes schief läuft.“

      Ich würde z. B. guten Gewissens keinem Kind ein Spiel wie NBA 2K20 in die Hand drücken und das finde ich eine sehr traurige Sache – denn eigentlich ist Basketball ein toller Sport und das Spiel an sich ist auch gar nicht mal schlecht. Aber die ganzen Mechaniken drumherum, sind ne harte Sache.

  49. Wer sich über „Early Access“ zum Vollpreis beschwert, gleichsam aber für Valves Steam Werbung macht, der zahlt noch zu wenig! Wärend Steam Valve seine schon jahrzehnte langen Psychotrolle sogar aus dem Permban entläßt, Moderatorengeschützt und gelobhuldigt vom Support, unbescholtene und redliche Bürger mit ihrem Terror Tag für Tag in den Wahnsinn zu treiben, bis man hunderte Euro teure Accounts hinschmeißt und vom Steam Valve Support das leere Versprechen zum Hohn bekommt, man würde das beobachten, sich aber nichts tut, der unterstützt derartige Verbrechervereine ihres menschenverachtenden Handelns noch und braucht, in meinen Augen, nicht herum jammern! Ihr zahlt noch viel zu wenig. Es soll ja blos nicht benannt werden, wer jeden Tag auffällt, „naming is shaming“ heißt es dann, so werden Trolle noch geschützt. Sagen darf keiner was, nur sein Geld los werden, verrückt gespielt zu werden um dann ohne Geld und ohne seine gekauften Spiele da zu stehen, mit den Kassenbons seine Wände zu tapezieren! Zu wenig zahlt Ihr, viel zu wenig! Da gehört noch ne Tracht mit dem Knüppel oben drauf! Das ist meine persönliche Meinung dazu.

  50. Naja spiele werden halt immer aufwendiger,
    das ist auch mit schuld der spieler die zum teil spiele für ihre aufwendige graphic oder grosse welten loben.
    Entwicklung von spielen wird eben durch diesen aufwand auch immer teurer.
    wie begegnet man dieser tatsache.
    1. kürzen, vereinfachen: das selbe haus, den gleichen gegner usw recyclen anstatt für jede begegnung einen neuen zu machen
    2. mehr einnahmen generieren
    2.1 mehr einheiten verkaufen
    nun schwierig vor allem weil eine breitere masse meist auch rapide steigende ausgaben bedeutet
    2.2 mehr pro einheit verlangen
    auch schwierig vor allem weil spieler wenig bereitschaft zeigen nochmal deutlich höherere preise zu bezahlen.
    das wäre aber mein rat, das spieler halt in befragungen und beim einkauf sagen sie zahlen 120 euro und ggf noch mehr damit sie das bekommen was sie wollen, tatsächlich ist allerdings der gegenteilige trend zu sehen das spieler bereit sind sich in f2p fallen zu versenken
    2.3 zusätzliche finanzierung
    hier kann wirklich alles probiert werden, von werbung für real existierende produkte, über lootboxes, gadgets, skins, timesavers, whatever. betrachtet wird das aber nur wenn in dieser reihenfolge 2.1, 2.2, 1 ausgeschöpft sind, denn hier ist das risiko das es spieler groß.

    solange wir als spieler von entwicklern verlangen das sie immer mehr und mehr resourcen investieren, und gleichzeitig aber pro spiel nicht mehr bei ihnen ankommt, haben sie halt wenig chancen als sich was anderes zu überlegen. An ihren mitarbeitern können sie kaum noch sparen die arbeitsverhältnisse in der spiele branche sind schon wenig menschenfreundlich.

    Ich finde es nicht mal schlimm das es so ist, wie es ist.
    Ich finde es nur unfair es so dar zu stellen als haben die entwickler/publisher das alles genau so gewollt.
    Unternehmen wollen gerne sich nicht ändern müssen und dennoch mehr geld verdienen als das tagesgeschäft verschlingt. Sich neuen bezahlmodellen inklusive möglichem shitstorm zuzuwenden ist eine verzweiflungs tat mit risiko, nichts was man als unternehmen tut wenn man denkt man habe eine wahl.

    • André Westphal says:

      Teilweise ist die Entwicklung aber in bestimmten Bereichen auch günstiger geworden – durch die breite und kostengünstige Verfügbarkeit von Middleware, Assets und Game Engines etwa. Außerdem ist der Markt enorm gewachsen, also man erreicht heute mit einem Game eine viel breitere Zielgruppe als z. B. in den 1990ern – weil die Gruppe der „Gamer“ heute viel größer ist als damals.

      Und man hat ja auch schon Strategien wie die Sammlereditionen, die sehr hohe Margen haben.

      In den meisten Fällen können die Entwickler übrigens nichts für solche Geschäftsstrategien, sondern es sind die Vertriebe, welche darauf pochen. Es gibt ja genügend Fälle, wo Entwickler gezwungen wurden quasi auf den letzten Drücker Mikrotransaktionen auf Druck des Publishers zu implementieren.

      Man hat es aber eben immer selbst in der Hand: Die meisten Games mit ausufernden Mikrotransaktionen kaufe ich gar nicht erst, weil mir der Einfluss auf das Gameplay insgesamt zu groß ist und ich das eben beim Spielen bemerke – endloses Grinding ist für mich Arbeit und kein Spaß.

      Es gibt aber glücklicherweise eben auch heute viele schöne Spiele, die ohne viel Klimbim auf den Markt kommen – selbst EA hat das ja gerade mit „Jedi: Fallen Order“ mal wieder ausprobiert :-).

  51. Sehr guter Artikel, die Gründe für diese Entwicklung liegen für mich im stark gewachsenen Publikum, die meisten Gamer heutzutage sind unerfahrene Casuals die über Mobile Games zum spielen kommen, von daher ist unterirdische Qualität sowie extreme Abzocke für sie normal, sie kennen es gar nicht anders und die Entwickler freuen sich über so unkritische und zahlungswillige Kunden.

    Als jemand der sich recht oft durch Foren liesst schwanke ich immer zwischen Belustigung und Mitleid mit der ausgesprochenen Hirnlosigkeit der Leute, dort lässt sich wunderbar beobachten wie simpel aber effektiv manipuliert wird, es gab wohl nie eine unbewusstere Generation als die heutige, Marketingversprechen werden trotz ständiger Enttäuschung einfach immer wieder geglaubt, richtig böse Abzocke wie die Kasinopsychologie (auf Kinder und Jugendliche angewandt!) der Lootboxen wird von deren grössten Opfern noch verteidigt, kaum Reflexion darüber, was eigentlich vor sich geht. Dazu überforderte Eltern, die ihren kleinen nur zu gerne das Geld für diesen ganzen Schwachsinn in die Hand drücken um sie vor Konsole/Pc parken zu können, am besten um dann selbst in Ruhe zu zocken.

    Als Gamer der ersten Stunde muss ich aber auch sagen das heutige Spiele natürlich eine ganz andere Faszination ausüben als die simplen Games die ich damals gezockt habe, von daher sind Eltern mehr denn je gefragt bei der Zugangsbeschränkung, das Suchtpotenzial ist extrem hoch und von den Unternehmen auch gezielt so designt und man muss es mal ganz klar sagen: Verzockte Zeit ist objektiv verschwendete Zeit, ein starker Spieler zu sein macht eine Riesenlaune ist aber in der Regel zu rein gar nichts zunutze, besser Eltern sorgen dafür, dass ihre Kinder nützlichere Fähigkeiten entwickeln.

    Auf der anderen Seite sind natürlich nicht alle Spieleentwickler so krass drauf, es gibt viele Spiele die auch ohne zusätzliche Investitionen Inhalte nachliefern, wenn auch neben den Monetariesierungsmodellen, ich denke die grossen Studios sind auf dem sinkenden Schiff und handeln auch deshalb so, ausser immer bessere Grafiken bieten sie eigentlich kaum mal was neues und auch das klappt nicht mehr, die Bereitschaft viel Geld für Hardware auszugeben sinkt bei Spielern equivalent zu der Bereitschaft ausgiebig in Anwendungen zu investieren, die Gewinner sind die kleinen Indie Studios, die mit ihren mutigen, innovativen Spielen längst die Herzen der Spieler erobert haben und die grossen ganz alt aussehen lassen.

    Battlepasses sind eigentlich das einzige worüber ich mich aufrege, weil sie im Vergleich zu den „normalen“ ingame Preisen zwar extrem viel für das Geld bieten, letztendlich jedoch nur für eine kleine Menge der Spieler sinnvoll sind, denjenigen die sehr viel Zeit zum spielen haben bzw. investieren wollen und sich dabei Monate auf ein Spiel fokussieren. Ganz zu schweigen davon, das sie spielen zu einem Job machen, für den man auch noch bezahlt.

    Mal anschaulich

    EARLY ACCESS

    Marketing:

    Habt teil an der Entwicklung, ihr beinflusst wohin die Reise geht!

    Deutsch:

    Wir denken, du bist so ein idiot, das wir dir ein unfertiges Game verkaufen können, weil uns die Kohle ausgeht, ausserdem brauchen wir Betatester und Hypebuilder und die kosten halt aber du hast die Chance dafür zu bezahlen!

    LOOTBOXEN

    Marketing:

    In jeder Box, Spiel, Spass, Spannung, Skins!

    Deutsch:

    Mal gucken, wie blöd du bist!

    BATTLEPASS

    Marketing:

    Wahnsinnsangebot, erspiele dir jede menge tolle Inhalte zum extremen Vorteilspreis!

    Deutsch:

    Bezahle 10€ für ein paar Skins und jede menge Schrott ,die du nur bekommst, wenn du zwei Monate permanent spielst ob du Bock hast oder nicht. Da wir damit rechnen, das du darauf keinen Bock hast, bekommst du die grossartige Chance dir den Grind zu sparen indem du nochmal 100€ draufzahlst!

  52. Alessandro D. says:

    Also ich habe jetzt mir nicht alle Kommentare durchgelesen, aber schon genug um mir eine eigene Meinung zu machen. Also ich finde es ja toll wie ihr alle darüber diskutiert und eure Meinung über dieses heiß diskutierte Thema preis gebt. Meine Meinung darüber ist, dass ich persönlich noch nie großartig was gegen DLC’s hatte. Ich finde es halt nur schade, dass wenn ein DLC für uns als Gamer zur Verfügung gestellt wird, doch letztendlich der Inhalt nicht dem Preis entspricht. 10€ für irgend ein Skin inkl. eine spezielle Waffe ist einfach unnötig. Natürlich verlangen die Verkäufer Geld für ihre Extra-Inhalte. Aber wegen jeder Kleinigkeit, immer Geld zu kasieren… ist fragwürdig. Besstes Beispiel: COD. Ich bin leidenschaftlicher und langjähriger COD-Spieler und liebe es wirklich sehr. Aber wenn man, z.B. in Black Ops 3, die im Nachhinein rausgekommen Maps umbedingt spielen möchte, musste man IMMER Geld dafür zahlen, was ich auch immer wieder tat. Aber nicht nur COD, sondern auch die Entwickler der FIFA Reihen verlangten sehr gerne hohe Summen für so und so viele Coints damit man paar Packs öffnen kann. Ist halt so! Was mag man den als einfacher Zocker dagegen machen. Jetzt schaue ich schon über die ganzen Kaufoptionen in Form von kostenpflichtige gutaussehende Skins, Packs usw. hinweg und versuche ohne Geld mir den Spielspaß zu erweitern. Klar fände es jeder geil wenn die Entwickler mal endlich auf die Community hören würden und mal als Dank KOSTENLOSE Extra-Inhalte veröffentlichen. Aber heutzutage geht es nur um eins… GELD, GELD und nochmal GELD. Was willste machen? Man würde zwar die Community und das Spiel ansich mehr am Leben halten, wenn das alles nichts kosten würde aber so ist es halt leider nicht. Dies ist ein geben und nehmen. Willst du das heftige Schwert haben was jetzt neu im Shop rausgekommen ist, verlangen die „Spielverderber“ Geld. Wie aber schon oben erwähnt, habe ich jetzt nicht sooo viel was gegen dieser Vorgehensweise der Entwickler mit den DLC’s usw.

    Bin jetzt keine 30 wie die anderen, sondern erst 17, habe aber meiner Meinung nach viele Spielerfahrungen gesammelt, sei es auf dem Nintendo, Xbox 360 oder die aktuelle Ps4. Was mir halt aufgefallen ist, dass vor paar Jahren nicht soviel von den Entwickler an Geld verlangt wurde, als in den letzten fünf Jahre. Sehr schade. Trotzdem habe ich vor in Zukunft mir Spiele zu holen und auch wenn die Entwickler immer noch nicht checken, dass die mit deren kostenpflichtigen DLC’s in der Community nicht gut ankommen. Dies ist meine Meinung über dieses Thema!

    Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag.

  53. Sprichtst mir aus der Seele, genau meine Gedanken zum aktuellen Gaming-Mist. Zum Glück gibt es hier und dort noch Ausnahmen, aber ich meide inzwischen alles, was in-game Käufe überhaupt hat.

  54. Ich bin mit einem 80285 in die Welt der Computerei eingestiegen und habe die Spielewelt so ziemlich von Anfang an miterlebt. Kein Spiel hat mich aber bisher mehr begeistern können wie die Myst/Riven-Reihe die selbst heute, nach 26 Jahren (1993 erschien das erste Spiel) immer noch viele Spielefreaks begeistert.
    Das Interesse an Myst ist weltweit immer noch so groß, dass eine Community es geschafft hat, die Lizenzen der Spiele mit Spendengeldern der Fans zu erwerben und die Spiele auf Windows 10 lauffähig zu machen und dabei völlig auf das früher unumgängliche Quicktime zu verzichten. Und so spiele ich auch heute, noch wenn mir danach ist, ein Myst-Abenteuer auf meinen WIN10-Rechner.
    Nach Myst, Riven und Uru habe ich nichts Vernünftiges auf der Spielewelt für den PC mehr finden können. Leider konzentriert sich da scheinbar alles auf Ballerei, Mord, Totschlag und viel Blut. Das ist nicht meine Welt.

    • Da würde ich dir so nicht zustimmen, klar, Myst ist Kult alleine vom Rätselanspruch her, es gibt aber auch schon zumindest ein paar hervorragende moderne Titel, man muss sich nur umgucken, ich würde dir z.B. „The Talos Principle“ empfehlen.

  55. Spiel halt keine AAA-Spiele. Der Markt ist so groß und divers wie noch nie. Im Indie-Bereich kriegt man so ziemlich alles, was man braucht und auf jeden Fall mehr als man spielen kann. Und im Zweifel gibt es immer noch Nintendo, deren große Spiele auch ohne den ganzen Unsinn auskommen. Aber auch bei den Blockbustern finden sich nicht nur „Ausnahmen“, sondern eine große Zahl an wunderbaren Singleplayer-Spielen ohne diese Irrwege.

  56. Ich komme ebenfalls aus der Zeit von Arcade-Automaten, Atari und C-64, und zocke somit seit rund 30 Jahren (also seit Anbeginn der Videospiele-Zeit). Vorab, das mit Games Geld verdient werden soll, ist klar, es ist nirgends anders.
    Das es bei den Titeln der 80er und 90er einiges an Müll gab ist ebenfalls unumstritten. ABER, der generelle Fokus lag auf SPIELSPASS! Es ging darum, dass Gamer die Spiele kauften, weil sie Spaß machten und die Zeit vertrieben. Dann kam die Zeit wo visuelle Effekte elementar wurden und grade EA Spiele rausbrachte die toll aussahen, aber in allen anderen Punkten der letzte Rotz waren. Von Spielspaß war da nichts mehr zu sehen. Dann kam die Zeit der DLC’s, wo z.B. Forza 4 ohne einen Porsche released wurde und man nach ein paar Monaten dieses Porschepaket als DLC für teuer Geld kaufen „durfte“. Na ja und jetzt halt die ganzen Mikrotransaktionen, Loot-Boxes und der Scheiß. Es ist eine mehr als traurige Entwicklung, die historisch gesehen grade durch EA angestoßen und vorangetrieben wurde. Für viele junge Gamer scheint der Ist-Zustand völlig ok, sie kenne es halt auch nicht anders. Für meine Jungs und mich sind all diese Titel aber ein absolutes No-Go und werden daher nicht angepackt. Es gibt auch immer mehr erstklassige Indie-Titel.

  57. Der absurde Datenverbrauch ist auch noch ein Problem. Nicht so sehr wenn man an einer 250 MBit-Leitung hängt, aber die ist nicht überall verfügbar.

    Ich verstehe ja dass Texturen usw. über die Jahre immer aufwändiger geworden sind, aber die regelmäßigen Gigabyte-großen Updates vermiesen es mir als Gelegenheits-Zocker. Und ich lebe nicht mal auf dem Land, habe immerhin 20 MBit-Anschluss.

  58. Peter Glück says:

    Na, wurde mein Kommentar „ausversehen“ gelöscht! 😀
    …naja, hier nochmal. Aber wenn ihr mit Kritik nicht umgehen könnt bzw. Meinungsfreiheit nicht erwünsch ist, sagt es mir dann lass ich das mit den Kommentaren! 😉
    Was ein Bullshit. Sorry aber such dir einen neuen Job bevor du so einen Mist verzapfst. Ein guter Journalist recherchiert und kontaktiert mal einen Publisher bevor er so einen Mist als „Meinung“ raushaut.
    Unfertige Spiele die nur auf Geld aus sind gibts schon seit Jahrzehnten – das beste Beispiel ist das GameBoy Spiel „E.T.“ zum gleichnamigen Film – es musste in wenigen Tagen entwickelt werden und das ging natürlich nach hinten los!
    Was ich aber eigentlich damit sagen will ist nicht das es immer wieder Spiele gibt die nicht fertig sind sondern das hinter vielen Spielen mehr als nur ein bisschen „Programmieren“ dahinters steckt. Das Gaming-Geschäft ist mittlerweile ein Millarden Business und Gamer wollen immer mehr anspruchvollere Spiele, ausgereift und mit mega Grafik, zocken und da gehört nunmal viel Arbeit und Komplexität dazu. Das das alles dann am Ende funktioniert und stimmig ist und keine Fehler einschleichen kann bei solchen Projekten nicht nur eine handvoll Entwickler testen – deswegen und weil man auch Serverauslastungen prüfen will MUSS man stellenweise auf Betatests zurückgreifen!
    Zum Vergleich: Ein Atari 1050 nutzte Disketten mit einer Größe von 130kb, sprich 0,00013 Gigabyte. Das heutige CoD Modern Warefare braucht auf der Playstation 110100480kb, sprich 105 Gigabyte, ist also viel komplexer und fehleranfälliger.
    Ein weiterer Punkt ist die Finanzierung. Bei einem heutigen Gaming-Blockbuster werden oft mal dreistellige Millionen Beträge investiert. – „Star Wars: The Old Republic“ kostete ca. 200 Mio in der Entwicklung – das bedeutet also auch ein finazielles Risiko und wenn dann in der Geschäftsleitung mit Zahlen jongliert wird kann ein Projekt auch mal abgeschwächt oder eingestampft werden.
    Dann versuchen die Manager mit Aktionen wie bei Fallout 1st Geld einzunehmen und denken vielleicht mehr finanziell und weniger auf den Happynessfaktor des Endverbrauchers nach…
    Andere Games wie das neue Terminator sind voll von Detailliebe und man merkt das die Entwickler das ganze Projekt gerne größer gemacht hätten, scheinbar hat hier jedoch das Budget nicht gereicht…
    Aus all diesen im Artikel nicht genannten Gründen und weiteren muss ich sagen: Scheiß Artikel und das ist „nur meine Meinung“. Ich frage mich wie jemand der sich „Hauptberuflicher Gaming Geek“ nennt so einen Artikel schreiben kann…

    • André Westphal says:

      Wir haben nichts von dir gelöscht – auch wenn du durchaus gerne sachlicher schreiben dürftest und wenn du mir unterstellst „Mist, den du verzapfst“, dann sag doch gerne mal konkret, wo ich Falschaussagen treffe? Du gehst nun auf ein völlig anderes Thema ein „Spiele entwickeln macht Arbeit“ – das bestreite ich an keiner Stelle im Artikel, oder?

      Du sagst nun „Scheiß Artikel“, aber lieferst keinen Anhaltspunkt, was du an Aussagen als falsch empfindest, sondern sprichst Punkte an, die nichts mit meinen im Artikel genannten Argumenten zu tun haben. Du sagst nur „Spiele ,machen viel Arbeit und die Entwicklung kostet viel Geld“ – ja, das ist nicht gerade Insider-Wissen und kann man als bekannt voraussetzen ;-).

      Es ändert aber nichts daran, dass auch ohne fragwürdige Geschäftstrategien genügend Geld in der Branche verdient werden kann und Spiele dann besser wären.

      Ansonsten nenne doch gerne mal Aussagen in meinem Artikel, die du so schlimm oder falsch findest – dann bitte sachlich und am Thema bleibend – wenn du nur persönlich beleidigst, musst du dich tatsächlich nicht wundern, wenn deine Kommentare irgendwann nicht freigegeben werden. Meinungsfreiheit heißt nämlich nicht „Ich kann Leute wahllos beleidigen, nur weil ich anders denke“ ;-).

      • Richtig. Du hast geschrieben, dass Spiele heute Bananenware sind oder die Hersteller eine Art Aktiengesellschaft, Man kauft ein Spiele-Zertifikat und es kann einem gehen wie bei der Lehman Bank. Außer Spesen nix gewesen.

        Hinzu kommen die Mikrotransaktionen mit denen man den Kunden das Geld aus der Tasche lockt und, es ist eben so, dass bei vielen Spielen ohne Käufe nix geht. Pay2Win. Allerdings gibt es auch solche da kann man Geld reinstecken ohne Ende und es ist trotzdem sinnlos bzw. hat keinen Effekt auf Spielerlebnis, Spielspaß oder Spielerfolg.

        • Der Einzige, der „Bananenware“ schreibt bist du; was du da mit „Spiele-Zertifikat“ und „Lehman Bank meinst, erschließt sich mir nicht.

          • Bananenware ist Software, die beim Kunden reift. Das Geschäftsmodell besteht darin, dass man etwas verkauft und der Kunde darauf hofft irgendwann einen Mehrwert zu erhalten. Den er aber nicht bekommt. Das Ganze zu lasten des Kunden. Der Verkäufer haftet für nichts. Darum ist das Geschäftsmodell mit dem Zertifikatehandel vergleichbar.

            Der Gearschte ist der Kunde. Derartiges sollte der Gesetzgeber verbieten. Ein anderer Vergleich wäre der, dass Autos oder Elektrogeräte auf den Markt gebracht werden die manchmal funktionieren. Schlicht eine Schweinerei.

            • André hat nirgends verallgemeinernd geschrieben, „dass Spiele heute Bananenware sind“. Keine Ahnung wo meinst, das herauszulesen.

              In diesem Kontext ist Bananenware auch nichts zwingend Schlechtes. Spiele können bereits in hoher Qualität vom Kunden gekauft werden und dann dennoch reifen, also besser werden.

              Was soll der Gesetzgeber verbieten? Spiele, die einem subjektiven Qualitätsstandard nicht gerecht werden?

              Nenn mir doch bitte ein paar – 3 – Beispiele für Spiele, die du als Bananenware verstehst.

    • Fakt ist, dass nicht erst seit heute eine deutlich spürbare Mentalität der „Gewinnmaximierung“ bei den großen Playern in der Spielebranche herrscht. Damit hat der Autor auch sicher nicht explizit die Damen und Herren am Ende der Nahrungskette gemeint, namentlich die Entwickler, welche sicherlich größtenteils viel Herzblut in Ihr „Baby“ stecken. Diese sind, um bei den genannten Big Playern zu bleiben, an sehr strikte Vorgaben von EA & Co. gebunden, was z.B. Release-Date und gewisse Spielmechaniken betrifft, auch, oder ganz besonders alles, was mit Mikrotransaktionen zusammenhängt. Damit liegt das Problem, so wie es der Artikel auch rüberbringt, nicht hauptsächlich bei den Entwicklern, sondern den Herren in der Teppichetage, die nur mit den Zahlen jonglieren.
      Von daher ist der Artikel meiner Meinung nach sehr gut geschrieben, ich würde gerne wissen, was du hier grundlegend anders siehst (dass Spiele heute komplexer sind, ist ein alter Hut, ALLES wird komplexer; und wenn es einfacher aussieht und zu bedienen ist, ist die Technik dahinter umso komplexer, da machen Autos, Fernseher, Küchengeräte, etc. pp auch keine Ausnahme)

      Übrigens bin auch ich der Meinung, dass *Meinung äußern* und *beleidigend werden* zwei verschiedene Paar Schuhe sind…

  59. Stinky Turner says:

    Im Rückblick sieht alles besser aus…… Es stimmt schon, viele Spiele heute sind Murks. das war früher aber auch nicht anders.
    Was allerdings wirklich fehlt, ist Innovation. Soweit ich das überhaupt beurteilen kann, ich spiele mittlerweile so selten:)
    Aber wenn ich sehe, wie ein Remake von einem 20 Jahre alten Spiel (RE2) glänzende Kritiken bekommt, spricht das in Sachen Originalität wirklich Bände.

    • Dir ist aber schon klar, was „Remake“ bedeutet, nicht? Es wurde gerade bei Resident Evil 2 so viel am Spiel und dessen Mechaniken verändert, dass es sich hier um eine völlig neue Spielerfahrung handelt. Alleine fixe Kamera vs. frei bewegbare Kamera ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

      Warum soll es da keine – völlig zu recht, wohlgemerkt – glänzenden Kritiken bekommen?

  60. Die Online Spiele sind die totale Abzocke. Man bekommt im Grunde für sein Geld nix. Früher gab man zwischen 20 und 100 D-Mark und hatte eine Box, Diskette, CD,DVD, ein Booklett und konnte dann so lange spielen wie man wollte. Es gab schicke LAN Partys. Supi. Heute? Man kennt sich per TeamSpeak. Die Mikrotransaktionen sind Groschengräber. Ich spiele nur ein einziges Spiel seit ca. 4 Jahren und habe dafür mehr Geld investiert als für alle Spiele, zusammen genommen, die ich davor hatte. Weiterhin ist das Schlechte an Online Spielen, dass der Erfolg am eigenen Gerät hängt und der Konfiguration von Maus und Netz etc.. Man kann nur hoffen, dass die Richtung sich wieder ändert aber ich glaube es nicht. Die Geschäfte laufen gut.

  61. Ich finde Du hast mit dem Artikel absolut Recht. Es ist sehr schade wieviel Energie und Aufwand von Entwicklern, wie auch Spielern in solche furchtbaren Spiele gesteckt wird. Ein Videospiel sollte wie ein Kinobesuch oder eine Achterbahn sein: Man bezahlt vorher einmal den vollen Eintritt und darf danach genießen. Leider ist dieses altmodische Modell aber nicht so rentabel wie Spiele wie LoL kostenlos anzubieten, damit schnell ganze Freundeskreise in die Community absorbiert werden. Wenn man erstmal 100h gespielt hat, will man sich dann von der Masse abgrenzen und kauft Skins um cooler auszusehen usw. So verdienen die Publisher mehr Geld und wer mehr Geld verdient setzt sich durch …
    Ich selbst gehe Mikrotransaktionen so gut ich kann aus dem Weg. Für Rainbow Six Siege z.B. habe ich einmal den Kaufpreis bezahlt und basta. Ich nutze zwar dauernd kostenlos der ihre Server, dafür halte ich den Hype um das Spiel und die Community mit meinem Spielen ja auch mit am Leben.

  62. Hallo André,

    ich finde deinen Abschnitt zu Early Access etwas unreflektiert und oberflächlich.
    Bestes Beispiel: 7D2D, welches man auf dem Screenshot schön präsentiert.
    Das Spiel wurde fast ausschließlich von einer Person programmiert über einen Zeitraum von mittlerweile 5 Jahren, eine Vorfinanzierung eines solchen Projektes ist quasi ohne Early Acess nicht machbar, da das „Studio“ bisher noch nichts produziert und vorzuzeigen hatte auser einer Idee. Dennoch ist das Spiel für die Anzahl an Entwicklern sehr positiv bewertet und in seiner aktuellen Fassung sehr gut spielbar. Ich würde dich daher bitten in Zukunft etwas reflektierter an solche Themen ran zu gehen, klar Trennlinien zwischen „Abzocke“ und legitimen Early Access unterscheiden, denn das klingt für mich in seiner aktuellen Form sehr nach einer Polemik und mehr nicht.

    • André Westphal says:

      Bei Early Access ist es so, dass ich tatsächlich nicht alles da verdammen will – die Ursprungsidee fand ich auch gut – also dass eben dort Spiele von kleinen Entwicklern Aufmerksamkeit bekommen können. Leider wird das eben aber mittlerweile auch wieder durch größere Studios zweckentfremdet – ähnlich wie beim Crowdfunding.

      Ich meine da also explizit nicht Indie-Studios oder kleinere Entwickler, die meistens auch faire Preise ausrufen, sondern größere Entwickler / Studios. Der Titel im Screenshot wurde übrigens nicht als gezieltes Beispiel von mir gewählt, mir gings eher generell darum den Steam-Bereich zu zeigen, das kam dann vielleicht leider etwas unglücklich rüber. Deswegen war 7D2 auch kein Beispiel im Text.

  63. Singleplayeroffline-Spiele bieten idR die Möglichkeit von Cheats/Mods an, weshalb das Grinding dort in keinem Vergleich zu WoW steht. WoW war mal gut – früher – heute ist es stupides Grinding ohne Spielspaß und ohne die Möglichkeiten der Singleplayerofflinegames… Deshalb gibt es für mich kein schlechteres Gameplaydesign (Spielen ist wie arbeiten, ohne Spielspaß und Freizeitgefühl) als das heutige WoW (BFA, Legion, WoD..). Auf der Blizzcon wird dann gesagt ‚oh wir haben gemerkt, Spieler können gar nicht mehr alle Twinks spielen und fühlen sich unter Druck alles machen zu müssen‘, so ein lächerlicher Kommentar als ob sie es nicht absichtlich genau so entwickelt hätten (und nein, frühere AddOns vor instanzierten Dailygrindzonen und A*machtgrindsche*** hat sich WoW noch wie ein Spiel angefühlt und nicht wie Zwangsarbeit)…

    Zum early access.. ich hatte 1-2x early access Spiele erworben, die beide fertig gestellt und teils mit Gratispatchs im Lauf der Zeit erweitert wurden. Am meisten habe ich jedoch während des early access gespielt und auch am meisten Spaß gehabt, gerade weil das Spiel noch unfertig war und witzige Elemente hatte, die später ‚weggepatcht wurden wegen Balanceetc.‘. Das gilt auch für manche alpha und beta Versionen von Onlinegames. Unfertige Spiele bieten manchmal spielerische Freiheiten, die in der Releaseversion gestrichen wurden und dadurch dann weniger spaßbringend sind.

  64. Hubert Schubert says:

    Das sind genau meine Gedanken. Das ist der Kapitalismus im Endstadium. Qualität kostet zu viel Geld, bringt also weniger Profit. Aber wir Konsumenten haben es in der Hand und die meisten scheinen kein Problem damit zu haben. Ich wünsche ihnen weiterhin viel „Spaß“ mit diesen „Spielen“.

    • Vielen Dank, den habe ich! Auch mit großartigem DLC-Content! Statt ewig rumzunörgeln spiele ich einfach die guten Titel und lasse die paar wenigen faulen Äpfel einfach links liegen.

      Noch nie gab es so ein breites qualitativ hochwertiges Spieleangebot und Abos wie Game Pass & Apple Arcade – also weniger jammern, Controller in die Hand und einfach losspielen!

      Und wenn du keinen „Spaß“ mehr mit diesen „Spielen“ hast, dann kauf dir stattdessen doch einfach ein Buch: Kein Abo, keine Lootbooxen, kein DLC, keine Patches, kein whatever.

  65. Kann ich leider nur zustimmen.

  66. Ich kann dem Artikel in einigen Punkten zustimmen, schließe mich aber dem Kommentar von Hanna mit ihren differenzierten Einwänden, z. B. was Early Access betrifft, an und möchte in dem Sinne dem hier herrschenden Grundtenor in den Kommentaren widersprechen.
    Meine Position zusammenfassend vorab: Es gab nie zuvor eine bessere Zeit zum Zocken!

    Zur Biographie: Ich bin 36 Jahre alt und habe noch lebhafte Erinnerungen an das erste Computerspiel, das ich je gesehen habe: Batman auf dem Sinclair ZX Spectrum meines Onkels. Da war ich ein Kleinkind – kein Wunder, dass Spiele später zu einem meiner Hobbys wurden. Außerhalb von Sessions bei Freunden war der erste Rechner im Haus ein 386er mit Dos-System (Lemmings, Prince of Persia, The Incredible Machine), der erste eigene PC ein Pentium 90 mit Windows 95. Ich bin dem PC treu geblieben und habe in meinem Leben über 600 Spiele gespielt. Das ist ne Menge. Auf meinem derzeitigen System sind über 3000 Spiele installiert, die ich jederzeit starten kann. Grob gerechnet habe ich also, wenn ich in dem gleichen Tempo weitermache, Stoff für ca. 95 Jahre, Stand jetzt. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich das schaffe. 😛

    Warum schreibe ich das? Nun, das Offensichtliche zuerst: Aus meiner Position fällt es schwer nachzuvollziehen, wie man erwägen kann, das Hobby aus Mangel an interessanten Veröffentlichungen an den Nagel zu hängen! Angeberei spielt wohl auch eine Rolle, obwohl ich lieber von Sammlerstolz spreche. Aber vielleicht bin ich auch ein anspruchsloser Vielzocker, das mögen Leute mit einem verfeinerten, spezialisierten Geschmack durchaus zu Recht so sehen.
    Um es klarzustellen: Ich kritisiere Praktiken wie überteuerte, aus dem Hauptspiel ausgeschnittene DLCs, ich hasse das Prinzip Lootbox und gehe wie schon erwähnt bei den meisten im Artikel angeprangerten Punkten mit. Aber wie kommt es dann, dass sich die Eindrücke trotz gleicher Kritik an manchen Auswüchsen der aktuellen Spielelandschaft so stark unterscheiden? Der eine nennt ein paar wenige Titel, die gingen schon klar, aber insgesamt so meh, und ich würde mich am liebsten zehnteilen, um zumindest das Relevante mitzubekommen.

    Ich glaube nicht, dass man diese Frage mit einer monokausalen Antwort auflösen kann. Meine streitbare These, von der ich glaube, dass sie Relevanz hat, ist: Nicht die Spiele haben sich so stark verändert, sondern ihr, oder besser, wir. Als Kinder waren wir begeisterungsfähig, schon von kleinen Dingen gefesselt, und konnten uns tagelang mit dem gleichen Kram beschäftigen, ohne das uns langweilig wurde. Jetzt sind wir langweilige, ernsthafte, kritische Erwachsene, die sich angewöhnt haben, dass man allein schon aus Distinktionsgründen dagegen sein muss, um sich von der jugendlichen, dummen Masse an CoD-Spielern abzuheben, die auch einfach jeden Rotz unhinterfragt abfeiern müssen. Und andererseits, zum Zwecke der Anbiederung an die echten Erwachsenen, die Spiele natürlich für Kinderkram halten, Recht haben sie!, und es ärgert uns ein bisschen, dass wir noch nicht so weit sind, und so ein Mist, um die Altersvorsorge habe ich mich immer noch nicht ausreichend gekümmert.

    Das ist jetzt natürlich polemisch piesackend formuliert. Niemand muss das gleiche Hobby, das einem als Kind oder Jugendlicher etwas bedeutet hat, ein Leben lang weiterverfolgen. Es spricht nichts gegen Weiterentwicklung, das Erlangen von persönlicher Reife oder sich einfach etwas anderes zu suchen, das dem Menschen, zu dem man geworden ist, eher entspricht. Aber bitte, falls es so ist, akzeptiert es doch einfach, und lasst den anderen den Spaß! Ich schreibe übrigens nur deshalb so niederträchtig, weil es um Dinge geht, die ich nur zu gut von mir selber kenne. Was habe ich beim (letzten, davor auch schon) Tomb Raider-Reboot gewettert, dass man meine alte magische Reihe nimmt und daraus ein zielgruppenorientiertes Produkt mit Lootsammelkramgedöns und fancy „Drücke die Sprungtaste innerhalb eines Zeitfensters von einer Minute, um einen echt hart cineastisch inszenierten Sprung in allerletzter Sekunde durchzuführen…das dritte mal an dieser Steilwand“-Mechanik. Ja, das kann man so sehen, und ich sehe es auch so. Aber hätte ich Rise of the Tomb Raider damals als 14-jähriger gespielt, meinetwegen mit halb so guter Grafik – ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ähnlich magische Erinnerungen daran haben würde, wie die alten Teile heute in mir hervorrufen.

    Es fällt mir auch nicht immer leicht, mich in diesen Zustand zurückzuversetzen, in dem man gespannt darauf ist, in andere Welten abzutauchen, sich mitreißen zu lassen, den meckernden, ewig kritischen Deutschen stummzuschalten. Das soll auch kein Plädoyer für unhinterfragten Konsum sein. Es sind seit damals viele Aspekte dazugekommen, aus denen ich subjektiv gewinnbringende Erfahrungen und Betrachtungen ziehen kann.

    Abschließend für die Ernüchterten noch ein paar Titel aus meinem Spielejahr, alte und neue, zur Unterstreichung meiner Eingangsthese, es gäbe nie eine bessere Zeit zum Zocken als heute. Kennt ihr sie schon und könnt deshalb sicher sagen, das sei es gewesen mit der Kreativität?
    Evoland 2 – Mash-Up von, Hommage an, und Satire auf eine Vielzahl von Genres, die zudem noch alle Spaß machen, eingebettet in einer schönen, melancholischen Story.
    Star Wars KotoR 2 – Endlich nachgeholt, immer noch interessant! Mit weniger emotionalem Punch versehen als der Vorgänger, kann man einen kleinen Planescape Torment-Vibe in den verhandelten philosophischen Ansätzen nicht verleugnen und sich wunderbar darüber streiten, ob das hier verunglückte Ambition ist oder tatsächliche Tiefe. Außerdem ein wirklich kaputter, nihilistischer Wookie und eine deutlich bessere Schreibe als in allen Star Wars-Filmen.
    Knytt Underground – Die alte, geniale Nifflas-Formel und -Stimmung, erweitert um interessante inhaltliche Ansätze, modernen Humor und teilweise knallhartes Platforming.
    Final Fantasy VII – Endlich nachgeholt, auch heute noch und auch ohne Remake ein Meisterwerk mit erstaunlich aktueller Thematik.
    Dusk – Da hat jemand verstanden, was die alten Shooter-Meisterwerke aus den 90ern so gut macht und eines nachgeschoben. Sowieso gute Zeiten für Fans der alten Schule, ich freue mich schon auf Ion Fury, Amid Evil und einige mehr!
    Anodyne – Ein schwer atmosphärisches Werk für Freunde von leicht abseitigen, traumähnlichen Erfahrungen.
    Fran Bow – Sehr unkonventionelles Setting; teilweise recht gorehaltiger Horror aus der Perspektive eines Kindes. Erinnert in der Epik der Geschichte an die Werke von Michael Ende.
    Aviary Attorney – Ich behaupte, dass diese höchst eklektizistische Mischung originär ist: Ace Attorney (nie gespielt, aber hierdurch definitiv in den Fokus gerückt), J. J. Grandville, Vögel und andere Tiere als Handelnde, Camille Saint-Saëns, pointierter Humor, liebenswerte Charaktere, ganz großes Drama. Und das Verrückte: Es passt alles zusammen.
    Die Rusty Lake-Reihe – Mehr Futter für Freunde des Abseitigen und David Lynch.
    Doki Doki Literature Club – Eine einmalige Erfahrung! Noch nie habe ich so viel geflucht während des Spielens, wegen den Dingen, die das Spiel mit mir anstellt.
    Wolfenstein: The New Order – Endlich nachgeholt, was für ein grandios inszeniertes Spiel! Ich hatte ja als RTCW-Fan einen ordentlichen Shooter erwartet, aber keine Gänsehaut mit Ansätzen von feuchten Augen aufgrund eines mehrminütigen Monologes einer der Protagonisten (Tekla).
    Argh, ich könnte ewig so weitermachen! Nairi, The Count Lucanor, Primordia, Rime, The Last Door, The Beginner’s Guide, The Plan (beansprucht nur wenige Minuten eurer Zeit), Enderal, Hammerwatch und so viele mehr.

    Wie ein tendenziell unfreundlicher Kommentator schon schrub: Auch früher schon versuchten Entwickler mit längst bekannten Ideen im damaligen Rahmen der Möglichkeiten Geld zu machen. Auf ein Commander Keen folgten viele weitere Keen-Teile, die alles das Rad nicht neu erfanden, und danach noch eine riesige Welle an Epigonen mit oft sehr fragwürdiger Qualität. Es gab Ramsch-Sammlungen mit 500 Spielen und mehr, es gab Nesquick-Werbungsspiele, große Titel kosteten gerne mal 120 DM. Nein, es war nicht alles besser, man hat vieles nur vergessen und behält sich die Dinge, die erinnerungswürdig waren und verklärt den Rest etwas.

  67. Jaaaa leider ist gerade wieder eher so eine Low-Level-Zeit, aber erlich gesagt bin ich das als gaming veteran gewöhnt. Bis jetzt kamen dann aber auch doch immer wieder richtig gute Zeiten.
    Was mich persönlich neben den endlosen ingame käufen und diese sinnlose sammelei von irgendwelchen komischen achievments und lustlosen Quests nervt, ist die endlose updaterei! (ich schreibe das gerade während sich ein spiel, das ich jetzt gerne spielen würde zum dritten mal diese Woche updatet) Erlich das kotzt mich an! ich mein es ist ja gut dass ein spiel lebt und man sich darum kümmert! aber teilweiße tägliche follow up updates nach großen updates und das meistens auch noch ungefragt, wenn man nicht aufpasst, ist schon ne frechheit!

  68. André Westphal says:

    Auch an dieser Stelle nochmal:

    Ich möchte mich für die vielen Kommentare bedanken (habe sie alle gelesen!) – sowohl die konstruktiv-kritischen als auch das Lob natürlich. Als ich die beiden Beiträge aus persönlichem Antrieb geschrieben habe, war ich recht unsicher, ob sich am Ende jemand für das Thema interessieren würde und bin sehr überrascht und natürlich auch echt glücklich über die Resonanz – das ist beim Bloggen natürlich der größte Lohn, wenn man ins Gespräch kommt und Rückmeldung erhält :-). Also danke dafür!

  69. Danke André für deinen Artikel, er spricht mir wirklich aus dem Herzen.
    Als über-40er hab ich auch schon einiges in der Spielewelt mitgemacht – und es nervt mittlerweile nur noch.
    Werbung, Abo’s, Ingame-Käufe, Wiederholungen, Werbung trotz Ingame-Kauf, schräge Währungen, Extrakohle hier hin, dort hin, usw. – es ist beinahe so, als ob man eine von diesen schwachsinnigen TV Soaps einschalten würde, die „direkt aus dem Leben gegriffen sind“, sobald man ein heutiges Spiel startet.
    Ich bin schon länger raus, verfolge und unterstütze aber noch für mich interessante Spiele oder Studios, wie etwa vor 2 Jahren das erfrischende Lost Ember auf KS, welches für ein Debüt und ein Ministudio wirklich erste Sahne geworden ist und endlich mal wieder „anders“ ist als der heute durchgekaute AAA-Brei.
    Hin und wieder krame ich auch gerne mal ein älteres Spiel raus – ohne Onlinezwang, ohne Hintertürchen, einfach nur mal spielen. Geht doch.

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