G-Tech G-Drive slim SSD – externe USB-C-SSD ausprobiert

Backups sind wichtig! Genau diesen Ausspruch hört man oft, durchgeführt wird das Backup jedoch nur in den seltensten Fällen. Erst wenn man einmal wirklich viele Daten verloren hat, beginnt man regelmäßige Datensicherungen durchzuführen, Time Machine und Co. machen es eigentlich einfach. Backups können später auf ein NAS, in die Cloud oder aber auf externe USB-Festplatten gelegt werden. Eine dieser externen Festplatten ist die G-Drive slim SSD mit 500 GB Speicherplatz, die ich euch heute vorstellen möchte.

Die G-DRIVE slim SSD USB-C überzeugt durch hohe SSD-Leistung und eine schnelle USB-C-Verbindung mit 10 Gb/s (USB 3.1 Gen 2) für die ultraschnelle Übertragung wichtiger Videos, Fotos, Musiktitel und mehr. Die Festplatte ist schnell eingerichtet und wird per Bus mit Strom versorgt, sodass Sie kein gesondertes Netzteil benötigen. Diese Festplatte passt in jede Tasche, sodass Sie mit Datenspeicher und Backup startklar sind – egal, wohin es geht.

Lieferumfang, Material und Design

In der Verpackung findet man die Festplatte an sich, ein USB-C-zu-USB-C-Kabel und ein bisschen bedrucktes Papier, falls man nicht weiter weiß. Das Testexemplar kommt in der Farbe schiefergrau, ist 12,9 x 8,2 x 0,99 Zentimeter groß und 130 Gramm schwer. Die verbaute SSD liegt in einem matten Aluminum-Gehäuse, welches grau ist und leicht rötlich schimmert.

Damit die SSD auch mal einen kleinen Sturz aushält, besitzt das Gehäuse einen umlaufenden Rahmen aus schwarzem Kunststoff. Mir persönlich hätte es gefallen, wenn dieser leicht gummiert wäre, dann hätte man gleichzeitig auch eine gewisse Rutschfestigkeit umsetzen können.

Auf der Oberseite findet das große G-Drive-„G“ seinen Platz, das leicht in das Aluminium eingelassen wurde. Darunter hat man noch einmal den Schriftzug SSD platziert, damit klar wird, dass es sich im Inneren nicht um eine drehende Platte handelt. Das „G“ hätte meiner Meinung nach auch genügt. Zu den Seiten ist das Aluminium oben wie unten leicht abgeschrägt und fließt zum Rahmen hin.

Die Seiten des Gehäuses sind unberührt, lediglich einen USB-C-Anschluss kann man dort finden, die Unterseite ist mit den üblichen technischen Informationen und der Seriennummer beschriftet worden. Alles in Allem ordentliche Materialien, die gut und sauber verarbeitet wurden.

Einsatzzweck und Performance

Wofür soll man eine externe USB Festplatte schon benutzen? Während meiner Testerei nutzte ich die G-Drive slim SSD für die Ablage von Fotos und Videos und zum Backup (Time Machine) meines MacBook Pro.

Der eingebaute USB-3.1-Anschluss (Gen 2) im USB-C-Format verspricht schnelle Datenübertragungen von bis zu 10 Gb/s. Bis zu 540 MegaByte pro Sekunde sollen mit der verwendeten SSD möglich sein. Ich habe das natürlich auch mit dem Blackmagic Disk Speed und dem AJA Test versucht nachzuweisen.

Der Blackmagic Test bescheinigt der Platte einen Durchsatz von 520 MB/s im Lesen und 303 MB/s im Schreiben. Das ist ordentlich und kommt fast an die angegebenen Werte heran – zumindest im Lesemodus, der AJA Test brachte ähnliche Ergebnisse.

Ich habe diese Programme nicht nur einmal laufen lassen und bei den Tests auch verschiedene Dateigrößen verwendet. Die Raten schwanken natürlich, liegen aber immer im Bereich der eben erwähnten Werte. Mit dieser Performance könnt ihr relativ zügig große Backups machen oder auch Videos etc. streamen.

Zur Live-Bearbeitung für bspw. Final-Cut- oder Adobe-Premiere-Projekte würde ich sie nur bedingt empfehlen, je nachdem welche Auflösung das Video-Material hat. Hierbei empfiehlt sich dann wahrscheinlich doch eher eine SanDisk Extreme 900 SSD oder ähnliches.

Fazit zur G-Tech G-Drive slim SSD

Die G-Drive slim SSD von G-Tech ist meiner Meinung nach ein gutes und wertiges Produkt mit guten Übertragungsraten. Aktuell kostet das Modell mit 500 GB um die 165 Euro und ist damit nicht unbedingt günstig. Samsung bietet mit der T5 SSD dieselbe Speicherkapazität mit besseren Schreibraten und einer für Festplatten wichtigen Funktion: der Stoßfestigkeit. Das kostet den Endnutzer aktuell 20 Euro mehr.

Ihr solltet euch die Frage stellen, was genau ihr mit dem Teil machen wollt. Werdet ihr die Platte öfter mit großen Dateien neu beschreiben und legt dabei Wert auf bessere Performance, dann ist die Samsung T5 sicherlich die bessere Wahl. Ansonsten könnt ihr auch zu dieser SSD greifen.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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12 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    habe mal eine allgemeine Frage.

    Oliver schreibt in seinem Bericht, dass die Samsung resistenter gegen Stöße ist.

    Ich dachte immer, dass SSD’s ohnehin durch die Lese- und Schreibtechnologie quasi Stoßfest sind – zumindest gegenüber den herkömmlichen HDD’s.

    Wie bzw wo wirkt sich die Stoßfestigkeit bei SSD’s genau aus? Bezieht sich das eher auf das Gehäuse selbst? Denn einen sog. Headcrash kann man bei einem Stoß und einer SSD ja wohl eher ausschließen, oder?

    Vielen Dank für Eure Aufklärung…

    Beste Grüße

    Michael

    • Wenn Blogger von Stoßresistent schreiben dann meinen die meisten, dass das Gehäuse stabiler aussieht als bei anderen Modellen. Getestet haben sie es nicht weil sie das Gerät entweder gekauft haben und innerhalb von 14 Tagen zurückgeben müssen oder es eben als Press Example unversehrt zurücksenden müssen.

      Hier wird halt von Stoßfest geschrieben weil das Gehäuse nach Metall aussieht und eben halt kein Plastik ist…

  2. Deliberation says:

    Hallo Michael,

    prinzipiell ist die SSD einer klassischen HDD natürlich durch den Wegfall der beweglichen bzw. mechanischen Teile im Vorteil, wenn es um die Stoßfestigkeit geht. Allerdings kann jedes Objekt durch Stöße beschädigt werden, es kommt lediglich auf den Stoß an. HDD vertragen hier im Lagerzustand 60g bzw. 350g, je nachdem, ob sie betrieben oder gelagert werden. SSD halten hingegen bis zu 1500g aus. Da keine Mechanik eingesetzt wird, muss man auch nicht nach Betrieb oder Lagerung unterscheiden.

    D.h. auch SSD können beschädigt werden. Der Sturz muss jedoch gravierender als bei einer HDD sein, damit ein Schaden entsteht. Eine höhere Robustheit des umgebenden Gehäuses kann sich daher auch hier positiv auswirken.

    • Wow danke für die ausführliche Antwort. Dazu hätte ich auch einen kompletten Artikel hier gelesen. #Gastautor

    • Hallo Deliberation,

      vielen Dank für Deine ausführliche und kompetente Erklärung. Du hast mir damit sehr weitergeholfen.

      Viele Grüße und nochmals Danke für Deine Zeit,

      Michael

  3. Bevor man sich für eine externe SSD entscheidet, sollte man sich über den Einsatzbereich klar sein. Es macht einen Unterschied, ob man einen Backupspeicher benötigt, Daten bearbeiten oder nur mit sich herum tragen will.

    Im ersten Fall sollte man sich überhaupt die Frage stellen, ob es eine SSD sein muss. Mechanische Platten können auch an die 200 Mbyte schieben. Sehr viel langsamer würde ein sequentielles Backup also gar nicht sein.

    Wer Daten mobil bearbeiten will, womöglich Videos oder sehr große Datenbanken oder Dateisammlungen (hatte neulich einen Kunden mit 720.000 Jpegs), der wird schon deshalb eine SSD wollen und dann darf sie auch richtig schnell sein. Ohne passende Schnittstelle an Gehäuse und Gerät wird aber auch das nichts. Sonst verpufft vielleicht die brachiale Leistung einer Nvme SSD an einer USB 3.1 Gen.1 Schnittstelle. Da muss man aufpassen.

    Für das einfache Rumtragen von Daten hingegen reicht meistens eine SATA SSD per USB 3.0. Da kommt es eher auf das Grundprinzip SSD an. Leicht, schocksicher, schnell. Vielleicht tut es dann aber auch ein schneller USB Stick.

    Ich rate auch heute noch gerne zu SATA SSDs in externen Gehäusen, da man im Defektfall möglicherweise leichter an seine Daten kommt. Verplombte Datenspeicher mit aufgelöteten Interfaces sind halt nicht so geil.

    • Wenn ich mir die Bewertungen zu HDDs in Onlineshops anschaue, fällt mir auf, dass ca. 10-13% negativ sind und darüber geklagt wird, dass nach kurzer Zeit ein Totalausfall eingetreten sei. Das passiert mal nach drei Monaten oder nach einem halben Jahr, oder auch später. Das wundert mich, weil es bei allen Marken irgendwie vorzukommen scheint. Ist das tatsächlich so? Das ist erschreckend viel. Häufig sagen die Nutzer, dass die Platte nicht mehr erkannt werde vom Rechner. Es wird zumeist gesagt, dass dies plötzlich geschehen sei und ohne äußere Einwirkung.

      Muss man sowas nicht in einem Test erkennen können? Welche Software würdet ihr dahingehend empfehlen?

  4. Ledergerber says:

    Prinzipiell eine nette Sache, da eine SSD halt wirklich schneller ist als im Vergleich eine „herkömmliche“ HDD. Habe meine Laptop Festplatte durch eine SSD ausgetauscht und dazwischen lagen wirklich Welten. Aber auf Grund der „kleinen“ Größe finde ich diese SSDs von niedlichen 0,5TB süß. Gestern kam meine neue 2,5″ HDD mit knackigen 5TB an (schafft bis zu 140MB/sec (mittels Drive Speed getestet)). Ich brauche Kapazität, der Speed kommt erst an zweiter Stelle, wenn auch nicht unwichtig.

    Interessant wäre eine SSD, welche mit den Kapazitäten herkömmlicher Festplatten mithalten kann.

    ps. Meine Festplatten (~20TB) bestehen vielleicht nur aus 15% Datengrab, der Rest sind Nutzdaten oder eben vollständige Backups 😉

  5. Eine SSD ist meiner Ansicht nach wirklich nur in Ausnahmefällen die richtige Wahl beim Backupmedium.

    Denn mal ehrlich: Ein Backup muss nicht schnell sein. Egal wie schnell es gemacht werden kann, wenn ich Angst haben muss, dass mir während eines laufenden Backups der Strom oder das System ausfällt, habe ich ganz andere Probleme und definitiv nicht die passende Backupstrategie gewählt. Wer trotz passender Strategie Angst hat, sollte dann eher über Redundanz nachdenken.

    Backupspeicherplatz ist in erster Linie eines: Lagerplatz. Und der sollte immer so günstig wie möglich gehalten werden. Wer das anders sieht, hat denn eigentlichen Sinn von Backups nicht verstanden, oder MÖCHTE einfach nur eine SSD als Backupdatenträger haben. Ist ja auch ok.

    Ach ja, selbst für den mobilen Einsatz würde ich eine SSD als Backupdatenträger nur bedingt empfehlen. Vor allem nur dann, wenn sie nicht in der selben Tasche wie der Laptop transportiert wird. Denn wenn das Backup mit dem Laptop zusammen einer spontanen unfreiwilligen Eigentumsübertragung unterworfen ist, nützt kein Backup der Welt etwas. 😉

    In einem Unternehmen würde vermutlich nur jeder Chef am Verstand seiner Angestellten zweifeln, wenn die gesagt bekämen, sie sollen neue Backupdatenträger mit einem Gesamtvolumen von 50 TB anschaffen und kommen dann mit 100 dieser SSDs und einer Rechnung von 16.500€ an. Selbst wenn Server-HDDs extra für bestimmte Server zertifiziert sein müssen, kommt man da vermutlich mit 1/4 des Preise – oder weniger – für 50 TB weg.

    Gut, der Deutsche Wetterdienst soll da eine Ausnahme sein. Die gucken nicht so aufs Geld. Ungefähr alle zwei Jahre erneuern die ihre komplette Serverlandschaft, wie ich von jemanden erfahren habe, der da mal in der IT gearbeitet hat. Vielleicht nehmen die auch 100 SSDs statt ein paar HDDs.

    Letztlich ist es natürlich jedem selbst überlassen, nach welchen Kriterien er seine Backupmedien kauft. Persönlich kaufe ich daher HDDs, weil ich Volumen und keine Geschwindigkeit benötige.

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