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Forklift: Entwickler erklären neues Geschäftsmodell

Mac-Nutzer kennen das Programm Forklift vielleicht. Dateimanager, FTP – alles möglich ist damit möglich. Bisher hatte man das Modell des Einmalkaufs verwendet, was bedeutet, dass die Hauptversionen (ForkLift 1, ForkLift 2 und ForkLift 3) kostenpflichtige Versionen waren und alle dazwischen liegenden kleineren Updates (z.B. ForkLift 3.3.9) kostenlos waren.

Dies ist die traditionelle Art, Software online zu verkaufen, hat aber sowohl für die Entwickler als auch für die Benutzer einige Nachteile. Jede Hauptversion muss mit neuen Funktionen vollgepackt werden, um sie für die Benutzer interessant genug für ein Upgrade zu machen. Aus diesem Grunde gehen viele Entwickler, die bekanntlich auch von irgendetwas leben müssen, den Weg des In-App-Kaufes. Man bekommt dafür meist direkt, Funktionen und Updates, solange man zahlt. Zahlt man nicht mehr das Abo, dann ist meist auch Feierabend mit der Nutzung.

Den Weg des Abos will man bei Forklift aber nicht gehen. In dem neuen Modell wird es keine größeren und kleineren Aktualisierungen geben, so wie sie es jetzt gibt. Sobald ein neues Feature fertig ist, werde man es veröffentlichen. Man wolle die Vorteile kombinieren und die Nachteile der beiden Extreme, des Einmalerwerbsmodells und des Abonnementmodells, minimieren. Heißt in Kurzform: Man kauft quasi die Version 4 als Single-User-Lizenz für 15 Dollar und bekommt 1 Jahr lang direkt alle Updates. Verlängert man die Lizenz um 1 Jahr, dann kostet das Folgejahr 13 Dollar. Entscheidet man sich dafür, nicht zu zahlen, dann läuft die Nutzung aber nicht aus, man kann die Version 4 weiterhin benutzen – bekommt aber keine Updates mehr.

Letzten Endes ist alles ein Abo. Aber es gibt halt schlechtere und bessere Abo-Formen – je nach eigenem Anspruch. Im Falle von Forklift hat man einen Kaufpreis, sodass man die App zumindest auf immer so benutzen kann, wie sie innerhalb des Jahres nach Erwerb ausgestattet war. Anders sind kostenlose Apps, die monatlich kosten. Zahlt man nicht mehr, verliert man mit Beenden des Abos auch den Zugriff. Für Entwickler selbst dürfte das In-App-Abo das lukrativste sein, für die Nutzer eher weniger.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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16 Kommentare

  1. der echte Florian says:

    kurz gesagt: Es handelt sich um eine versteckte Preiserhöhung. Und zwar um eine saftige…
    Ich habe bisher alle 3 Versionen gekauft. Zuletzt Version 3 Anfang 2017 für ca. 23$. Wenn ich das mal auf das neue Modell umrechne, erhalte ich also nur 1,5 Jahre eine aktuelle Version.

  2. Finde diese Form eigentlich seh gut. Allerdings wird es sicherlich so passieren, das man neue Updates benötigt damit die App immer auf dem neuesten Mac OSX läuft.

  3. Ist doch super. Gute Software, faires Modell.

  4. Keine Ahnung, was hier das Problem sein soll?
    Softwareentwicklung kostet Geld. Und niemand kann erwarten, dass das umsonst passiert…
    Ebenso wird einem die Software nicht weggenommen, man kann sie weiter benutzen. Ich habe Software auf meinem Mac, die teilweise 5 oder 6 Jahre alt ist. Sie funktioniert! (Sieht altbacken aus, aber sie funktioniert!)
    So kann man immer noch selbst entscheiden, wie oft man Geld ausgeben will .. Im Zweifel kann man die Software doch einfach so lange nutzen, bis sie nicht mehr funktioniert…

  5. ForkLift finde ich super, läuft einwandfrei. Ich kann aber nicht einschätzen, ob und wie schnell sich FTP-Clients überhaupt noch entwickeln. Das Thema ist ja weder frisch noch spannend.

    Wenn es keine Probleme mit neuen Systemversionen gibt, hält die aktuelle Version 3 für die meisten Anwender wohl bis zum jüngsten Tag. Und das macht die weitere Monetarisierung nicht gerade einfach.

    • Ist Forklift nicht Dateibrowser mit mehreren Fenstern. FTP und Co sind doch nur inklusive. Denk mal an Transmit von Panic. Auch super.

      • Ok, wenn man es so betrachtet … Ich habe in ForkLift nie mehr gesehen, als einen FTP-Client.

        Transmit gefällt mir eigentlich von der Optik her sehr gut, aber ich würde auch damit nichts anderes machen, als manuell Dateien von oder in ein FTP-Verzeichnis zu kopieren – und dafür ist es dann doch zu teuer.

  6. Damit kann ich leben. Zwangs-Abos mag ich nicht. Wenn dann Abo und bei Kündigung keine Updates mehr, doch die Grundversion möchte ich immer verwenden können.

    • Genau hier liegt mein Problem: ich vermute das jährliche Mac OS Update wird ein Update erzwingen im Endeffekt. Und das bedeutet dann man muss upgrade, auch wenn man die neuen Features nicht braucht oder eben das einzige was man braucht ein Kompabilitätsupdate ist..

  7. Klassisches Model von Maintenance/Wartung /Software Assurance 🙂

    Völlig üblich und definitiv eine der besseren Varianten. Zumindest besser für die Kunden.

  8. So lange man nicht bei jeder neuen MacOS Version ein neues Forklift braucht, weil Apple irgend ein Detail abgeändert hat… wer weiß denn schon, ob die aktuelle Version auf ARM laufen wird?

    Bislang habe ich alle Versionen gekauft. Alle paar Jahre gab es akzeptable Änderungen, die einen Neukauf rechtfertigten. Nun… naja… mal schauen… erfahrungsgemäß wird sich dieses Konzept (wie üblich) für den Kunden zum schlechteren Entwickeln.

  9. Da hat sich anscheinend jemand das Modell der Software Assurances aus der IT abgeschaut

  10. SO stelle ich mir ein faires „Abo“ vor! Wie früher eben auch: Man kauft eine Software und bekommt vielleicht noch eine Zeit lang Bugfixes. Tolle neue Funktionen gibt es halt in der nächsten Version die man damals entweder gekauft oder übersprungen hat.

    Und mal ehrlich: Eine Software, die regelmäßig genutzt wird für 15 oder 13 Geldeinheiten… im Jahr … oder eben nichts mehr wenn einem der Funktionsumfang genügt … und trotzdem wird gemeckert?

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