Ford will bis 2024 in Europa sieben neue E-Fahrzeuge einführen

Der nordamerikanische Autohersteller Ford wirft natürlich auch ein Auge auf den europäischen Markt. Man möchte hier bis 2024 auf neun E-Fahrzeuge kommen, will also sieben neue Modelle ergänzen. Drei sollen für Privatkunden gedacht sein, vier weitere E-Fahrzeuge werden sich an Geschäftskunden richten. Zusätzlich legte Ford das Ziel offen, bis 2026 in Europa jährlich rund 600.000 E-Fahrzeuge zu verkaufen.

Bis 2026 will Ford jährlich international rund 2 Mio. E-Fahrzeuge produzieren. Für den europäischen Markt will man da etwa in Köln ans Werk gehen. Eine neue Vereinbarung mit SK On Co. Ltd. und Koc Holding soll zudem zur Errichtung einer der größten Fabriken für Fahrzeugbatterien in der Türkei führen. Ein wenig anspruchsvoller Plan: Bis 2035 will Ford auf null Emissionen für seine Fahrzeugverkäufe und CO2-Neutralität in allen Werken, bei der Logistik und den Zulieferern in Europa kommen.

Ford hatte schon zwei E-Fahrzeuge in Europa eingeführt: den Mach-E im letzten Jahr und den Mach-E GT in diesem Jahr. Im nächsten Quartal soll noch der E-Transit starten. Ab 2024 will Ford beispielsweise auch den Ford Puma als E-Variante anbieten. Gebaut werden diese Exemplare in Rumänien. Allein vier E-Fahrzeuge sollen eben zur Transit-Reihe stoßen: ein Transit-Custom-Van und ein Tourneo-Custom-Multi-Purpose-Fahrzeug im Jahr 2023 sowie neue Transit Courier Van und ein Multi-Purpose-Tourneo-Courier im Jahr 2024.

In Köln will Ford im Übrigen rund 2 Mrd. US-Dollar in die Fertigung der E-Fahrzeuge investieren. Da schließt man auch einen neuen Bereich zum Zusammenbau von Akkus ein, der 2024 starten soll. Entstehen soll in dem Werk auch ein Sport-Crossover-Fahrzeug. Mal sehen, wie Ford sich da am Markt mit seinen neuen Modellen behaupten kann.

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22 Kommentare

  1. Toll.
    Was wirklich mal schön wäre und m.M.n. immernoch schmerzhaft fehlt (von praktisch egal welchem Hersteller): Ein einfacher Kombi (also Golf Variant Niveau bzw. Ford Focus Tournier oder meinetwegen Passat).
    Irgendwas wo halt auch mal der Großeinkauf/das Gepäck samt Familie oder die Vertreterausstattung reinpasst, trotzdem unter 1,5 m hoch und Parkplatztauglich für die „Stadt-“ Bewohner.
    Aber nein, Deutscher Sonderbedarf, inzwischen von Cross-Overn und SUV verdrängt. Ist ja nicht so, als würde Luftwiderstand beim Elektroauto nen besonders großen Anteil ausmachen…

    • Du hast es ja bereits beschrieben, der Kombi ist eine ziemlich deutsche Angelegenheit die weder in China noch Amerika auf breites Interesse stößt. Selbst die eigene Kundschaft hierzulande hat ja den Kompakt-SUV für sich entdeckt.
      Was die Luftwiderstände angeht, ist es leider eher nicht so. Klar ist die Stirnfläche wichtig und wieviel cW Wert man hat, aber die Luft endet ja nicht an der Front sondern muss entlang des Fahrzeugs gleiten. Da ist ein Kombi eher kontraproduktiv weil das Heck, soll es denn praktisch sein (wir erinnern uns an den Volvo Kasten von damals) meist abrupt endet. Da wird die Luft verwirbelt.
      Da müsste man dann eher Designer Kombis haben wie die Mercedes (Shooting Brake??) mit abfallenden Dach.
      Ein SUV mit einem abfallenden Heck kann deshalb vom Windwiderstand äußerst effizient unterwegs sein, wie man ja auch beim Model Y sieht.

      • Klar. Gute CW-Werte sind sehr wichtig (und manche kriegen da auch echt gut hin – andere geben sich scheinbar weniger Mühe). Aber die sind immernoch auf die Stirnfläche zu beziehen. Und die sind teilweise eben doch eher Äquivalent einer Einbauküche.
        Meinetwegen darfs ja auch in Richtung Shootingbrake gehen wenn’s unbedingt hilft (aber mit Alltagsnutzen bitte, also nicht maximal runtergezogen, so das Reihe zwei maximal für Menschen <1,7 m reicht). Aber SUV-Coupe? Und sonst nichtmal die "einfachen" Design Dinge wie Radkappen/Felgen, Aircurtains an den Reifen, Luftführung am Unterboden) ausreizen? Am besten noch auf Verbrennerbasis, ohne Frunk und mit einphasigem Onboard-Lader?
        Davon ab: Ich hab zwar nen Stellplatz, aber wie viele andere Städter auch nen sog. Duplexparker. Da ist hier bei 1,5m Höhe halt Schluss… Und da hilft dann auch der beste CW nix.

    • Der erste E-Kombi soll im März auf den Markt kommen, der MG 5 Electric:
      https://www.mgmotor.de/model/mg5

    • Würde ich so unterschreiben: Ein Brot & Butter Kombi in elektrisch! Ohne Schnörkel und „Oh kuckt mal ich fahre eine Elektroauto“ Design

    • Wir haben uns für den Megane E-Tech entschieden. Kombi passt nicht vor unsere Einfahrt und man kann sowohl Anhängerkupplung als auch Dachgepäckträger nutzen beim Megane. Fast die gleichen Maße wie ein id 3, nur alltagstauglicher für uns. Und die Android Auto Integration finde ich auch gut.

    • Der neue Astra L wird nächstes Jahr alle Astra-e auch als Kombi auf den Markt kommen.

  2. Wo soll eigentlich der ganze Strom herkommen, den man für so viele E-Fahrzeuge benötigen wird? Nach überschlägigen Betrachtungen brauchen wir da nicht nur etwas mehr, sondern ein Vielfaches der derzeitig erzeugten Menge.

    • Aus der Steckdose…… nee im Ernst, bei 12.000km pro Jahr (Durchschnitt) sind das bei 25kwh/100km 3000kwh. Die Anzahl der E-Autos wird zunehmen aber nicht „explodieren“ insofern ist das alles machbar. Das sogar ein Lesch vor viele Monaten von 150kw Ladeleistung ZU HAUSE gefaselt hat, zeigt nur was für ein Chaos gerade herrscht.

      • Wir machen mit unserer kleinen PV Anlage auf unserem 1 Familien Haus im Jahr über 8.000 kWh und verbrauchen nur 3.000 kWh, da wären also noch 5.000 kWh für das eAuto über. Da demnächst der Tesla kommt würde ich bei 12.500 km im Jahr mit 20 kWh auf 100km Rechnen und wäre dann bei 2.500 kWh. Es bleiben also immer noch 2.500 kWh über.
        Daher sehe ich das entspannt, wäre die Dachflächen sinnvoll mit PV Anlagen ausgestatet, dann könnte sehr viel Energie Produziert werden. Der Überschuß an kWh müsste nur einfacher und günstiger zu speichern sein, dann wäre alles kein Problem.

        • Ja, speichern ist das große Problem. Selbst wenn man nur einphasig lädt, sind das ca 1,2 KW. Bei einer üblichen PV Anlage von Privathäusern hat man ja nicht immer so viel Überschuss. Daher muss man dann entweder auch Strom aus der Steckdose mit tanken oder sehr gut timen können.

          • Speicher oder Wallboxen automatisieren/optimieren genau das immer öfter auch.
            Lädt man öfter bzw. hat die Zeit, dann wird möglichst viel eigener Strom verwendet.
            Selbst wenn Haushaltsstrom 10c steigt und Diesel/Benzin wieder Richtung 1,6-1,8 gebracht würden, wäre man da deutlich günstiger unterwegs.

    • Zum Beispiel massiver Ausbau von erneuerbaren und Speichern über die nächsten Jahre.
      Wieviel Strom brauchen wir denn mehr?

      • Mit dem Umstieg auf elektrisches Fahren brauchen wir etwa das sechsfache der jetzigen insgesamt in Deutschland zur Verfügung gestellten Strommenge. Der Anteil der erneuerbaren Energien beträgt derzeit ~40%, der größte Teil des Stromes wird immer noch mit Kohle erzeugt. Wenn wir 1. bei der Stromerzeugung auf erneuerbare Energien setzen und 2. auf E-Autos umsteigen wollen, müssen die Erneuerbaren nicht nur ein wenig „ausgebaut“, sondern vervielfacht werden. Genau um den Faktor 2,5 (zur Umstellung auf 100% erneuerbare Energien) * 6 (Faktor der Verkehrselektrifizierung) = 15.
        Heißt, neben jedem Windrad, was heute steht, müssen 14 weitere hinzukommen und neben jedem Quadratmeter Solarzellen müssen 14 weitere installiert werden. Dann braucht es entsprechend dimensionierte Speicher, die es Stand heute noch gar nicht gibt. Wenn Verbrenner tatsächlich verboten werden sollten, ob 2030 oder 2035, bleibt kaum Zeit zur Umsetzung. Alleine Genehmigungsverfahren für eine Hand voll Windräder dauern schon mal mehrere Jahre, wie hier in meiner Gegend gerade zu verfolgen.

        Auch wenn Kernkraft in letzter Zeit wieder etwas wohlgesonnener diskutiert wird, scheidet diese bei uns alleine schon deshalb aus, weil wir unsere alten Kraftwerke nicht noch länger laufen lassen können/wollen und wir neue nicht rechtzeitig fertig bekommen würden, wir scheitern ja schon an der Fertigstellung von Flughäfen und Bahnhöfen.

        Ich selbst will mich da gar nicht positionieren, sehe da aber ganz interessante Herausforderungen (man könnte auch sagen „dicke Probleme“) auf uns zukommen.

    • Will die Ampel die Erneuerbaren denn nicht mehr ausbauen?

    • Weniger Sprit produzieren, das verbraucht eine Menge Strom.

    • Wo kommt denn jetzt die ganze Energie für die Raffination des Kraftstoffes her? Selbst wenn wir ab sofort Ölkraftwerke in Betrieb nehmen um damit Strom ausschließlich für E-Auto Ladevorgänge bereitzustellen wäre der Benefit für die Umwelt da, da der Wirkungsgrad in Großkraftwerken (inkl. Rauchgasfilter) deutlich besser ist als ein millionenfach kaltgestarteter Kleinstmotor am Straßenrand

  3. Mal schauen ob Ford die Kunden dann auch wichtig sind!
    Hatte letztes Jahr eine Anfrage zwecks Probefahrt an Audi, Mercedes, Ford und Tesla gesendet.
    Am schnellsten gemeldet hat sich Tesla, ein paar Tage später Audi und Mercedes.
    Ford hingegen hat sich bis heute nicht gemeldet, trotz Bestätigungsmail, das Sie sich in den nächsten Tagen bei mir melden würden! Vielleicht habe ich mich ja verlesen und die meinten in den nächsten Jahren 🙂
    Der Mercedes EQA war viel zu teuer und hatte dann einen Audi Q4 40 etron bestellt, diesen habe ich nach 7 Monaten storniert, da es noch immer keinen Liefertermin gab, Audi konnte noch nicht einmal ein Jahr nennen.
    Habe vor 8 Wochen einen Tesla Model 3 bestellt und dieser wird nächste Woche geliefert.

    • Hoffentlich hat Tesla dazugelernt, mein Model S war das schlechteste Auto, welches ich jemals hatte. Ich stand diverse Male vor einem verschlossenen Fahrzeug und musste warten, bis die Karre mich wieder reingelassen hat. Verarbeitung als sei die Kiste von Affen zusammengedengelt worden. Stromverbrauch hoch 3 und somit Reichweiten von gut 200 bis 250 Kilometern nach wenigen Ladevorgängen und noch vieles mehr. Die Kiste habe ich nach 6 Monaten verscheuert, da stand sie auch schon mehr als 2 Monate nur rum, da mich meine Verbrenner nicht im Stich gelassen haben.

    • Mein Ford Händler hat mit innerhalb von 30 Minuten ein Probefahrt mit einem Mach-E angeboten

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