Folding@Home 2.0 unterstützt mehrere Smartphone-Hersteller

Die Kraft vieler Rechner bündeln und deren Leistung für ein Forschungsprojekt nutzen. Nichts, was wirklich neu ist – Seti@Home kennen da die meisten sicherlich. Hierbei werden die Teilnehmerrechner genutzt, um nach fremden Leben zu suchen. Im Laufe der Zeit hat sich das Ganze aber etwas verändert, man sucht nicht nur nach Außerirdischen, sondern man versucht Krankheiten zu erforschen.

folding

Beispiel? Während bei gesunden Menschen im Körper dauerhaft Proteine in einem komplexen Vorgang in Milliarden verschiedene Formen „gefaltet“ werden, ist es so, dass dieser Vorgang bei kranken Menschen eben leider nicht richtig funktioniert. Da diese Vorgänge in der Regel innerhalb einer millionstel Sekunde vonstatten gehen, ist es denkbar schwierig diesen zu rekonstruieren. Doch es ist nicht gänzlich unmöglich, nur leider dauert die Computer-Berechnung für ein sich entfaltendes Protein-Modell tausende Stunden.

Bereits 2007 bekam Sony von den Forschungen der Uni Stanford Wind und half damals mit der Rechnekraft der PlayStation 3 aus – und stellte prompt einen Weltrekord auf. Sony zeigte sich dann auch für die erste „richtige“ Version eines Android-Clients verantwortlich, der mit Anbindung an die Google Game Services und einer Account-Seite aufwarten konnte. Initial startete die App im Januar, damals aber nur für Xperia-Besitzer der Z-Serie, dem Xperia T3, T2 Ultra, M2 Aqua oder dem C3.

War das Smartphone an der Steckdose und mit dem WLAN verbunden, dann konnte das Falten der Proteine losgehen. Mittlerweile ist man aus der Betaphase heraus, in dieser gab es 170.000 Downloads und 62.000 teilnehmende Smartphones. Mit dem Erscheinen der neuen Version hat man auch die Geräte-Range erweitert, nicht nur Sony-Geräte können mitmachen, sondern auch alle anderen ab Android 4.4. Fokussiert wird sich derzeit auf die Bekämpfung von Brustkrebs. Alle Infos findet ihr auch auf den Seiten der Uni Stanford.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

13 Kommentare

  1. Dafür würde ich mir ein Android holen.

  2. Cooles Projekt. Samsung hat auch was vergleichbares. Hersteller-unabhängig ist auch das Project BOINC, gibt’s auch als Android-App.

  3. In solchen Situationen find ich mein iPhone dann ziemlich blöd :/

  4. Artikel gelesen, App geladen, App gestartet, Proteine gefaltet 😉

  5. Ein Naturwissenschaftler says:

    Genial! Danke für den Tipp. Läuft schon. 🙂

  6. In der BOINC-App der University of Berkeley kann man sich sogar die Projekte aussuchen, die man mit seiner Rechnezeit unterstützt:

    https://play.google.com/store/apps/details?id=edu.berkeley.boinc&hl=de

    Aktuell Aktiv: 253,223 Helfer, 438,541 Geräte.
    24-Stunden-Durchschnitt der Rechenleistung: 6.930 PetaFLOPS.

  7. Läuft bei mir. =)

  8. Kann ich bei Folding@Homegar keine CPU-Last-Begrenzung einstellen? Mein OPO wird beim Berechnen sehr heiß…

  9. Also unsere beiden Samsung-Phones falten schon seit Stunden und bleiben dabei ganz cool…

  10. Die HTC-App ist ebenfalls eine Variante von BOINC.
    Die schönste ist Samsung Power Sleep:

    https://play.google.com/store/apps/details?id=at.samsung.powersleep

    http://www.samsung.com/at/microsite/powersleep/

  11. ich rechne schon seit vielen Jahren per BOINC auf 2 Rechnern und ich muss sagen, dass ich das auf einem Handy relativ sinnlos finde. Ist ja nicht so, dass das Handy sowieso dauernd am Stromnetz hängen muss und die Rechenpower ist auch eher begrenzt… aber gut, Kleinvieh macht auch Mist 🙂
    schön finde ich, dass hier anscheinend mehr Leute sowas machen. Im meinem Bekanntenkreis kenne ich keinen einzigen, der cruncht.