Fibaro-Steckdose mit Unterstützung für Apple HomeKit angeschaut

In den letzten Jahren habe ich hier einiges an Smart-Home-Hardware getestet. Zig Sensoren, Steckdosen und Schalter. Nun habe ich mir einmal den Wall Plug von Fibaro kurz angeschaut, den man mit Amazon Alexa, aber auch Apple HomeKit koppeln kann. Ich setze daheim auf einen Mix aus den beiden Dingen, was aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich Blogger bin. Meine Hue-Beleuchtung ist über die Bridge eh empfänglich für Befehle über einen Amazon Echo oder eben den HomePod. Andere Hardware, die ab Werk nicht HomeKit-kompatibel ist, kann man über „Umwege“ reinbekommen – beispielsweise über den Aqara-Hub, den ich auch einsetze, sowie eine Instanz von Homebridge, welche auf meinem NAS von Synology läuft.

Der Fibaro Wall Plug läuft ohne Verrenkungen und lässt sich direkt in HomeKit einbinden. Was spricht für ihn? Ich finde, dass er sehr kompakt ist – und wenn man den Platz wirklich braucht, dann ist das schon etwas wert. Viele smarte Steckdosen sind ganz schöne Klopper, das kann man von der Fibaro-Lösung nicht behaupten. Die Einbindung in ein smartes System lasse ich mal aus, das ist für die Anwender selbsterklärend. Interessant: Viele HomeKit-Dosen setzen rein auf Bluetooth, Fibaro verbaut bei seiner Z-Wave-Lösung WLAN (2,4 GHz) und Bluetooth Low Energy.

Der Fibaro Wall Plug kann mehr als stumpfes An- und Ausschalten, aber hier muss man immer schauen, was man überhaupt braucht und was man gewillt ist, dafür auszugeben. Ich persönlich finde die meiste HomeKit-zertifizierte Hardware in Deutschland sackteuer – da kostet eine Steckdose von Eve mal eben 50 Euro und bei Fibaro will man 65 Euro haben. Fünfundsechzig. Ja, die Reichweite ist gut und die Dose schön klein – aber womit will man den Preis rechtfertigen?

Die Steckdose ist für Lasten bis 2.300 Watt ausgelegt und die aktuelle Last kann sie anhand von LEDs visualisieren. Finde ich persönlich unnütz. Und das lässt sich in der App auch abstellen. Womit wir schon bei der App wären. Ein absoluter Usability- und Augenhorror. Ich weiss nicht, was man da bei den Entwicklern für Dinge nimmt, aber es sind keine guten. Dennoch muss man sich so Apps halt doch einmal anschauen, denn Firmware-Updates laufen nur über diese. Und auch viele Funktionen lassen sich nur über die App bewerkstelligen.

Wie auch Steckdosen von Eve kann der Fibaro Wall Plug den Verbrauch auf lange Sicht messen und auch reglementieren. Das setzt die Fibaro-App voraus. Positiv anzumerken ist, dass man, wenn man die Funktionen braucht und diverse Regeln erstellt, man wohl nur noch selten die App benötigt. Ansonsten kann man zum reinen Schalten natürlich auch die Home-App von Apple nutzen. Oder aber, wenn man es etwas komplexer mag, die von Eve. Die erlaubt zwar nicht die Einsicht in den Verbrauch von Fibaro, ist aber schon sehr mächtig, was die Verwaltung von HomeKit angeht – ich möchte fast sagen: eine der besten Hersteller-Apps in diesem Bereich.

Letzten Endes kann man dem Fibaro Wall Plug ein gemischtes Zeugnis ausstellen, wobei dies eben auf die Anwendung ankommt. Auf der Plus-Seite stehen für mich die Kompaktheit (Durchmesser von 4,3 cm und knapp 3 cm hoch), die Reichweite und die Reaktionszeit. Für mich unnütz ist die Visualisierung über die LEDs – und die App müsste auf jeden Fall mal einen Neuanstrich bekommen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Ohne Home Kit locker 15 bis 20 Euro günstiger, aber ohne das teure Home Center sind da keine Updates möglich.

    Die 2.300 Watt (stimmt der Wert, die Gen 5 ohne Home Kit lässt 2.500 zu?) sind natürlich sehr dürftig. Mein Wasserkocher sprengt den Wert und als ein Kundendienst für meine Waschmaschine gesehen hat, dass ich die dort angeschlossen habe, durfte ich mir erst mal einen Vortrag anhören, wie fahrlässig das doch sei, weil die auch gerne über 3.000 Watt erreicht.

    Da sind Modelle von Devolo, AVM und HomeMatic doch besser. Nur so kompakt ist dafür kein anderes Modell.

    • Zwischenstecker für Smarthome sind nicht für große Lasten geeignet – egal welcher Hersteller. Wenn man sich anschaut was da für Mini Relais drin stecken ist es direkt ein Wunder das die Dinger nicht der Reihe nach abbrennen. Für rein ohmsche Lasten mag das alles gehen – nur gibt es die kaum im Haushalt.

  2. Wenn Wlan ausreicht, dann schaut euch mal diese an: https://www.amazon.de/gp/product/B07H77M7G8/ref=ppx_yo_dt_b_search_asin_title?ie=UTF8&psc=1

    Aktuell 2 Stück für 17,50 Euro, noch kleiner und zeigt in der App den Stromverbrauch aktuell und gesamt an.

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