Fernwartung: FreeRDP 2.0.0 erschienen

Kleiner Tipp für alle, die ab und an mal Software ausprobieren. Im konkreten Fall geht es um Fernwartung. Da gibt es ja x Lösungen. Ich selbst setze daheim unterschiedliche Lösungen ein, auf den Raspberry Pi greife ich über den VNC Viewer zu, auf die Windows-Maschinen ab und an mit dem Microsoft Remote Desktop.

Schauen wir mal zu anderen Programmen, dann stolpern wir vielleicht auch über FreeRDP. Die Fernwartungs-Software, die eine freie Implementation des Remote Desktop Protocol (RDP) unter Apache-Lizenz nutzt, ist aktuell in Version 2.0.0 erschienen. Der Entwickler, bzw. das Team haben sich Zeit gelassen, denn der Release Candidate ist bereits seit 2017 zu haben. Seit dem RC4 sind noch zahlreiche Änderungen von über 50 Freiwilligen eingeflossen. Mit der neuen Version wurden auch zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen. Das Entwicklerteam fasst folgenden Neuerungen und Veränderungen unter dem Punkt „Erwähnenswert“ zusammen.

* First version of the RDP proxy was added (#5372) – thanks to @kubistika
* Smartcard received some refactoring. Missing functions were added and input
validation was improved (#5884)
* A new option /cert that unifies all certificate related options (#5880)
The old options (cert-ignore, cert-deny, cert-name, cert-tofu) are still
available but marked as deprecated
* Support for Remote Assistance Protocol Version 2 [MS-RA] * The DirectFB client was removed because it was unmaintained
* Unified initialization of OrderSupport
* Fix for licensing against Windows Server 2003
* Font smoothing is now enabled per default
* Flatpack support was added
* Smart scaling for Wayland using libcairo was added (#5215)
* Unified update->BeginPaint and update->EndPaint
* An image scaling API for software drawing was added
* Rail was updated to the latest spec version 28.0
* Support for H.264 in the shadow server is now detected at runtime
* Add mask= option for /gfx and /gfx-h264 (#5771)
* Code reformatting (#5667)
* A new option /timeout was added to adjust the TCP ACK timeout (#5987)

Vielleicht ist FreeRDP ja die Software, die ihr nun einmal ausprobieren wollt. Zu haben für Windows, macOS und auch Linux.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. Beruflich bedingt greife ich via Citrix auf den Remote Desktop zu. Wird aber durch den Konzern, für den der Dienstleister bei dem ich arbeite, tadellos am laufen gehalten.

  2. Nutze Privat Teamviewer und AnyDesk welches aber in letzter Zeit gern mal rumzickt. Werd es mir mal anschauen

  3. Für Benutzer von Windows und MacOS gibt es Original RDP-Clients von Microsoft. Wofür dann auf Fremdsoftware zurückgreifen? Was die mehr oder besser als die von MS? Ich arbeite jeden Tag mit dem RDP-Client von MS unter Windows 10 und wüsste im Moment nicht was mir da fehlt.

    • FreeRDP kannst du ja nicht nur für Windows nutzen sondern auch z.B. unter Linux Desktops um darauf zuzugreifen und nicht VNC nutzen zu müssen. Außerdem dient es als Unterbau für Projekte wie Guacamole. Und sowas bietet Microsoft halt nicht an.

    • Hast du schon mal versucht, auf eine Home-Version von Windows zuzugreifen? Da geht mit Onboard-Mitteln gar nichts. Außer man trickst, indem man fragwürdige Patches installiert.

  4. Ich verwende seit Jahren MobaXterm: https://mobaxterm.mobatek.net
    Alle möglichen Verbindungsoptionen unter einem Dach. SSH, Telnet, RDP, SFTP usw.
    Ist im Prinzip eine Sammlung einiger Freewaretools, z.B, Putty. unter einer vernünftigen Oberfläche.
    Beruflich setzte ich die kostenpflichtige Variante ein, weill ich mit den kostenfreien 12 Sessions oft nicht auskomme….
    So habe ich meine Remote Linux und Windows-Server alle gut im Blick.
    Privat sollte die kostenfreie Version reichen.

    • Wir setzen im Unternehmen RoyalTS ein, das viele Fernwartungsprotokolle vereint. Ist für den ernsthaften Einsatz aber konstenpflichtig.

    • Ich liebäugle alle paar Jubelmonate wieder mit einem Kauf.
      Weißt du zufällig was ein Update nach einem Jahr kostet? Oder gibt es evtl. sogar eine Jahres-Service-Pauschale für Updates danach?
      Habe da leider noch nichts auf der Seite gefunden.

  5. Danke für den Tipp, werde ich mal ausprobieren. Brauche nähmlich was womit ich von Linux auf Windows komme. VNC ist viel zu langsam meiner Meinung nach.

  6. das freeRDP-Projekt beobachte ich schon eine Weile
    Der grosse Vorteil koennte eine portable Version sein.
    Ich habe es schon bei 2 Windows-7-PC erlebt,
    dass ich „zum Erbrechen“ keine RDP-Verbindung
    zum Windows 2016 – Server aufbauen konnte.
    Leider fehlt mir nun noch der Link zu einer solchen portablen binary …
    @caschy:
    Waere dies nicht etwas fuer deine Sammlung an portablen Programmen?

    • Mittlerweile brauche ich portable Apps immer weniger, da ich immer eigene Geräte dabei haben kann, wenn ich was machen muss. Ist ja vieles anders als frher 🙂

    • der echte Flo says:

      Teamviewer muss du auch nicht installieren. Du kannst das Programm auch einfach nur starten.

      • Hab die Teamviewer-Raspiversion auf dem Raspi installiert, um von Windows draufschauen zu können.

        Kann es sein, dass man sich extra bei Teamviewer dafür ein Konto anlegen muss?

    • der echte Flo says:

      Teamviewer musst du auch nicht installieren. Du kannst das Programm nach dem Download auch direkt aus dem Installer starten.

  7. Für Linux hab ich mal x2go eingesetzt. Das hat genial gut funktioniert. Einfach auf dem Remote Rechner den Client installieren und bei sich selbst die Software und es funktioniert. Keine Einrichtung notwendig!
    Sehr geil.

    Für Windows habe ich bisher immer RDP genutzt, da dies auch ohne großartige Einrichtung funktioniert.

  8. Moin,

    das Hauptproblem der meisten RDP Systeme ist die „Geschwindigkeit“ (auch als „Hochgeschwindigkeitswarten“ bekannt). Weil sich Programme wie Teamviewer und Anydesk in die OS-UI-Callbacks einhängen, umgehen sie mehrere Schichten „offizieller, sauberer“ APIs und sind damit im Normalfall dramatisch schneller, bis hin zu „damit kann ich richtig arbeiten“.
    Wobei zwischen „Fernwartung“ und „Remote Desktop“ meiner Meinung nach ein Unterschied zu machen ist: Für eine Wartung brauche ich keine Nahe-Echtzeit, für Remote-Desktop kann es hingegen nicht flott genug sein.

    Mit Windows RD kann ich nicht arbeiten – geht nicht, no way, viel zu langsam. Jeder VNC-Hack scheint mir schneller zu sein.

    Eine kostenlose, recht „performante“ Lösung für Nvidia-Nutzer ist https://developer.nvidia.com/designworks – hier „tunnelt“ Nvidia quasi openGL. Auch nicht doof.

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