Facebook will uns alle zu Organspendern machen

Bei manchen neuen Features auf Facebook überlegt man erst einmal kurz, was dahinter steckt bzw welchen Antrieb Zuckerberg haben könnte, diese neue Funktion in das größte Social Network der Welt einzubauen. In den Vereinigten Staaten und Großbritannien könnt ihr nun bei Facebook angeben, dass ihr Organspender seid und bekommt auch Unterstützung bei der Registrierung als Organspender.

Wenn man sich bei dieser neuen Funktion fragt, was dahinter steckt, nennt Mark Zuckerberg zwei Namen: Steve Jobs und auch seine Freundin – eine Medizinstudentin – haben ihn dazu inspiriert. Ich bin gerade noch nicht völlig sicher, was ich davon halten soll. Im besten Fall bringt man sehr viele Menschen dazu, ihre Bereitschaft zur Organspende zu dokumentieren bzw überhaupt erst einmal darüber nachzudenken. Andererseits kann ich auch schon die Stimmen der Kritiker hören, die hinterfragen, was man denn nun noch alles von sich preisgeben solle.

Allein in den USA sterben jährlich 7.000 Menschen, während sie auf ein Spenderorgan warten und so wird diese Möglichkeit von Transplantations-Experten begrüßt. Ihr findet die Funktion  – wie gesagt bislang noch nicht in Deutschland – auf eurem Profil unter Lebensereignis und dann im Bereich Gesundheit und Wellness.

Quelle: Facebook

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54 Kommentare

  1. Ich habe in die Richtung zugegebenerweise noch gar nicht nachgedacht :/

  2. Dann mal wirklich in Ruhe Gedanken dazu machen!
    Sehr sehr empfehlenswert ist zu dem Thema übrigens: http://junge-helden.org/ !

  3. Am besten dann noch mit Blutgruppe finde es etwas makaber.
    Obwohl die Idee dahinter nicht schlecht ist, gehört meines Erachtens aber nicht auf eine solche Plattform.
    Denn ich gehe mal davon aus das dadurch mehr Menschen mysteriöse Unfälle haben.

  4. Finde die Idee gut 🙂 weshalb auch nciht dafür Werbung machen.
    Da man eh Tod ist könnte man so unter Umständen das Leben von anderen retten.

    Zu dem wird man in Deutschland auch jetzt Jährlich einmal von der Krankenkasse dazu befragt ob man nach seinem Tod spenden möchte oder nicht.

    @MrApfel
    Was würde das bringen? Nur wenn die Organe auch noch nutzbar wären, hätte jemand was davon …
    Zumal man dann auch einfach irgend jemand entführen könnte und ihm dann die Organe in irgend einem Hinterhof raus schneiden könnte.

  5. Organspender sein mag gut fürs eigene Gewissen sein… Aber in der heutigen Wirtschaft wohl nicht so gut für die Gesundheit… Warum? Naja… Perfekt sind i.d.R. Spenderorgane von Hirntoten, denen sonst nichts fehlt… Und wer entscheidet, wann man hirntot ist? Wenn man sich jetzt noch anschaut, welches finanzielle Volumen der Organschwarzmarkt schätzungsweise hat… nein Danke!

    Zumal: Dass es einen Schwarzmarkt und begleitende Korruption gibt, sieht man ja am Inspirator von Zuckerberg… Steve Jobs hatte ja ein neues Organ bekommen… ziemlich zügig sogar… klar: Er brauchte es… aber andere tun das auch und wenn die die Jahre, bis sie eins kriegen, nicht überleben, dann tun sie dies halt nicht… Mal davon abgesehen, dass andere vielleicht garnicht erst auf die Warteliste gekommen wären, bei dem Krankheitsbild…

  6. Blauvogel says:

    @Joni
    Und damit so etwas nicht passiert müssen Daten über Organspender streng geheim gehalten werden. Selbst dann ist immer noch kein 100%iger Schutz gegeben. Stell dir mal vor, eine einflussreiche Persönlichkeit hat in ihrer Familie einen Fall, der nur mit einer Organspende lösbar ist. Geld spielt keine Rolle. Also wird man auch Wege finden, an die ach so geheimen Daten zu kommen. Und dann sind wir wieder beim Unfall oder der Entführung.

    So wie Webseiten, Foren, Datenbanken u. a. „gehackt“ werden, wären auch Daten über Organspender „gut weiter verkaufbar“. Es braucht also gar keine einflussreiche Persönlichkeit, auch ein Krimineller wäre „interessiert“.

  7. eigentlich sollte es doch umgekehrt sein wenn man nicht will dass seine Organe anderen Menschen helfen nach dem Tod, muss man sich melden.
    Ich bin auch als Organ und Knochenmark Spender registriert.

  8. Bin mal gespannt, wie viele Menschen dann schlagartig sterben werden. Die Liste mit Spender Namen und Adressen wäre echt gefährlich.

  9. Ohne diese „Unterstützung bei der Registrierung“ je gesehen zu haben, behaupte ich einmal, dass dadurch auch die Adresse der Nutzer verifiziert wird. Was der Gedanke für Facebook sein dürfte…

  10. Grundsätzlich ist Facebook auf Grund der hohen Erreichbarkeit keine schlechte Idee. Ich bin auch Organspender, aber werde sicher nicht diese Daten auf Facebook preisgeben. Warum tut sich Facebook nicht mit der http://www.bzga.de/ zusammen und klärt über Facebook auf, das wäre meiner Meinung nach sinnvoller. Auch ich bin über die bzga zu http://www.organspende-info.de/ gekommen und habe meinen Ausweis seitdem im Portemonnaie.

  11. percivalcox says:

    Ich bin der gleichen Ansicht wie der Gesundheitsexperten der SPD Karl Lauterbach den ich hier zitiere „Ich persönlich halte es für ethisch geboten, grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger als Organspender zu betrachten, es sei denn, sie widersprechen dem durch eine Erklärung ausdrücklich“ Quelle: http://goo.gl/om9qB
    Facebook sollte das wenn sie es einführen so machen >> wer bei Facebook nicht ausdrücklich widerspricht wird als Spender betrachtet

  12. Ich habe seit ca. 2 Jahren einen Organspendeausweis bei mir – und ich finde die „Aktion“ von facebook mehr als gelungen. Da merkt man eben, das es nicht immer nur ums liebe Geld geht, sondern auch mal nicht so Gewinnbringende Dinge eingebaut werden, die uns dann auch noch zum Nach/Umdenken bewegen!

    Und das ich Organspender bin würde ich sofort bei facebook eintragen – da sehe ich nun wirklich gar kein Problem. Oder… nicht das ich am Ende noch ermordert werden !? 😮 :p

  13. Bin schon Organspender… Der Ausweis liegt immer bei mir im Geldbeutel – aber das muss die Welt und Google doch nicht erfahren…

    Facebook braucht kein Geld mehr… Jetzt braucht das Monster schon unsere Organe…
    bis dann der Doktor einfach nur noch die Facebook-Seite aufrufen muss, um zu wissen ob die Niere nu raus darf oder nicht…

  14. Es ist als böser, mächtiger, reicher Psychopath natürlich viel einfacher auf Facebook genügend Organspender zusammen zu stalken und auf mysteriöse Weise in tödliche Unfälle zu verstricken bis man auf der Organspende Liste auf Platz 1 (von ca. 12.000 Patienten in D) steht, als einfach in ein dubioses Entwicklungsland zu fahren.

    Aber gut, dass hier Kommentatoren bereits um ihr wichtiges Leben fürchten!

    Von der Intention her eine gute Idee, würde allerdings eine Aufklärungskampagne auf Facebook ohne wichtig tuerische Information auf dem Profil begrüßen. Diese Entscheidung sollte immer noch selbst getroffen werden und nicht aus Gruppenzwang und ähnlichem entstehen.

  15. Jerome Meier says:

    @Marc(Webanhalter): Sicher ist die Sicherstellung der richtigen Adresse(n) für Facebook lukrativ, selbst in den deutschen Datenschutzbedingungen (Stand Sept.2011) steht, dass Facebook die Adresse an Werbepartner weitergeben darf, damit diese dir irgendwelche Probeprodukte, Prospekte, Kataloge o.ä. Zuschicken durfen.

  16. Ich finde eher, dass die Funktion standardmässig deaktiviert bleiben sollte. Falls es dann schon standardmässig aktiviert ist, und der Nutzer der keine Organe spenden will, davon nichts mitbekommt wäre auch nicht gut. Organe einzeln aus der DNA zu klonen, wäre eine bessere Lösung, da es bei der Transplantation keine bis wenige Abstoßungen und Komplikationen geben würde. Forscher arbeiten jetzt schon an Druckersysteme, mit denen man organische Organe aus Zellproben erzeugen kann. Hier gibt es noch ein interesantes Video, wie die Medizin der Zukunft aussehen könnte. Das Video besteht aus fünf Teilen.

  17. Ich frage mich gerade, welchen Mehrwert das Ganze für die Menschheit haben soll?! Außer Zuckerbergs Taschen mittels noch mehr persönlicher Informationen die Taschen weiterhin gut zu füllen!

    Okay, man könnte der ganzen Aktion jetzt unterstellen, dass FB sehr viele Menschen (und vor allem die jüngeren) dazu bewegen kann, über das Thema nachzudenken. Aber dafür bräuchte es ja (wie bereits erwähnt) nicht unbedingt dieser Angaben auf FB.

    Rational betrachtet könnte man sagen: Egal, was FB in erster Linie damit bezweckt, die Aufmerksamkeit wird auf jeden Fall auf dieses Thema gelenkt – was ich positiv finde.

    Dennoch würde ich auf Facebook sicherlich keine Angaben dazu in meinem Profil machen.

  18. Ich habe auch schon seid knapp 5 Jahren einen Organspenderausweis. Ist im Portemonaie auch immer am Mann. Meiner Meinung nach hat Facebook da eine gute Sache in den Fokus gerückt.

  19. Mark Zuckerberg sagte mal „Die Leute geben mir all ihre Date. Was fuer Idioten.“ Zumindest so aehnlich. Und zu der Zeit hatte facebook um die 1.000 Mitglieder. Irgendwann gehoeren ihm all eure Organe, weil ihr sinnlos irgendwelche neuen „Sicherheitseinstellungen“ uebernehmt.

    Hat hier schon mal jemand von den Leuten (Bulgaren und Co.) gehoert, die eine Niere spenden, dafuer 1.000 Dollar bekommen und dann langsam sterben, weil man sich danach einen Scheiss um sie kuemmert? Diese Niere wird dann in den USA fuer 30.000 Dollar weiterverkauft. Nette Gewinnspanne. Findet man bestimmt auf YouTube.

    Viele Leute krepieren an den nicht vorhandenen Organspenden, weil eben solche Wucherpreise verlangt werden. Ein Gesundheitssystem ist in den USA nicht vorhanden (vor allem wenn man kein/wenig Geld hat).

    Und wer glaubt, dass Mark Zuckerberg gutes will, hat sie nicht alle.

  20. Einen Organspendeausweis kann man sich uebrigens auch besorgen um darin anzukreuzen, dass man seine Organe NICHT spenden moechte.

  21. Martin Kalus says:

    Ich beschäftige mich nun seit mehr als 20 Jahren – als Transplantationskoordinator – mit diesem Thema und halte mindestens eben solange schon Vorträge darüber. Grundsätzlich finde ich alle Aktionen begrüßenswert, die dazu führen, dass sich Menschen mit Organspende nach Eintritt des Hirntodes (was in Krankenhäusern eine seltene Diagnose ist, siehe dazu auch http://www.dso.de) auseinandersetzen und eine informierte Entscheidung treffen. Wenn diese Entscheidung dann noch an Angehörige weitergegeben wird ist meiner Meinung nach alles getan, der Wille also bekannt. Die schriftliche Niederlegung im Organspendeausweis – oder noch besser – in der Patientenverfügung empfehlenswert! Eine Dokumentation bei fb oder wo auch immer ist nicht notwendig!
    Alle voran genannten Links sind empfehlenswert. Gerade angelaufen ist diese Site http://vonmenschzumensch.org/

    Falls Fragen, stehe ich gerne zur Verfügung.
    http://martin-kalus.de

  22. @Peterchen
    Ich verstehe nicht ganz, wie du Organhandel mit Facebook zusammenbringst. Vielleicht weiß Zuckerberg, dass du deine Organe beim Tod spendest. Aber denke nicht, dass er dann kommt und deine Organe verlangt.
    Und zu den „Bulgaren und Co“(liest sich als Bulgare übrigens komisch): Das bezieht sich doch auf das Entnehmen der Organe zu Lebzeiten?
    Weiß also nicht, warum du darauf hinweist, dass man seine Organe nach dem Tod auch explizit nicht gespendet haben möchte/sollte.
    Naja!

    Tech-Blog Kommentar:
    Organspender okay. Aber „broke bone“, „overcame illness?“. Das muss nun echt nicht sein. „Aber das ist doch nur für passende Werbung“ Okaaaay

  23. Ich hoffe doch das nach erfolgreicher Organspende alle schön den „gefällt mir“ Button drücken.

    Ehrlich, was ein Scheiß. Ich würde solche Informationen niemals auf FB veröffentlichen. Was kommt als nächstes, ob man HIV positiv ist ?

  24. Christian says:

    Facebook? War ich nie. Bin ich nicht. Werde ich nie sein.
    Ich finde es makaber.

  25. „…. Was kommt als nächstes, ob man HIV positiv ist ?…“

    Daran musste ich beim Lesen auch denken – bin jetzt aber doch mehr dafür, dass man die Höhe der karitativen Jahresspenden angeben muss.

  26. Ich finde diese typisch deutsche Paranoia („dann werd ich wegen meiner Organe abgemurkst, wenn auf FB steht dass ich Organspender bin“) relativ amüsant.
    Woanders (sprich: auf englischsprachigen Seiten) habe ich noch nichts über diese Sache gelesen. Ich kann mir aber vorstellen, dass man hierzulande* dem Ganzen deutlich gelassener gegenübersteht.

    Im relativ krassen Gegensatz zu Deutschland ist es in den angelsächsischen Ländern wesentlich verbreiteter und normaler, sich in irgendeiner Form karitativ zu engagieren – Spenden sammeln, als Volunteer arbeiten, an irgendeiner sportlichen Veranstaltung teilnehmen um Charity zu unterstützen etc. Ich denke, eine Registrierung als Organspender werden die meisten da als ganz normale Sache ansehen.

    *Großbritannien

  27. Man hört immer wieder das „Argument“, man sei ja nicht gegen Organspende, aber man wolle kein Organspender werden, weil man ja sonst zum Organersatzteillager von irgendwelchen dubiosen Schwarzmarkthändlern werden könne und das sogar bevor man Hirntod sei. 5 Minuten Nachdenken hilft vielleicht weiter zu erkennen, wie unsinnig diese Überlegung ist: Warum sollte irgendjemand, der anscheinend bereit ist, einen Mord zu begehen um an die Organe zu kommen, sich überhaupt darum scheren, ob derjenige einen Organspendeausweis hat, oder nicht. Dann würde er auch bereit sein, die Organentnahme zu vertuschen, oder die Einwilligung dazu fälschen…

  28. Organe sind nur von Lebenden nützlich und verwertbar – NICHT VON TOTEN!!!!

  29. Wenn jemand auf Facebook die Bereitschaft dokumentiert, seine Organe im Ernstfall zu spenden, dann glaube ich nicht, dass dies unmittelbar den Organhandel befördert. Wer wirklich auf Organklau aus ist, den kümmert es nicht, ob seine Opfer einen Organspendeausweis besitzen oder nicht. Problematisch sehe ich aber den so entstehenden Gruppenzwang. Ob jemand Organspender ist oder nicht, könnte künftig als Mobbinginstrument eingesetzt oder sogar von Arbeitgebern gegen ihn verwendet werden, nach dem Motto: »Wir sind eine sozial denkende Firma, alle unsere Mitarbeiter sind Organspender. Wenn Sie also den Job wollen …«

  30. Hansbert says:

    Dass man auf diesem Blog hier Idioten findet, die tatsächlich Paranoia haben, ermordet zu werden, hätt ich nicht gedacht. Zumal einmal kurz Hirn einschalten schon reichen würde. Generell find ich es moralisch und ethisch äußerst problematisch (für mich nichts anderes als unterlassene Hilfeleistung), dass nicht jeder automatisch Organspender ist, es sei denn er widerspricht ausdrücklich.

    Was ich auch nicht ganz nachvollziehen kann: Wieso würden Leute mit Spendeausweis ihre Organspendebereitschaft nie auf Facebook angeben? Klar, es würde zur Zeit niemandem konkret helfen, aber wenn irgendwo peer pressure sinnvoll ist, dann doch wohl bei der Organspende. Und die Sensibilität von „Organspender ja/nein“ schätz ich so ein wie „Sprachkenntnisse“, unpersönlicher können Daten ja fast nicht sein.

  31. Besser währe es doch das alle einen Ausweis bei sich tragen, statt es bei Facebook zu veröffentlichen. Aber vielleicht ist es ja auch ansteckend wenn man es bekannt gibt, wie schon so mancher Facebookvirus, so das die Ausweise die man bei sich trägt stetig mehr werden.

  32. Hansbert says:

    @Manfred: Hätt ich kein Problem mit, würd ich mir sogar wünschen. Ich finde umgekehrt: kein Organspender zu sein ist Mobbing an der Menschheit. „Hallo, ich bin zwar tot, aber ich möchte dass der Batzen Fleisch im Boden verscharrt wird, anstatt Menschenleben zu retten. Ätsch!“.
    Ist ja nicht so, als dass irgendein Schaden durch Organspende entstehen könnte (sofern man nicht Schamane irgendeiner abstrusen Kultur ist und darauf angewiesen ist, noch warme Menschenherzen zu essen um seinen Job zu behalten).

  33. Also in Österreich bin ich automatisch Organspender 🙂

    Ich find die verschiedenen Regelungen in Europa ziemlich interessant.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Organspende#Europa

  34. Akquise-Scout Alexander E. Schröpfer says:

    @hansbert Nochmal zur Verdeutlichung:

    Organe nützen nur, wenn Sie aus LEBENDEN entnommen werden!!!
    Bei Toten sind die Organe wertlos!!!

    Was das für Konsequenzen hat, darf sich jeder selbst ausmalen.

  35. /Ironie on
    Ist doch praktisch, wenn ich sterbe logge ich mich also kurz nach meinem Tod am Himmelspforten WLAN ein und poste den Status „verschieden“, damit Zuckerberg seine Kontakte aktivieren, meine Organe entnehmen und seine Provision kassieren kann… ^^
    /Ironie off
    Mal davon abgesehen habe ich auch einen Organspendeausweis in der Brieftasche, aber öffentlich auf Facebook… hm, ich weiss ja nicht. (Und das obwohl ich auch kompletter Google-User und Facebook Nutzer bin, aber das hinterlässt irgendwie einen beunruhigenden Geschmack, wenn ich auch nicht genau vermag zu sagen wieso)

  36. Welche „Mehrinformation“ bekommt denn Facebook, außer dass ich Organspender bin? (Ernst gemeinte Frage, da ich mit Facebook nichts am Hut habe.)

    Prinzipiell finde ich die Sache gut, da zu viele Leute zwar bereit wären zu spenden (>75%) aber zu wenige wirklich einen Ausweis bei sich tragen/die Angehörigen dementsprechend informieren (<20%).

    Und da ist für mich auch dieser Gruppenzwang "bist Du oder bist Du nicht" ausnahmsweise gerechtfertigt!

    Die DKMS sollte man national auch gleich mit aufnehmen! Denn da gibt es wohl auch noch viel zu viele Vorurteile, was eine Spende betrifft!

  37. Hansbert says:

    @Akquise-Scout Alexander E. Schröpfer: Bedingt richtig. Hat aber keinerlei Konsequenzen.

  38. CaptainCannabis says:

    Man sollte sich auch bei diesem Feature fragen was das Ganze soll – unabhängig von dieser ganzen Organspende Diskussion. Es gibt schon lange Verzeichnisse in denen diese Infos zusammengetragen werden, wieso zum Teufel sollte ich diese Info also in mein FB Profil schreiben.

    Meine Freunde & Bekannten habe davon sicherlich keinen Vorteil, ich auch nicht – wer bleibt da noch übrig?

  39. Hansbert says:

    @Captain: Zum einen kann durch die Vorbildfunktion erreicht werden, dass der ein oder andere willige Organspender ohne Ausweis vielleicht zum tatsächlichen Organspender wird, zum anderen ist ja ein Organspendeausweis nicht bindend, im Zweifel entscheiden die Angehörigen. Und je besser die Bescheid wissen, und wenns nur über Facebook ist, desto besser.

  40. @Hansbert:betrifft dein Post an @Captain – die Aussage ist FALSCH!
    Ein Organspendeausweis ist bindend,rechtlich gesehen eine Willenserklärung und muss respektiert werden.

  41. Ich habe mich vor langer Zeit entschieden, meine „Bauteile“ der Nachwelt zur Verfügung zu stellen. Ich bin mir aber auch sicher, das Facebook nicht alles wissen muss und auch nicht zur Entscheidungsfindung beitragen sollte.

  42. Hansbert says:

    @Martin: Danke für den Hinweis. Weiß man da genaueres in der Praxis? Eine Patientenverfügung ist ja an sich auch rechtlich bindend, allerdings in der Praxis eben auchmal nicht und ich erinnere mich auch an Rechtsstreite zum Thema. Wär ja schön, wenns die Probleme beim Organspendeausweis nicht gibt.

    @Steven: Über das „Facebook muss nicht alles wissen“ kann man in dem Fall sicher geteilter Meinung sein, aber warum sollte ein großes Unternehmen, das eine unvergleichliche Reichweite hat, nicht an der Entscheidungsfindung teilhaben? Sie werden ja wohl nur ein Häkchen anbieten, auch nicht viel anders als wenn die Tagesthemen melden, dass wir zuwenig Organspender haben, oder die Kirchen sich zum Thema XY äußern. Man könnte umgekehrt argumentieren, dass ein solches Unternehmen wie Facebook sogar die gesellschaftliche Pflicht hat, über das Gewinnstreben hinaus für die Gesellschaft von Nutzen zu sein.

  43. Nur mal für alle mit sehr viel Angst.
    Die Blutgruppe reicht noch lange nicht um jemanden mit einem passenden Organ zu finden. Die Gewebe Übereinstimmung und das Crossmatch sind genau so wichtig und es gibt noch einige Dinge mehr die zu beachten sind. Also keine Sorge nur wegen der Blutgruppe.

  44. @Martin Kalus
    Ein Organspendeausweis ist NICHT bindend ! Letztlich entscheiden die Angehörigen ob Organe entnommen werden oder nicht. Ein Organ-spendeausweis kann lediglich als Entscheidungshilfe dienen und auch nur dann, wenn ein Patient von zwei voneinander unabhängigen Ärzten für hirntot erklärt wurde. Ist ein Patient bereits gestorben werden keine Organe mehr entnommen, da diese nicht mehr verwendet werden können.
    Mehr Infos gibt es z.B.hier: http://www.ak-herztransplantation.de/
    (gilt auch für andere Organe, nicht nur für Herz)
    Hier kann man auch einen Organspendeausweis downloaden. Auf den meisten Webseiten der Krankenkassen übrigens auch. Auf dem Ausweis kann man auch ankreuzen, wenn man kein Organspender sein will.
    Jeder sollte so einen Ausweis haben.
    Übrigens: Organe spenden kann man bis ins hohe Alter. Die Transplantationsärzte checken die Organe vor der Entnahme.

  45. Nochmal, in möglichst kurzen, zusammenfassenden Happen…

    – Organe von Toten sind wertlos, ja. Organe von HIRNtoten, die an lebenserhaltenden Maßnahmen hängen, hingegen sehr gut verwertbar.

    – Wann ein Patient hirntot ist, diagnostiziert ein Arzt oder meinetwegen auch mehrere Ärzte.

    – Man kann immer wieder miterleben, wie Menschen, die über ausreichend finanzielle, politische oder interne („ranghohe“ Ärzte z.B.) Macht verfügen, sehr zeitnah ein Spenderorgan erhalten im vergleich zu „normalen“ Menschen.

    – Man kann sich fragen, wie wahrscheinlich es ist, dass es purer Zufall ist, dass gerade für diese Menschen gerade zum benötigten Zeitpunkt ein geeignetes Organ verfügbar ist, das für KEINEN Menschen, der schon länger auf der Warteliste steht, geeignet wäre.

    – Man kann sich auch fragen, ob all diese Menschen als „Normalos“ überhaupt auf eine Warteliste gekommen wären. Man kommt da nicht bedingungslos drauf. Gewisse Krankheitsbilder schließen eine Aufnahme im Normalfall aus.

    – Man kann sich informieren, welches Finanzielle Volumen der Organhandel weltweit hat.

    – Man kann sich informieren unter welchen Arbeitsbedingungen Ärzte arbeiten müssen.

    – Man kann sich über Missbrauch von Substanzen unter Ärzten im vergleich zum Bevölkerungsschnitt informieren.

    – Man kann sich fragen, ob die Situation, dass Kliniken und Krankenkassen allesamt GEWINNORIENTIERTE unternehmen sind, dazu führt, dass Entscheidungen zuvorderst auf Basis einer Etragsprojektion getroffen werden und nicht aufgrund dessen, was für den einzelnen Patienten oder die Masse der Patienten therapeutisch am vielversprechendsten wäre.

    – Man kann sich fragen, wie die vorgenannten Punkte sich auf das Thema Korruption auswirken.

    – Beispiel Steve Jobs hab ich ja schon gebracht, aber das ist zugegeben ziemlich abgedroschen… Daher mal ein Weiteres: In der Stadt, aus der ich ursprünglich komme, gibt es eine ziemlich große Kreisklinik. Diese beschäftigte lange Zeit einen bestimmten Chefarzt – bis er sich seine dritte(!) Spenderleber kaputtgesoffen hatte.

    – Medienrelevanz hat, was möglichst viele Menschen so sehr interessiert, dass sie es kaufen/einschalten/wasauchimmer. Die meisten Menschen interessieren sich nicht für moralische Missstände, bei denen sie sich selbst an die Nase fassen müssten oder von denen sie selbst betroffen sein könnten, denn das ist unangenehm. Die meisten Menschen interessieren sich für Ikonen und Sündenböcke, damit sie Jemanden zum Auf- und Herabblicken haben und sich dadurch inspiriert oder besser Fühlen können.

    – Außerdem hinterfragen nur wenige Menschen ihre Wahrnehmung. Und hoch frequentierte Themen werden als präsenter wahrgenommen als niedrig frequentierte. Ein ehemaliger Lehrer sagte mal zu mir (als das Thema mal wieder „aktuell“ war): Früher gab es auch Amokläufe an Schulen, nur, dass es die Lehrer waren, die Amok liefen und es keinen Fernsehsender gab, der darüber berichtet hätte.

    – Man kann natürlich auch einfach jedwede Propaganda schlucken, die einem die Institutionen liefern. Ist auch bequemer… Und macht allemal ein besseres Gewissen. Ach und: Man fällt nicht unangenehm auf (siehe nächster Punkt)…

    – Argumentationshilfe: Wer so argumentiert, wie ich, muss ein Misanthrop sein. Ein Menschenhasser. Vielleicht sogar ein Terrorist. Eindeutig! Falls sich dies nicht untermauern lässt ist er zumindest schwer paranoid – das dürfte ja wohl jeder einsehen! Wir leben schließlich nicht in einem Dritte-Welt-Land!

  46. Hansbert says:

    @luxifer: Ich nummerier deine Punkte mal durch, damit es übersichtlicher wird:

    a) Ja.
    b) Ja.
    c) Ganz ausschließen kann man sowas nie. Aber wo sind die Belege? In der Regel nimmt man das nur so wahr, weil man nur die Fälle beachtet, die einem ins Schema passen. Wie bei Leuten die von jemandem träumen und am nächsten Tag von demjenigen angerufen werden etc. pp.
    d) Wenn man sich das fragen will, sollte man vielleicht Studien wälzen oder Experten befragen, einfache Mutmaßungen bringen niemandem etwas.
    e) Ja, für Alkoholiker wird es z.B. schwieriger werden, eine neue Leber zu bekommen.
    f) Wenn man sich informiert hätte, könnte man auch Zahlen und Quellen nennen.
    g) In Deutschland auf jeden Fall überaus gute!
    h) Kann man, hat aber mit dem Thema rein gar nichts zu tun.
    i) Man kann sich auch überlegen, ob eine Gesundheitsversorgung zu auch nur annähernd bezahlbaren Kosten ohne gewinnorientierte, gut wirtschaftende Ärzte und Krankenhäuser möglich wäre.
    j) Kann man, und sollte man.
    k) Gibt es dafür Belege? Welche Stadt, Link zu Zeitungsartikeln? Also die Nachbarin von meiner Oma, deren Tochter arbeitet mit einem, der sagt dass…
    l) Auch wenn es nichts mit dem Thema zu tun hat, geb ich Ihnen da vollkommen Recht. Daher argumentiere ich ja FÜR Organspende, denn ich finde den Umstand, dass funktionierende Organe, die Leben retten können, einfach weggeworfen und verscharrt werden, moralisch extrem problematisch. Aber klar, wie Sie schon sagen, es ist einfach unangenehm, sich mit der eigenen Vergänglichkeit auseinander zu setzen.
    m) Auch hier kein Bezug zum Thema, aber völlig richtig. Man schaue sich nur einmal die immensen Anti-Terror Ausgaben vor allem in den USA an denen eine Wahrscheinlichkeit von Nahe Null gegenübersteht, an einem Terroranschlag zu sterben. Und alles nur, weil wir seltene Ereignisse durch ihre Medienpräsenz als viel häufiger empfinden als sie es in Wirklichkeit sind. Das meinte ich auch bei c)
    n) Siehe nächster Punkt.
    o) Wohl nicht schwer paranoid, aber vielleicht ja doch ein bisschen 🙂

  47. @Hansbert

    ich führe dann mal Deine Referenzierung fort 🙂

    c) http://www.quora.com/Organ-Transplants/Is-it-unethical-that-Steve-Jobs-was-able-to-get-his-liver-transplant-in-Tennessee

    d) siehe c)

    e) oder für Leute mit einem metastasierenden Krebsleiden…

    f) http://graphjam.files.wordpress.com/2012/04/funny-graphs-looking-to-make-some-quick-cash1.gif – Ja es ist eine Infografik… unter CC-Lizenz… mit Quellenangaben ganz unten!

    g) Aha… Schichten, die dem Arbeitszeitgesetz widersprechen, weil viel zu Lang und ohne ausreichende Pausen mit anschließendem Bereitschaftsdienst? Klar, das Geld mag stimmen, aber vielerorts Arbeiten Ärzte nicht nur sprichwörtlich „rund um die Uhr“… Und in diesem Dauerzustand operieren die auch noch täglich… Daher sagte ich „Arbeitsbedingungen“ und nicht etwa „hygienische“ oder „technische“ oder sonstwas für Bedingungen…

    h) doch, siehe b) und g)

    i) oder, ob wir vllt demnächst mal wieder ein paar Milliarden für neue Kampfjets brauchen… oder um die gebeutelten Hotteliers zu entlasten… hm?

    j) AHA!

    k) hörensagen… wobei Zeitungsartikel und andere Medienberichterstattung in der Regel genau den selben Wert haben… siehe den ursprünglichen Punkt l)

    l) nö… garnicht… ich argumentiere ja, warum es aus rein egoistischen und utilitaristischen gründen zumindest für mich nicht in frage kommt, mich als organspender zu registrieren… das ist eine Nutzen-Risiko-Bewertung… Der Nutzen für mich ist null, das Risiko nicht genau zu quantifizieren… Ganz einfache Rechnung…

    m) jub… das hat etwas mit vertrauen zu tun… und dieses vertrauen wird

    o) im alltäglichen sprachgebrauch vielleicht, aber sicher nicht im medizinischen sinne 😉

  48. Hansbert says:

    @luxifer: Klasse, mit Nummerierung diskutiert es sich deutlich leichter.

    c) + d) Das ist ja gerade der Einzelfall, den ich nicht 100%ig ausschließen wollte. Und selbst der ist keineswegs so eindeutig, wie man meint, das zeigen ja gerade die Kommentare in deinem Link (z.B. auf mehreren Listen dank Privatjet etc.)

    e) Das ist doch aber gut so, oder?

    f-1) Vom weltweiten Volumen steht da aber nichts!
    f-2) Geschätzte $6 Millionen in den USA find ich jetzt sogar vergleichsweise wenig, wird in manch anderen Ländern sicher mehr gehandelt, wenn auch wohl zu erheblich günstigeren Preisen.
    f-3) Außerdem ist dort von Organdiebstahl bei Leichen die Rede, daher revidiere ich mal meine Antwort zu a), denn auch bei Toten kann man noch einiges verwenden, was sonst sinnlos verbrennt oder verscharrt wird.
    f-4) Den illegalen Organhandel find ich auch nicht gut, daher werbe ich ja auch für Organspende, damit das eben *nicht* mehr so viel passiert.

    g) Ich kenne einige Ärzte und arbeite auch mit einigen zusammen. Sicherlich ist das nicht immer Zuckerschlecken, aber schlecht geht es da keinem. Es mag Beispiele bei den Chirurgen geben, die, um Karriere machen zu können, sehr viel operieren müssen, aber selbst die arbeiten wohl auch nicht mehr als indische Kinderarbeiter.

    h) Wieviele Menschen denken sie denn werden von 2 Ärzten irrtümlicherweise für Hirntot erklärt aufgrund von höherem Missbrauch von Substanzen durch Ärzte? Ich bleib dabei, das ist belanglos.

    i) Dann hat aber auch das nichts mehr mit dem Thema zu tun.

    k) Hörensagen… naja. Vom Hörensagen her gibt es auch Ufos, Sternkreiszeichen usw. Das bringt keinen weiter.

    l) Wenn Sie hier rein egoistisch entscheiden wollen, sit das Ihnen überlassen. Selbst dann wäre Organspende aber noch sinnvoll. Ein Nutzen entsteht schon allein dadurch, dass jede Stimme für Organspende weitere zum Organspenden animieren kann und da vielleicht einmal Ihr eigenes Spenderherz dabei ist. Die Risiken, die entstehen, wenn der eigene tote Körper aufgeschnitten wird, sehe ich (für den Toten, nicht für den mit einem Skalpell hantierenden Arzt) bei Null.
    Argumentiert man nicht nur egoistisch, spricht noch viel mehr dafür. Schon altruistisch gesehen hat soziales und ethisches Handeln Vorteile für jeden Einzelnen, aber das führt vom Thema weg.

    o) Haha, hoffen wir’s 😉

  49. jetz muss ich das thema doch nochma ausgraben… vllt hat ja noch jemand die kommentare abonniert…

    http://www.theologe.de/theologe17.htm

    bitteschön… haufenweise fälle, wie ich sie angesprochen habe… mit quellenangaben…

  50. Moderne ethische Fragen auf Basis der Bibel zu beantworten, ist wie die Bedienungsanleitung eines Gramophons zu nehmen um nen MP3- Player zu bedienen.

  51. Adromir: Das ist richtig. Auf der Seite finden sich allerdings auch Fälle der missbräuchlichen Organentnahme mit Verweis auf Quellen… so gleich am anfang von „1.“

  52. Und jemand, der bereit ist, ein Tötungsdelikt zu begehen, der lässt sich durch eine vorliegende oder fehlende Einwilligung jetzt wie genau beeinflussen?

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