Facebook koppelt seinen In-App-Browser von Androids WebView ab

Facebook hatte in seiner Android-App bisher für den In-App-Browser auf WebView des Systems, basierend auf Chromium gesetzt. Laut dem sozialen Netzwerk hatte das aber in der Vergangenheit mehrere Probleme zur Folge: Etwa müssen die Anwender Chrome und WebView separat und regelmäßig aktualisieren, damit auch der In-App-Browser bei Facebook sicher bleibt. Deswegen koppelt man seinen In-App-Browser nun quasi vom Android-System ab.

Zumal die bisherige Verknüpfung auch dazu führen konnte, dass euch etwa die Facebook-App abstürzt, wenn ihr gerade den In-App-Browser nutzt, aber gleichzeitig WebView des Systems aktualisiert. Das neue, abgekoppelte In-App-WebView setzt bei Facebook jetzt immer noch auf Chromium, kann aber eben gemeinsam mit der Facebook-App aktualisiert werden. Man hat diese Funktion intern bereits getestet und wird sie bald an erste Nutzer mit kompatiblen Geräten verteilen.

Facebook gibt an, dass man neue Chromium-Versionen und die entsprechenden Optimierungen regelmäßig einarbeiten werde, um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten. Auch Abstürze der App sollten sich in Zukunft reduzieren. Laut dem sozialen Netzwerk würden Mozilla, Microsoft und Samsung bereits ähnlich vorgehen und man habe sich entschlossen, im Sinne der Nutzer denselben Weg zu gehen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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12 Kommentare

  1. Facebook mit all den Datenschutzskandalen noch verwenden… Excuse me, wir haben 2022.

    • Thomas Höllriegl says:

      Und? Also, auch ich nutze kein Facebook. Aber was hat das mit 2022 zu tun? Facebook wurde nicht mit Ablaufdatum veröffentlicht. Die Kritik ist berechtigt, nur die Jahresangabe sehe ich da willkürlich hinzugefügt.

  2. Sicherlich hat man nebenbei noch ein paar zusätzliche Tracking-Funktionen eingebaut die man über den Webview nicht umsetzen konnte…

    • Deswegen ist vielleicht Webview ins Straucheln geraten.
      Wenn ich’s benutze entweder mit Brave oder Firefox.
      Zuhause läufts über eine PiHole.

      P.s. warum und weshalb sind nicht wirklich am Thema.

    • Davon ist auszugehen, sonst könnte man ja einfach Android WebView weiter nutzen.
      Ich nutze schon lange die mobile Version im Browser meiner Wahl…….. die funktioniert wenigstens halbwegs fehlerfrei, ganz im Gegensatz zu der App und der Light App. Die sind ein einziges Ärgernis.

  3. GooglePayFan says:

    Um wie viel Megabyte wird die Facebook-App dadurch größer? 30? 40?

  4. Das kann nicht sicherer sein. Wenn Google ein webview Update vermuss Mera saß zuerst auch noch anpassen jnd einbauen.

    Und wenn sich Facebook im Hintergrund aktualisiert, geht es auch zu.

  5. Und warum nicht statt Android WebView die Chrome Custom Tabs (oder wie die heißen) verwenden? Das die Chrome Custom Tabs sind meines Wissens einfach losgelöste Tabs des Chrome Browsers und stabiler als App-interne WebView Ansichten.
    Der Google Assistent nutzt auch diese Custom Tabs
    (Zugegeben entspricht das vielleicht nur meiner Erfahrung auf einem Google Pixel Gerät mit Stock Android und sieht z. B. auf Samsung Geräten ganz anders aus)

  6. Warum sollte WebView seltener aktualisiert werden als die Facebook-App? Beide Apps werden doch vom selben PlayStore aktualisiert!?

  7. Der Grund für die Loslösung ist ja, dass Google die WebView unabhängig aktualisieren kann. die Argumente von Facebook sind fadenscheinig und ich vermute auch, dass hier nur noch mehr Tracking eingebaut wird.

  8. Für die 1x pro Woche in der ich Facebook öffne, reicht mit der Zugang über den Browser über m.facebook.com. Die App habe ich noch nie gebraucht.

  9. Thomas Höllriegl says:

    Wie praktisch! Da war ich dem Konzern ja um Jahre voraus! Ich habe Facebook von meinen Geräten entkoppelt. ;-P

    Bei all‘ den Berechtigungen, die man vergeben kann, lässt sich das nicht zwingend über eine systeminterne Lösung abwickeln? Bin mir eben unsicher, ob eine App da so einfach was ummodellieren kann.

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