Facebook At Work startet in die Testphase

Mitte November tauchte Facebook At Work erstmals auf. Unklar war jedoch, was genau Facebook da vor hat. Jetzt ist es raus, Facebook At Work wird ab heute verfügbar sein, zusammen mit den passenden Apps für Android und iOS. Allerdings kann sich nicht direkt jeder Arbeitnehmer (oder Arbeitgeber) auf die App stürzen, wie das Wall Street Journal nämlich berichtet, wird sie erst einmal nur ein paar handverlesenen Unternehmen zugänglich sein. Die Software soll sich noch in einer frühen Phase befinden, generell aber als Kommunikations-Tool unter Kollegen dienen.

FacebookATWork

Facebook At Work ist durchaus mit dem Facebook für Privatanwender vergleichbar. Einen großen Unterschied gibt es aber: es werden keine Daten zum Unternehmen erfasst und die Mitarbeiter werden nicht mit Werbung belästigt. Eine der Hauptfunktionen von Facebook At Work werden Gruppen sein. Diese sollen, wenn es nach Facebook geht, E-Mail-Listen ersetzen. Private Profile werden von den Geschäfts-Profilen getrennt sein, sie werden auch nicht irgendwie modifiziert.

Facebook hat es sicher nicht allzu leicht, das Vertrauen der Unternehmen zu gewinnen. Allerdings sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass es sich ein Social Network dieser Größe nicht leisten kann, hier irgendwelchen Mist zu bauen und eventuell doch Daten zu erfassen. Zu Beginn wird Facebook At Work kostenlos sein, ob dies dauerhaft der Fall sein wird, ist nicht abzusehen. Da Facebook aber weder Daten erhebt, noch Werbung anzeigt, wird es wohl darauf hinauslaufen, dass der Dienst die Unternehmen etwas kosten wird.

Facebook selbst setzt bereits seit einigen Jahren intern auf Facebook, wie der Leiter des Projekts, Lars Rasmussen, verrät. Dadurch habe man einen guten Einblick erhalten, auf was es bei dem Produkt ankommt und wie man die Zusammenarbeit darüber verbessern kann.

Etwas unklar ist, wie Facebook nun die Apps verteilt, beziehungsweise, wer diese nutzen kann. Die Allgemeinheit sollte noch keinen Zugriff haben, es handelt sich wohl immer noch um eine Testphase, wofür ja auch spricht, dass Facebook At Work noch ein einer frühen Phase ist. Ebenfalls ist unklar, ob Facebook At Work erst einmal nur in den USA nutzbar sein wird und was der Dienst einmal kosten wird.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

8 Kommentare

  1. Tom Franzen says:

    An sich nicht schlecht. Wenn ich mir anschaue, welche Verrenkungen nötig sind, um den Firmen-internen Mailverkehr mit diesem Digital-Rollator namens „Novell GroupWise“ aufrecht zu erhalten, wünsche ich mir was anderes, mit dem ich Menschen jenseits der BlackBerry-Schnittstelle erreichen kann. Die bleiben nämlich standardmäßig draussen, sofern sie nicht – auf eigene Kosten – eine App installieren.

  2. Quasi wie das Facebook für Firmen von mm Microsoft? Fällt gerade der Namen nicht ein.

  3. Sehr interessant. Arbeite bei einem großen Unternehmen und bei uns geht ohne Outlook nix. Ich denke mal Kommunikation via Facebook wäre für große Unternehmen einfacher und flexibler als mit Outlook.
    Das Problem ist jedoch, selbst wenn dieser exklusive Test erfolgreich sein wird, würde es noch viele Jahre dauenbis die die Breite Masse der Unternehmen das System annimmt. Abgesehen vom Vertrauen das man in Facebook haben muss, sind viele Unternehmen sehr „träge“ und halten lieber an bekanntem und vertrautem fest.

  4. @Timo Meinst du Yammer?

  5. Wir nutzen Yammer und es läuft ganz gut. Es verweigern sich aber noch einige dazu…

  6. Hat ja was von Protonet … nur dass die Daten bei Fratzbuch sind.