EYECAN+ ermöglicht Menschen mit Behinderung PC-Bedienung mit den Augen

Für uns ist es ein alltägliches sein Smartphone aus der Tasche zu holen und es mit den Fingern zu bedienen, genauso wie es mit einem Computer, einer Tastatur und einer Maus ist. Das sind unsere leichtesten Übungen, die wir locker im Schlaf durchführen. Doch Menschen mit körperlichen Behinderungen haben dieses Privileg häufig nicht. Um diesen Umstand ein wenig zu verbessern, hat sich eine Gruppe freiwilliger Samsung-Ingenieure zusammengetan und die EYECAN Eye-Tracking Technologie entwickelt, die es Menschen mit körperlichen Behinderungen ermöglicht, einen Computer nur mit den Augen zu bedienen. Mit dem EYECAN+ präsentiert die Ingenieursgruppe nun bereits die zweite Generation der Technologie.

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Während die erste Generation EYECAN noch das Tragen einer speziellen Brille voraussetze, benötigt man bei EYECAN+ keine mehr. Außerdem ist EYECAN+ nun eine in sich geschlossene Einheit, die unter einen Monitor angebracht wird. Der Bildschirm gibt dem Benutzer eine Reihe an Optionen vor, die dank der Eye-Tracking-Technologie mit einem Blick angewählt und mit einem Zwinkern angeklickt werden können.

Bei einer technischen Demonstration in Korea konnten sich die Jungs von The Verge ein genaueres Bild von EYECAN+ machen. Gemeinsam mit einem Samsung-Ingenieur führte ein Student mit Tetraplegie, namens Hyung-Jin Shin, die Technik vor und laut Reporter vor Ort soll die Eingabe eines 44 Wörter langen Textes rund 20 Minuten gedauert haben. Shin war bislang stets auf fremde Hilfe angewiesen, um Notizen für sein Studium aufzuschreiben. Nun, dank EYECAN+, wird ihm ein wenig mehr Autonomie im Leben ermöglicht.

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Samsung selbst sieht die Technologie eher als Nischenprodukt an, jedoch soll es bereits Firmen geben, welche die EYECAN+ Technologie kommerziell vermarkten wollen. Zudem plant Samsung das Design der EYECAN+ Open Source zu machen. Zwar gibt Samsung zu, dass die Technologie kein Novum ist und Alternativen wie Tobii womöglich besser seien, dafür konnte Samsung das Gerät für einen Bruchteil der Kosten anderer Geräte herstellen. Die Kosten sollen laut Samsung zwischen 150 und 500 Dollar liegen.

(Quelle: Samsung via The Verge)

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3 Kommentare

  1. Super Sache! Auch klasse, dass sich Ingenieure freiwillig dafür zusammen getan habe und es Open Source machen. Hätte fast erwartet, dass es teurer ist. Jetzt nur noch machen und nicht nur reden.

  2. gibt es schon seit Jahren..leider benötigte meine Mutter ein ähnliches Gerät, wundert mich, dass das als solche Innovation dargestellt wird.

  3. ah, korrektur, das steht´s ja auch, hab nicht gesehen, dass nach dem letzten Bild noch text kam, sorry…

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