Evernote Premium: aus Unlimited Uploads werden 10 GB pro Monat

Wie schnell sich eine unglückliche Formulierung rächt, musste Evernote nun feststellen. Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Premium-Variante des Dienstes dahingehend umgestellt, dass es keine monatlichen Upload-Limits mehr gab. Dazu entschied man sich bei Evernote, weil man sich nicht auf ein passendes Speicherkontingent festlegen wollte. Das führte aber recht schnell zu einer neuen Nutzung von Evernote durch die Premium-Kunden. Sie nutzten den Dienst als Backup- und Massenspeicher.

Evernote_10GB

Das war nicht im Sinne des Erfinders und so rudert Evernote nun von „unlimited“ zurück. Premium-Nutzer erhalten ab sofort nur noch Uploads bis 10 GB pro Monat, das soll für 99,9 Prozent der Kunden ausreichen. Man ist sich bei Evernote aber auch darüber im Klaren, dass dies einige Nutzer verärgern wird. Diesen bietet man deshalb die Rückerstattung an, falls sie dies wünschen. Evernote schreibt, dass es durchaus einige Nutzer gibt, die Evernote Premium nur aufgrund des unlimitierten Speichers erworben haben.

(Quelle: Evernote)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Dan müssen es die 0,1% der Kunden aber schon gewaltig übertrieben haben, wenn Evernote darauf reagiert und das äußerst werbewirksame „unlimited“ streichen muss.

  2. Na wenn 10 GB für 99,9 % ausreichen warum dann wegen 0,01 % sofort wieder zurück rudern? Glaubwürdigkeit: 0,00 %

  3. Meine 0,1 %

    @Caschy: Wie wäre es mit einer EDIT-Funktion für Kommentare?

  4. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus mehreren Faktoren (die man sich allerdings bereits vor diesem „Unbegrenzt“ hätte denken können): Nutzung als Backup-Speicher für ganze Festplatten, Attraktivität als Online-Server für illegale Downloads usw. Hinzu kommt, dass in den ersten Wochen an Nutzer mit plötzlich sehr großen Uploads prophylaktisch Mails mit Hinweisen auf die Nutzungsbestimmungen verschickt wurden („Ihr Konto weist eine außergewöhnliche … wir weisen darauf hin … nicht illegal …“), wodurch sich diese auf den Schlips getreten fühlten usw. Es wäre Evernote wahrscheinlich mittelfristig schwer geworden, hier klar zu kommunizieren, worum es geht.

    In all den Jahren intensiver Evernote-Nutzung bin ich fast nie an die damalige 1-GB-Grenze gekommen, auch heute nicht. Selbst bei großen Einscan-Aktionen von Papier-Ordnern. Daher dürften 120 GB im Jahr tatsächlich für 99,999 % der Anwender ausreichend sein. Marketingmäßig hätte ich an Evernotes Stelle einfach mal gesagt: „Ihr dürft 50 GB im Monat verbrauchen“, hätte etwas mehr her gemacht …

  5. Ich scanne seit Jahren alles ein, was ich an Papier mit Schrift drauf in die Hände bekomme. Dazu gesellen sich dann noch Notizen, auch mit Photos, die ich unterwegs mache. Noch nie bin ich im Geringsten an die ehemalige 1GB Grenze gestoßen.

    Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommt, Backups dort zu speichern.
    Die Stärke des Dienstes lebt woanders…

  6. Sehe ich genau wie Sascha – da hat dann jemand den Sinn von Evernote nicht verstanden. Bin auch seit Jahren Heavy-User, komme mit dem 1GB aber auch immer problemlos aus…

  7. Evernote hat von dem werbewirksamen „Unlimited“ auch sicherlich nicht zurück gerudert, weil Nutzer mehr als 10GB bei sachgemäßer Nutzung verbraucht haben.
    Der Dienst wurde von irgendwelchen Idioten als Cloud-Drive missbraucht.. Kann diesen Schriftt von Evernote absolut nachvollziehen. Es ist nunmal eine Notizenapp und Cloudlaufwerk..
    Verstehe sowieso nicht, wie man Evernote als DMS nutzen könnte.. Jede Datei in einer Notiz speichern.. das ist doch einfach nur umständlich..

  8. Das passiert wenn man den Mund zu voll nimmt. Gilt aber für fast alle „Flatrate“ Anbieter. Benutzt der Kunde es, wie vom Anbieter versprochen, wird der Kunde plötzlich zum bösen Kunden und der Zeigefinger wird erhoben. Von Anfang an das Wort Flat rauslassen und es gibt keine Kommunikationsschwierigkeiten.

  9. @ Martin Sehe ich auch so, geschieht Evernote absolut recht. Vollmundige Versprechungen müssen eingehalten werden, solang sich der Kunde im Rahmen des Zugesicherten bewegt.

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