Europäische Kommission sieht bei Valve und Spiele-Publishern Verstöße gegen EU-Wettbewerbsregeln


Die Europäische Kommission bringt ab und an manche Dinge hervor, die für den Kunden tatsächlich nützlich sind. Dazu zählt sicher auch die Möglichkeit, dass EU-Bürger in beliebigen Länder einkaufen können, das neuerdings auch online und auch auf digitale Güter bezogen. Nun hat die europäische Kommission Valve und 5 Spiele-Publisher darüber unterrichtet, dass sie der Auffassung ist, jene würden gegen EU-Wettberwerbsregeln verstoßen.

Durch sogenanntes Geoblockig soll es vorkommen, dass Nutzer einen Key, der bei Valve Spiele für die Nutzung freischaltet, nicht nutze konnten, da er nicht in dem Land des Wohnsitzes erworben wurde. Folgendes stimmt die Europäische Kommission besorgt:

  • Valve und die fünf Verleger von PC-Videospielen vereinbarten unter Verstoß gegen die EU-Wettbewerbsregeln, grenzüberschreitende Verkäufe durch Einsatz von Produktschlüsseln mit geografischen Sperren zu verhindern, auch als Antwort auf unaufgeforderte Bestellungen (sogenannte passive Käufe) von PC-Videospielen aus verschiedenen Mitgliedstaaten (nämlich Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, die Slowakei und in einigen Fällen Rumänien). Dadurch wurden Verbraucher möglicherweise daran gehindert, Spiele in anderen Mitgliedstaaten zu günstigeren Preisen zu erwerben.
  • Bandai Namco, Focus Home, Koch Media und ZeniMax verstießen gegen EU-Wettbewerbsregeln, indem sie Vertragsbestimmungen zur Beschränkung von Ausfuhren in ihre Vereinbarungen mit einer Reihe von Vertriebsunternehmen außer Valve aufgenommen haben. Den Vertriebsunternehmen war es nicht gestattet, die betreffenden PC-Videospiele außerhalb der zugewiesenen Gebiete, die einen oder mehrere Mitgliedstaaten umfassen konnten, zu verkaufen. Die Verbraucher wurden durch diese Praktiken möglicherweise daran gehindert, Videospiele, die von diesen Vertriebsunternehmen entweder auf physischen Medien wie DVDs oder als Downloads angeboten wurden, zu kaufen und zu spielen.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, verstoßen die Parteien gegen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union, der wettbewerbswidrige Vereinbarungen verbietet. In einem solchen Fall kann die Europäische Kommission eine Strafe in Höhe von 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes aussprechen. Jetzt habe die Parteien aber erst einmal Zeit, um sich zu der Sache zu äußern.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. 23_uhr_59 says:

    Was die alles sehen, ich sehe nur einen Verstoß, die EU selbst! Glaub langsam die Briten machen’s schon richtig.

    • Was geistreiches hast du nicht beizutragen? Die Briten zerlegen gerade innerhalb kürzester Zeit so ziemlich alles, was ihnen in Zukunft nützlich sein könnte … wirtschaftliche Stabilität, Vertrauen (potentieller) Bündnispartner, politisches Vertrauen nach innen….

      Die EU geht hier gegen Unternehmen vor, die uns mit ihren Regeln gängeln – den einen mehr, den anderen weniger. Aber sie tun etwas, um letztlich Regelungen zu schaffen, welche die Verbraucher (uns) stärken werden. Aber wenn man alles, was auch nur im entferntesten mit der EU zu tun hat, sofort und pauschal verteufelt, dann sieht man eben auch nicht, was alles gutes geschieht.

      • „nützlich sein KÖNNTE“, vielleicht machen sie auch genau das Richtige, weißt du doch nicht. Die Art und Weise und die Verantwortlichen Personen sind sicherlich mehr als fragwürdig, aber nicht das Warum.
        Vielleicht weil das Schlechte überwiegt? Was tut dir Steam denn so böses? Wenn sie wirklich gegen die Bösen vorgehen würden, sehe Europa anders aus. Was machense denn außer sinnlose Geldstrafen zu verhängen? So’n Firlefanz!
        Wenn alle zusammen der EU den Stinkefinger zeigen würden, wär alles in Butter. Die beweiräuchern sich doch nur selber und alle kuschen sofort. #GERXIT!!!!!!!!!!
        Was geistreiches zur EU beitragen 😀 😀 😀 Der is gut 😀

      • 23_uhr_59 says:

        Muss ich erst mein Sarkasmus-Schild hochhalten? 😉
        Du machst dich ganz schön fertig mit dem Zeug, wa 😀
        Ist mir doch wumpe was die machen, denn ICH kann NICHTS dagegen machen. Ich will nur über die Konsequenzen Bescheid wissen.

      • Dennoch steigt der Britische Pfund. Die Briten machen alles richtig. Schnell austreten bevor der ganze Mist den Bach runter geht. Bei Nullzins pleite gehen ist schon eine Kunst (siehe Italien). Stellt euch vor der Leitzins steigt, was dann alles für Staaten pleite gehen. Deswegen wird er nicht steigen. EU wird für mich mehr und mehr zum Affenzirkus.

  2. In Ländern wo die Leute in der Regel weniger geld zur Verfügung haben verkauft Steam spiele günstigster als in Ländern wie Deutschland, wo im Durchschnitt mehr geld vorhanden ist und ermöglicht den Leuten vor Ort damit auch sich die Spiele leisten zu können und den Publishern ermöglicht es dort auch Geld zu verdienen. Win win.

    Das zu unterbinden weil die Deppen euro-kom dies nicht verstehen ist clever. Die Konsequenz daraus kann nur sein, dass die Preise im Ausland dann angezogen werden, damit es nicht mehr attraktiv ist im Ausland zu kaufen.

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