EU befragt Netzbetreiber zu Apples iPhone Vertriebs-Konditionen

Apple steht einmal mehr im Visier der EU. Dieses mal geht es um Wettbewerbsverzerrung durch Knebelverträge mit den Mobilfunkbetreibern. Demnach soll Apple vertraglich – mündlich oder schriftlich – dafür sorgen, dass andere Smartphone-Hersteller keine besseren Vertriebs-Konditionen ermöglicht bekommen als Apple. Mehrere europäische Service-Provider wurden zu diesem Thema befragt, nachdem Beschwerden über ein solches Verhalten bei der Europäischen Kommission eingegangen waren.

Apple iPhone 5

[werbung] Auch soll geklärt werden, ob Apple eine Mindestabnahme an iPhones von den Betreibern verlange. Apple sagt dazu, dass sich die Verträge völlig mit den EU-Gesetzen vereinbaren lassen. Bis 17. Juni haben die befragten Netzbetreiber Zeit, die 9-seitige Befragung abzugeben. Danach muss noch geprüft werden, ob Apple überhaupt den EU-Smartphone-Markt dominiert, bevor eine offizielle Untersuchung eingeleitet werden kann. Angesichts der Dominanz von Samsung im Smartphone-Bereich ist dies jedoch fraglich.

Sollte die Befragung der Netzbetreiber eine offizielle Untersuchung veranlassen, werden wir Euch natürlich auf dem Laufenden halten. Aber selbst dann wird sich vermutlich nicht viel ändern. Es ist ja nicht so, dass Apple neu im Geschäft wäre.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

10 Kommentare

  1. kannst du das wallpaper bereitstellen? 🙂

    danke!

  2. Was für ein Schwachsinn. Das heißt also, wenn Apple in der EU keine Dominanz innehält (was auch immer das heißen soll), weil sie vielleicht 3 Geräte weniger an den Mann bringen als Samsung oder das gesamte Android-Lager, dürfen sie weiter mit illegalen Mitteln arbeiten?

  3. Unter dem Artikel war gerade eine Werbung zu Melango.de bzw. online-businessportal.de eingeblendet, einem großen Abzocker- bzw. Abofalle-Portal, welches gerichtlich schon mehrfach belangt wurde
    Ein seriöser Blog wie dieser sollte solche Unternehmungen NICHT bewerben.

  4. das stimmt: melango.de ist ein abzocker erster güte!
    @cashy: die sollten hier nicht erscheinen!

  5. @Sven: Genau das gleiche habe ich mir beim lesen gerade auch gedacht! Ich meine mich würde es nicht wundern wenn Apple zu solchen Maßnahmen greift, aber dass diese dann von Gesetzes wegen in Ordnung sind, nur weil sie nichtmehr den Markt dominieren, das kann doch auch nichtsein?

    @lotta & udo: Ich denke nicht, dass diese Werbung hier bewusst gewählt wurde, solche Werbung wird meist bei großen Netzwerken eingebucht und dann über diverse Vertikals gestreut.

  6. @Sven. Habe ich mich auch gerade gefragt. Ist Appe nicht dominierend darf es dann (wenn dem so ist) weiter gegen Gesetze verstoßen. So ist das zu verstehen. Oh man.

  7. Sascha Ostermaier says:

    @Sven: mit welchen illegalen Mitteln arbeitet Apple denn?
    @Jomei: gegen welche Gesetze verstößt Apple momentan?

  8. Ich weiß auch nicht… Mann muß doch bloß kein Apple kaufen und schon ist die Sache mit den Knebelverträgen erledigt… Es ist ja nicht so, daß es keine attraktiveren Alternativen gibt. Apple braucht man doch nur zur Selbstbestätigung, wenn das Selbstbewußtsein nicht vorhanden ist.

  9. „Auch soll geklärt werden, ob Apple eine Mindestabnahme an iPhones von den Betreibern verlange.“

    Eindeutig: JA! – Und das ist nur ein Teil vom Ganzen.