Edward Snowden nutzt wegen angeblicher Spionage-Software kein iPhone

Warum Whistleblower und NSA-Schreck Edward Snowden kein iPhone benutzt? Weil es angeblich mit einer Spionage-Software ausgestattet ist, die ohne Zutun des Nutzers aktiviert werden kann und entsprechenden Stellen Informationen über den Nutzer liefert. Das berichte The Independent und zitiert dabei Snowdens Anwalt. Anatoly Kucherena teilt mit, dass Snowden nur ein einfaches Handy nutzt, da das iPhone mit einer speziellen Software ausgestattet ist, die Informationen über den Nutzer preisgibt.

iPhone

In den bisher veröffentlichten NSA-Dokumenten findet sich allerdings kein Hinweis auf den Einsatz einer solchen Software. Jedoch sollen viele der Dokumente auch noch gar nicht veröffentlicht worden sein. Bekannt ist, dass NSA und GCHQ Nutzer anhand der UDID getrackt haben, dies ist aber im Prinzip mit jedem Gerät möglich, nicht auf das iPhone beschränkt.

Apple selbst startete nach den Enthüllungen eine Zero-Knowledge-Politik. Daten werden verschlüsselt und sind nur vom Nutzer einsehbar. Selbst wenn Behörden mit einem Gerichtsbeschluss kommen, kann Apple keine Auskunft geben, da der Konzern keine Möglichkeit hat, die Daten zu entschlüsseln (zumindest in der Theorie, wie es praktisch aussieht ist Geheimnis der Unternehmen). Diese Methode, die auch von anderen eingesetzt wird, um sich gegen die Überwachung zu wehren, ist Politikern bereits ein Dorn im Auge und sie fordern uneingeschränkten Zugang zu verschlüsselter Kommunikation.

Diese Zero-Knowledge-Politik widerspricht natürlich den Aussagen zu einer speziellen Spionage-Software. Fakt ist natürlich, dass man mit einem Smartphone mehr Informationen über sich hergibt als mit einem normalen Handy. Natürlich kommt es auch hier darauf an, wie man die Geräte einsetzt. Ob man sich davon abschrecken lassen sollte? Nun, die Snowden-Enthüllungen haben zwar für einen kurzen Aufreger gesorgt, aber anscheinend wird es von den Menschen toleriert. Weder setzen sich spezielle Verschlüsselungstechniken durch, noch verlieren Internetaktivitäten an Attraktivität. Verschlüsselung ist für viele ein nice-to-have, aber es ist eben auch nicht schlimm, wenn nicht vorhanden. Insgesamt eine recht traurige Situation, vielleicht auch, weil man als Einzelner relativ machtlos ist und die Masse ihre Energie lieber dafür investiert, Kindern in der dritten Welt mit einem Klick auf den Like-Button das Leben zu retten.

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37 Kommentare

  1. @ denkste Bitte erkundigt euch technisch besser, ist ja furchtbar diese Allerweltslogik.Richtig ist das wir GRUNDSÄTZLICH im selben Boot sitzen, ja!

  2. @Lala
    Du darfst mir gerne genauer sagen, was an meiner Aussage technisch falsch ist.

  3. @denkste
    Siehe Titel des Artikels von Sascha.

    Und es geht nicht gegen oder für Personengruppen, sondern um Produkteigenschaften.

  4. @Lala
    Sorry, verstehe ich nicht, was du meinst mit dem Titel.

    Genau das hat mich ja gestört, dass die Kritik an einem Gerät dazu genutzt wurde, gleich wieder über die Fähigkeiten deren Besitzer herzuziehen. Denn selbst wenn alle iPhone-Besitzer Idioten wären, die von ihren Geräten nichts verstehen, so würde es den Inhalt dieser Meldung kein bisschen weniger brisant machen.
    Aber die viele handeln hier nach dem Motto „juhu, dieses Gerät besitze ich nicht, also ist das Thema für mich nicht weiter interessant“.

  5. @Lala
    Verstehe das mit dem Titel nicht.
    Mich hat es ja eben gerade gestört, dass eine Kritik an einem Produkt sofort wieder dafür genutzt wurde, pauschal über deren Besitzer herzuziehen.
    Selbst wenn alle iPhone-Besitzer Idioten wären, die nichts über Ihre Geräte wissen, so würde das an der Brisanz des Inhaltes dieses Artikels nicht das geringste ändern.
    Ich verstehe nicht, warum so viele Menschen nach dem Motto „Juhu, das ist nicht mein Gerät, also betrifft mich das Thema nicht weiter“ handeln. Es betrifft uns alle, z.B. weil wir mit Personen die ein iPhone besitzen kommunizieren. Aber auch, weil wenn solch ein Vorgehen bei einer Firma möglich ist und toleriert wird, dann sind die anderen Firmen nicht fern.

    Zur Info: Ich besitze kein iPhone!

  6. Dass Firmen wie iApple, Google und Facecbook, die mit datensammeln innerhalb weniger Jahre zu Multi-Milliarden-Konzernen geworden sind, von der US-Regierung und den Geheimdiensten „gesponsert“ wurden, dürfte doch wohl jedem klar sein….

  7. Das Wallpaper hätte ich gerne, weiß jemand wo es das gibt ?

  8. Ich finde es gut das sowas gibt NSA und so.So haben zum Beispiel Pädophile keine Chance!!

  9. @max Löse bitte das Captcha ob du ein Mensch bist…..

    @denkste
    Schon richtig, nur ist IOS das grössere Übel.Es liegt in unserer Natur das Gerät etc. zu verteidigen, was wir gerade haben, man soll aber immer einen tiefgehenderen Überblick zulassen.Google ist nun auch nur mehr ein Software as a Service Datenstaubsauger.Hier kann man AOSP nehmen und ist von weniger proprietärer Software abhängig. Hardwareseitig halte ich es mit Stallmann, alles maliziös und Spyware im Grunde.

  10. Oh man…
    Angenommen dem wäre tatsächlich so wie es einige hier behaupten. Wieso stimmt dann Apple einer Überprüfung durch chinesische Sicherheitsexperten zu ?
    Das einige amerikanische Firmen wie MS mit der NSA zusammen arbeiten / gearbeitet haben, ist ja ohne Zweifel. Nur bei Apple ist dies ein Gerücht. Auch in den Dokumenten von Snowden liest man viel über Google, Facebook, Yahoo. Nur nichts oder nichts belastendes über Apple.

    http://www.itworld.com/article/2874235/report-apple-agrees-to-chinese-security-audits-of-its-products.html

  11. @lala
    Scheint ein Pädo zu sein. Antwortet nicht mal auf meine Post. Nur ob ich ein Mensch bin ja ich bin ein Wesen du pädo.

  12. „Solln sie doch… Ich hab nix zu verbergen… “
    ist das „Das wird man doch mal sagen dürfen…“ der Techbranche 😉

  13. @Lala
    Ich habe extra dazugeschrieben, dass ich kein iPhone habe! Ich besitze ein Nexus 5. Das mit dem eigenen Gerät verteidigen stimmt hier also nicht. Und das iOS das größere Übel ist, ist reine Spekulation. Wissen kann keiner, was wirklich hinter den geschlossenen Türen geschieht. Aber bei Google weiß man zumindest sicher, dass die eigenen Daten gesammelt werden. Bei Apple hingegen ist zumindest offiziell das Geschäftsmodel ein anderes. Laut eigener Aussage sind die Chats und Videoanrufe sogar Ende-zu-ende verschlüsselt. Wie gesagt „nach eigener Aussage“, was wirklich geschieht weiß keiner.
    Ich möchte hier aber gar nicht Apple verteidigen oder Google schlecht reden. Ich möchte nur zeigen, dass hier keiner der Gute und keiner der Böse ist.

  14. michael_cgn says:

    @Tom Franzen
    In China werden vor allem Leute vom Geheimdienst bedrängt, die z.B. gegen Bauvorhaben oder Korruption in der Verwaltung protestieren …

    und wie wenig Freiheit es hier gibt, erfahren ja Leute, die die „Machenschaften“ von Regierungen an das Licht bringen – siehe eben Snowden, Maning oder Barrit Brown.
    In den kommenden Jahren dürfte diese Kontrolle der Bürger – auch dank der Überwachungsmöglichkeiten – wohl eher zunehmen, da fast alle Gesellschaften eine Entwicklung in Richtung eher totalitärer Gesellschaften haben.

    Russland, China oder die USA sind uns da halt nur um einige Jahre voraus.
    Aber wie gesagt, wer in China nicht aneckt oder mitspielt, der hat doch ein schönes Leben – auch ohne Freiheit.

  15. Mein Nexus 5 war das letzte Amiphone. Hat auch andere Gründe, Sailfish OS taugt da wohl mehr, v.a. hab ich da ggf. noch Google Apps zur Verfügung falls ich was davon brauch (wie cgeo).

  16. Gerade der letzte Absatz gibt ein sehr genaues Bild des momentanen Zustands wieder. Ich habe die Mentalität der „Generation Facebook“ selten in einem Satz so genau auf den Punkt gebracht gesehen. Eigentlich traurig…

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    http://de.imonitorsoft.com/mobile-spy-software.html

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