eBay Kleinanzeigen führt SMS-Verifizierung ein

ebay Kleinanzeigen führt eine SMS-Verifizierung ein. Darüber hatte Caschy sogar schon einmal gebloggt – das war bereits im März 2021. Damals begann man aber mit einigen Kunden und fokussierte sich auf solche, die für Cyber-Grooming anfällig waren – z. B. „Babysitter & Kinderbetreuung“ oder „Nachhilfe“. Jetzt soll es breiter losgehen. Kurz- bzw. mittelfristig werden sich alle Nutzer verifizieren müssen.

Rund 250.000 Nutzer von eBay Kleinanzeigen haben laut Sprechern der Plattform in den vergangenen Wochen bereits über die Einstellungen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine Rufnummer anzugeben. Die Angabe (sowie Bestätigung) einer Rufnummer werde nun jedoch von Woche zu Woche für immer mehr Nutzer verpflichtend. Schon bald werden neue Nutzer ihre Rufnummer direkt bei der Registrierung verifizieren müssen. Nach und nach werden alle Nutzer von eBay Kleinanzeigen aufgefordert, eine Rufnummer anzugeben. Damit wolle man die Sicherheit für alle Beteiligten erhöhen.

Bei Aufgabe einer Anzeige oder Kontaktaufnahme in den Kategorien „Babysitter & Kinderbetreuung“, „Mini- & Nebenjobs“, „Tierbetreuung & Training“, „Nachhilfe“ sowie „Praktika“ werden die Nutzer innerhalb der nächsten vier Wochen schrittweise aufgefordert, ihre Telefonnummer anzugeben und diese über einen per SMS zugeschickten sechsstelligen Code zu verifizieren. Trotzdem können Anwender aber weiter frei entscheiden, ob sie ihre Nummer für andere Nutzer sichtbar machen – individuell je nach Anzeige. Für die Verifizierung sind ausschließlich Rufnummern aus EU-Mitgliedsländern zugelassen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Je schneller desto besser.
    Zusätzliche Sicherheit, weil ab und an ist man doch mal versucht, sich etwas schicken zu lassen.

  2. Blacky Forest says:

    Nachdem ich mich mal drauf eingelassen habe, bei ebay-kleinanzeigen „sicher zu verkaufen“ und dann (ohne Vorankündigung) rauskam, dass ich mein Geld nur bekomme, wenn ich das Konto mit persönlichen Daten bestätige, war der Ausstieg beschlossen. Demnächst wird es bestimmt Gebühren kosten, nicht mehr lange.

    • In wie fern mit persönlichen Daten bestätigen?

      • Thomas Müller says:

        Ich hatte mich auch auf die Zahlungsabwicklung von eBay eingelassen weil die Einrichtung laut eBay ja so einfach wäre.

        Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass man erst an das Geld kommt, wenn man ein Foto seiner Girocard macht oder einen Kontoauszug(!) hochlädt und eine Handynummer angibt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich darauf ebenfalls nicht eingelassen.

        Mich hat es sehr negativ überrascht, dass man darüber erst im Nachhinein informiert wird und das Held andernfalls einbehalten wird.

    • na logisch wird es irgendwann kosten wenn Du eine Dienstleistung einer Firma nutzt.
      Die Alternative wäre: über Werbung -> Du bist das Produkt, nicht der Kunde.

      Also: wenn Du es nicht willst, dann nutze die Zahlungs-funktion halt nicht.
      Fertig aus einfach.

    • Christian Ständer says:

      Du bist da an etwas ganz heißem dran – der Treuhandservice kostet seit jeher Gebühren. 😀

      • Blacky Forest says:

        Ich meinte damit, dass es vermutlich nicht mehr lange geht, bis für Anzeigen Gebühren erhoben werden. Abgesehen davon wusste ich tatsächlich nicht, dass der Käufer Gebühren zahlt. Ich finde es extrem intransparent.

    • Das ist doch vollkommen logisch, sonst könnte den Service ja jeder der üblichen Standrad Betrüger bei eBay nutzen.

  3. Nun wird auch die Handynummer zur Pflichtangabe. Ebay und Ebay-Kleinanzeigen sortiere ich komplett im Bereich Werbebranche ein, so wie Facebook auch. Was da mit den Daten trotz anderslautender Versprechungen hinter dem Rücken der Nutzer gemacht wurde und wird geht garnicht. Ich glaube nicht, dass die Angabe der Handynummer allein der Sicherheit gilt, das ist meiner Meinung nach definitiv eine Lüge, diese Unternehmen sind nicht vertrauenswürdig. Gut das ich da schon seit länger Zeit keinen Account mehr habe.

  4. Ende 2020 hat der Eigentümer von ebay-kleinanzeigen bei einem Milliarden-Deal gewechselt. Es gehört jetzt zum norwegischen Online-Marktplatz Adevinta und die haben den Kauf sicher nicht aus mildtätigen Gründen gekauft. Bei einem solchen Kaufpreis muss demnächst Geld reinkommen

    • Ich kann mir schon gut das Meeting beim neuen Besitzer von Ebay Kleinanzeigen (Fa. Adevinta) vorstellen:
      CEO: „Wir müssen aus dem Portal mehr Geld rausschlagen. Wir brauche mehr persönliche Daten!“
      MA: „Und wie vermitteln wir das den Kunden?“
      CEO: „Erzählt halt was mit Sicherheit, Am besten, das wir auch Kinder damit schützen! Das zieht immer, und da kann dann niemand dagegen sein…“

  5. Ob das in irgendeiner Weise zur Sicherheit für Käufer und Verkäufer beiträgt wird sich zeigen. Für mich persönlich ist es egal, da ich bei Ebay Kleinanzeigen ausschließlich Barzahlung bei Abholung akzeptiere.

  6. Sicherheit – gerne! Aber warum nicht per Authy/Authenticator App? Warum wieder mit persönlichen Daten?

    • Authy&Co sind anonym. Sie wollen deine Telefonnummer. Telefonnummern sind wertvoll, da die meisten Menschen ihre über Jahre behalten. Und wenn sie sie doch wechseln, dann ist das recht einfach nachzuvollziehen, da zumindest einige daran gebundene Accounts mitumziehen.
      „Sicherheit“ a la 2FA o.ä. ist nur vorgeschoben.

      • LamaValderrama says:

        Richtig, Authy und Co sind anonym.
        Das kann gut sein, aber um zum Beispiel einen Kauf abzusichern ist das doch völlig fehl am Platz, meinst du nicht? Worauf willst du dich denn bei einer z.B. Strafverfolgung verlassen, wenn du über den Tisch gezogen wurdest, angenommen du hast was teures über Kleinanzeigen gekauft, die „sichere“ Bezahlmethode gewählt und dann keine Ware bekommen? Soll die Polizei oder der Diensteanbieter dir dann einfach sagen „Ja, also die haben Sicherheit versprochen, aber wir konnten nur einen anonymen Authy-Account ermitteln. Pech für Sie, auf den Kosten bleiben Sie sitzen.“
        Klar gibt es auch anonyme Handynummer bei PrePaid zum Beispiel, aber hinter den meisten Nummern steht eben ein realer Name oder Firma, die sich entweder ausweisen mussten bei Vertragsabschluss oder ähnlich authentifizieren mussten. Sprich: du hast jemanden, der dein Ansprechpartner ist und im schlimmsten Fall hast du jemanden, den du ermitteln kannst.

        Wenn du Onlinebanking machen willst, oder deine Banking-App nutzen willst wirst du (hoffentlich) auch von der Bank in irgendeiner Form authentifiziert. Ich bekomme selbst von meiner Krankenversicherung einen Code per Post um mich in der App bei der Ersteinrichtung zu authentifizieren um darüber Sachen einreichen oder anfragen zu können.

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