DuckDuckGo: Ausblick auf Desktop-Browser und mehr

Laut aktuellen Zahlen, die von DuckDuckGo veröffentlicht worden sind, soll es sich beim DuckDuckGo Privacy Browser um die am häufigsten heruntergeladene Browsing-App im Google Play Store handeln – zumindest in den Hauptmärkten, in denen die App verfügbar ist. Da wundert es auch nicht, dass das Team hinter der App fleißig weiter am Feature-Angebot des Browsers bastelt. Unter anderem nennt man nun auch erste Infos zur Desktop-App, die sich mittlerweile in der geschlossenen Beta befinden soll.

Zudem kündigt man an, dass vermutlich bereits im kommenden Jahr das Tracker-Blocking, die Nutzer von DuckDuckGo aus der Browsererweiterung kennen, auch in der mobilen App verfügbar gemacht werden soll. Weniger spannend: Der Fire-Button, mit dem sich alle Tabs und Browsing-Daten mit nur einem Antippen direkt löschen lassen, bekommt neue Animationen. Statt die Inhalte „zu verbrennen“, dürft ihr dann auch wählen aus „im Abfluss herunterspülen“ und „Daten wegblasen“.

Die Desktop-Variante des Browsers soll alle Vorteile und Funktionen bieten, die ihr auch in der mobilen App bekommt. „Keine komplizierten Einstellungen, keine irreführenden Warnungen, keine „Stufen“ des Datenschutzes – nur ein solider Datenschutz, der standardmäßig funktioniert, bei der Suche, beim Browsen, bei E-Mails und mehr“, so die Entwickler. Dabei wird die Desktop-App nicht auf Chromium aufbauen, sondern basiert auf den vom jeweiligen Betriebssystem bereitgestellten Rendering-Engines. Das soll nicht nur Ballast entfernen, sondern auch für eine übersichtliche Oberfläche sorgen. Warten wir mal ab, was uns da erwartet, sollte die App dann in eine offene Beta übergehen.

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12 Kommentare

  1. Die Download-Zahlen liegen wahrscheinlich auch – aber nicht nur – an der extrem guten Werbekampagne. An jedem großen Bahnhof findet man mittlerweile große Werbeplakate von DuckDuckGo, auch im Straßenverkehr vieler Innenstädten.

    • Mich überraschen die Downloadzahlen tatsächlich, wo doch der DuckDuckGo Browser nichtmal besonders Datenschutzfreundlich ist und den Nutzenden beispielsweise kontinuierlich trackt. Aber anscheinend muss man nur genug Geld ins Marketing stecken, dann glauben die Leute alles.

      • Quelle?

        • Schau mal bei Mike Kuketz vorbei, der hat u.a. den DuckDuckGo Browser untersucht.

          • @Tim:
            Ich habe großen Respekt vor Mike Kuketz, da er mit seinem Blog wirklich tolle Arbeit leistet und ein absoluter Fachmann ist bei diesen Themen. Aber ich glaube, dass der Mike mit seinen Empfehlungen einen ganz kleinen Anteil an IT-Geeks anspricht, die wirklich sowas umsetzen wollen und Spaß daran haben. Der Otto-Normal-Verbraucher würde sich niemals mit „NoScript“ und „uMatrix“ rumquälen, um auf jeder Webseite 999 einzelne Elemente freizugeben. Ich denke mir, lieber nutzt der 18 jährige Kevin irgendein halbwegs-automatischen Ad- und Trackingblocker als überhaupt keinen. Von daher finde ich sowas wie Brave/DuckDuckGo gut für Leute, die wenig Ahnung haben, sich aber dennoch ein wenig gegen Werbung/Tracker schützen möchte. Der Halbprofi/Profi beschäftigt sich dann lieber im Detail mit der tollen Arbeit von Mike Kuketz. Aber dennoch gebe ich dir ansonsten völlig Recht.

        • z.B. https://www.kuketz-blog.de/duckduckgo-privacy-browser-datensendeverhalten-android-app-browser-check-teil12/

          (falls Sie jetzt mit „aber beim Desktop Browser ist das gaaaanz anders!!1!“ entgegnen gebe ich die Frage an Sie zurück: Quelle?)

          • Wie Denny bereits schreibt wird hier anonym getrackt um das Produkt zu verbessern. Das macht jeder und ich empfinde das auch nicht als schlimm. Das mach jeder Browser per Default.

            Anonym ist man heutzutage im Netz eh nicht mehr unterwegs. Selbst Profis müssen hier einiges dafür auf sich nehmen. Ein paar about:config Hacks im FF sind auch nur fürs Gefühl.

            Ich frage mich manchmal ob ihr glaubt das so riesen Konzern sich für euch interessiert? In ca. 60 Jahre sind wir alle unter der Erde (die hier schreiben) und dann sind wir vergessen….

            • „anonym getrackt um das Produkt zu verbessern“ 😀
              Kann man so sehen und natürlich kann man seine Daten dafür hergeben (über das „anonym“ liesse sich trefflich streiten!). Ist irgendwo nicht einmal unfair, wenn ein Softwareanbieter (implizit) die Bezahlung durch Daten wünscht und das auch sagt.
              Wenn der Anbieter sich aber ausdrücklich „Privacy!!1!“ auf die Fahnen schreibt ist das schon ein Vertrauensbruch.

              Allen, die sich fragen, „ob […] so riesen Konzern sich für euch interessiert“ rate ich, sich die USA anzusehen. Dort war es bereits 2015 gang und gäbe, dass vor Einstellung für besser dotierte Positionen bei spezialisierten Firmen („Detektive“) ein kompletter Backgroundcheck in Auftrag gegeben wird.
              Und genau jene Detektive haben die Mittel und das Interesse, von „so riesen Konzern“ der sich in der Tat nicht die Bohne „für euch interessiert“ die dort gesammelten und aggregierten („Datawarehousing“) Daten zu kaufen und auszuwerten.

              Wenn man heute 50++ ist kann man das u.U. noch gelassen sehen, als junger Mensch sollte man sich aber der Datensammlungen immanenten Risiken bewusst werden.

              P.S. Gilt auch für Karten- bzw. elektronische Zahlungen, Kundenkarten, Rabattsysteme (z.B. Deutschlandcard, Payback, …) etc.: Jedes Datum, das einmal elektronisch erhoben wurde, kann und wird e- oder missbraucht werden.

          • Der Artikel ist garnicht mal so gut gealtert. Beispiel: https://github.com/duckduckgo/content-blocking-lists

            Immerhin veröffentlicht er eine Stellungnahme mit Infos, die vorher schon bekannt waren und die er mit in seinem Artikel hätte aufnehmen können. https://www.kuketz-blog.de/duckduckgo-erweiterung-der-stellungnahme/

            • Weiss nicht, was an einem Statusreport per 22.06.2021 so schlecht gealtert sein sollte?
              Es ist ein Statusreport per 22.06.2021 – keine Aussage über die Zukunft.

              Was war denn Ihrer Meinung nach „vorher schon bekannt“ und woher wissen (woran sehen) Sie das? Der Reddit-Post ist z.B. vom 24.06.2021.

              Grundsätzlich stelle ich mir die Frage, wie weit ich Firmen vertraue, die erst nachbessern, nachdem sie ‚erwischt‘ wurden. Wir sprechen ja nicht über Bugs, sondern bewusste Designentscheidungen.

      • Tracking ist ja nicht gleich automatisch datenschutzunfreundlich und findet, wie Kuketz auch schreibt, anonym statt. Wenn du nichts mehr trackst, weißt du halt auch einfach nicht, wie dein Produkt genutzt wird. Du wüsstest ja nicht einmal ob es überhaupt genutzt wird.

        Grundsätzlich bin ich aber bei dir. Gerade bei so einem Browser stellt sich die Frage – Muss das sein? Sollte hier nicht komplett gar nichts getrackt werden.

  2. Mochte den Browser und liebe die Suchmaschine inzwischen sehr. Da sie ein Hybrid ist, also nicht einfach auf Bing setzt, sind die Ergebnisse auch echt gut. Der eigene Crawler ist mittlerweile auch unterwegs. Damit ist es die einzige Suchmaschine, der ich noch weitaus mehr zutraue.

    Den Browser habe ich auf iOS gerne genutzt, aber ich switche halt sehr oft von Mac auf iOS und brauche dort sofort meine Lesezeichen etc. und das wird wohl gegen das Konzept Privacy sein. Wenn ein Sync kommen sollte, würde ich dem Ganzen aber eine Chance geben.

    Allgemein ging die Umstellung von Google zu DuckDuckGo überraschend schnell. Am Anfang ist alles etwas anders und man meint, die Ergebnisse passen nicht so recht, doch schnell wird klar, dass DuckDuckGo oft die „besseren“ Suchen enthält, weil eben nicht einfach nur die gefunden werden, die SEO betreiben. Inzwischen fällt mir massiv auf, wenn ich dann doch mal wieder Google verwende, wie sinnlos fast die komplette erste Seite bei Google ist. Wirklich wertige Sachen, findet man nur noch auf Seite 2 aufwärts, habe ich das Gefühl.

    Von daher… gerne weiter so. DuckDuckGo funktioniert für mich als Suchmaschine super, auch wenn die Umstellung ein paar Wochen brauchte und der Browser ist top, ihm fehlen nur die Standards vieler anderen Browser.

    Zu den Animationen… die gabs schon und die sind schon immer wählbar. Werden aber wohl ständig überarbeitet.

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