DHL GoGreen Plus: Neuer Service für Privatkunden zur Vermeidung von Emissionen

DHL bietet Privatkunden jetzt den neuen Service GoGreen Plus an. Jener diene zur aktiven Vermeidung von Emissionen beim Paketempfang. Die Laufzeit des Services beträgt zwölf Monate und verlängert sich nicht automatisch. Durch die Buchung des kostenpflichtigen Empfängerservices GoGreen Plus können Privatkunden dazu beitragen, Treibhausgas-Emissionen beim Paketempfang zu vermeiden – so DHL.

Wer hier etwas die Augenbraue hochzieht, liegt meiner Ansicht nach richtig: Es sollte nicht die Aufgabe des Kunden sein, ein Unternehmen zusätzlich dafür zu entlohnen, dass es sich um Klimaschutz bemüht. Letzten Endes startet DHL hier einen mehr oder minder geschickten Versuch, die Kosten für mehr Umweltverträglichkeit auf den Kunden abzuwälzen und das als Leistung zu vermarkten. Doch zurück zum Angebot: Registrierte Privatkunden erhalten lau DHL Transparenz über die Nachhaltigkeit der von ihnen empfangenen Pakete und Warenpost-Sendungen.

Eine Nachhaltigkeitsübersicht und die Buchungsmöglichkeit für GoGreen Plus sind im Kundenkonto zu finden. Die Übersicht zeigt die Anzahl der empfangenen Sendungen an und informiert darüber, wie viele Pakete bereits durch den Absender klimaneutral versendet wurden – sowie welcher Einsparung von Treibhausgas-Emissionen das entspricht.

Die Buchung des Services kostet einmalig 3,79 Euro oder alternativ 379 DHL Bonuspunkte. Nach Buchung werden laut DHL die entstehenden Treibhausgas-Emissionen aller dem Empfänger zuordenbaren DHL-Sendungen für ein Jahr über ein sogenanntes Insetting vermieden. Beim Insetting werden die beim Paketversand entstehenden Emissionen durch Investitionen in Reduktionsmaßnahmen innerhalb des Logistiknetzes der DHL in Deutschland vermieden. Dazu zählen Maßnahmen wie der Ausbau der Elektrofahrzeug-Flotte, der Bau CO2-neutraler Zustellstützpunkte oder der Einsatz alternativer Kraftstoffe. Deutsche Post DHL Group verfolgt das Ziel, seine Logistik bis 2050 emissionsfrei abzuwickeln.

Tja, was denkt ihr denn über das neue Angebot GoGreen Plus? Seid ihr eher meiner Meinung und versteht das Ganze als Gewinnmaximierung unter grünem Deckmantel oder ist es aus eurer Sicht eine tolle Sache für mehr Klimaschutz, an der sich jeder beteiligen kann?

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19 Kommentare

  1. Grumpy Niffler says:

    Ich finde zwar, dass das nichts extra kosten sollte aber zumindest der Preis ist ja durchaus überschaubar. Ich habe mal meine Bonuspunkte eingelöst – tut mir nicht weh und vielleicht hilft es ja bisschen was. Wir bekommen hier schon viele Pakete von daher lohnt es sich wenigstens 😀

  2. Es wäre ja auch viel geholfen, wenn die Packstationen – unter anderem Namen – endlich für alle, zumindest großen oder regionalen, Lieferdienste geöffnet wären. Das würde wenigstens auch eine Konkurrenz zu Amazon Locker sein. Ich vermute mal 1/3 der Zustellungen sind ohne Erfolg, oder werden aus Faulheit mancher(!) Zusteller in einen Paketshop gebracht – womit dann wieder man selbst mit Fahrrad oder wenn es jwd ist mit Auto hinfahren muss (selbst öfter erlebt, sobald nicht Stammfahrer Dienst hat.)
    Ich finde das Angebot Greenwashing. DHL hat natürlich die Preise teils ordentlich angezogen und streicht so manches Feature um Kosten zu sparen. Und mit 3,79€ wird man wohl eher kaum die tatsächlichen Emissionen kompensieren gerade wer jede Woche ein paar Pakte erhält oder verschickt.

  3. DHL denkt sich wohl auch, dass die Kunden für das gute Gewissen bereit sind mehr zu blechen.
    Und dann sehe ich jeden morgen, wie unser Postbote Briefe mit dem Verbrenner ausfährt…von Tür zu Tür…und natürlich mit laufendem Motor.
    Es ist wie mit dem Pride Month Regenbogen tralala, nichts wird ausgelassen um Kohle zu scheffeln und/oder Kosten auf den Kunden abzuwälzen.
    Wenn mir wirklich was daran liegt Emissionen beim Online Kauf zu minimieren, dann doch schon eher durch den gebündelten Versand durch entsprechende Bestellung.
    Das hier von DHL würde ich mit den Chinesen vergleichen, die Blätter an kahle Bäume tackern, braune mit grüner Farbe besprühen etc..

  4. Als Aktieninhaber bin ich natürlich entzückt, wenn meine Dividenden durch Klimalügen gesteigert werden können.

  5. Finde ich lustig 😀
    Wenn ich das buche, fährt der DHL Bote mit dem Elektro-Wagen vor, beim Nachbarn kommt dann der DHL-Bote mit dem Diesellaster vorbei. 😀

    Spaß beiseite. Wieso sollte ich sowas finanzieren? Das muss DHL schon selbst machen. Bei den Preisen kann man das auch erwarten.

    • Ich hab auch mal den Spaß beiseite genommen und mir ist partout nicht eingefallen warum ich das grüne Deckmäntelchen von DHL mitfinanzieren sollte. Das sollen die mal schön selbst erledigen!

  6. Wenn die ganzen Logistiker bissl mehr auf die Schiene setzen würden, statt von Mannheim bis Berlin über die Autobahn zu donnern, könnte sich noch mehr CO2 einsparen lassen. Aber denn wäre die Sendung statt am nächsten, erst am übernächsten Tag da.

    • Auf die Bahn und ihre Infrastruktur verlassen? In Deutschland?

      • Habs zwar bisher erst 1x getestet (als Absender), aber in meinem Fall hat das erstaunlicherweise sogar problem- und verspätungslos geklappt. Aber ja, die Laufzeit verlängert sich tatsächlich um 1 Werktag (also kommt erst am übernächsten Werktag an statt am nächsten Werktag, ist aber für nicht dringliche Dinge durchaus verschmerzbar meiner Meinung nach)

      • Habe da jetzt schon oft gemacht, wenn es möglich war. Scheint aber nicht immer auswählbar zu sein. Hatte immer ohne Probleme geklappt. Kam dann meist wirklich +1Tag an aber das ist bei den meisten Paketen ja egal.

        • Kommt wahrscheinlich auch auf die Paketzentren drauf an, Vor Allem, wenn Start- und Zielpaketzentrum identisch sind, macht es ja keinen Sinn, das anzubieten, da der Service in diesen Fällen ja gar nicht funktioniert, da ja nur die Wege zwischen Start- und Zielpaketzentrum auf Schienen gefahren werden kann / gefahren wird

  7. Tja sehr schlaub von DHL. Aber so blöd bin ich nicht :D.
    Es sollte schon eigeninteresse sein seine Flotte zu elektrifizieren was DHL in der Vergangenheit ja auch getan hat.
    Garde heute stand in der Tageszeitung das E-LKW die Zukunft sind und für Unternehmen günstiger sind als Diesel LKW.
    So und nun möchte sich das DHL auch noch vom Kundern vergolden lassen. Ja ne is klar.
    Also mit mir nicht. Aber es steht ja jedem Frei mit seinem Geld zu machen was er will.
    Ich denke es gibt da sinnvollere Projekte die ich unterstütze.
    Privat kommt mir erst einmal eine PV Anlage auf die Dächer.
    Da weiß ich wenigstens wo das Geld steckt.

  8. Um Emissionen zu vermeiden sollte DHL damit aufhören, die Pakete einfach in der Post-Filiale abzugeben. Wie wäre es mit Hubs in Siedlungen, statt die Kunden zur Filiale zu nötigen, weil sie im angegebenen Zeitfenster vom 8-18 nicht permanent anwesend waren?

  9. Ist doch sehr gut! Dann koennen die Leute mit ihrem Geldbeutel abstimmen (Vote with your wallet, vote with your feet!).

    Deutlich effektiver als andere ‚Abstimmungen‘.

    Die meisten Leute wollen naemlich einfach nur ein gutes Gefuehl zum Nulltarif oder das andere Leute fuer sie bezahlen. Ernsthaft um das Thema geht es ihnen aber nicht. Dieses heuchlerische Verhalten wird hiermit unterbunden.

  10. Geht mit Bonuspunkten, da hab‘ ich genug → also mal eingelöst. Schaden kann’s sicher nicht, auch wenn es vielleicht nicht viel bringt.

  11. Cooler Schachzug! Dem Kunden dank des allgegenwärtigen schlechten Klimagewissens gleich was aus der Tasche ziehen, weil er so seine „Schuld“ rein waschen kann. Quasi Kollekte per Klick. Die Aktionäre wird es freuen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, insbes. im ländlichen Bereich auf jedem Dorf eine Packstation aufzustellen, in die alle großen Pakettransporteure ihre Lieferungen einlegen können (und dort abholen). DAS wäre was fürs Klima und würde vermutlich den Frust beim Paketempfang deutlich senken.

    Alternativ könnte ich DHL anbieten, meine Pakete per Fahrrad in die Filiale einzuliefern und bekomme dafür 20% Rabatt aufs Porto.

  12. Die Kosten für den klimaneutralen Umbau der Infrastruktur fallen ohnehin an, und müssen vom Kunden getragen werden – das Geld dafür verdient die DHL nunmal mit ihren Produkten, wie jedes andere Unternehmen auch. Neu ist nur, wo die Zahlung stattfindet. Eben nicht auf Seiten des Paketversenders (die Kosten dort werden über die Versandkosten an den Empfänger weitergegeben, bei „kostenlosem“ Versand in einer Mischkalkulation), sondern direkt auf Seiten des Empfängers.

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