Deutsche Post: Die neuen Briefpreise ab 1. Juli 2019 sind genehmigt

Bereits Anfang Juni hatte Caschy darüber gebloggt, dass die Deutsche Post ab dem ersten Juli 2019 die Briefpreise erhöhen wolle. Es stand aber noch die Genehmigung der Bundesnetzagentur aus. Jene hat nun den Daumen nach oben gegeben und so zahlt ihr ab dem nächsten Monat etwas mehr, wenn ihr Standardbriefe, Kompaktbriefe, Großbriefe und Co. verschickt.

Bei der Deutschen Post ist man sich ganz klar bewusst, dass diese Anpassung bei den Kunden auf Ärger stoßen wird. Mit viel Blabla ist man deswegen zur Stelle, um zu erklären, dass die Preise für Briefe im Verhältnis zu anderen Waren und Dienstleistungen über die Jahre sogar unverhältnismäßig gering angestiegen seien. Dass man ausgerechnet den Vergleich zu den Strompreisen bemüht, ist aber wohl etwas unglücklich. Denn in jener Branche gibt es viel gesetzlichen Reformierungsbedarf.

Passende Briefmarken könnt ihr ab dem 1. Juli 2019 in den Filialen der Deutschen Post erwerben. Auch Briefe ins Ausland werden übrigens teurer: Etwa soll der Standardbrief International bald 1,10 Euro statt 90 Cent kosten. Der Preis von Kompaktbriefen erhöht sich von 1,50 auf 1,70 Euro. Spannenderweise hat man besonders deftig an den Preisen von internationalen Einschreiben gedreht. Sie kosten ab dem Juli nämlich statt 2,50 Euro bald 3,50 Euro. Alle Preisänderungen erhaltet ihr auch nochmal als Übersicht direkt auf der Website der Post.

„Für Einlieferungen von Geschäftskunden mit großen Briefmengen im Rahmen von Teilleistungen inklusive Infrastrukturrabatt wird die Preiserhöhung zum 1. Juli 2019 weitgehend kompensiert„, ergänzt die Deutsche Post übrigens. Wird Firmen gefallen, Privatkunden aber vielleicht ungerecht vorkommen. Falls ihr übrigens noch alte Briefmarken herumgammeln habt: Die Deutsche Post bietet schon jetzt Ergänzungsmarken an – online und in den Filialen.

Zuletzt sei noch erwähnt, dass die Genehmigung der Bundesnetzagentur aktuell noch vorläufig ist. Das Genehmigungsverfahren läuft wegen Beteiligungsrechten Dritter noch etwas. Auch die finale Genehmigung ist aber nur noch eine Formsache.

Hier einmal die Übersicht über die neuen Briefpreise der Deutschen Post:

Briefprodukt/Zusatzleistung1)
ab 01.07.2019 bis 30.06.2019
Postkarte 0,60 € 0,45 €
Standardbrief 0,80 € 0,70 €
Kompaktbrief 0,95 € 0,85 €
Großbrief 1,55 € 1,45 €
Maxibrief 2,70 € 2,60 €
Prio2) 1,00 € 0,90 €
Einschreiben Einwurf2) 2,20 € 2,15 €
Eigenhändig3) 2,20 € 2,15 €
Rückschein3) 2,20 € 2,15 €

1) Preise sind Endpreise und nach UStG umsatzsteuerfrei
2) zzgl. Briefpreis
3) zzgl. Briefpreis und Basispreis Einschreiben

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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36 Kommentare

  1. Was echt nervig ist, dass man sich jetzt schön Ergänzungsmarken kaufen muss, damit man seine vorhandenen Marken weiter nutzen kann.

  2. Ergänzt doch bitte mal auch die neuen Preise und Größe(!) für Bücher- und Warensendung: https://www.deutschepost.de/de/w/buecherundwarensendung.html

    Habe zuhause immer ein paar selbstklebende 5er, 10er und 70er Marken. Meist die Snoopys, Peanuts oder Ottifanten.
    Die kann man relativ einfach zu allen möglichen kombinieren. Wenn man wie wild verkauft auf eBay Kleinanzeigen passt das.

    • Fette Preiserhöhung für Büchersendungen von 1,20€ auf 1,90€!
      Und dann noch diese nette Formulierung „Es wird einfacher: ..“.
      Da ich gerne gebrauchte/meist nur 1 mal gelese Bücher kaufe, die häufig für unter 1 € angeboten werden, macht das schon einen Unterschied.

  3. Wie lange toleriert die Post das alte Porto?

  4. Wem jetzt den Zusammenhang zwischen Brot, Obst und Briefporto nicht ersichtlich ist, dem ist echt nicht mehr zu helfen! Eigentlich ist die Erhöhung gering ausgefallen, bedenkt man wie viele Asteroiden in der letzten Zeit an uns vorbei zogen! Da hat die BNA gepennt…

    • Kleine Denkhilfe auch für Leute wie dich: Das teuerste am Briefversand dürften die Personalkosten sein, die werden auch nicht besser pro Brief, je weniger versendet wird. Der Postbote darf ja weiterhin mehr oder weniger alle Häuser im Wohngebiet abklappern, egal ob er einen oder 10 Briefe einwirft. Briefe pro Briefträger sind gesunken. Lohnkosten eher gestiegen, inkl. Brot und andere Güter, die auch ein Postbote zum täglichen Leben braucht.

  5. Mir ist das völlig egal. Wenn es hochkommt verschicke ich im Jahr einen Brief. Und den nicht mal mit der Post.

  6. Wenn die Post weniger Briefe zum Verschicken hat, wird das Porto teurer, wenn die Post mehr Pakete zum Versenden hat, wird es auch teurer.

    Das ist Marktwirtschaft. XD

    • Die Post muss ihre Kapazitäten ausbauen und schlicht mehr Paketboten einstellen, zu eher besseren Bedingungen, sonst macht’s keiner mehr. Das kostet zusätzlich Geld. Und umgekehrt sind die Kosten der Briefzustellung relativ starr. Der Postbote braucht nicht nennenswert weniger Arbeitszeit, wenn er dir nur einen statt zwei, drei oder vier Briefe zustellt. Er muss jede Straße abfahren und überall halten, so oder so. Das ist es was Zeit kostet, Arbeitszeit. Auch die Infrastruktur der gelben Postkästen, die werktäglich geleert werden müssen, kostet immer gleich viel, selbst wenn Mal gar kein Brief mehr drin liegt muss jeder gecheckt werden.

      Je weniger Briefe verschickt werden desto mehr Fixkosten müssen auf jeden Brief umgelegt werden.

      Es ergibt beides also durchaus Sinn. Und bei den paar Briefen die ein normaler Haushalt im Jahr verschickt war die Diskussion darüber jetzt eigentlich schon „teurer“ bzgl Lebenszeit als die paar Cent zusätzlich rechtfertigen würden.

  7. Woher haben die die Zahlen beim Vergleich? Brot soll 30% gestiegen sein? Brötchen vieppeicht, Brot auf keinen Fall.

  8. Sieht wieder nach einer Milchmädchenrechnung aus. Von 0,55€ auf 0,80€ sind keine 25%. Oder habe ich mich verrechnet?

    • Du gehst nur vom Standardbrief aus. Gibt ja noch Großbrief etc. Der Kompaktbrief ist z.B. heute sogar günstiger als noch 2001, der Großbrief gleichteuer.

      • Die gehen ja auch vom Standardbrief in ihrer Rechnung aus. Also mache ich das auch. Mich persönlich stört es wenig, dass es teurer ist. Aber für Leute, die oft Briefe verschicken ist das erheblich. Und so eine Infografik, die alles schönreden soll ist einfach falsch.

      • Prozentual noch immer günstiger als Inflation und Brot einfach nicht richtig.

    • In der Statistik sind die Werte von 2018, also noch vor der Erhöhung.

  9. Mal etwas Off-Topic:
    Kennt jemand gute Alternativen zum kostenlosen Fax-Versand des E-Post Dienstes, der spontan zur Preiserhöhung gleich mit abgekündigt wurde?

    Brauchte man selten, aber dennoch ab und an.
    Schonmal Danke für Tips 😉

    MFG Martin

  10. Sehr gut, endlich kann ich zwei kleine Briefmarken auf nen großen Brief kleben.

    Bisher war es klein 70, groß 145 und die Post hat schon wegen fehlender 5c Briefe nicht zugestellt. Dann sind es klein 80 und groß 155. Auf die 5c, die zu viel draufkleben pfeif ich, Hauptsache ned zwei Arten von Marken kaufen.

  11. Für Berlin gibt es PIN AG. Damit kann man auch innerhalb Deutschlands versenden. Kostet bisher 69 Cent für den Standardbrief.

  12. Ich kann mich garnicht erinnern das die Postkarte mal weniger wie 0.45€ gekostet hat. Bin ich zu jung oder ist das zu lange her und ich zu alt?

  13. Ich verschicke immer per Kriegsgefangenenpost, dafür einfach die PLZ in Klammern Setzen somit kostet der Brief nichts.

  14. >>und so zahlt ihr ab dem nächsten Monat etwas mehr, wenn ihr Standardbriefe, Kompaktbriefe, Großbriefe und Co. verschickt.
    postkarte 45 auf 60ct >25% erhöhung
    gleich mal merken 25% ist etwas mehr ^^

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