DE-Mail: Telekom erinnert an das endgültige Aus

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Erinnert ihr euch noch an DE-Mail, die „sichere elektronische Behördenpost“, unterstützt durch die Regierung? Unter anderem steckten als Anbieter United Internet mit GMX und Web.de (die angeblich verkauft werden sollen) und die Telekom dahinter. Schon in den Anfängen gab es Probleme und fehlende Akzeptanz.

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Die Telekom griff dann bereits vor einem Jahr zur Reißleine und kündigte ihr Aus an. Dreistellige Millionenverluste habe DE-Mail verursacht. Derzeit verschickt die Telekom wieder Erinnerungen an die letzten verbliebenen Kunden und erinnert daran, dass die Mail-Konten endgültig nach dem 31. August geschlossen werden.

Das bedeutet, dass Nutzer ab dem 1. September 2022 keine DE-Mails mehr versenden oder empfangen können. Ab diesem Termin beginnt auch die Vorhaltephase. In dieser Vorhaltephase haben die Kunden noch einen dreimonatigen lesenden Zugriff auf ihr De-Mail-Konto, um die in ihren Postfächern abgelegten Nachrichten zu sichern.

Nach dem 30. November 2022 – also nach der Vorhaltephase – werden sämtliche DE-Mail-Konten und damit auch alle Kundendaten und DE-Mails unwiederbringlich gelöscht. Die Telekom bietet kein alternatives Produkt im DE-Mail-Verbund mehr an. Nutzer können allerdings bei anderen DE-Mail-Diensteanbietern diesen Service beziehen. Eine entsprechende FAQ gibt’s hier.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Wie viel Projekte hat man schon kommen und gehen sehen bei der Digitalisierung (Deutschlands) ……

  2. Schade, dass man das ganze System in diesem Zusammenhang nicht gleich komplett einstampft. Öffentliche Institution müssen nun mit großem Aufwand den Provider wechseln, da dieser Eingangskanal weiterhin verpflichtend ist. Die Zukunft liegt hier eher im Nutzerkonto-Bund für Privatpersonen oder im Elster-Unternehmenskonto für Unternehmen.

    • >> Nuterkonto-Bund <<

      Interessant. Habe ich bisher noch nie davon gehört.
      Vermutlich aktuell genauso nützlich, wie die digitale ID des Personalausweises.

      • Ich habe auch noch nie davon gehört.
        Kann man dort den Aufenthaltstitel verlängern?

        Denn im Ausländeramt kriegt man keinen Termin mehr.

  3. Herr Hauser says:

    Eigentlich dürfte ich gar keinen derartigen aktiven Account mehr haben, hatte ich vor langer Zeit gekündigt/gelöscht.

    Jetzt kam gestern so eine Mail das es eine Nachricht im Postfach gäbe. Habe aber keine Logindaten mehr, weiß sie auch nicht mehr.

    Auf der Loginseite stand ja was das man noch eine Nachricht bezüglich dem Aus bekommt. Wird dann diese Nachricht im Postfach sein. Also habe ich es anschließend ignoriert.

  4. Bling Bling says:

    Da hat ein Angebot die Nachfrage gesucht… und sie nicht gefunden. Ich persönlich habe so gut wie nie mit Behörden zu tun. Alle paar Jahre melde ich mal ein Auto an, ab oder um. Ich weiß jetzt nicht, warum ich eine Behörde eine Mail schicken sollte. Dem Finanzamt schon gar nicht. Dafür gibt’s den Steuerberater.

  5. Das war Unausgegorener Mist, made in Germany.
    Schaltet es lieber heimlich ab.

    • Frank Wein says:

      Sehe ich anders, einfacher kann man mit einer Behörde schriftformersetzend nicht kommunizieren. Bis an den Gateways war die Nachricht sogar verschlüsselt. Eigentlich war das richtig gut … verstanden hat das nur niemand, weil z.B. Verschlüsselung niemanden interessiert. Aber hier ging es sogar ohne die Beschaffung von entsprechenden Zertifikaten.

      • War ja auch etwas doof gemacht. Du hast dir damit die Pflicht eingehandelt da regelmäßig reinzuschauen, wenn du die DE-Mail irgendwo angegeben hast. Die Pflicht hast du zwar beim Briefkasten der factos auch (die Alternative sich Behördenpost mit dem Gerichtsvollzieher zustellen zu lassen ist ja nicht besser), aber da kuckst meistens eh rein. In einen DE-Mail-Account, der nur alle Schaltjahreemal was bekommt eher seltener.

        Ich hätte aber erwartet, dass es eine Nische findet, etwa bei der Kommunikation von Notaren, Grundbuchämtern, Bauämtern, Architekten, Einrichtungen der Jugendhilfe usw. untereinander.

        • Naja, so halb:
          Du bekommst ja bei richtige Einstellung eine Nachricht über eine neue de-Mail per Mail – das ist also eher _einfacher _ nix zu verpassen als bei Briefpost, nicht schwerer.

  6. epost ist genauso eine Totgeburt.

  7. Wie gut das ich bei der FP Mentana-Claimsoft GmbH noch ein Account habe und die den Service nicht einstellen. Einfacher kann man mit Behörden nicht kommunizieren.

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