DB MOBIL: Print kommt auf das Abstellgleis

Frequenten Bahnfahrern ist es in den letzten 21 Jahren sicherlich begegnet, nun ist nach 261 Papierausgaben Feierabend, so die Deutsche Bahn: DB MOBIL, das Kundenmagazin der Deutschen Bahn verab­schiedet sich im Dezember und wird dann ab 2023 digital zurückkehren. Damit einher gehen der Ausbau von neuen multimedialen Formaten und eine klare inhaltliche Aus­richtung auf das Thema nachhaltiges Reisen, so das Unternehmen.

„Wir wollen unsere treuen monatlich 1,15 Millionen Leser auch weiter­hin mit hochwertigem Journalismus und guter Unterhaltung versorgen“, sagt Jürgen Kornmann, Leiter Marketing & PR der Deutschen Bahn AG. „Das Medienver­halten hat sich jedoch verändert: Viele nutzen inzwischen bevorzugt Laptop oder Smartphone, und diesem Trend folgen wir nun. Natürlich ist uns der Verzicht auf das gedruckte Heft schwergefallen, denn DB MOBIL ist eine Ikone unter den Reisemagazinen. Die starke Marke ver­schwin­det aber keinesfalls, sondern wird auf neuen Kanälen und mit neuen Inhalten noch präsenter.“

Die neue digitale Ära startet Anfang 2023 mit einem Relaunch der Website dbmobil.de. Im Fokus stehen dann Themen im Zusammenhang mit nachhaltiger Mobilität.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Wie blumig man umschreibt, dass man einfach kein Geld mehr für den Druck ausgeben will.
    Dabei sollt einem eine Ikone *PRUST* schon mal monetär etwas wert sein.

  2. Ich hab mich immer nur geärgert, wenn das Magazin das Fach an der Rückseite des Vordersitz blockiert hat. … schlimmstenfalls starrt man dann die halbe Fahrt irgendeinem dummen Sternchen der deutschen Öffentlichkeit ins grotesk gephotoshoppte Gesicht. … deshalb packe ich alle „Ausgaben“ immer direkt beim hinsetzen auf die Hutablage. 😀

  3. Und was liest man dann jetzt, wenn man mal wieder keinen Empfang hat?

  4. Bartenwetzer says:

    Wenn die Bahn sicherstellt, das ich immer und überall in der Bahn und allen Zügen und Bahnhöfen, das Heft lesen kann, mag das angehen. Aber wie oft kriege ich einfach keinen Zugang zu WiFi on ICE oder das Internet, weil zu viele gleichzeitig zugreifen. Oder es gibt erst gar keine Zugang, weil es keine Verbindung zum Netzt gibt. Das wird bestimmt „noch besser.“
    Ist man gar mit Kindern unterwegs braucht man gleich drei oder vier mal Zugangstechnik.
    Und um das „mobil“ lesen zu können, muss ich nun ein 13 Zoll Tablet oder einen Laptop mit rumschleppen.
    Natürlich mit passendem Ladegerät. Ach ja. Steckdosen gibt es ja auch nicht an dem Platz.

    Sieht dann im Bordrestaurant wirklich Klasse aus, wenn der Tisch für Speisen und Getränke keinen Platz mehr bietet, schon mal ein Flasche und ein Glas umkippen ( auch da wo man sitzt im Abteil ). Oder auf den Bistrotischen mit ihrem riesigen Platz.
    Ich kann es mir runterladen und speichern.
    Was für ein Fortschritt.
    Bei der Bahn sind scheinbar nur IT Experten am Werk, die irgendwie an der Realität vorbeileben.

    DB Navigator, jedesmal alle Einstellungen durcharbeiten statt grundsätzlich ein Profil anzubieten, das man ändern kann. Jede Menge Seiten mit „weiter“ bearbeiten wenn man sie nicht benötigt und am Ende steht dann auch das mit den Kodes die man nur einzeln eingeben kann, getrennt nach 7 und 8 Stellen statt einer automatischen Erkennung.

    Schöne neue digitale Welt.
    Schade – fehlt nur noch der ServiceRoboter im Bordrestaurant der Bestellungen entgegen nimmt, bei der man Bestellungen auch ändern kann und dann ist natürlich auch sichergestellt, das man zukünftig nicht mehr hört:
    Digitale Bestellung ist nicht leider nicht möglich.
    Da funktioniert der Comfort CheckIn nicht, ebenso nicht auf freien StatusPlätzen, im Mutter und Kind Abteil. Die Bahncard muss man auch noch extra aufrufen bei Kontrollen, statt sie gleich mit dem QR Kode der Fahrkarte zu integrieren.

    Ohne Internet geht manches auch nicht.

    Man meldet Verbesserungsvorschläge und statt sie mal mit dem Kunden zu testen geschieht nix.
    Dann die ständigen Updates oder ist das etwa auch noch in den DB Navigator integriert?
    Den gibt es ja n och nicht mal für ein Tablet. Streckenagent, BahnhofsApp, usw.
    Erinnert mich an die eierlegenden Wollmilchsau bei Apple „iTunes“.

    Ich freue mich schon auf den next Navigator.
    Kleine Schrift ohne Zoom Funktion, Hellgraue Schrift auf weißem Grund, manches in irgendeinem Menü versteckt und intuitiv besonders für Unerfahrene, Ältere, Brillenträger,.

    • Im ICE sind doch an allen Sitzen Steckdosen?
      Im Bordrestaurant sollst du ja auch Umsatz machen und essen oder gemütlich mit einem/einer Freund(in) was trinken und nicht am Tablet die aktuelle DB Mobil lesen.
      Die Bahncard wird nicht integriert, da du sonst für deinen Freund eine Karte mit Bahncard kaufen könntest und der den Rabatt parallel zu dir ohne Nachweis nutzen könnte.

  5. Erst „Ihr Reiseplan“ jetzt „DB Mobil“ … Die Bahn wird immer papierfeindlicher!

  6. Das ist auch ein ökologischer Fortschritt. Bei einer Auflage von ca. 500 000 (https://de.wikipedia.org/wiki/Mobil_(Zeitschrift)) und 1,15 Millionen Lesern, wird ein Heft durchschnittlich nur von 2,3 Personen gelesen.

  7. Gunar Gürgens says:

    Bissl schade, war es doch immer Backup Lektüre, wenn der Spiegel oder diverse National Geographics ausgelesen waren. Naja muss ich davon halt mehr gedruckte Exemplare mitnehmen.

  8. Endlich!
    Nun sollte die digitale Ausgabe noch sinnvoll von überteuerten „Herstellern“, “ Verlagen“, „Werbefirmen“ weggebracht werden und als neues, echt ökologisches digitales Magazin starten wo dieses von Universitäten oder sogar Schulen als Projekt erstellt wird wo sich alle frei und fair bewerben können und dann gibt es das jeweils für einen gewissen Zeitraum und dafür bekommt die jeweilige Schule eine ordentliche Förderung zur Digitalisierung oder für ökologische Maßnahmen.
    Da würde die Bahn garantiert sogar viel Geldsparen und die Themen könnten bestimmt sogar viel interessanter werden.
    Wie wäre es z.B. wenn es da so eine Schule in einer Kleinstadt trifft wo der Bahnhof seit Jahren geschlossen ist und die Züge nur durchfahren?
    Das könnten doch sehr interessante Ausgaben werden.

    Auf der anderen Seite kann ich aber auch nicht meckern, dass so etwas gestrichen wird. Vielleicht würde der Bahn so ein Musk auch nicht schaden? Alle meckern rum, Pünktlichkeit, Klimaanlage, Sauberkeit und fehlendes Internet, aber dieses Magazin was unnötige Kosten verursacht, das muss bleiben?

    Ich möchte nicht wissen wie viele Millionen die Bahn jedes Jahr mit Werbung verpulvert. Plakate, TV-Werbung und dann gibt es sehr aufwendige Videos, digital animiert wo die Schienen sogar in den Himmel führen und LKW schweben. Mussdas sein?

    Telekom, Vodafone und alle anderen, die sich auf dem Markt gegen Mitbewerber behaupten müssen, ok. Aber die Bahn?
    Es ist ja nicht so, dass da plötzlich ein Mitbewerber kommt und sein eigenes Schienennetz aufbaut. Das Geld sollte man sich sparen und sinnvoll investieren.

    Es passt einfach nicht, auf der einen Seite wird gejammert, Preise werden angehoben und dann auf der anderen Seite, da werden Millionen einfach für unnötiges verpulvert.

    Da reichen doch Newsletter, WhatsApp, Facebook und eine Online-Plattform. Und nun kommt bitte nicht damit, dass nicht alle das Internet nutzen. Stimmt, aber die gehen eh zum Schalter, auch wenn sie Werbung sehen.

  9. Witzig. Gerade im Zug greife ich eher zu Papier als Elektronik. 😉

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