Darling Projekt will Mac Programme unter Linux lauffähig machen

Ob das folgende Projekt eine große Zukunft hat wage ich einmal zu bezweifeln. Die Idee dahinter ist aber dennoch spannend. Luboš Doležel, ein tschechischer Entwickler, hat ein neues Projekt namens Darling (eine Anspielung an den UNIX-Unterbau Darwin von Mac OS) ins Leben gerufen. Ziel dahinter ist eine Ausführung nativer OS X Anwendungen unter Linux.

Darling Max und Linux

Einige von euch haben eventuell, sofern sie mit Linux schon einmal in Kontakt gekommen sind, vom Projekt Wine gehört. Dies ist eine relativ beliebte Möglichkeit Windows-Applikationen unter Linux ausführen zu lassen (z.B. MS Office, Photoshop & Co).

Prinzipiell ist so etwas natürlich auch mit OS X – Anwendungen möglich, wobei das Projekt noch in den Anfängen steckt. Bisher sollen lediglich kleinere Konsolenprogramme laufen, wie man oben sieht, ist es zumindest möglich ein einfaches Hello World-Programm mit grafischer Oberfläche zu starten. Selbst Anwendungen auf iOS Basis, schließen die Entwickler langfristig nicht aus, ebenfalls zu portieren (Derzeit sieht er aber aufgrund der Android-Dominanz wenig Sinn hier Zeit zu investieren).

Darling could be used to run applications compiled for iOS (iPhone/iPad).

Große Chancen gebe ich dem Projekt nicht. Zum einen kann ich mir nur schwer vorstellen, dass viele von OS X auf Linux wechseln, zum anderen nutze ich auch kein Wine auf Linux. Es funktioniert zwar inzwischen erstaunlich viel, dennoch sehen  die Programme nie so gut aus, wie für das ursprünglich gedachte System und mir macht es wenig Spaß damit zu arbeiten.

Für manche allerdings überhaupt ein Grund sich mit Linux anzufreunden, sobald ihr Programm auch auf Linux läuft. Was haltet ihr denn von der Idee? Sinnvoll oder doch eher Zeitverschwendung? [via]

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

10 Kommentare

  1. Wird Zeit! Ich freu mich drauf.

  2. Das Projekt wird nur wenigen Menschen nützen. Der „Normal“-User wird lieber auf Mac-ähnlich Linuxprogramme umsatteln (stabiler, hübscher, kostenloser, weniger gefrickel…). Die Hardcore-User und Entwickler, die Mac-Programme benötigen, werden lieber ein komplettes OSX in der VM laufen lassen. Die Menschen, die Mac-Programme (semi)professionell nutzen wollen, werden auf ihre Hardware nicht verzichten wollen. Kurz: sehr kleine Zielgruppe, aber technisch interessant und natürlich schön zu sehen, was man mit Linux so alles anstellen kann 🙂

    PS: Finde es super, das Linux hier auch mal thematisiert wird. Passiert viel zu selten 🙂

  3. Über „sinnvoll“ lässt sich streiten. Fakt ist, dass der Umstig auf Linux leichter fällt, wenn man ein paar bekannte Programme erstmal weiter nutzen kann.

    Für Linux selbst bringt die idee natürlich nichts. Linux soll ein offenes System sein. Apple vertritt eine andere Philosophie. Anstatt properitäre Programme zu fördern, indem man sie auf anderen Systemen populär macht, wäre es hilfreicher, eigene – möglichst bessere – Programme zu entwickeln. Somit wäre dem Gedanken von Linux besser Rechnung getragen. Viele Linux-Entwicker weigern sich ja nicht ohne Grund, ihre Programme nach Windows o.ä. zu portieren, denn, wenn alle Ihre Programme auch auf Windows / Mac liefen, wozu dann Linux?

    Nur so als unausgegorener Gedanke …

    Liebe Grüße
    mkrueger

  4. so etwas wie rosetta für osx wäre für mich viel wichtiger, dann könnte ich mein corl weiter benutzen..

  5. Wenn es damit irgendwann m;glich ist das iOS SDK und iTunes unter Linux laufen zu lassen ist es eventuell interessant aber für mehr würde ich es wohl nicht nutzen.

  6. Also wenn Apple so weiter macht wie bisher, gibt es bald eh kein Mac mehr und zu Windows will ich nicht zurück. Und sorry, Holger, aber Linuxprogramme SIND instabil, unhübsch, gefrickel, einzig kostenlos, aber 99% der OpenSource-Programme sieht man leider an, dass sie OpenSource sind, Firefox und seine Plugins machen hier eine löbliche, wenn auch sehr seltene Ausnahme. Insoweit begrüße ich das Projekt sehr, kann ich meine liebgewonnenen Mac-Programme dann mitnehmen, auch Wine und Co. begrüße ich sehr.

    iOS-Apps unter Android lauffähig zu bekommen, wäre auch noch eine tolle Herausforderung.

  7. @heutiger: ich hab bewusst jeweils ein -er angehängt: „stabiler, hübscher, kostenloser, weniger gefrickel…“. Damit wollte ich nicht Mac/Windows-Programme mit Linux-Programmen generell vergleichen, sondern Mac/Windows-Programme UNTER LINUX mit nativen Linuxanwendungen. Und da liege ich ziemlich sicher richtig. Sorry, falls das undeutlich formuliert war.

  8. @heutiger:
    kanns nicht so ganz verstehn , in zweierlei wegen einerseits is deine aussage ne sehr gewagte generalisierung 😀
    und zweiteres, muss ich sagen, einzige probleme ich unter meinem ubuntu hab, sind umzüge von einer version auf die nächst höhere, sonst muss ich seit jahren nimmer frickeln und sitz auch vor echt schönen anwendungen 😀 und hatte in letzter zeit mehr programmabstürze auf der win seite als am ubuntu^^

  9. IMO Es mach kein Sinn. Erstens es mach das System nicht stabiler. Zweckdienlich ist es auch kaum. OK wenn jemand als Linux-User so dämlich war sich ein Ihphone zuzulegen, dann ist er ja auch selber schuld. Bei mir ist es so: beruflich werden Macs eingesetzt privat meistens Linux. Sogar auf älteren Macbook wird Linux eingespielt. NB Windows kommt mir gar nicht in die Tüte. Ich vermisse nicht auf den Linux-Kisten. Eher spiele ich GNUs via Macports auf die Macs ein. Daher mein Fazit: Dieses Projekt ist genauso nutzlos wie wine.